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Thema: Warum ist der Held der Held

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Mein Held ist der Otto-normalo Mensch, der mal eben durch Zufall X, Ereignis Y und Umstand Z versuchen muss mit den Dingen die da auf ihn zutreten zurechtkommen. Dabei hat er aber nicht die Menschheit im Auge, sondern nur seine eigenen Motive. Ein Held ist jemand, der sich nicht zum Helden macht, sondern einfach tut was er für Richtig hält. Nur Aussenstehende können die Tätigkeiten entweder für gut oder für schlecht befinden, so kann jeder für eine bestimmte Person zum Held oder zum Bösewicht werden.

  2. #2
    Ne relativsimple Frage, die man sicher wieder zerreißen wird .

    Der Held:
    Er ist, wie Simon schon sagt, nicht von Anfang an der Held. Man sieht ihn nur als solches, er selbst macht das worauf er grad Bock hat, salopp gesagt.
    er reagiert auf die Aktionen des Antagonisten (dein böser Dämonenkönig XD).
    Der Spieler macht ihn ja letztendlich zum Helden wenn er sagt:
    "Ich hab den Obermacker besiegt, jetzt bin ich ein Held und damit die steuerbare Figur auch!"

    Edit:
    @Owly

    FF 7, aber im positiven Sinne
    Da ist der Held, eigentlich einer nutzloser Emo D:

    Edit²:
    @Ianus
    Was genau ist denn der Avatar? Steig grad net dahinter ,_,

    Geändert von R.D. (29.03.2009 um 13:54 Uhr)

  3. #3
    Der Held ist die Figur, welche vom Spieler gesteuert wird. Der Held fällt mit dem Avatar überein. Habe in meinem Leben noch kein Spiel gesehen, wo Held und Avatar des Spielers getrennt gewesen wären, auch wenn sich das Erzählmuster durchaus anbieten würde und durch den Manga-Konsum genügend etabliert wäre.

  4. #4
    Der Held steht nicht (notwendigerweise) auf der guten Seite. Menschen tendieren nur dazu, die Seite, die sie selbst vertreten, als die richtige Seite zu interpretieren. Ergo macht der Spieler den Helden zur guten Person, seine Gegenspieler zu den Bösen. Das würde andersherum genau so funktionieren — dann spricht man im Normalfall von Antihelden.

  5. #5
    Der Held als solcher wird durch seine Umwelt als Held definiert. Dabei ist es egal ob es sein Ziel ist, ein Held zu sein, oder er ein bestimmtes Motiv verfolgt. Dadurch, dass ein Mensch von seiner Umwelt zu einem Helden "erklärt" wird, ist erst die Antihelden - Theorie möglich.

    Hektor und Achilles aus der Ilias sind gute Beispiele für diese beiden Extremen. Hektor ist einer der Archetypen des ritterlichen Helden. Er kämpft gegen die Griechen um sein Volk zu beschützen, hält im Kampf einen Kodex ein, den er sich selbst auferlegt hat und hat eine suizide Entschlossenheit.
    Achilles ist die Kehrseite des Heldentums, er hat keine guten Absichten, kämpft aus selbstsüchtigen Motiven und obwohl er zahlreiche Feinde auf abscheuliche Art und Weise tötet und ihre Leichen schändet wird er von den Griechen als Held angesehen. Nicht etwa, weil sie ihn für einen guten Menschen halten, sondern, weil er sie aus ihrer Sichtweise rettet, seine Persönlichkeit ist dabei vollkommen egal. Achilles ist eine der Personifikationen des Antihelden.

    @R.D.: Der Avatar ist die Manifestation des Spielers innerhalb der Spielwelt, d.h. die Person, die der Held steuert.

    @Kelven: Saikano, stellenweise Berserk, Ghost hunter, Gunbuster 2, etc. etc.

    Geändert von swordman (29.03.2009 um 14:45 Uhr)

  6. #6
    Wer so handelt, wie es die maßgebliche Erwartung als überragend und gut ansieht, ist der Held. Dein Held muss als solcher also tätig sein und die Restmenschheit in irgendeiner Weise übertreffen (Mut, Kraft, Gewitztheit, Prinzipientreue, ...) und genau diese Weise sollte auch als etwas Schätzenswertes angesehen werden.
    Bösewichte sind ja auch tätig und haben, um wirklich Schurken von Format werden zu können, mindestens ein ausgeprägtes Talent, werden dadurch aber noch nicht zu Helden. Nimm den Drachen, der das gemeine Landvolk niederdrückt und den Ritter, der das Schuppentier erschlägt, dann hast Du den Unterschied.
    Für ein Spiel reicht es vollkommen aus, wenn der weise Dorfseher auf einen jungen Mann zeigt und sagt: "Du bist der Prophezeite. Gehe hin und verrichte Deine Heldentaten." Falls Du doch näher darauf eingehst, warum und vor allem wie aus einem Durchschnittseinwohner nun gerade DER Held wird, steigen Deine Chancen, dem Spiel auch eine Handlung mit Charakteren einzuweben.

  7. #7
    Ein Held nennt sich ja normalerweise nicht selber Held, es sei denn er ist narzisstisch veranlagt, d.h. er ist nur deswegen ein Held, weil ihn andere als Held ansehen. Das gilt genauso für den bösen Dunkelelfen wie für den weltrettenden Gutmenschen.

    @Ianus
    Ist aber letztendlich nicht bei allen Unterhaltungsmedien der Erzähler der Geschichte gleichzeitig Held (im Sinne von Protagonist) und Avatar? Ok, ich kann mit dem Avatar-Konzept nicht viel anfangen, zumindest sehe ich die Figuren nie als meine Stellvertreter an, aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass eine Figur gibt, mit der sich das Publikum identifizieren soll. Und du meinst nun also es gibt Manga, in denen Avatar und Held unterschiedliche Figuren sind. Kannst du ein paar Beispiele nennen?

  8. #8
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    @Ianus
    Ist aber letztendlich nicht bei allen Unterhaltungsmedien der Erzähler der Geschichte gleichzeitig Held (im Sinne von Protagonist) und Avatar? Ok, ich kann mit dem Avatar-Konzept nicht viel anfangen, zumindest sehe ich die Figuren nie als meine Stellvertreter an, aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass eine Figur gibt, mit der sich das Publikum identifizieren soll. Und du meinst nun also es gibt Manga, in denen Avatar und Held unterschiedliche Figuren sind. Kannst du ein paar Beispiele nennen?
    Nein. Der Erzähler ist meist eine von den handelnden Figuren gelöste Entität. Im Manga löst man es oft so, dass man zusätzlich eine mindere Nebenfigur als Betrachter einführt, die auch teilweise als Erzähler fungiert.

    Yako in Neuro ist eine solche
    Der Mitschüler-Zwerg in Shaman King ebenfalls
    In Grappler Baki wechselt sich der Erzähler recht oft ab, meist nimmt man irgendwelche Personen, denen man Expertestatus zuschreiben kann.
    Lone Wolf and Cub verwendete dies ebenfalls gerne
    Die männlichen Hautrollen in Zero No Tsukaima und Shakugan no Shanna fungieren als solche, jene in Shanna mehr als die in ZnT.

    Zitat Zitat
    Achilles ist die Kehrseite des Heldentums, er hat keine guten Absichten, kämpft aus selbstsüchtigen Motiven und obwohl er zahlreiche Feinde auf abscheuliche Art und Weise tötet und ihre Leichen schändet wird er von den Griechen als Held angesehen. Nicht etwa, weil sie ihn für einen guten Menschen halten, sondern, weil er sie aus ihrer Sichtweise rettet, seine Persönlichkeit ist dabei vollkommen egal. Achilles ist eine der Personifikationen des Antihelden.
    Was ich so mitbekommen habe, ist Achilles ein Player Character. Er hat eine sehr spezifische, besondere Abstammung und die Götter mischen sich ständig in seine Handlungen ein. Es ist halt so, dass man früher, also vor dem Christentum, zwischen Fluch und Segen keinen besonders großen Unterschied sah. Wer die Aufmerksamkeit der Götter auf sich zog, war am Arsch.

  9. #9
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Was ich so mitbekommen habe, ist Achilles ein Player Character. Er hat eine sehr spezifische, besondere Abstammung und die Götter mischen sich ständig in seine Handlungen ein. Es ist halt so, dass man früher, also vor dem Christentum, zwischen Fluch und Segen keinen besonders großen Unterschied sah. Wer die Aufmerksamkeit der Götter auf sich zog, war am Arsch.
    Achilles war nur ein Player, weil er Cassandra an die Wäsche durfte!
    Trotzdem ging er verdammt vielen "Verbündeten" auf den Piss. Und kommt nicht von ungefähr, dass sein Titel "Achill das Vieh" war.

  10. #10
    Für mich ist der Held einfach die Figur, die gesteuert wird. Es ist eigentlich immer so, dass ich diesem die meisten Dialoge verpasse und er am meisten in die Story involviert ist. Darüber hinaus muss er nicht unbedingt einer der Guten sein, nur wenn das zum Spiel selbst passt. Tatsächlich ist der größere Teil meiner Spiele böse und so dann auch der Held.

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