Ergebnis 1 bis 20 von 4189

Thema: gerade durchgespielt

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Zitat Zitat von Klunky
    Naja, nichtsdestotrotz sollte man das Spiel als eine Art Trostpreis betrachten.
    Ich glaube, für die nächsten 15 Jahre wird es das Letzte sein, was wir von Metroid bekommen, außer vielleicht noch ein eigenartiges Spin-off, Remastered o.ä.
    Bei dem wäre ich mir nicht ganz so sicher. Vielleicht Prime, da könntest Du Recht haben. Aber Metroid hat ja auch 2D Vertreter und Dread kam ja doch gut an (was ich nicht 100% teile, aber ok, ich bin ja auch immer der Miesepeter ). Bei Prime wäre es interessant zu wissen, wie Nintendos Einstellung dazu ist. Lassen sie das Team jetzt, wo die Werkzeuge da sind, noch einen 5. Teil machen, der deutlich schneller entwickelt werden kann? Oder nehmen sie es jetzt so hin und lassen Prime ruhen? Persönlich hätte ich nichts dagegen, in 3D mal wieder was anderes als Prime zu versuchen. Other M hatte Probleme, aber die waren größtenteils eher erzählerischer und charakterlicher Natur, das Gameplay hat funktioniert (wenn man nicht gerade ein Wimmelbildspiel machen musste xD).

    Vielleicht schränkt Prime die Reihe in 3D mittlerweile auch zu sehr ein und man braucht da mal was frisches.

    Geändert von Sylverthas (27.12.2025 um 22:50 Uhr)

  2. #2
    Clair Obscur: Expedition 33



    Eigentlich wollte ich zu Clair Obscur: Expedition 33 gar keine Review schreiben. Jeder, der sich auch nur am Rande für Spiele interessiert, weiß inzwischen, was dieses Debüt angerichtet hat (spätestens seit den Game Awards). Aber als letztes Spiel meines Jahres 2025 möchte ich es trotzdem würdigen. Zumal ich erst nach dem Thank You Update eingestiegen bin, um das bestmögliche Erlebnis mitzunehmen. Und genau das habe ich bekommen. Was sofort hängen bleibt, ist die famos inszenierte Optik, die sich wie ein bewegtes Gemälde anfühlt, begleitet von einem Soundtrack, der für mich zu den stärksten gehört, die dieses Medium je hervorgebracht hat. Es ist eines dieser Spiele, bei denen man manchmal einfach stehen bleibt, nur um zu schauen und zu hören. Die Story bleibt bis zum Schluss fesselnd - originell, eigenständig und getragen von einer starken, atmosphärischen Erzählweise. Ja, in der Mitte gibt es ein paar Hänger, aber der starke Anfang und das hervorragende Ende fangen das locker auf. Die Charaktere sind durchweg gut geschrieben, auch wenn die Dramaturgie stellenweise etwas überdreht wirkt. Und mit Verso bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Das Kampfsystem hat mich ebenfalls positiv überrascht: frisch und unterhaltsam. Auch wenn ich persönlich bis zum Ende kein Freund des Parierens und Ausweichens geworden bin. Manche Bosse sind schlicht für Enthusiasten gebaut. Für Leute, die Soulslikes lieben, Gegnerbewegungen studieren und bereit sind, Stunden in Perfektion zu investieren. Die QTEs selbst habe ich ab der Hälfte des Spiels komplett deaktiviert, diese waren mir zu nervig.

    Dass dieses Spiel als Erstlingswerk völlig zu Recht den Titel Spiel des Jahres geholt hat, steht für mich außer Frage. Was man mit 10 Mio. Euro erreichen kann, wenn Vision und Handwerk zusammenfinden, zeigt Expedition 33 eindrucksvoll. Alles Gute an das Studio und viel Erfolg beim nächsten Projekt. Ich bin definitiv wieder dabei.

    Geändert von Rusk (30.12.2025 um 20:03 Uhr)

  3. #3
    Viewfinder

    Gab es bei Epics Weihnachtsaktion kostenlos.
    Ein Spiel bei dem es darum geht, mittels Bildern die Welt zu manipulieren. Hält man sich in diesem Spiel ein Bild vor die Nase, ersetzt der Inhalt des Bildes das, was zuvor an dieser Stelle war. Ziel ist es, in jedem Level einen Telporter zu (finden und aktivieren und) erreichen, durch den man weiter gelangt. Zwischendrin kommen auch neue Mechaniken, etwa Strukturen, die man nicht fotografieren und auch nicht verändern kann, was das Spiel eingermaßen frisch hält.
    Story dreht sich darum, dass das Weltklima kaputt ist, und dass die Wissenschaftler, die die virtuelle Welt, in der das Spiel stattfindet, erschaffen haben, eine Wetterkontrollmaschine erfunden haben, nach der man nun sucht. Die Wissenschaftler trifft man allerdings nicht selbst, man findet nur einen Haufen Notizzettel und Tonaufzeichnungen, die man auch getrost ignorieren kann, wenn man will. (Womit das Spiel sogar wirbt...)
    Allerdings ergibt die Story im Zusammenhang mit den Gameplay nicht viel Sinn. Kann mir nicht vorstellen, dass die Wissenschaftler in ihrem virtuellen Labor erst stundenlag irgendwelche Teleporterrätsel lösen wollten, wenn sie irgendwo hinwollten (auch und insbesondere, wenn sie die Lösung ohnehin schon kannten).
    Außerdem kann man irgendwelche Sammelitems finden. Ob die irgendeine Auswirkung haben, weiß ich allerdings nicht, da ich nicht ein einziges Set komplettiert habe. Vielleicht schaue ich mal nach einer Komplettlösung, denn die Level mit der Lupe in der Hand nach irgendwelchen Objekten zu durchkämmen, klingt für mich nicht unbedingt spaßig.

    Fazit: Die Rätsel sind ganz unterhaltsam und die Landschaften (größtenteils) hübsch anzusehen, das drumherum kann man sich aber wohl schenken, wenn es einen nicht interessiert.

  4. #4
    Duck Detective: The Secret Salami (PC/Steam) - 3:06 Std.

    Eigentlich wollte ich erst Kraken Academy!! vom selben Studio durchspielen.
    Habe das nämlich vor Jahren kurz angefangen.
    Da Duck Detective aber kürzer ist, wollte ich mir zum Jahresende wenigstens den ersten Part geben.
    Ist ein witziges, charmantes und vor allem kurzes Adventure, womit sich gut ein Abend oder Nachmittag füllen lässt.
    Zwar nie besonders anspruchsvoll und die Auflösung ist beknackt, dafür so witzig.
    Freue mich schon auf Part 2, aber noch mehr auf Kraken Academy!!.


    Simon the Sorcerer Origins (Playstation 5) - 9:31:40

    Joa, war ein ziemlich durchschnittliches Adventure.
    Der Humor ist voll an mir vorbeigerauscht, die Story ist langweilig und die Rätsel sind manchmal komisch.
    Dieser auf alt getrimmte Stil hingegen ist nice und lässt sich gemütlich spielen.
    Nur hat mir Simon am Ende nichts gegeben, was mich motivieren würde, einen weiteren Teil spielen zu wollen, ohne es schlecht zu finden.

  5. #5
    Echoes of the End: Enhanced Edition



    Echoes of the End hat mich optisch zuerst durchaus abgeholt. Die isländischen Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen und grafisch macht das Spiel für ein kleines Studio einen guten Eindruck. Spielerisch fällt es dann aber schnell ab. Erkunden lohnt sich kaum, weil es praktisch keine Abzweigungen oder Geheimnisse gibt. Das Leveldesign ist extrem schlank und man merkt schnell, dass hier wenig Raum für Neugier vorgesehen ist. Die Kämpfe sind ebenfalls sehr simpel gehalten. Wenige Gegnertypen, kaum Anspruch, Fähigkeiten ohne echten Mehrwert, das Ganze wirkt eher wie ein Pflichtprogramm. Stattdessen setzt das Spiel stark auf Rätsel. Die sind angenehm und nie wirklich frustrierend (musste nur ein paar mal auf YouTube nachschauen), aber sie nehmen einen riesigen Teil der Spielzeit ein. Wenn man keine Lust auf viel Knobelei hat, wird man hier nicht glücklich. Die Story ist leider der Punkt, an dem das Spiel endgültig ins Mittelmaß rutscht. Sie ist blass und fad erzählt, die Figuren (es sind insgesamt nur fünf inkl. Spielfigur!) bleiben völlig uninteressant, und selbst der ständige Begleiter wird spielerisch kaum genutzt. Man merkt dem Spiel an, dass das Budget begrenzt war und viele Ideen nur angerissen wurden. Nach rund zwölf Stunden ist man durch. Empfehlen würde ich es nur Personen, die wirklich Lust auf viele Rätsel und ein leichtes Action‑Gerüst haben. Für alle anderen bleibt Echoes of the End ein hübsches, aber sehr dünnes Abenteuer.

  6. #6
    Shenmue



    Hatte ich seit Ewigkeiten vor, am besten auch im Dezember, weil die Handlung eben im Dezember 1986 anfängt. Und 2025 waren sogar die Wochentage gleich wie 1986! Ein Zeichen! Ich MUSSTE es spielen.
    Ich habe also am 3.12.2025 angefangen und jeden Tag einen Spieltag gespielt, ungefähr bis kurz vor Weihnachten, da musste ich über Weihnachten halt weg :P Hab auch eine Art Tagebuch dazu geschrieben, hat auf jeden Fall Spaß gemacht

    Ich dachte irgendwie die Staplerfahrerjobsache wäre eine der am meisten gehassten Stellen im Spiel, aber ich fand die super (und scheinbar ist die auch überhaupt nicht verhasst, keine Ahnung warum ich das dachte). Die Kämpfe haben mir dafür kaum Spaß gemacht.

    Ich würde so ein Spiel gerne ohne Kämpfe spielen. Also NUR mit Rumlaufen, Reden, hier und da kleine Rätsel lösen und allein aus der Interaktion mit der Umwelt ergeben sich dann schon interessante Geschichten. Oh und bitte GENAU so eine Grafik! Shenmue 3 sieht furchtbar aus.

  7. #7
    Half-Life: Field Intensity

    Eine Half-Life Mod die unter Fans einen richtig guten Ruf besitzt und sich wie eine offizielle Erweiterung anfühlen soll. Dem kann ich mich aber leider nicht anschließen, unter anderem weil es genau die selbe Prämisse wie Opposing Force kopiert: man spielt einen HECU Soldaten der nach Black Mesa geschickt wird um die Katastrophe zu vertuschen, aber trotzdem die meiste Zeit nur Aliens über den Haufen ballert, ab und zu in Begleitung mehrerer Soldaten. Und das ist auch schon die ganze Story. Man kämpft sich durch Black Mesa, durch Xen, nochmal durch Black Mesa, und das wars. Man hat für einen Großteil des Spiels außerdem kein wirkliches Ziel, wodurch man von einem zufällig wirkenden Ort zum nächsten latscht und dabei ab und zu Szenen aus anderen Erweiterungen zu sehen bekommt. Der Protagonist wird zwar immer wieder von einem anderen HECU Soldaten kontaktiert, der macht die Story aber auch nicht interessanter und vermittelt nur Infos wie "shit, Gordon Freeman ist auf der anderen Seite der Anlage. Schau mal ob du irgendwie zu ihm kommst." Coole Setpieces, die die schwache Story ausgleichen könnten, gibt es außerdem so gut wie keine.

    Vom Design her hat mir das Spiel leider ebenfalls nicht gefallen. Ich fand viele Räume nämlich viel zu groß und leer, was 1998 zu verschmerzen gewesen wäre, sich aber heutzutage altbacken anfühlt. Einzig der Xen Abschnitt ist visuell ganz nice, hat mir dafür aber vom Gameplay her nicht gefallen. Vor allem weil bei den Bosskämpfen so wenig Platz ist dass ich mehrfach verreckt bin. Das Balancing lässt aber generell zu wünschen übrig, da es zu wenig Munition für all die Gegner zu geben scheint und ich mich teilweise nur mit automatisch ladenden Alienwaffen über Wasser gehalten habe. An einer Stelle wird man beim Erklimmen von mehreren Containern außerdem plötzlich von einem Panzer überrascht der so zielgenau auf einen feuert wie ein Scharfschütze. Ich hatte an der Stelle aber nur noch zwei Raketen übrig, die nicht gereicht haben den Panzer zu vernichten, weswegen ich von den Containern runterspringen musste um den Panzer mit Granaten zu vernichten.

    Ein positiver Aspekt der Mod ist allerdings, dass man hier, genau wie in Opposing Force, mit Aliens von Race X konfrontiert wird. In anderen Mods die ich gespielt habe wurde diese Rasse nämlich komplett ignoriert (vermutlich weil Race X in Half-Life 2 ebenfalls keine Rolle spielt). Die tragen allerdings nur zur Gegnervielfalt bei, haben ansonsten aber keine Relevanz für irgendwas. Dabei hätten die Entwickler die Chance nutzen können die Hintergründe von Race X zu erforschen, eventuell mit einem Xen Abschnitt der sich tatsächlich um diese Rasse dreht. Stattdessen muss man zum wiederholten Mal einen Gonarch bekämpfen, der in viel zu vielen Mods als Boss genutzt wird, und darf am Ende einen Boss töten den Valve aus Half-Life rausgeschnitten hat.

    Danach folgen aber noch mehrere Kapitel bis man endlich das unspektakuläre Finale erreicht. Einen weiteren Endboss gibt es nicht und das einzig nennenswerte ist ein Twist den man meilenweit kommen sehen kann und der komplett random wirkt. Der andere HECU Soldat war schon seit einiger Zeit tot, hat aber trotzdem noch Kontakt mit dem Protagonisten aufnehmen können.

    Wer keine anderen Mods mehr besitzt, der kann sich Field Intensity durchaus anschauen da die Mod zumindest technisch gut gemacht ist. Ich hatte mit Delta Particles, Insecure und Echoes aber mehr Spaß.

    Geändert von ~Jack~ (12.01.2026 um 16:31 Uhr)

  8. #8
    Consume Me


    Um es auf den Punkt zu bringen: Consume Me ist ein bisschen wie Florence, aber mit mehr Tiefgang, sowohl spielerisch als auch erzählerisch. Das ist erstmal nicht so schwer, weil Florence wirklich sehr seicht war, aber Consume Me ist auch wirklich gut!
    Letztlich ist Consume Me eine Mischung aus Dating-Sim, Visual Novel (glaub ich?) und äh Minispielsammlung à la WarioWare.
    Und es wird zwischendurch ganz schön stressig, weil man nicht nur seinen Nutricount (quasi Kalorien) auf dem Schirm haben muss, sondern auch Haushaltsaufgaben UND Hausaufgaben erledigen muss. Es bleibt aber insgesamt immer noch ziemlich leicht und wird einen kaum überfordern. Nur 100 % alles erledigen, kann man in einem Durchlauf eben nicht.
    Der Tonfall ist sehr überdreht und humorvoll, schlägt aber auch ernste Töne an und ich finde die Mischung sehr gelungen und überzeugend. Das Ganze ist wohl stark autobiographisch geprägt, was spätestens am Ende deutlich wird.

    Consume Me stellt für mich die ideale Mischung dar aus indie-artsy-fartsy-story-driven-stuff und gleichzeitig noch genug Gameplay, dass es nicht zu einen minimal interaktiven animierten Comic/Zeichentrick mit seichten Minispielen wird (wie bei Florence).

    Wenn das irgendwie interessant klingt, probiert es aus! Spieldauer für einen Durchlauf ist wohl irgendwas zwischen 4-6 Stunden.

    Trailer:

  9. #9
    Polygon hatte auch eine schöne Mini-Doku über die Entstehung des Spiels!


  10. #10
    Dog Man: Mission Impawsible (Playstation 5) - 4 Std.

    Warum dieses Spiel? Bin ein riesiger Dog Man-Fan... nicht.
    Habe das Spiel in der 3-für-49-Euro-Aktion mitgenommen, da ich mich nicht entscheiden konnte.
    Überraschenderweise ist es sogar ganz nett.
    Zwar keinerlei Anspruch, doch für einen Nachmittag ein nettes Jump 'n' Run mit drei unterschiedlichen Figuren.

    @Rusk

    Juhu, wieder ein Spiel weniger auf meiner Wunschliste.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •