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Ritter
„Das ist nicht irgendeine Puppe.“ Ted sah aus wie ein Honigkuchenpferd. „Das ist Dolly.“ Es schien so, als ob seine Mundwinkel aus dem Gesicht fallen würden.
Fazzo fing an zu lachen, Cassy fielen die Augen fast aus dem Kopf und Shrashh wirkte direkt verstört.
„Was ist denn? Habt ihr nie ein Plüschtier gehabt?“ Ted schien die drei nicht zu verstehen.
Die Puppe war ein Mädchen mit schwarzen, gekräuselten Zöpfen. Sie hatte einen gestickten Mund und trug ein rotes Kleid mit einer Rose auf der Brust.
„Aber doch keine Puppe! Mensch, welcher Mann spielt schon mit Puppen?“ lachte Fazzo und grinste den Blutkopf mit einer Mischung aus Mitleid und Unverschämtheit an. „Pah, du kannst bestimmt nur nicht zugeben, dass du eine Schmusedecke oder so was gehabt hast. Oder ein Kuschelkissen!“ raunzte Ted ihn an.
„Gar nicht wahr! Ich brauch so was nicht. Im Gegensatz zu dir bin ich erwachsen!“ motzte der Zombie zurück.
„Und was war der olle Stofffetzen dann, den ich aus dem Schrank gezogen und in den Müll geschmissen hab?“ fragte Ted, nicht ohne Hintergrund.
„WAS?! Du hast nicht…du würdest es nicht wagen…“ stammelte der Untote und sah ihn entsetzt an.
„Aha. Jetzt hab ich dich. Was war’s denn?“ erwiderte Ted, erfreut darüber dass sein kleines Manöver geklappt hatte.
„Das war Olga. ‚Sie’ war ein glupschäugiges kleines Kätzchen mit rosa- gestreiftem Fell. Nicht wahr, Fazzo?“ antwortete Cassy für den Angesprochenen. „Musst du immer alles verraten? Und ihr Fell war nicht rosa, es war…pink.“ Fazzo atmete tief durch. „Wie ihr euch alle anstellt. Ich meine, ihr seid Männer schon klar, aber das sind doch…Erinnerungen. Gerade du Ted, ich meine, die Änderungen stören dich. Warum regst du dich auf, wenn er etwas über Dolly sagt?“ wandte sich Shrashh an den Blutkopf. „Ich…“ wollte dieser antworten, als draußen vor der Tür, Schritte zu hören waren.
Noch bevor Ted und die Anderen irgendetwas tun konnten, schwang sie auf.
In diesem Moment, als das Kratzen der Tür über den Boden verklungen war, zerriss es den Blutkopf innerlich.
Doloress war wie ihr Heim geworden. Anders.
Ihr Körper. Ihre Kleidung. Ihre Haare.
Er erinnerte sich noch an eine etwas kräftigere junge Frau. Sie war fröhlich gewesen. Immer ein Lächeln auf dem Gesicht.
Doch jetzt. Sie war schlank. Sie war schön.
Die Freundin und vielleicht auch die Geliebte war zu einer Femme Fatal mutiert.
Anstelle der weichen Kleider trug sie…Leder.
Sie wirkte wie die Darstellerin aus einem teuer produzierten S/M-Film.
Hohe Stiefel. Lange Armstulpen. Korsett. Eine Maske. Nein, ein Helm. Um die Taille schlangen sich Lederstriemen, zwischen denen, wie auch an den Schuhsohlen und zwischen den Streifen am Oberarm, spitze Haken steckten. Am Hals trug sie eine schwer aussehende Metallkonstruktion mit Dornen, die sowohl nach außen als auch nach innen gerichtet waren.
„Was hast du mit dir angestellt?“ flüsterte Ted.
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