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Couch Potato

Ich habe mir das endlich mal angeschaut weil es in der nächsten Master Collection noch immer nicht enthalten ist und es hat mich überrascht wie gut sich das Gameplay anfühlt. Zumindest wenn man das Spiel emuliert und mittels Controller spielt. Sobald man kapiert hat welche Tasten was machen und den Controller entsprechend konfiguriert, fühlt es sich nämlich wie ein vollwertiges Metal Gear an. Die Steuerung ist zwar ein bisschen steif, das ist aufgrund des restlichen Gameplays aber kein wirkliches Problem. Ich fand es allerdings schwer abzuschätzen aus welcher Reichweite man die Gegner treffen kann und habe manche von denen nur erledigen können als sie bereits auf mich zugelaufen sind. Das Spiel ist allerdings so einfach dass man die meisten Gegner komplett ignorieren kann, von daher ist das größtenteils egal.
Es gibt außerdem ein Camo System das es einem ursprünglich erlaubt hat Farben mithilfe der Handy Kamera aufzunehmen und Snakes Anzug entsprechend anzupassen. Alternativ kann man auch die ingame Kamera verwenden, was beim Emulator natürlich die einzige Option ist. Zum Schleichen ist das allerdings komplett irrelevant, von daher habe ich das nur für die paar Stellen verwendet an denen man ohne eine bestimmte Farbe nicht weiterkommt.
Das Gameplay ist allerdings das einzig gute am Spiel. Ein kompletter Durchgang dauert nämlich nur 50 Minuten, von daher sollte klar sein dass die Story nicht viel zu bieten hat. Das Spiel versucht zwar die Lücke zwischen MGS1 und MGS2 zu schließen, indem es eine Story erzählt in der Snake einen weiteren Metal Gear vernichtet, da wird aber nicht viel draus gemacht.
Snake infiltriert mit Otacons Hilfe irgendeine Anlage, läuft ein bisschen durch die Gegend um ihren Kontakt zu finden, dann gibt es einen Plottwist, und danach muss man bereits in die Tiefen der Anlage vordringen um Metal Gear zu vernichten. Kurz vor Schluss gibt es zwar noch einen Plottwist (die komplette Story ist nur eine Simulation in der Snake gefangen war), aber obwohl der theoretisch sehr interessant hätte sein können, sorgt er stattdessen dafür das komplette Spiel als irrelevant abzustempeln. Er führt außerdem dazu, dass das Spiel nach dem Endboss direkt aufhört, gefolgt von einer sehr kurzen Endsequenz und Credits.
Der Endboss ist außerdem der einzige Boss im ganzen Spiel. Vom Gameplay her ganz in Ordnung da er Snakes Deckung zerstören kann, aber storytechnisch hat er nichts zu bieten. Keine Hintergrundstory, keine interessanten Gespräche. Er ist einfach nur ein Hindernis das Snake überwinden muss.
Optionale Codec Gespräche hat das Spiel ebenfalls nicht zu bieten und neben Otacon gibt es nur eine weitere Person mit der Snake reden kann.
War also ganz interessant das Spiel endlich gespielt zu haben, aber empfehlen würde ich es niemandem.
Geändert von ~Jack~ (Heute um 12:11 Uhr)
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