Carroll grinste jetzt nicht mehr ganz so breit, antwortete ihm aber dann:“ Als Vorspeise gab es eine exzellente Gemüse-Brühe, die mit einer Stazka-Blüte verziert war (eine hochgiftige Pflanze aus der Gruppe der Nachtschattengewächse, die einem Lotus ähnelt, aber einen sehr spitz zulaufenden Blütenstempel hat).
Danach eine edle Fleischvariation in einer Soße, die mit Extrakten aus dieser Pflanze versehen war.
Die Nachspeise…was war das noch mal, Schatz?“ „Oh, frag mich das nicht. Aber es war auf jeden Fall sehr gut. Aber könnten wir bitte das Thema wechseln, ansonsten kann ich mich nicht mehr an den Fleischspießen erfreuen…das Blut gibt ihnen eine so zarte, metallische Geschmacksnote. Aber, was waren noch einmal die Berufe der beiden Herren?“ Fazzo und Ted schluckten gleichzeitig. Doch der Zombie fasste sich letztendlich ein Herz und meinte:“ Ich bin Modell in einer akademischen Kunststudie und er ist präsentiert auf den berühmtesten Laufstegen dieser Welt feine…Lederwaren.“
„Oh wirklich? Ich habe Sie noch nie gesehen.“ „Nun, “ gab Ted gehässig zurück, „nur wer WIRKLICH zur Highsociety gehört, kennt uns. Man muss schon in den höchsten Kreisen verkehren, um überhaupt von uns zu hören.“ Jetzt war die Stimmung sehr kalt. Die Stürtzs sprachen nur noch über alltägliche Dinge und verabschiedeten sich schneller, als sie selbst geplant hatten.

Als sie endlich verschwunden waren, begann Cassy, das Wohnzimmer aufzuräumen. Fazzo verschwand in seinem Schlafzimmer und zog sich für die Nacht um. Er war gerade halb angezogen und betrachtete besorgt, die Wunden auf seinem Bauch im Spiegel, da wurde er auf einmal eines Schattens gewahr, der sich hinter ihm auf den Boden erstreckte. Ted. „Und, gefällst du dir? Warum verbringst du soviel Zeit damit, deinen Körper zu betrachten? Wenn du dir Sorgen um die Wunden auf deinem Leib machst, solltest du dir überlegen, ob ein Leben als Untoter das Richtige für dich ist.“ Obwohl er bereits die Hose seines Schlafanzuges anhatte, fühlte er sich allein durch die Anwesenheit des Blutkopfes auf einmal ganz nackt. „Was geht dich das an? Oder hatte ich mit meiner Vermutung Recht? Bist du mehr an Männern interessiert?“
„Ist das dein Wunschdenken Fazzo? Weist du, wenn ich dich betrachte, bin ich für die sofortige Verbrennung von Leichen. Dann wärst du nur ein Häufchen Asche, dass ist wenigstens nicht so nervig.“
„Na ja, aus deiner Sicht, wäre ich bestimmt ein sehr attraktives Häufchen Asche, nicht wahr?“ Ted kam auf ihn zu und drückte seinen Kopf am Kinn nach oben. „Sei ruhig. Du bist jetzt schon nicht mehr wert, als Staub. Für dich würde ich mir noch nicht einmal die Mühe machen, ein Feuer zu entzünden.“
Fazzo grinste schwerlich, da sein Kiefer immer weiter nach Innen gedrückt wurde. „Oh, du musst ja nicht ausgerechnet auf mich stehen. Für dich gibt es bestimmt noch ein paar hübschere Männer. Ich kann für dich mal bei der Agentur nachfragen, die diesen „Schwulenkalender“ vertreibt.“