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Ritter
Kloster der Heiler, Katakomben, Bibliothek
Sie hatte den Angriff erwartet. Sie haate auch erwartet, dass sie direkt auf sie losgehen würden. Warum nicht. Es war eine schlechte Idee gewesen. Aber...sie hätten sie so oder so gefunden. Vielleicht.
Sie sah Arranges beim Kämpfen zu beachtete die Mönche, während sie zwischen den Regalen rannte, um nicht selbst ins Zentrum des Geshehens gezogen zu werden.
Bald hatte sie Arranges aus den Augen verloren.
Als sich die Regale lichteten, musste sie feststellen, dass sie sich im Kreis einer Horde Ahnengeister befand, die alle auf sie zu kamen.
Sie wusste nicht, ob sich noch menschliche Verfolger hinter ihr befanden, aber sie musste es annehmen. Dennoch galt ihre Konzentration weder den Ahnengeistern noch irgendwen sonst, nur sich selbst.
Nein, nein, nein. DU verstöst nicht gegen deine EIGENEN Grundsätze. Selbst wenn du stirbst.
Danach sah es momentan auch aus. Sie würde sterben, hier und jetzt. Selbst als sie sah, dass Arranges wieder etwas am Beschwören war, änderte sich ihre Einstellung zu ihrer Lebenserwartung nicht.
Es ist die einzige Möglichkeit. Also, was willst du. Sie entschied sich.
Magie hatte sie, seit sie geboren worden war schon immer als seltsam empfunden, obwohl sie wusste, dass jeder über ein wenig davon verfügte. Eine mehr, andere weniger. Sie hatte sie auch einsetzen können-was hätte ihr Meister wohl mit ihr gemacht, wenn sie ihm wenigstens nicht in dieser Hinsicht dienlich gewesen wäre.
Sie wusste nicht, ob man das verlernen konnte. Es war lange her.
Beim ersten Versuch geschah gar nichts. Es war, als wäre einfach nichts mehr da.
Der Zweite Versuch ließ das Stechen in ihrer Brust wieder anfangen, stärker als zuvor. Verdammt. Du hast keine Magie mehr. Du bist fast selbst magisch. Oder was glaubst du, hält dich zusammen? Manchmal glaubte sie, in sich selbst ihren Meister zu hören. Sie schaffte es doch auch die Untoten halbwegs zu verwirren, warum konnte sie diese dann nicht einfach fortschicken. Weil ein anderer Wille dahinter steckt, schon klar.
Sie wollte wieder ihre "Besonderheit", wie ihr Meister es genannt hatte, dieses untote Schreien, benutzen, doch diesmal klang es anders. Vielleicht, weil sie in Panik war. Die Untoten hielten nicht. Sie kamen weiter auf sie zu. Nicht sie waren anders. Tantchen war es. Sie hörte ihren eigenen Puls nicht mehr. Sie konnte keine Atembewegungen erkennen. Dann verlor sie das Bewusstsein.
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Tantchens Körper bewegte sich. Er folgte einer Bahn, die er, obwohl sie nicht sichtbar war, dennoch wahrnahm. Und doch wieder nichts fühlte. Ihr Körper war leer. Er war tot. Ohne Seele. Die schlief.
Sie war nie Bewusstlos geworden, jedenfalls nicht lange genug, um diesen Zustand zu erreichen.
Langsam schlurfte der Körper auf die Untoten zu. Langsam, kontrolliert, statisch in seinen Bewegungen.
Es war die Angst gewesen. Keine Magie. Keine Überirdisch-Mächtige Kraft.
Es war der Fluch des Untot-Seins, den sie mit rumschleppte.
Sie wusste nicht was geschah. Ihre Hand zog das Schwert, dass sie bei sich trug.
Die Seele war fern, und der Körper erwachte zum ersten Mal aus einer Starre aus Gelübten, Erinnerungen und missachteten Fähigkeiten. Der Körper würde kämpfen. Und er würde keinen Schmerz fühlen-er würde kämpfen, bis er zerstört war-und Tantchen endgültig tot.
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