Ich werd mal sehen. Bis dann werde ich aber weiter hier reinschreiben.


Zu Fuß waren es gut zwanzig Minuten vom Einkaufszentrum zur Wohnung. Plus die fünfzehn Minuten, die Fazzo brauchte, um den Inhalt der Einkaufswägen in Tüten zu stopfen. „Wir sollten uns wirklich demnächst von Geschäften fernhalten. Bestimmt bin ich die Nächste, der irgendetwas zustößt.“ „Ich will ja nicht unhöflich sein, aber ich würde gerne noch mal darauf hinweisen, dass ihr an meinem Problem nicht ganz unschuldig wart. Außerdem frage ich mich, warum wir für so wenig überhaupt hier her gelaufen sind…fünf Packungen Kaffeepulver, ein Beutel mit Fleischwaren, irgendein Käse und fünf Konservendosen…oh und etwas dass einmal eine Milchpackung war? Hätten wir da nicht einfach irgendwo anders hingehen können?“
„Wenn du das Auto nicht so voll geblutet hättest, wären wir ja hierher gefahren.“ Cassy schleppte sich immer noch mit Ted ab, der leise jammerte und manchmal zuckte. „Jetzt bin ich daran schuld, dass Ted mir den Kopf abgeschlagen hat? Geht’s noch?“ „Schieb…mir nicht wieder alles…zu. Du…bist doch total durchgedreht.“
„Hört auf. Ich halte es nicht aus wenn ihr euch streitet.“
Auf einmal zuckte der Blutkopf so stark zusammen, dass er der Frau von den Schultern rutschte und auf den Bürgersteig fiel.
„Was ist denn jetzt schon wieder? Es ist hier draußen verdammt kalt. Können wir ihn nicht einfach liegen lassen? Der findet auch allein nach Haus.“ Ted wandte und krümmte sich. Er schlug die Hände vor sein Gesicht und Cassy musste sie gewaltsam davon lösen, als er sich mit seinen Fingernägeln die Haut aufriss. „Ted? Ted? Was ist los?“ Sie hatte sich über ihn gebeugt und hielt seine Hände in den ihren. „Bei mir hast du nicht so ein Geschrei gemacht.“ Bemerkte Fazzo im Hintergrund nur sarkastisch.
Sie befanden sich in der Nähe des Stadt-Krematoriums. Der große Schlot rauchte in der Ferne.
Als Cassy Teds Rücken berührte, fühlte sie klebriges, aber schon erkaltetes Blut. Langsam zog sie sein Hemd hoch…und sprang schreiend auf. Der Rücken schien aus einem einzigen, flachen Geschwür zu bestehen.
Hartes, pulsierendes Gewebe, dass sich bereits am verfärben war, hatte die Haut aufgebrochen und wuchs immer weiter.
Cassy wollte ihm wieder aufhelfen, doch er schlug ihre Hand weg und stemmte sich langsam selbst wieder auf seine eigenen Beine. „Es geht schon…das Schlimmste ist vorbei.“ Ted schüttelte seinen Kopf und streckte sich.
„Was ist das? Es sieht auf jeden Fall nicht sehr gesund aus. Vielleicht sollten wir ins Krankenhaus.“
„Ach, Quatsch. Ich war meinen ganzen Tod noch nicht im Krankenhaus. Außerdem können die mir da auch nicht helfen.“
Fazzo sah ihn die Stirn runzelnd an. „Weißt du…was das ist? Oder spielst du nur wieder den Helden?“
„Herrgott, es ist nicht schlimm. Ich bin einfach nur…“ er lief rot an „…schwanger.“