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Drachentöter
Echoes of the End: Enhanced Edition

Echoes of the End hat mich optisch zuerst durchaus abgeholt. Die isländischen Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen und grafisch macht das Spiel für ein kleines Studio einen guten Eindruck. Spielerisch fällt es dann aber schnell ab. Erkunden lohnt sich kaum, weil es praktisch keine Abzweigungen oder Geheimnisse gibt. Das Leveldesign ist extrem schlank und man merkt schnell, dass hier wenig Raum für Neugier vorgesehen ist. Die Kämpfe sind ebenfalls sehr simpel gehalten. Wenige Gegnertypen, kaum Anspruch, Fähigkeiten ohne echten Mehrwert, das Ganze wirkt eher wie ein Pflichtprogramm. Stattdessen setzt das Spiel stark auf Rätsel. Die sind angenehm und nie wirklich frustrierend (musste nur ein paar mal auf YouTube nachschauen), aber sie nehmen einen riesigen Teil der Spielzeit ein. Wenn man keine Lust auf viel Knobelei hat, wird man hier nicht glücklich. Die Story ist leider der Punkt, an dem das Spiel endgültig ins Mittelmaß rutscht. Sie ist blass und fad erzählt, die Figuren (es sind insgesamt nur fünf inkl. Spielfigur!) bleiben völlig uninteressant, und selbst der ständige Begleiter wird spielerisch kaum genutzt. Man merkt dem Spiel an, dass das Budget begrenzt war und viele Ideen nur angerissen wurden. Nach rund zwölf Stunden ist man durch. Empfehlen würde ich es nur Personen, die wirklich Lust auf viele Rätsel und ein leichtes Action‑Gerüst haben. Für alle anderen bleibt Echoes of the End ein hübsches, aber sehr dünnes Abenteuer.
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