Im Grossen und Ganzen kann man das so stehen lassen, doch habe ich einige teils gravierende Falschaussagen entdeckt, die ich gerne noch korrigieren würde.
Hier muss ich korrigieren: Nur weil Elektronen die Ladungsträger in einem Leiter sind, heisst das nicht, dass der Elektronenfluss immer einer "tatsächlichen" Stromrichtung entsprechen. Speziell in p-dotierten Halbleitermaterialien ist es nämlich so, dass der Strom von positiven Ladungen getragen wird, nämlich von Fehlstellen der Elektronen im Kristallgitter, sogenannten Löchern. Ebenso handelt es sich beim Strom, der durch Protonen in einem Teilchenbeschleuniger besteht, durchaus aus positiven Ladungsträgern. Hinzu kommt, dass wenn man annimmt, man bewege sich mit den Elektronen mit und somit das Bezugssystem auf ein bewegtes Elektron setzt, würde der Strom dadurch entstehen, dass die positiv geladenen Atomrümpfe an einem vorbeiziehen, womit diese relativ zu den Elektronen bewegt sind. Die Masse spielt bei der Koordinatenwahl keine Rolle, mit demselben Argument kann man zeigen, dass es z.B. auch irrelevant ist, ob die Sonne sich um die Erde oder die Erde sich um die Sonne dreht. Dies ist lediglich eine Sache des Bezugspunktes.Zitat von daenerys
Aus diesen und wahrscheinlich noch mehr Gründen ist es falsch, von einer "tatsächlichen" Stromrichtung zu sprechen, ebenso ist es falsch zu sagen, man hätte mit der Definition der technischen Stromrichtung falsch getippt. Die Stromrichtung ist schlichtweg eine Konvention, die einmal getroffen werden musste und ist unabhängig davon, welche Ladungsträger tatsächlich fliessen. Genauso willkürlich wie positive und negative Ladungen oder Nord- und Südpol beim Magneten definiert wurden, wurde auch die Stromrichtung definiert.
Falsch, da bei G2 kein Widerstand in Serie geschaltet ist, fällt die gesamte Spannung über der Glühlampe ab, während bei G1 nur ein Teil der Spannung über der Lampe abfällt, da der Widerstand die Spannung teilt. Somit leuchtet G1 am Ende weniger als G2.Zitat
Stimmt so auch nicht. Die Lenzsche Regel besagt, dass eine induzierte Spannung stehts so gerichtet ist, dass der entsprechend induzierte Strom ein Magnetfeld erzeugen würde, die der Änderung des Flusses entgegenwirkt.Zitat
Was richtig ist, ist dass daraus folgt, dass bei der Selbstinduktion ein entgegengesetzter Strom induziert wird, bis über der Spule das Magnetfeld vollständig aufgebaut ist, danach wirkt die Spule für einen Gleichstrom wie ein Kurzschluss.
@Zelretch: Noch eine Schönheitskorrektur: Induktivitäten werden mit dem Buchstaben L und nicht mit R bezeichnet, schreib bei der Spule besser L2 statt R2 hin. Falls sie in deinem Heft tatsächlich mit R2 bezeichnet wurde, zweifle ich etwas an der Qualität des Lernmaterials. Gerade in der Elektrotechnik ist es unabdingbar, die Bauelemente mit der richtigen Nomenklatur zu versehen, um Missverständnisse zu vermeiden. So könnte man meinen, R2 wäre ein Widerstand, auch deshalb weil Widerstände in der USA so zackig gezeichnet werden, wie du R2 gezeichnet hast. Spulen werden normalerweise mit "runden" Schleifen gezeichnet oder dann wie die rechteckigen Widerstände, aber dafür ausgefüllt:
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