Na, hier wird ja heiß diskutiert.
Ein Autor, der mit merkwürdigen Standpunkten und ... ähm ... gewöhnungsbedürftigen Gedichten auf sich aufmerksam gemacht und hier die Gemüter erregt, na, wenn das nicht ein Grund ist, mal wieder im Atelier zu posten.
Aber, nun ja, was soll man noch sagen ... Das meiste ist schon gesagt. Also, ich finde deine Gedichte auch nicht gut. Inhaltlich belanglos, plakativ und teilweise regelrecht verwerflich ... und von der Form wollen wir gar nicht erst reden. Ich wüsste jetzt auch nicht viel Konstruktives zu erzählen. Ich habe weder Zeit noch Lust, mich jetzt so aufopferungsvoll wie EP über jedes einzelne deiner Gedichte zu setzen und zu korrigieren (und dafür, dass er das so sorgfältig tut solltest du ihm lieber dankbar sein, anstatt dich über ach so undifferenzierte Kommentare aufzuregen), zudem wäre es ja sinnlos, weil der Gute das schon ziemlich umfassend getan hat.
Ich könnte dir Tipps für die Zukunft geben, die ich meine, geben zu können. Das wäre dann zum Beispiel, zunächst mal an klassischen Gedichtformen zu üben, also Silbengleichklang und AA BB oder AB AB Reime, bevor du expressionistisch mit allem brichst, was es da so gibt. So sehr nämlich "innovative" und freie Formen den Anschein machen, leichter zu schreiben zu sein als Lyrik, die sich an strenge äußere Vorgaben hält, so sehr handelt es sich dabei um einen Trugschluss. So lange man nicht die Form und die Sprache absolut sicher beherrscht, sollte man sich nicht weiter wagen, kommt nur Mist bei raus (und ich spreche aus Erfahrung).
Zudem könnte ich dir dazu raten, dich mit ein paar philosophischen Werken auseinander zu setzen (lies Nietzsche!! Und LaVey!), die religionskritisch sind. Vielleicht hast du das ja schon gemacht, weiß ich nicht, aber ernsthafte und interessierte Beschäftigung mit Denkweisen, die der eigenen fern sind, kann zu Horizonterweiterung (und wenn nicht dazu, dann doch zur Verbesserung der argumentativen Fähigkeiten und zur Festigung des eigenen Standpunktes) führen.
Ich bezweifle aber, dass das viel bringt. Schließlich ist dies das Internet, wir kennen uns nicht, warum solltest du dir zu Herzen nehmen, was irgendein anonymer Internet-Depp da so schreibt?
Schreib prinzipiell einfach weiter und gehe kritisch mit deinem Werk um. Viel lesen (und nicht nur die Bibel. Das Teil ist nichts weiter als ein uraltes Buch, tausendfach manipuliert und fehlerhaft übersetzt, inhaltlich zwischen abartig und poetisch, mit absoluter Sicherheit nichts, wonach man sein Leben richten kann!) und viel schreiben, dann wird man automatisch besser, glaube ich gerne. Wenn ich mal von mir ausgehe: Allein schon, wenn mir heute angucke, was ich vor nur einem Jahr so geschrieben habe könnte ich teilweise fast sterben vor Scham. Dir wird das sicherlich irgendwann ganz ähnlich gehen. Von vorne betrachtet sieht manches, das man mal für den Höhepunkt des eigenen Schaffens gehalten hat, ziemlich erbärmlich aus.
Zu EPs Kritik habe ich ja weiter oben schon einmal kurz etwas gesagt, möchte das aber noch einmal etwas ausführlicher kommentieren: EP's Kritiken gehören meiner Meinung nach zu den wertvollsten, die man im Internet bekommen kann. Wie oft bekommt man von unqualifizierten Pseudo-Poeten absolut lächerliche und nicht ernst zu nehmende Kommentare! Ob die nun unbegründet negativ sind oder (was viel häufiger passiert) den schlimmsten Mist über den grünen Klee loben, sie sind dämlich und keinesfalls hilfreich, es sei denn, man braucht ein bisschen Seelenbalsam. Wenn man aber weiter kommen möchte braucht es fundierte Kommentare von Menschen, die Ahnung von dem haben, was sie sagen, und sich auch wirklich die Mühe machen, sich kritisch mit dem auseinander zu setzen, was da geschrieben wurde. Das tut EP, und zwar in absolut ungewöhnlichen Ausmaßen.
Er war in diesem Fall vielleicht nicht wirklich nett. Kann ich aber gut verstehen, da er dir, JDR, schon mal ganz ähnliche Dinge geschrieben hat und ihr ja auch schon mal in Wertediskussionen aneinander geraten seid. So waren seine Kommentare hier teilweise tatsächlich boshaft. Allerdings ändert das nichts daran, dass er wieder einmal in ungewöhnlichem Umfang deine Texte auseinander genommen und in ihrer Form korrigiert hat. Den Inhalt hat er kommentiert und seine Standpunkte dargelegt. Was will man mehr erwarten? Es kann nicht immer nur Lob regnen, und wenn einen Kritiker etwas wirklich ärgert, kann er auch zynisch werden, und würde die kritisierte Kritik nur aus zynischen Bemerkungen bestehen, wäre der Sinn durchaus anzuzweifeln. In der Form, wie sie da steht ist sie allerdings eine sehr brauchbare Auseinandersetzung mit deinen Texten, die dich weiter bringen kann.
So, genug davon. Mir ist da in deinem Liebesgedicht etwas Merkwürdiges aufgefallen. Ich war, ausgehend von dem, was ich an Postings von dir so alles oberflächlich überflogen habe, davon ausgegangen, dass du wohl Jungfrau (weil unverheiratet) bist. Aber ...
Ihren "Honig" gegessen? Ihre "Milch" getrunken? Entweder hast du ihren Kühlschrank geplündert oder ... Ih?Zitat




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