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Thema: gerade durchgespielt

Hybrid-Darstellung

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  1. #1


    Von der Präsentation her ein ordentliches Survial Horror Spiel, auch wenn ich es leider nicht besonders gruselig fand. Mit Ausnahme des Endbosses, bei dem ich einige Male verreckt bin, ist das Spiel außerdem lächerlich einfach. Man kann zwar nur eine sehr begrenzte Menge an Munitition mit sich tragen, die reicht in jedem Gebiet aber komplett aus, mit Ausnahme des Finales, wo der Boss scheinbar endlose Horden an Gegnern spawnen kann.

    Mein größtes Problem mit dem Spiel ist allerdings, dass es so gut wie nichts mit dem ursprünglichen Alone in the Dark zu tun hat. Im Original ging es immerhin darum dass Edward Carnby oder Emily Hartwood das Derceto Anwesen untersuchen müssen nachdem Jeremy Hartwood Selbstmord begangen hat.

    In diesem "Remake" ist das Derceto Anwesen aber plötzlich eine Nervenheilanstalt und Jeremy Hartwood gilt zu Beginn nur als verschollen. Man läuft hier also in einem Gebäude rum das an sich voller Menschen ist, auch wenn es die meiste Zeit überhaupt nicht so wirkt, da jeder Charakter vielleicht 10 - 15 Minuten an Screentime hat, in einem Spiel das circa 6 - 7 Stunden dauert. Gut entwickelt ist also keiner von ihnen.

    Einer dieser Charaktere ist außerdem Grace Saunders aus Alone in the Dark 2, weil die Entwickler sie scheinbar ein klein wenig entwickeln wollten bevor sie im Sequel (falls das jemals erscheinen sollte) eine größere Rolle einnimmt.

    Es ist zwar ganz nett dass Edward und Emily diesmal gleichzeitig das Anwesen untersuchen, die interagieren aber so wenig miteinander dass es an sich komplett irrelevant ist. Mit Ausnahme des Finales hätte sie den anderen Charaktere also auch weglassen können und es hätte nichts an irgendwas geändert. Ich habe außerdem gelesen dass deren Routen zu 90% identisch sein sollen, mit Ausnahme der Zwischensequenzen und einem Abschnitt im vierten Kapitel, wodurch ich kein wirkliches Interesse an einem zweiten Durchgang habe.

    Ein Großteil des Horrors findet außerdem nicht in Derceto, sondern einer Art Erinnerungs- oder Traumwelt statt, die den gewählten Protagonisten an komplett andere Orte transportiert, wie die Ruinen eines Wüstentempels. Und dadurch erinnert mich das Spiel mehr an The Evil Within als Alone in the Dark.

    Es wirkt also leider so als ob die Entwickler überhaupt kein Interesse daran hatten ein Remake von Alone in the Dark zu entwickeln, weswegen es sinnvoller gewesen wäre ein eigenständiges Spiel draus zu machen. Das wäre aber trotzdem noch sehr mittelmäßig, da ich die Story leider genauso schwach fand wie die Charaktere.

  2. #2
    @Klunky: Ich fand den Artikel (und speziell die Analyse) sehr spannend, hat mich in mancherlei Hinsicht nachdenklich gemacht! Ich denke auch, "rational" kann ich das meiste abhaken, obwohl ich im subjektiven Gesamtbild oft bei komplett gegenteiligen Ergebnissen rausgekommen bin. Unterstreicht für mich auch noch mal mehr, wie sehr Clair Obscur damit lebt und stirbt, dass die Emotionalität bei einem ankommt - oder eben nicht.

  3. #3
    Boxes: Lost Fragments

    Dieswöchiges Gratis-Spiel bei Epic (neben My Night Job).
    Mal wieder ein Puzzle-Spiel. Story ist nicht weiter erwähnenswert. Das Spiel besteht aus 5 Leveln, von denen jedes wiederum 4 Unterlevel hat. In jedem dieser Unterlevel steht ein Box, die man irgendwie öffnen muss, um an ein Fragment im Inneren zu kommen. Hat man alle 4 Fragmente eines Levels, kann man das Haupträtsel des Levels lösen und zum nächsten weiterreisen.
    Die Rätsel sind größtenteils (eher simple) Logikrätsel. Man hat zwar auch ein Inventar, aber da sind in der Regel nicht mehr als ein bis zwei Gegenstände drin, die man alle im aktuellen Unterlevel benötigt. Am schwersten habe ich mich noch damit getan, dass die Interaktions-Hotspots manchmal gut versteckt waren (voll beabsichtigt, kein Versehen). Zudem fand ich, dass die letzten paar Level leichter waren als die ersten, aber vielleicht habe ich auch einfach gelernt, was die Entwickler von mir erwarten.
    Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass das Spiel zu 100% linear ist, und anscheinend nur einen einzigen Spiecherplatz bietet: Als ich nach Abschluss des Spiels auf Fortsetzen geklickt habe, kam die Warnung, dass damit mein gesamter Fortschritt gelöscht würde. Nun, ich sehe auch keinen wirklichen Grund, warum man in ein gelöstes Level zurückkehren wollen sollte, aber trotzdem...
    Netter Zeitvertreib für zwischendurch, aber ich denke, die Smartphone-Version (ebenfalls diese Woche gratis bei Epic) ist hier die sinnvollere, weil der Aufbau geradezu dazu einlädt, mal eben schnell ein (Unter-)level durchzuspielen und das Spiel dann wieder wegzulegen.

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