Wild Arms ist eine meiner Lieblingsserien
Ich habe die ersten drei Teile durchgezockt und den vierten angespielt, allerdings habe ich sie alle hier rumliegen, also auch WA5, Alter Code F und, was hier bis jetzt nicht erwähnt wurde, Wild Arms Crossfire.
Wäre mit der Serie gerne schon weiter, aber bin hängengeblieben, weil ich nach der Reihenfolge spielen möchte, aber mein Alter Code F irgendwie nicht auf meiner alten PS2 läuft :-/
Ich mag Wild Arms vor allem wegen der Musik und dem Setting. Naruke Michiko hat es einfach drauf, ihre Stücke erzeugen bei mir immer richtiges Fernweh, welches ich dann sozusagen in Filgaia auch gleich ausleben kann *g* Auch die Western-Atmosphäre bzw. generel diese trockenen, wüsten Welten. Die Serie hat ein bisschen was Öko-Postapokalyptisches an sich, dieser Hauch von untergegangenen Zivilisationen im Wüstensand, kleine Inseln der Zivilisation, einsame Wanderer. Das ist ganz nach meinem Geschmack.
Der erste Teil ist für mich zwar nach wie vor ungeschlagen, aber der dritte kommt nah dran. Die Neuerungen im Gameplay von 4 und 5 zeigen, dass die Serie inzwischen auch spieltechnisch ihren eigenen Weg gefunden hat und sich innovativ weiterentwickelt, was ja in den Anfängen lange nicht wirklich der Fall war. Überhaupt hat die Serie einige lustige Ideen hervorgebracht, die ich so in noch keinem anderen oder in nur wenigen RPGs gesehen habe. Zum Beispiel das Reiten in WA3. Das hat für mich irgendwie das typische Western-Setting noch komplettiert. Ein echter Kunstgriff, dass man während man fest im Sattel sitzt auch Monster bekämpfen kann und muss, sah sehr geil aus. Auch hat die Serie schon früh verstanden, dass Zufallskämpfe an sich nervig sind und schon ab dem zweiten Teil etwas dafür getan, dass sie erträglicher werden. Heute schaffen immer mehr Entwickler die Zufallskämpfe ganz ab, was ich ja auch befürworte, aber noch vor ein paar Jahren hab ich mich gefragt, warum es nicht mehr Hersteller übergangsweise so wie in WA gemacht haben. In Final Fantasy z.B. wirkt es irgendwie etwas seltsam, dass es sie in FFX noch ohne Kompromisse gibt und in XI und XII auf einmal nicht mehr. Da hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn da früher auch solche Rufzeichen-Symbole erschienen wären, die man eine Weile einfach wegklicken konnte. Oder Dungeons, die einen An- und Aus-Schalter für Random Encounter haben, den man aktivieren kann, wenn man einmal durch ist ^^
Darüber hinaus kann man die Reihe auch für ihren Bonuskram loben. Wild Arms hat so gut wie immer ausgedehnte, manchmal irrwitzige Sidequests, optionale Dungeons und Bosse. Der dritte Teil ist eines der wenigen RPGs, die ich echt zu 100% durchgezockt habe. Denn wenn diese Extras Spaß machen und nicht nur Schikane sind wie bei manch anderen Spielen (Blitzen ausweichen FFX anyone?), dann motiviert das auch unheimlich. Erinnert sich noch wer an das Ufo-Sidequest in WA3? Das war sowas von klasse, haha. Wie auf einmal NPCs von unheimlichen Begegnungen der dritten Art berichten und sie dann auf einmal im Kampf auftauchen.
Tja. Für mich ist Wild Arms wohl das, was für andere Suikoden ist. Ein Riesenbudget haben die Spiele nicht, aber MediaVision macht aus ihren traditionellen RPGs trotzdem das beste. Immerhin erfreut sich die Serie vor allem in Japan relativ großer Beliebtheit, ich hoffe dass demnächst der sechste Teil angekündigt wird.
Ich freu mich auch schon auf Wild Arms XF. Habe viel Gutes darüber gehört, und ein Strategy-RPG in Filgaia ist schonmal eine interessante Idee. Der Schwierigkeitsgrad soll auch einigermaßen knackig sein, also nicht sowas luschiges wie FFTA2.
Ja, von der Serie könnten sich manche Genrevertreter gerne ne Scheibe abschneiden. Die Weltkarte hätte ich allerdings trotzdem ganz gerne zurück *g*
Hier mal meine (sehr alten) Reviews zu den ersten drei Teilen:
Wild Arms
Wild Arms 2nd Ignition
Wild Arms Advanced 3rd
Btw., Kiru, leihst du mir deine PS2?

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