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Thema: "[Release]"PMtoPM und [WIP] Modern Aches

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Flackernd ging eine der Deckenlampen an. Die zwei Restlichen knisterten nur vor sich hin. Im Zimmer war…Nichts. Es war einer der Abstellräume, es gab viele große Schränke sowie mehrere Regale an den Wänden.
    Die Fliesen des Bodens waren an einer Stelle zersplittert, als wäre etwas Großes, Schweres auf sie gefallen.
    Hier und da standen noch einige Flaschen mit Desinfektionsmitteln herum, sowie ein kaputter Rolltisch, ansonsten war er allerdings leer.
    „Großartig. Jetzt sind wir extra hierher gelaufen und dann ist niemand hier. Nicht, dass ich traurig darum wäre.“ Der Zombie sah Ted und Cassy vorwurfsvoll an. Er schlendert zu einem Regal mit verschiedenen antiseptischen
    Mitteln, besah sich die Behälter und drehte sich wieder zur Gruppe um. „Ich wäre dafür, dass wir einfach wieder gehen. Es bringt doch nichts, hier herumzustehen.“ Dabei machte er einen Schritt nach vorne.
    Gerade, als sein Fuß den Boden berührte, explodierten die Flaschen in sämtlichen Regalen. Scherben flogen herum, bohrten sich in Wände, Boden und Haut, der Inhalt spritzte durch die Gegend.
    Cassy schrie, Ted hielt sich die Hände vor die Augen, Fazzo konnte sich anscheinend nicht entscheiden, denn er sprang kreischend im Zimmer herum und Shrashh meinte nur: „Was für eine Sauerei!“
    Draußen im Flur kicherte Jemand. Sofort drehten sich alle um. Cassy ging als Erste langsam durch die Tür, halb gebückt um nicht noch von irgendetwas getroffen zu werden.
    Am anderen Ende des Flures, vor den großen Fenstern, stand Etwas und sang leise vor sich hin.
    Der Text war nicht verständlich, schien aus einer anderen Sprach zustammen, doch die Melodie war leise und traurig, mit den lang gezogenen Wörtern wirkte sie beinahe „seelenlos“.
    „Das ist Comatra…ich habe nicht gewusst, dass es einen Aspekt der negativen Fürsorge gibt.“ Shrashh hatte sich hinter Fazzos Bein versteckt und klammerte sich daran fest. „Negative Fürsorge? Was soll das sein?“ fragte Cassy, ohne die Gestalt aus den Augen zu lassen.
    Ohne Vorwarnung schoss der Aspekt nach vorne, direkt auf die Gruppe zu. Jeder seiner Schritte gab ein klickendes Geräusch von sich und einmal wurden unter dem langen Kleid aus Mullbinden, das er trug, Beine in Form von zwei Knochenstäben, die menschlichen Fingerknochen ähnelten, sichtbar.
    Auch sein Kopf war fast vollständig von Verbänden umwickelt, nur zwei glühende Augen, die in grauem Fleisch saßen, schauten hervor.
    An den Seiten des Kopfes wuchsen zwei Konstruktionen, die von der Position Ohren hätten sein können, allerdings gänzlich anders aussahen.
    Wie drei Würmer wanden sich drei Tentakeln aus jeder Seite, zwei stehend, eine auf den Schultern liegend, bespannt mit einer dünnen Membran.
    Fünf Meter vor ihnen blieb er stehen. Anstelle von Finger stachen Infusionsnadeln aus dem zerrissenen Handstumpf, untereinander verbunden durch Schläuche.
    „Aber das ist doch nicht schwer zu verstehen“ sagte der Aspekt. „Auf die Menge kommt es an. Ich bin die Überdosis.“


    Geändert von Lobstercookie (28.02.2009 um 14:57 Uhr)

  2. #2
    Die Aspekte sind was interessantes Neues in einem klassischen Gruselszenario (verlassenes Krankenhaus - das ist fast sowas wie eine postmoderne entweihte Kirche )

    Spontan kam mir eine Idee an der Stelle, wo Shrashh mit dem OP - Instrument in der Hand einpennt: Vielleicht könnte man die Stelle so ändern, daß sie sich daran kuschelt wie an ein Stofftier. Das würde das Groteske der Situation unterstreichen und paßt (glaub ich) auch ganz gut zu einer Blutkopflarve. Was hältst Du davon?

    Fahrstuhl:
    Danke dafür, daß Deine Charaktere die Treppe benutzen, und Du ihnen somit zumindest rudimentäre Intelligenz zugestehst .
    Das klassische Klischee wäre gewesen, daß sie in das Ding einsteigen (obwohl das offensichtlich ne schlechte Idee ist) und in Schwierigkeiten geraten. Ich mußte eben laut lachen, als die vier tatsächlich die Treppe genommen haben - das war so erfrischend vernünftig

  3. #3
    Danke für die gute Idee, wurde abgeändert.
    Und zum Fahrstuhl: Meine Charaktere sind doch keine blödel-blonden Fantasy-Helden .
    Außerdem habe ich selbst Angst vor Fahrstühlen.

  4. #4
    Zitat Zitat von Lobstercookie Beitrag anzeigen
    Und zum Fahrstuhl: Meine Charaktere sind doch keine blödel-blonden Fantasy-Helden .
    Sollte das jetzt irgend eine Anspielung werden?


    Aber wie Glannaragh schon sagte, die Aspekte sind was Interessantes neues, und das Krankenhaus fügt sich gut ein. Ha, und deine Charakter sind nicht dumm. Gut geschrieben.


    Streicher

  5. #5
    Nein, damit war lediglich das Klischee gemeint .
    Ich mag eben keine Helden, die so muskulös sind, dass sie jeder Grünhaut Konkurenz machen könnten und ein riesiges Schwert schwingen, bei dessen Gebrauch sie eigentlich nach hinten umkippen müssten.
    Und die sind zumindest in alten Geschichten überwiegend blond.

    Das Krankenhaus ist dem Gebäude nachempfunden, dass früher mal auf unserem Gründstück stand.

    Und natürlich will ich keine Voll-Deppen in meiner Geschichte haben.

    Außerdem merke ich gerade, dass es schwierig ist, diese Geschichte und eine Zweite (über einen homosexuellen Todesdämon) auf einmal zu schreiben.
    Aber PMPM hat natürlich Vorrang.
    Geändert von Lobstercookie (01.03.2009 um 12:17 Uhr)

  6. #6
    Achso, ne dann. Ich dachte du meinst einfach nur einen Blondschopf als Held. ^^
    Super muskolöse Helden sind wirklich blöd. Aber gegen monströse Schwerter hab ich wieder nix, aber auch nix gegen realistische.

    Der Charakter in meiner Geschichte ist übrigens nur blond, weil ich das auch bin. o__o

    Aber gut, damit weiche ich jetzt zu weit von dem eigentlich Thema des Threads ab. Soll heißen: Mehr Geschichten!


    Streicher

  7. #7
    Ich bin auch blond, deswegen schätze ich, dass ich etwas gegen blonde Helden sagen kann, ohne jemanden zu beleidigen.
    Heute Mittag gibt es mehr, muss jetzt für meine beiden "Dress-Men" (warum man nicht einfach männliches Modell sagen kann, ist mir schleierhaft) Essen machen

  8. #8
    „Und ich dachte, davon hättest du eine im Hirn.“ Fazzo trat nach vorne, wodurch die kleine Shrashh mit geschleift wurde. „Sei ruhig Untoter. Ihr habt meinen Schwestern schon Probleme gemacht. Das finde ich nicht sonderlich höflich. Vor allem du, Shrashh. Du hast uns verraten. Wir sind doch eine…Familie.“ Comatra neigte ihren Kopf zur Seite. Ihre leuchtenden Augen verengten sich verärgert.
    „Seid ihr jetzt Aspekte oder die Mafia? Was willst du überhaupt von uns? Klär das doch einfach mit Ted ab“ meinte der Untote mit einer erstaunlich selbstsicheren Stimme.
    „Ich will Patienten.“
    Niemand sah die Chloroformflasche fallen, aber jedem stieg der Geruch der Flüssigkeit in die Nase. Wenige Minuten später stürzte Ted als Letzter bewusstlos zu Boden.
    Das Erwachen war hart. Cassy konnte nur ihren Kopf bewegen. Ihre Gliedmaßen waren an eine jener Pritschen gebunden, die normalerweise für verwirte Patienten benutzt wurden. Sie waren mit Gurten versehen, damit der Daraufliegende nicht hinunterfallen konnte. Mit diesen Gurten war die Frau nun verschnürt, zwei an jedem Arm und beiden Beinen und drei, die quer über den Leib gespannt waren.
    Sie lagen in einem großen Operationssaal. Der Aspekt schien sie rücksichtslos in die OP-Etage gezogen zu haben, die Treppe hinunter, da Cassys Kopf schrecklich schmerzte. Auf der rechten Seite lag Ted. Er schlief noch. Sein Brustkorb konnte sich kaum heben und senken, so eng lagen die Gurte bei ihm. In der Ferne konnte sie Shrashh erkennen, die versuchte sich aus ihrem Gefängnis zu winden.
    Fazzo fehlte. Cassy versuchte ihren Kopf anzuheben. Es gelang ihr nicht. Doch dann lösten sich wie auf ein unhörbares Kommando sämtliche Fesseln, auch die der Anderen. Sofort schwang sie sich auf und blickte immer noch irritiert im Zimmer umher.
    In der Mitte des Raumes befand sich eine weitere Bahre. Der Aspekt saß in der Hocke darauf. Unter ihm lag der Zombie. Mit Kreuzschnitten war der Körper geöffnet worden.
    „Fazzo!“ Cassy sprang auf und wollte zu ihm rennen, doch ihre Beine waren zu schwach. Sie fiel hin und riss sich die Knie an den Fliesen auf.
    „Keine Sorge. Ich werde nicht mehr viel an ihm machen. Er heilt sich sowieso immer. Das ist langweilig. Jetzt kümmere ich mich um Papa. Du bleibst wo du bist.“
    Comatra sprang von der Bahre und ging zu Teds Pritsche, zog sie neben Fazzo. Dann ließ sie sich neben dem Mann nieder, und strich mit ihren Nadelfingern über den Brustkorb. Obwohl die Berührung nur sehr leicht war, riss die Kleidung und Haut sofort auf. Der Blutkopf riss die Augen auf. Und tat etwas, dass Cassy bei ihm noch nie erlebt hatte. Er schrie. Er schrie vor Schmerz.

  9. #9
    Cassys Augen füllten sich mit Tränen. Der Laut war so kläglich, dass sein Widerhall ihr furchtbare, seelische Schmerzen zufügte. Immer weiter nach unten führte der Aspekt seine Hände, immer mehr Fleisch riss auf, der Blutkopf, nicht mehr bewegungsfähig, jammerte und schrie. „Ja, ja, ich weiß selbst, dass in den Schläuchen sich Schmerzverstärker befindet. Meine Mutter ist so gut darin, solch interessante Flüssigkeiten herzustellen. Zittere nicht so, du verlierst dein wertvolles Blut.“
    „Hör auf…“ flüsterte Ted gequält, blutiger Speichel lief ihm dabei aus einem Mundwinkel. „Warum? Unsere Mutter ist der Schmerz. Sieh es als überbrachte Liebkosung ihrer.“ Comatra zog nun nicht mehr von oben nach unten, sondern von rechts nach links ihre Hand, ein Kreuz auf der Brust des Mannes bildend.
    „Tschuldigung, aber ich steh nicht so auf Inzest. Ihr sagt doch immer, dass ihr meine Kinder seit.“
    „Du hast ein ganz schön großes Mundwerk.“ Damit drang ihre Hand bis zum Gelenk in die Brust ein. Der Blutkopf schrie wieder, sein Leib schüttelte sich unter den Schmerzen.
    „Hör auf, Comatra. Es hat keinen Sinn ihn zu quälen. Er kann nicht sterben.“ Shrashh war von ihrer Liege gekrochen und kümmerte sich um Cassy, deren Knie stark bluteten.
    „Aber, aber Schwesterchen. Wenn ich hier fertig bin, werde ich ihn zu meiner Mutter bringen. Sie freut sich auf ihn. Aber damit er zu ihr kann, muss er Schmerz empfinden.“ „Das ist es also…“ Shrashh klang nachdenklich.
    Dann robbte sie zu Fazzo, unbeobachtet von ihrer Schwester, die weiter ihren Vater aufschnitt.
    Auf einmal wurde Cassy bewusst, dass dieser immer „unfester“ wirkte. Er sah aus wie ein Bild, das man mit Weichzeichner bearbeitet hat. „Die Reise beginnt, Papa. Bald siehst du sie wieder.“ Vorsichtig bog der Aspekt die geschaffenen Hautfalten nach außen, sodass sein blutiges Fleisch zu sehen war.
    „Nur noch ein kleiner Schnitt. Dann ist die Operation zu ende. Dann kannst du nach Hause.“
    Etwas schnatterte laut. Etwas sprang. Und etwas riss den Aspekt von der Bahre.
    Comatra war noch nie gewürgt wurden. Sie griff an ihren Hals und griff an eine feuchte, klebrige Schnur, die um ihren Hals gewickelt war und immer fester zugezogen wurde. Bald bekam sie keine Luft mehr, es wurde dunkel um sie. Dann war sie erstickt.

    Die Vier rannten durch die Gänge des Krankenhauses, Ted hatte Binden um seinen Oberkörper gewickelt. Das schmerzverstärkende Mittel brannte immer noch in ihm.
    „Wir haben zehn Minuten Zeit, bevor sie wieder aufsteht. Aber ich muss sagen…ich habe noch nie gesehen, wie jemand mit den Eingeweiden eines Anderen erwürgt wurde. Saubere Arbeit, Fazzo.“ rief Shrashh dem Zombie zu.
    „Keine Ursache. Aber was machen wir jetzt?“ fragte Fazzo. „Wir reisen.“ Ted röchelte. „Wohin?“ Cassy stützte ihn erneut. „Nach Alt-Troktura.“

  10. #10
    Spanned und gut geschrieben. Besonders der letzte Satz. Jetzt will ich wissen was es mit Alt-Troktura auf sich hat.


    Kommt mir nur nen bisschen so vor, als ob du immer nach zwei Posts wartest bis einer ein Statement abgegeben hat. ^___^ Aber, das hat bestimmt andere Gründe.



    Streicher

  11. #11
    Nein, ich warte eigentlich nicht, aber ich habe meistens nicht mehr Zeit an einem Tag. Vorallem wenn ich denke, dass ich einen Teil bereits hochgestellt habe, aber das gar nicht stimmt.

  12. #12
    „Du willst also mit unserer Mutter auf Konfrontation gehen?“ Shrashh glitt so schnell sie konnte über den gefliesten Boden. „Ja. Sie scheint mir die Einzige zu sein, die ihre schreienden Kinder wieder beruhigen kann.“ Ted klammerte sich an Cassys Arm.
    Sie stießen die schweren Eingangstüren auf und standen keuchend vor dem Gebäude. „Moment mal“ warf die Frau ein „ich versteh gerade gar nichts. Troktura hat keine Altstadt. Es gibt nur ein Troktura.“ „Nein.“ Verbesserte die kleine Made sie. „ Als Alt-Troktura wird das Land der Schmerzen bezeichnet. Dorther stammen wir und wohl auch mein Vater. Dort herrscht unsere Mutter. Es gibt kaum Menschen dort und wenn sind sie vor Schmerz wahnsinnig. Ich werde mit ihm gehen. Man muss bereits große Schmerzen erleiden, damit man überhaupt dorthin reisen kann. Es ist eure Entscheidung, ob ihr mitkommt.“ „Nein, ist es nicht. Ich will nicht, dass sie mitkommen. Doloress würde sie sofort umbringen.“ widersprach Ted. „Ich glaube nicht. Meine Mutter spielt viel zu gerne. Mein Feld aus Schmerz reicht für uns all. Du brauchst Unterstützung. Das schaffst du nicht allein. Ich kann dich zwingen, sie mitzunehmen, aber nicht sie, mitzukommen. Also. Cassy. Fazzo. Es liegt jetzt an euch Beiden.“
    „Widersprich mir nicht, Shrashh. Du kannst mir nichts befehlen.“ Der Blutkopf klang nun wirklich sauer. Shrashh beachtete ihn nicht weiter, sondern blickte die beiden Anderen erwartungsvoll an.
    „Ich werde mitgehen. Ted ist schließlich ein Freund von mir.“ meinte Cassy zuversichtlich, dann wandte sie sich zu Fazzo um. „Nein. Vergesst es. Geh ruhig mit, Cassy. Dann kannst du bei deinem kleinen „Freund“ sein. Stell dir doch mal vor, was für schöne Sachen Ted mit dir anstellen kann, wenn ihr erstmal im ‚Land der Schmerzen’ seid. Ted mag es doch, anderen weh zu tun.“ Fazzo ging. Er wollte nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Egal bei welcher Entscheidung, er wurde immer übergangen. Und mit einem Sadisten in ein Reich zu reisen, in dem der Schmerz am herrschen war, wenn man den Berichten der Aspekte Glauben schenke, hörte sich nicht sonderlich verlockend an.
    Doch kaum hatte er ein paar Meter zurückgelegt, wurde er von Cassy festgehalten. „Du kommst auch mit. Und wenn ich dich an deinen Haaren durch die Gegend schleifen muss.“

  13. #13
    So, ich bin wieder einigermaßen auf dem Damm (wenn auch stumm), aber schreiben kann ich ja noch
    Also insgesamt sehr flüssiges Lesen, nur eine Sache ist mir beim zu Gemüte führen aufgefallen: deine Zeitangaben sind manchmal etwas utopisch-witzig.

    Zitat Zitat von Lobstercookie Beitrag anzeigen
    Niemand sah die Chloroformflasche fallen, aber jedem stieg der Geruch der Flüssigkeit in die Nase. Wenige Minuten später stürzte Ted als Letzter bewusstlos zu Boden.
    Wenige Minuten? Soso. Davon abgesehen, dass Chloroform innerhalb weniger Sekunden wirkt (), selbst wenn dieser Dampf langsam den Raum füllt, innerhalb von Minuten ist man schon längst außerhalb der Gefahrenzone.
    Solche Logikfehler haste öfters drin was die Zeit angeht, der hier ist jetzt der einzige, den ich wiedergefunden habe
    Ist vllt nur ne Kleinigkeit, aber das hat mir doch ein Lächeln verpasst.

    Aber sonst, echt klasse. Spannende Lektüre

  14. #14
    Ich wußte es! Ich habe mich mit meinen Mitbewohnern mehrmals um die Zeiten gestritten. Sie meinten es würde sich besser anhören. Ich meinte nein. Aber dann dachte ich, zwei erwachsene Männer können sich nicht irren.

    Aber danke für das Lob. In nächster Zeit wird so ein Zeitfehler nicht mehr passieren, da in Alt-Troktura so etwas elementares wie Zeit fehlt.

  15. #15
    Nun gut, mir ist das jetzt irgendwie nicht aufgefallen. Aber jetzt wo es erwähnt wurde dann schon. ^^

    Zitat Zitat von Lobstercookie
    auf einem gossen Platz
    Der einzige Rechtschreibfehler den ich bemerkt hab.

    Wieder gut geschrieben. Jetzt warte ich nur noch gespannt darauf, was mit Ted los ist.


    Streicher

  16. #16
    Ted schien sich der düsteren Umgebung angepasst zu haben. Seine Augen saßen noch tiefer in den Höhlen und wo früher nur dunkelblaue Augenränder sein Gesicht zierten hatten sich nun schwarze Striemen gebildet.
    Doch obwohl auch sein Körper noch größer und dürrer geworden war, wirkte er…jünger.
    Früher hatte er bereits einige Fältchen unter den Augen und um den Mund gehabt, doch diese hatten sich zurückgebildet. Auch die Mimik allgemein wirkte erneuert, sein Mund dessen Mundwinkel sich zuvor meistens in Richtung Erde bewegt hatten, strahlte, als er Cassy sah. Seine Kleidung bestand aus einem schwarzen, glänzenden Stoff, bestand nicht mehr aus einem Anzug, sondern eher aus einer Robe, die ihm bis zu den Knöcheln reichte. Die Schultern und Arme wurden auf seltsame Weise betont.
    Um seinen Hals hing ein schwarz-lederner Operations-Mundschutz.
    Als Fazzo sah, wie die Frau Ted anstarrte, meinte er, um ihren Blick von ihm zu lösen: „Magisches Face-Liftig? Oder was hast du gemacht?“ „Nein. Aber ich bin zu Hause. Ich bin endlich in meiner eigenen Haut. In meinem eigenen Leben. Meiner Dimension.“ Auch die Stimme des Blutkopfes klang wohltuender, tiefer.
    „Und was soll der Mundschutz? Gibt es hier irgendwelche giftigen Dämpfe, oder stinkt es so, dass das Ding aus Leder sein muss?“ Cassys Antwort auf Teds Geschwafel war eine Genugtuung für den Zombie.
    „Nein, meine Liebe“ sagte Ted sehr leise „aber es dient als Prestige-Objekt. Ich bin ein Arzt der Schmerzen.“
    „Oh, Doktorarbeit im Frauenquälen, prima“ gluckste Fazzo.
    Um vom Thema abzulenken, fragte Cassy: „Was sind das da für zwei große Schlote da hinten?“ Sie deutete in die Ferne, wo sich gegen den grauen Horizont zwei turmartige Gebilde erstreckten, die unablässig qualmten.
    „Das sind die Fabriken der Hysterie und der Nachfolgenden Stille. Sie stellen die technologischen Zentren dieser „Welt“ da. Dort wurden Dinge wie die Schmerzverstärker und das Stillende Kreuz erfunden“ erklärte der Blutkopf.
    „Was ist ein Stillendes Kreuz? Sind das eure Milchkühe?“ erneut musste der Untote lachen. Er fand dieses ganze Reich in seinem klischeehaften Äußeren überaus lächerlich. „Nein. Es gibt Geräte, die eine Geburt vereinfachen, ein Stillendes Kreuz erschwert sie.“

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