Ok, danke. Jetzt fühl ich mich schonmal etwas sicherer in der Materie xD
Ich hätt da noch ne ganz blöde Frage zur selbstinduktion. Der Versuchsaufbau:
die Frage ist welche Lampe, G1 oder G2 früher leuchtet, wenn man s schließt. Für mich ist das eigentlich ein ganz klarer Fall, dass G2 langsamer leuchten wird, weil R2 die Zunahme vom Strom auf grund der selbstinduktion hemmen wird. Dummerweise steht in meinem heft , dass G1 langsamer leuchten wird, aus eben jenem grund.
Entweder habe ich irgendein Gestez bei der Paralellschaltung missachtet , oder ich habe da (mal wieder) irgendwelchen BS aufgeschrieben. Beides kann sein , aber ich wüsste trotzdem gerne was von beidem nun richtig ist xD
Da hast du wohl eine Zahl vertauscht:
G1 wird fast sofort leuchten, dann dauert es ein Weilchen und G2 fängt langsam an zu leuchten und wird langsam heller, bis sie so hell leuchtet wie G1.
Grund dafür ist die Selbstinduktion der Spule. Da die Spule vom Strom durchdrungen wird und sich damit das Magnetfeld der Spule ändert, wird diese nämlich induziert. Und dieser Strom wirkt nun entgegengesetzt zur Stromrichtung von U, bildet also einen höheren Widerstand. Da sich das Magnetfeld aber immer weniger ändert, geht der induzierte Strom mit der Zeit gegen null und die Spannung wird hoch genug, damit der Strom die Lampe zum leuchten bringen kann. Als Diagramm sieht das ungefähr so aus (für U in der Spule):
Das ganze ist als Lenzsche Regel bekannt (ist immer super, sowas in der Arbeit zu schreiben ^^)
--Du hast eine Idee für den maker, die aber noch nie gepixelt wurde? Etwas wie ein Klohäuschen, ein Katapult oder ein Mühlrad? Oder bist du auf der Suche danach?
Wenn du eine dieser Fragen mit "ja" oder "vielleicht" beantwortet hast, bist du >>hier<< genau richtig.
Im Grossen und Ganzen kann man das so stehen lassen, doch habe ich einige teils gravierende Falschaussagen entdeckt, die ich gerne noch korrigieren würde.
Hier muss ich korrigieren: Nur weil Elektronen die Ladungsträger in einem Leiter sind, heisst das nicht, dass der Elektronenfluss immer einer "tatsächlichen" Stromrichtung entsprechen. Speziell in p-dotierten Halbleitermaterialien ist es nämlich so, dass der Strom von positiven Ladungen getragen wird, nämlich von Fehlstellen der Elektronen im Kristallgitter, sogenannten Löchern. Ebenso handelt es sich beim Strom, der durch Protonen in einem Teilchenbeschleuniger besteht, durchaus aus positiven Ladungsträgern. Hinzu kommt, dass wenn man annimmt, man bewege sich mit den Elektronen mit und somit das Bezugssystem auf ein bewegtes Elektron setzt, würde der Strom dadurch entstehen, dass die positiv geladenen Atomrümpfe an einem vorbeiziehen, womit diese relativ zu den Elektronen bewegt sind. Die Masse spielt bei der Koordinatenwahl keine Rolle, mit demselben Argument kann man zeigen, dass es z.B. auch irrelevant ist, ob die Sonne sich um die Erde oder die Erde sich um die Sonne dreht. Dies ist lediglich eine Sache des Bezugspunktes.Zitat von daenerys
Aus diesen und wahrscheinlich noch mehr Gründen ist es falsch, von einer "tatsächlichen" Stromrichtung zu sprechen, ebenso ist es falsch zu sagen, man hätte mit der Definition der technischen Stromrichtung falsch getippt. Die Stromrichtung ist schlichtweg eine Konvention, die einmal getroffen werden musste und ist unabhängig davon, welche Ladungsträger tatsächlich fliessen. Genauso willkürlich wie positive und negative Ladungen oder Nord- und Südpol beim Magneten definiert wurden, wurde auch die Stromrichtung definiert.
Falsch, da bei G2 kein Widerstand in Serie geschaltet ist, fällt die gesamte Spannung über der Glühlampe ab, während bei G1 nur ein Teil der Spannung über der Lampe abfällt, da der Widerstand die Spannung teilt. Somit leuchtet G1 am Ende weniger als G2.Zitat
Stimmt so auch nicht. Die Lenzsche Regel besagt, dass eine induzierte Spannung stehts so gerichtet ist, dass der entsprechend induzierte Strom ein Magnetfeld erzeugen würde, die der Änderung des Flusses entgegenwirkt.Zitat
Was richtig ist, ist dass daraus folgt, dass bei der Selbstinduktion ein entgegengesetzter Strom induziert wird, bis über der Spule das Magnetfeld vollständig aufgebaut ist, danach wirkt die Spule für einen Gleichstrom wie ein Kurzschluss.
@Zelretch: Noch eine Schönheitskorrektur: Induktivitäten werden mit dem Buchstaben L und nicht mit R bezeichnet, schreib bei der Spule besser L2 statt R2 hin. Falls sie in deinem Heft tatsächlich mit R2 bezeichnet wurde, zweifle ich etwas an der Qualität des Lernmaterials. Gerade in der Elektrotechnik ist es unabdingbar, die Bauelemente mit der richtigen Nomenklatur zu versehen, um Missverständnisse zu vermeiden. So könnte man meinen, R2 wäre ein Widerstand, auch deshalb weil Widerstände in der USA so zackig gezeichnet werden, wie du R2 gezeichnet hast. Spulen werden normalerweise mit "runden" Schleifen gezeichnet oder dann wie die rechteckigen Widerstände, aber dafür ausgefüllt:
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--Electrodynamics:
Geändert von TheBiber (03.04.2009 um 17:00 Uhr)
Ja, wenn man es ganz genau nimmt, hast du recht. Da hab ich mir ein bisschen zu einfach gemacht.Zitat
... So wie ich die Zeichnung verstanden habe, ist vor G1 ein Widerstand in Reihe geschaltet. o,oZitat
Das meinte ich damit, hätte ich wohl besser formulieren sollen ^^"Zitat
Edit:
Bider, du scheiß Korinthenkacker!Aber danke, dass du darübergeguckt hast
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--Du hast eine Idee für den maker, die aber noch nie gepixelt wurde? Etwas wie ein Klohäuschen, ein Katapult oder ein Mühlrad? Oder bist du auf der Suche danach?
Wenn du eine dieser Fragen mit "ja" oder "vielleicht" beantwortet hast, bist du >>hier<< genau richtig.
Geändert von daenerys (03.04.2009 um 17:02 Uhr)
Hast du richtig verstanden. Eben, deshalb fällt am Ende wegen der Maschenregel über G1 weniger Spannung ab bei gleichbleibendem Widerstand, somit ist die Leistung kleiner als ohne Widerstand und damit leuchtet die Lampe weniger hell als G2, da bei G2 eben kein Widerstand in Reihe ist, sondern nur eine Induktivität.
Ja bitte.Zitat
Ich finds halt schon noch wichtig, dass man zumindest mit den Begriffen und der Nomenklatur genau ist. Sonst kann es an Prüfungen oder auch später im Studium böse Überraschungen geben.![]()
--Electrodynamics: