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Thema: gerade durchgespielt

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Dark Souls Remaster, PS5

    Nach Elden Ring hatte ich Bock nochmal das erste Dark Souls zu spielen und habe das glatt getan (nachheinander mit beiden Enden).
    Es ist nach wie vor das Meisterwerk, als das ich es im Kopf habe. Auch wenn man natürlich direkt nach Elden Ring merkt, wie alt das Spiel inzwischen ist und wie altertümlich sowohl Technik als auch bestimmte Design-Konzepte wirken.
    Dafür bietet es einen deutlich ausgewogeneren Schwierigkeitsgrad und man kann es auch als Melee Build und ohne Support Spieler / Beschwörungen wirklich von Anfang bis Ende gemütlich durchspielen. Einzig der Ziegendämon ist nach wie vor ein wirklich beknacktes Design. Dafür sind Ornstein und Smough genau das, was Godskin Duo gerne wäre aber niemals sein wird: Ein gut funktionierender Gank-Boss mit fairem Design.

    Habe auch erstmals den DLC mitgenommen, der wirklich nochmal ein rundes Bild zeichnet und klar aufzeigt, wo DS3 mit seinem grandiosen Ringed City DLC seine Inspiration hernimmt. Die Parallele Artorias - Gael und der Abstieg in den Abyss / die Ringed City weisen doch wirklich starke Gemeinsamkeiten auf.

    Ein zeitloser Klassiker.

    Wertung 9,5/10
    Spielzeit ca. 35 Stunden

  2. #2
    Mega Man ZX (PC, Collection)
    Neu in diesem Teil ist, dass man nicht die Waffen von Bossen bekommt, sondern verschiedene Formen annimmt, so genannte Modelle. Das erste Modell was man bekommt ist das X Modell und kurz darauf das Z Modell, womit man das namensgebende ZX hat was sich im wesentlichen wie Zero steuert. Gut ist hier, dass man nicht mehr R halten und den Feuerbutton drücken muss für den Saber (oder Buster, wie mans einstellt), sondern einfach nur ein Druck auf R ausreicht - womit sich das Game sofort angenehmer spielt. In ZX kann man zum ersten Mal auch einen weiblichen Charakter spielen und es ist schon irgendwo amüsant dass in einem Game mit dem Namen "Mega Man" zu tun

    Das neue System der Verwandlungen hat mir immer schon gefallen und ich habs zumindest für die nächste Evolution der Bosswaffen gesehen, aber so richtig realisiert hat es sich nicht da die Reihe so früh abgesägt wurde. Zugegeben, in ZX waren die meisten Verwandlungen auch nicht so nützlich und bis auf kurze Passagen in denen man sie nutzen musste bin ich fast immer mit ZX rumgerannt. Modell H ist vermutlich mit dem Air Dash noch das was man am besten einsetzen kann. F fand ich immer sehr klobig da man sich beim Schießen nicht bewegen kann und L ist im Prinzip nur für die Wasserlevel zu gebrauchen. P nimmt man wenn man unbedingt ein Ninja sein will und für den einen Geheimgang um an den FUCKING Sub Tank im Lavalevel zu kommen (holy shit, hier wollen sies echt wissen - optionales Gebiet um den Lavafluß zu verlangsamen, Level halb durchspielen und Blöcke mit F zertrümmern während einen fließende Lava verfolgt und wenn man Game Over geht darf man den ganzen Spaß wiederholen ).

    Zusammen mit den Verwandlungen hat das Spiel eine Metroidvania-Struktur bekommen, was im Prinzip eine Fortsetzung von dem ist was Zero 1 begonnen hat. Die Welt ist zusammenhängend und man muss sie sich mit den Modellen freischaufeln. Gleichzeitig gibt es nur ein paar Orte an die man sich teleportieren kann so dass man einige Zeit fürs Backtracking aufwendet. Das wird alles noch krasser wenn man auch die Nebenaufgaben macht, die manchmal sogar erfordern dass man Level erneut spielt (und von denen man nur eine einzige gleichzeitig machen kann O_o). Besonders lustig sind Aufgaben für einen Sub Tank, bei denen man 6 Mal ein Item aus dem gleichen Level holen muss. Wegen der Metroidvania-Struktur sind die Level größtenteils recht safe und eher horizontal gehalten - man muss halt dafür sorgen, dass ein Gebiet in beide Richtungen gut spielbar ist. Bis auf das Lava- und die Wasserlevel gibt es daher IMO nicht so viel herausragendes und das Design ist eher langweilig. Witzigerweise hab ich in diesem Durchgang echt den Weg zu dem Eissektor nicht gefunden und musste tatsächlich die Welt ein wenig abgrasen - was für mich für ein gutes Metroidvania Design spricht, aber ob sowas in ein Mega Man Spiel gehört muss wohl jeder selber entscheiden. Das Spiel hat so einiges an der "klassischen" Action eingebüßt im Austauch für neue Features. Wobei ich denke, dass ZX eine angemessenere Schwierigkeitskurve hat als die Zero Reihe. Man kann sie auch nicht so leicht brechen, weil es keine Cyber Elves oder ähnliches gibt. Dafür bekommt man von den Bewohnern Futter und E-Tanks, die man einmalig einsetzen kann und so hab ich den Endboss alleine durch solche Sachen gepackt - aber gerade bei dem Robot Master Gauntlet davor hatte ich schon ein paar Probleme mehr, ähnlich zu Zero 4. Insgesamt trotzdem kein besonders schwerer Teil, wobei man ja Hard wie immer erst nach dem Durchspielen freischaltet.

    Was mir an dem Spiel aber sehr gefällt ist, dass es sich fast so anfühlt als würde man eine andere Perspektive als die der Zero Reihe einnehmen. Dort hat man von der großen Metropole Neo Arcadia immer nur Berichte gehört, da sich die Rebellensiedlung weit außerhalb befand.Hier befindet man sich nun direkt inmitten einer neuen Stadt, die von Slither Inc. geführt wird und hört Berichte von außen über die Mavericks, die die Leute in die Stadtgrenzen treiben.
    Es wurde hier auch auf einige Details geachtet: So haben innerhalb der Stadt die Menschen Angst vor einem wenn man in der verwandelten Form rumläuft (haben aber nichts dagegen, wenn man sich vor ihren Augen verwandelt *g*), auch einen Teleporter innerhalb der Stadt findet man nur an einem abgelegenen Ort - immerhin ist man hier nicht willkommen. Es wird dadurch dass Aile oder Vent Boten sind kontextualisiert wieso die Bewohner ihnen Nebenaufgaben geben. Auch die Level sind nicht so beliebig wie oft bei Mega Man sondern ergeben innerhalb der Welt Sinn (beispielsweise ein Vergnügungspark). Die Modelle die man von den Bossen bekommt nehmen Schaden, wenn man den Gegner an bestimmten Stellen erwischt. Welche meist recht exponiert sind, so dass man für einen Level 4 Win sehr vorsichtig kämpfen muss (habe nur einen geschafft gegen den "Anglerfisch"). Da einem so ein Sieg kaum was bringt (außer man will das eine Zimmer in der Basis echt mit den ganzen Puppen füllen ) muss man darauf nicht wirklich achten.

    Insgesamt hat man in diesem Spiel mehr Wert auf den Kontext der Story gelegt, wobei fraglich ist ob das etwas ist was Mega Man Fans wirklich wollten (wobei mir das eigentlich ganz gut gefällt). Ähnliches gilt für die deutlich höhere Dialoglast des Spiels. Die Geschichte an sich ist dann relativ simpel mit dem Anführer der Slither Corp. der natürlich der Feind ist. Besonders bitter ist hier aber, dass sich das Ende irgendwie sehr leer anfühlt, weil man im Prinzip einen Antagonisten besiegt der irgendwo eher eine Puppe war, aber im Gegensatz zu anderen Teilen der Reihe nicht mal dem "Dratzieher" wirklich gegenübersteht. Und da die Reihe sowieso mit dem nächsten Teil beendet wurde kann sich das auch nicht wirklich entfalten, was sich eher wie ein Prolog anfühlt. Wie sinnvoll es ist, dass man jetzt zur Wiederbelebung von Modell W Energie die aus Leid von Menschen entsteht braucht (was wie ein Sailor Moon Plot klingt ) sei mal dahingestellt. Auch dass die Modelle im Prinzip nur minimale Persönlichkeiten haben und kaum Dialoge stört mich enorm, man hätte hier viel mehr rausholen können - immerhin basieren sie auf Charakteren aus Zero. Auch dass man praktisch die gesamten NPCs im Folgeteil durch einen komplett neuen Cast ersetzt halte ich für einen Fehler. In Zero waren die Charaktere alle extrem simpel, man hat sie aber über mehrere Teile irgendwie liebgewonnen, was in der ZX Reihe nicht passiert. Immerhin hat das Spiel ein paar nette Winke zu der Zero Reihe: Die Modelle sind an die Guardians angelehnt und Prairie ist sehr wahrscheinlich Alouette, ihre "Schwester" natürlich Ciel. In dem Sinne setzt ZX Zero durchaus fort, aber eher auf eine indirekte Art - Capcom wollte sich ja in der Reihe nie verbauen, vielleicht doch noch mal nen Folgeteil zu machen *g*

    ZX ist für mich nach wie vor ein Spiel was sich einiges neues traut und es auch größtenteils funktioniert, was aber nicht unbedingt im Geiste der klassischeren Mega Man Erfahrung ist. Es ist sehr schade, dass diese Ansätze dann bereits mit dem nächsten Teil ihr Ende finden, weil die Unterreihe so früh abgebrochen wurde. Aber auf der andereren Seite merkt man ZX schon an, dass die Level eher langweilig sind und der hohe Fokus auf eher uninteressante NPCs und nicht besonders prall geschriebene Dialoge ist auch eher fragwürdig. Auch sind die Verwandlungen könnten nützlicher sein, wobei man das zumindest versucht hat in dem Nachfolger anzugehen.

    Ach ja, witzig an dem Spiel ist noch, dass man hier extrem viele Dialoge vertont hat - in der japanischen Version. Denn diese Vertoung wurde in der englischen dann größtenteils ersatzlos gestrichen. Ein wenig hab ich mich darüber schon geärgert, weil ich das komplett vergessen hatte und es Undub Mods für das Spiel gibt, welche einen die englische Version mit der Synchro spielen lassen. Das ist mir auch erst aufgefallen, als ich ZXA reingelegt und sich mir bei der miserablen englischen Synchro sofort die Fußnägel hochgerollt haben. Also dafür nen Undub Mod gesucht und so wieder daran erinnert worden, dass ZX ja auch eigentlich viel mehr Synchro hatte als man in der englischen Version bekommt

  3. #3
    Zitat Zitat
    Ach ja, witzig an dem Spiel ist noch, dass man hier extrem viele Dialoge vertont hat - in der japanischen Version. Denn diese Vertoung wurde in der englischen dann größtenteils ersatzlos gestrichen. Ein wenig hab ich mich darüber schon geärgert, weil ich das komplett vergessen hatte und es Undub Mods für das Spiel gibt, welche einen die englische Version mit der Synchro spielen lassen.
    Hm, das hätte ich gerne ein paar Jahre früher gewusst... Aber es ist ja nie zu spät.
    Edit: Kurze Googlesuche ergibt: Anscheinend gibt es zwei verschiedene Undub-Patches für das Spiel, die beide (für mich) ungeeignet sind. Einer, der die englischen Texte in die japanische Version einfügt, aber dabei an anderen Elementen scheitert, und einen, der zwar besser funktioniert, aber japanische Begriffe wie Rockman verwendet...

    Geändert von Liferipper (28.04.2022 um 00:14 Uhr)

  4. #4
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Edit: Kurze Googlesuche ergibt: Anscheinend gibt es zwei verschiedene Undub-Patches für das Spiel, die beide (für mich) ungeeignet sind. Einer, der die englischen Texte in die japanische Version einfügt, aber dabei an anderen Elementen scheitert, und einen, der zwar besser funktioniert, aber japanische Begriffe wie Rockman verwendet...
    Ja, genau. Auch der Mod für ZXA nutzt die japanische Version als Basis und packt im Prinzip nur die englischen Texte rein. Es ist etwas seltsam, dass man es für nötig gehalten hat die japanischen Namen im Text zu benutzen, nur weil sie in der Synchro verwendet werden. Am Ende stört es mich aber weniger "Irregular" statt "Maverick" zu verwenden als die schreckliche englische Synchro zu hören (bzw. im Falle von ZX praktisch gar keine außerhalb von Cutscenes) - da bin ich zu Weeb *g*

  5. #5
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Hm, das hätte ich gerne ein paar Jahre früher gewusst... Aber es ist ja nie zu spät.
    Edit: Kurze Googlesuche ergibt: Anscheinend gibt es zwei verschiedene Undub-Patches für das Spiel, die beide (für mich) ungeeignet sind. Einer, der die englischen Texte in die japanische Version einfügt, aber dabei an anderen Elementen scheitert, und einen, der zwar besser funktioniert, aber japanische Begriffe wie Rockman verwendet...
    Danke für den Hinweis, genau solche Undubs finde ich persönlich sogar besser Ich hab eh vor, in naher Zukunft mein Mach'Ma wiederzubeleben

  6. #6
    Mega Man ZX Advent (PC, Collection):
    Die "Fortsetzung" von ZX, wobei sie im Prinzip nur lose damit zusammenhängt. Was auch eine der Sachen ist, die ich dem Spiel übelnehme, weil man von der doch stark kontinuierlichen Struktur der Zero Reihe abgekommen ist und das Game hier auch standalone funktionieren würde. Model W wird so wenig erklärt wie eh und je, Albert ist ein mindestens so schwacher Antagonist wie Serpent, der Plottwist von Model A entlockt einem höchstens ein müdes Gähnen und das Battle Royal der Mega Men ist einfach nur dumm und scheint nur ein Vorwand zu sein, ein paar neue anämische Nebencharaktere einzuführen. NPCs aus ZX kommen kaum vor (warum zum Teufel gibts nicht mal Prairie obwohl man das Guardian Schiff sieht O_o). Verbindungen zu Zero sind auch nur noch über Umwege (ZX) vorhanden und ja, ich finde so ziemlich alles was mit Charakteren und Story zu tun hat schlecht.
    Naja, ein paar positive Aspekte gibts. So haben beide Hauptcharaktere nun einen etwas eigenständigeren Plot und leichte Statunterschiede (Ashe hat stärkere Schüsse, aber Grey kann mehr hintereinander feuern). Ganz witzig ist, sollte man Grey nehmen, dann bekommt man Aile aus ZX als Sidekick, bei Ashe dann Vent. Da die eh so wenig Screentime haben kann einem das aber auch egal sein. Man bekommt auch den Hintergrund zu Prometheus und Pandora... welche trotz mehr Text immer noch lamer sind als die Wächter Neo Arcadias aus Zero. Ach ja, eine Nebenaufgabe ist ziemlich cool, weil man alte Relikte aus alten Teilen sucht (L Tank, Balance) und ein wenig Lore bekommt dazu. Und dann gibts natürlich noch diese Karte hier


    Zumindest beim Design der Welt hat man einen ganz netten Zwischenweg geschaffen von ZX und den klassischen Teilen. So sind die Level nun teilweise sogar isoliert und münden öfter in Sackgassen und generell sind sie interessanter zu spielen. Auch hat man dafür gesorgt, dass es mehr Stellen gibt bei denen es vorteilhaft ist eines der anderen Modelle auszuwählen, was gut ist. Im Prinzip hat man das makro Metroidvania Design der verbundenen Level ein wenig runtergeschraubt um eher ein mikro Design von versteckten Sachen innerhalb der Level zu verstärken. Zusätzlich zu den Modellen gibt es nun auch die Verwandlungen in die Pseudroids (wegen Axl und so ), die sehr situationsbedingt sind und eher dafür da um kleinere Puzzles zu lösen. Funktioniert prinzipiell sehr gut, auch wenn mehr Utility der Hauptmodelle vielleicht gut gewesen wäre statt so viele Verwandlungen einzuführen. Aber ich sehe definitiv die Faszination und letztendlich ist es eine sinnvolle Entwicklung des Systems aus ZX. ZXA ist auch ein recht großes Spiel mit vielen Leveln, und bei den späteren Sprungpassagen muss man schon ganz gut die richtigen Modelle verwenden. Besonders die Zeitverlangsamung ist unheimlich nützlich, aber auch Schwebefähigkeiten sind praktisch. Besonders cool ist auch ein Skill mit dem man sich verdoppeln kann, der leider sehr wenig genutzt wird. Wegen dem beschränkten Moveset der Pseudroid Verwandlungen sind diese aber oft nicht so gut für Kämpfe zu gebrauchen, man kann hier also eine Unterscheidung zwischen Modellen fürs "gewöhnliche Spielen" und Pseudroids "für Erkundung" erkennen.
    Was mir aber definitiv nicht gefällt ist, wie lange man mit Model A rumeiert bis man ZX bekommt. Buster und Saber spielen sich einfach besser als fucking Axl. Und dass man sich bei jedem Furz wieder automatisch in Model A zurückverwandelt und auch nach dem Tod als das Modell startet ging mir schon ziemlich auf den Sack. Erledigt man Nebenquests, dann ist ZXA nur minimal komfortabler als ZX. Denn man kann sich zwar zu den verschiedenen Arealen der Level teleportieren, aber um von dort wieder wegzukommen darf man dann wieder ans Levelende zum Teleporter gehen. Was wieder mal dazu führt, dass man die Level mehrmals durchspielt.

    Ich denke dass viele Entscheidungen von ZXA eine Verbesserung zu ZX sind, zumindest aus Gameplaysicht. Insgesamt finde ich ZX vermutlich etwas besser, aber beide nehmen sich nicht viel. ZXA holt mehr aus den Verwandlungen raus und macht die richtigen Änderungen am Metroidvania Design, hat aber auch zu viel Gelaber kombiniert mit einer beschissenen Story und Charakteren. Dafür hat ZX die simpleren Level, aber die bessere und konsistentere Spielwelt und eine Story die eher basic aber funktional ist. Zusätzlich hat ZX auch direktere Verbindungen zu der Zero Reihe. Ach ja, und ZXA hat ein offenes Ende, was vermutlich nie aufgelöst wird. Generell frage ich mich bei ZXA, ob da eigentlich noch ein Teil zwischen ZX und diesem geplant war, der einem Legion und die Wise Men näherbringt, was alles irgendwo aus dem Nichts kommt.


    Gesamteindruck der Collection:
    Man bekommt zusätzlich noch einen Musikspieler und nette Artworks. Der Z Chaser ist ein nettes Minispiel bei der man die Stages der einzelnen Games speedrunnen soll. Ist also alles in allem sehr solide und da die Zero Reihe ohnehin empfehlenswert ist, die ZX Reihe ziemlich brauchbare Mega Man Metroidvanias sind, kann man hier als Plattformer Fan eigentlich bedenkenlos zugreifen. Dazu kommt noch, dass die Menu Songs der Collection richtig geil sind:



    Ist auch wegen des Golden Week Sales gerade bei Steam im Angebot, wer Interesse hat.




    So... dann mit der X Collection weiter? *g*

  7. #7
    ZXA will ich auch noch spielen... irgendwann... Aber wenn die Story wirklich so alleinstehend ist, verpasse ich ja zumindest in der Hinsicht nichts.

    Hab jetzt übrigens mein Problem mit der Undub-Version gelöst, indem ich einfach die Undub-Daten mit denen aus der offiziellen Version überschrieben habe (so dass ich die offizielle Übersetzung + Stimmen habe). Das hat mit dem Anfang ganz gut funktioniert, aber bis ich das Spiel das nächste Mal durchspiele, um den Rest zu überprüfen, wird es wohl noch eine Weile dauern.

  8. #8
    Theresia: Dear Martel



    Ok dieses mal halte ich es kurz.
    Dear Martel ist wie Lynx schon angesprochen hat wesentlich kürzer, gefühlt nur halb so lang, ich hing dennoch häufiger mal fest weil man doch jeden Bildschirm schon sehr stark absuchen muss und einmal kurz vor Ende von Stage 3 wusste ich wirklich gar nicht mehr weiter wo ich dann zugegebenermaßen einen Guide konsultieren musste. Auch wenn das Setting wesentlich gestauchter ist, so hat man sich mit den Hinweisen noch mehr zurückgehalten und Todesfallen werden teilweise gar nicht mehr im Vorfeld angekündigt - ouch!

    Ich habe ja befürchtet dass mich die Story nun eher kalt lässt und mehr wie ein unnötiger Nachschlag rüber kommt, dem ist aber definitiv nicht so. Man erfährt sehr wichtige Charakterinformationen über die Enstehung der Epidemie und Maylees Charakter die in beiden Geschichten vorkommt.



    Generell ist es ein Spiel was extrem viel mit Symboliken arbeiten und die Texte sich auf ein Minimum an Informationen beschränken, die Storyzusammenfassungen am Ende machen aber trotzdem einen guten Job die ganzen Schnipsel zu einem befriedigenden kohärenten Ganzen zusammenzufügen und einem dennoch Raum zur Überlegung warum bestimmte Sachen im Spiel passiert waren.

    Ende: Dear Martell


    Wenn man nun noch mal zurück geht und Informationen zusammen klaubautert und auch Theorien von anderen Spielern sich durchließt ist da noch ein ganzer Rattenschwanz. Am interessantesten finde ich aber die Perspektive dass beide Geschichten ein unterschwelliges Gut/Böse Thema haben und beide die Seite der selben Medallie sind die zum selben Ausgang führen.



    Nichtsdestotrotz das Ende war mal wieder ein heftiger gut punch den man erst mal verarbeiten muss, irgendwie bin ich anfällig für so Geschichten von zerstörten "Utopien" (also die wirklich positiv konotierten, weil man gerne ja Utopien mit Dystopien gleichsetzt)

    Ich bin wirklich hin und weg von dieser übergreifenden Geschichte und dabei muss ich schmerzvollerweise auch noch erfahren dass es eine dritte Geschichte gab(!)

    Ja tatsächlich und nein es ist kein gecancledtes Spiel es existiert wirklich... irgendwo da draußen seit vielen Jahren schon und das Internet ist komplett aufgeschmissen. Wenn ihr das Icon dort eben seht, das stammt nicht aus dem DS Spiel, nein. Wie ich erfahren durfte ist das DS Spiel Theresia ein Port der beiden ersten nur in Japan veröffentlichten IOS Spiele Dear Emile und Dear Martell. Ein Drittes Spiel wurde ebenfalls für IOS veröffentlicht "Dear Liszt" (ob sich das wohl an Franz Liszt richtet der "Liebestraum" geschrieben hat? Denn ein Franz kommt immerhin vor, genau so wie viele der Figuren im Waisenhaus möglicherweise an bekannten Komponisten angelehnt waren. Jean ist vielleicht Jean-Baptiste Lully. und Musik spielt ja eine tragende Rolle in beiden Geschichten.)

    Dieses Spiel ist wie vom Erdboden verschluckt es ist ein wahrhaftiger Fall von "Lost Media" das Spiel lief auf sehr frühen IOS Systemen und wurde auch früh vom damaligen japanischen Shop genommen. Man kann lediglich übersetzte Kurzbeschreibung des Spiels und einiger Zitate in den Kapiteln finden, ansonsten nichts, tote Hose es gibt einfleischte Fans die versuchen schon seit 12 Jahren irgendwie an das Spiel zu kommen es ist unglaublich faszinierend. Die Credits der DS Version umfasst nicht mal die ursprünglichen Entwickler der IOS Versionen . Über den Eigentlichen Designer Youhai Sakamoto ist so ziemlich gar nichts bekannt, angeblich hat er nur Theresia entwickelt und weitere Entwicklernamen enthüllen wohl dass diese sich nur für den DS Port verantwortlich zeichnen aber mit dem Urspiel nicht zu tun haben für dass sich auf MobyGames keine Credits auffinden lassen. Faszinierende Geschichte die wir nicht vergessen dürfen.

    Also das war... nicht die beste aber wirklich eine der einzigartigsten Erfahrungen die ich auf dem DS je hatte und ich werde sicherlich in Zukunft schauen dass ich mich noch mehr darüber schlau machen kann.

    Geändert von Klunky (30.04.2022 um 22:30 Uhr)

  9. #9
    The Dark Pictures Anthology: House of Ashes - 7:40 Std.

    Ich finde ja man hat sich mit jeden Teil dieser Reihe gesteigert.
    Man of Medan war richtig Scheiße, Little Hope deutlich besser und jetzt, mit House of Ashes, nochmals ein kleines bisschen besser geworden.
    Wenn man dann in etwa weiß was einen erwartet und man genügend Zeit verstreichen lässt nicht von Bugs heimgesucht zu werden, kann man hiermit denke ich ausreichend Spaß haben.
    Das viel mehr Action im Vordergrund steht war mir bekannt und so verfolgt man einige Soldaten, die sich im Untergrund mit Kreaturen rumschlagen müssen.
    Der Cast ist dabei wieder nicht der Hellste, manche Dialoge zum fremdschämen und trotzdem kommt man finde ich recht nahe an Until Dawn ran.
    Denn zum einen ist die Location viel besser als ein Geisterschiff oder eine Kleinstadt, wo man fast nur nebelige Straßen entlang läuft und zum anderen sind die eigentliche Stars des Geschehens die Monster.
    Man hat zwar ein gewisses Klischee erfüllt, dieses aber cool umgesetzt und im letzten Drittel nochmals eine Schippe draufgepackt.
    Es fühlt und spielt sich von daher zwar wie ein Horrorfilm ohne viel Horror, liefert dafür eine interessante Handlung ab, die man diesem Genre meistens nicht zutraut.
    Spielumfang geht auch klar und haben bei mir 4/5 Soldaten überlebt, was mir als Ende völlig reicht.
    Leider ist der sympathischste Charakter krepiert und wäre mir die blonde Tussi lieber gewesen.

    The Medium - 12:11 Std.

    Eines der ersten reinen Next-Gen-Spiele, die mich 2020 am meisten interessierten.
    Habe das im Game Pass damals zum Release angespielt und da mein PC das überhaupt nicht gepackt hat, wieder zur Seite gelegt.
    Jetzt für die Xbox Series X gekauft und irgendwie hatte ich gar nicht mehr so große Erwartungen.
    Habe The Medium dann gestern beendet und bin nicht nur über die Spielzeit überrascht, sondern mächtig angetan von diesem Horror-Adventure.
    Ich hatte zwar gut Leerlauf im Spiel mit Dingen die man so nebenbei macht (essen & surfen ) aber selbst dann komme ich bestimmt noch auf die 10-11 Stunden.
    Und mein größter Kritikpunkt gleich am Anfang: Mir ist das Spiel viel zu einfach gewesen.
    Zwar gibt es Rätsel, diese fordern bloß kaum und werden zum Teil sogar selbst gelöst, sofern man die richtigen Dokumente begutachtet.
    Abseits dessen bin ich aber wirklich begeistert.
    Man schafft endlich wieder eine 1A-Story mit unverbrauchtem Szenario in einem Horrorspiel abzuliefern mit vielen genialen Ideen, wie in etwa das Dual-Reality-Gameplay.
    Erst spielt man in einer Welt, dann in der anderen und im nächsten Moment in beiden gleichzeitig.
    So ergeben sich (leichte) aber interessante Rätsel und Momente.
    Dazu schaut alles fantastisch aus und dürfte die Erfahrung vom Spiel >Observer_ (kann ich nur empfehlen) ein dicker Vorteil gewesen sein.
    Man schafft es gut den Spieler in die andere Welt zu verfrachten und spielt mit Farben und völlig wirren Räumen.
    Der Soundtrack schafft es dabei immer eine Punktlandung hinzulegen, was alles kombiniert miteinander künstlerisch sehr hochwertig wirkt.
    Wenn man dann all das auf sich wirken lässt, folgt der Schlund. Was. Für. Ein. Geiles. Vieh.
    Zwar kommt da kein typischer Horror auf, von wegen Angst haben und weglaufen, nur wie es mit ein redet, ist für mich der wahre Horror.
    Denn man wird als Spieler vom Schlund wie ein Kostüm dargestellt.
    Es will in einen rein, ein anprobieren, schauen ob man passt, was ich echt ekelig geil finde.
    Zudem hat es wie der Rest vom Spiel ein hervorragendes Design.

    Hach, The Medium war ein spannender Trip und bin immer wieder überrascht was Polen an gelungene Videospiele abliefert.

  10. #10
    Tom and Jerry



    Eigentlich müsste ich mal wieder Elden Ring weiterspielen, aber wer zur Hölle wäre ich dafür Tom & Jerry liegen zu lassen?

    Ich würde es hier nicht aufführen, hätte ich nicht damit meinen Spaß gehabt, sogar ziemlich viel. ich habe das Spiel als Kind auf Super Nintendo besessen und bin damals nie über die 2. Welt hinausgekommen. Das Spiel setzt sich bei einem Game Over nämlich zurück und es gibt auch keine Continues (und die 0 zählt nicht mit bei den Leben!!)

    Trotz dieses Umstands habe ich es nun heuzutage in der ersten Session durchgespielt, obwohl es zeitweise ziemlich knapp wurde. Das ist wirklich kein einfacher aber dafür sehr reizvoller Präzisionsplattformer.

    Also klar die Grafik ist ziemlich simpel, es gibt nur ein Lied für jedes Level (was mir erst im Nachhinein aufgefallen ist weil es so unaufdringlich und catchy ist) das Leveldesign und Jerrys Aktionen sind recht minimalistisch, das Spiel hat man wenn es hoch kommt in einer halben Stunde durch. Aber doch ist es von der Arcade Erfahrung ziemlich gut, Collectibles haben definitiv einen Wert. Leben sind wertvoll, man muss höllisch aufpassen, die Schwierigkeitskurve steigt konsequent und graduell an. Und für die Tom Bosskämpfe gibt es echt einige coole Ideen, gerade im Anbetracht der damaligen Zeit. In den meisten SNES Spielen sind ja Bosskämpfe ziemlich simpel und die Patterns primitiv, hier hat man aber gut ausbalanciert simplistische Bosskämpfe genommen und sie gut in die verschiedenen Setpieces verbaut.

    Ich denke was das Spiel auch ein wenig fordernder macht ist das Skill-Ceiling bei der Steuerung. Jerry steuert sich etwas schwammig, aber besonders die Sprungaktion kann sich von der Höhe unterscheiden. Der erste Sprung ist nämlich kürzer als ein daruaffolgender 2. Sprung. Allerdings nur wenn der 2. Sprung während eines Momentums erfolgt. Das muss man erst mal schnallen und das Spiel fragt das auch später ab, wenn man das schon früher gelernt hat kann man aber auch einige Abkürzungen (Sequence-Breaks) in den weitläufigeren Leveln ermöglichen.

    Das interessante an einen Tom & Jerry Spiel ist ja dass man praktisch beide als Protagonisten einbauen könnte, so hat man sich dieses mal für Jerry entschieden - wo natürlich schade ist dass die Verfolgungsjagden aus der Serie nicht simuliert werden. Ich denke aber auch das wäre den Entwicklern hier schwer möglich gewesen etwas derartiges zu schaffen was sich schwer und gut anfühlt, daher tuts dann auch so ein basic Plattformer. "Hör mal wer da hämmert" ließ sich schließlich wohl auch nicht als Heimwerk-Spiel umsetzen. ¯\_(ツ)_/¯

  11. #11

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Das interessante an einen Tom & Jerry Spiel ist ja dass man praktisch beide als Protagonisten einbauen könnte, so hat man sich dieses mal für Jerry entschieden - wo natürlich schade ist dass die Verfolgungsjagden aus der Serie nicht simuliert werden.
    Hier kann ich dir Tom & Jerry - The Movie auf dem Master System empfehlen. Klar, es erfindet das Rad nicht neu und ist auch grafisch nicht so gut wie ein SNES-Spiel, macht aber Bock und ist zudem auch bockschwer. Dürfte also gut in dein Beuteschema passen. Selbst kenne ich das SNES-Game nicht, aber es scheint ja doch ganz gut zu sein.

  12. #12
    Cyberpunk 2077 (PC, v1.52)



    Bis zum Launch von CP im Dez 2020 war ich sehr gehypt, was sich nach den ersten Tests und Berichten schnell änderte. Da hatte ich es nicht mehr eilig, das Spiel gleich zu zocken und wartete bis die Gelegenheit besser war. Nach 1,5 Jahre war es dann soweit, mit Version 1.52 kam ich endlich in Night City an... Und ehrlich gesagt wollte ich das Spiel gleich wieder abbrechen. Es hat mich kaum gepackt, alles war so vollgestopft, der Bildschirm "überreizte" mich mit all dem UI-Zeugs. Ständig rief mich ein Unbekannter an und drehte mir ne Quest auf, die ich gar nicht wollte. Ich hasse solche Einstiege. Ich zwang mich trotzdem durch und mit jeder weiteren Spielstunde, kam ich besser ins Spiel rein. Ob es die Gameplay-Features oder die Welt an sich mit ihren Strukturen, es machte mehr und mehr Spaß und ich stand nicht mehr wie ein pudelnasser Hund in der Gosse da. Immer mehr kam CDPR Handschrift hervor und ich fühlte mich nicht in einem Zukunfts-GTA, denn auf ein GTA hatte ich echt kein Bock (ich kann der Reihe nichts abgewinnen). CP war Gott sei Dank anders. Positiv hervorzuheben ist natürlich die grandiose Optik und Night City als Spielwelt. Hier hat man echt eine Meisterleitung erbracht, ich kam teilweise bei meinen Autofahrten in gewissen Vierteln nicht aus dem Staunen heraus. Besonders nachts mit den Neolichtern macht die Stadt echt was her. Das muss man auf einem Riesen-TV erleben, bei mir leider ohne Raytracing. Das Gefühl, in einer immersiven Weltstadt zu sein, hat man wirklich gut hinbekommen. Mit dem klassen OST wird hier ein Spielgefühl erzeugt, dass ich schon lange nicht mehr in einer Open-World hatte. Bin alleine schon froh, dass man solche hirnlosen Minispiele wie in GTA 5 verzichtet hat. Aber weiter mit dem positiven Dingen: Die NPCs, die man im Laufe der Handlung kennenlernt sind wieder sehr gutgeschrieben. Panam wurde zu meinem richtigen Liebling (und dieser geiler Arsch erst ). Die Hauptstory fand ich gar nicht sooo überragend. Keine Frage sie ist schon gut, aber im Vergleich zu Geralts Saga hinkt sie meiner Meinung nach sehr hinterher. Auch mit der Länge. Ich war mit dem Spiel und sicherlich den meisten Nebenquests bei 40h am Ende (Die meisten Nebenquests, insbesondere die Gefährten-Quests waren aber spitze!). Auch, weil das Spiel bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad zu leicht ist. Von Bugs blieb ich glücklicherweise verschont, einmal steckte mein Auto in einem anderen fest. Und hier und die üblichen grafischen Glitches, aber nichts Weltbewegendes. Mehr Mühe hätte man sich bei den Ausrüstungen geben können, bei den Waffen hätte ich mir auch optisch mehr Auswahl gewünscht. So unterscheiden sich viele nur anhand gewisser Eigenschaften. Und CP braucht echt ein Transmog-System, grauslich was man da teilweise anhat (auch wenn man es nie sieht). Zusammengefasst hatte ich echt viel Spaß mit CP und freue mich auf einen zweiten Durchlauf mit einer weiblichen V und einem anderen Spielstil. Aber erst wenn das große Addon kommt.

  13. #13
    Catrap



    "Cat Trap"? oder eher "Cat Rap"? Nein es ist leider Ersteres.
    Das Kofferwort kommt zu Stande weil die Protagonisten namentlich Catgirl & Catboy von einem bösen Geist in Katzenhumanoide verwandelt wurden (fragt mich nicht warum sie dann schon so heißen) Oh nein! Jetzt haben sie einen Schwanz und Nekomimi Ohren wie schrecklich. Etwas wovon jeder Otaku jede 2. Nacht träumt ist hier rückgängig zu machen. oO

    Man wird wohl kaum ein größeres Gameboy Spiel finden würde ich meinen. 100 Level - sprich 100 Puzzles.
    Die Mechaniken sind denkbar simpel, man bewegt sich auf 2-dimensionaler Ebene, kann Blöcke verschieben. Außer gehen, schieben und an Leitern klettern, können die beiden Protagonisten nur noch "Feinde" vermöbeln, was auch selbiges Ziel eines jeden Levels ist. Die stehen allerdings nur dumm rum, man spielt das Spiel also komplett mit dem Steuerkreuz.

    Wo man anfangs meinen könnte, dass die Puzzle nicht wirklich viel Potenzial für Tiefe vermuten lassen, wird eines besseren belehrt, sobald der Schiefersand eingeführt wird. Das sind nämlich Wände die man auch begehen kann und damit verschwinden. So verändert man die Positionen der daraufstehenden Blöcke als auch der Feinde die man regelmäßig als Brücke verwendet und so ist auch häufig die richtige Reihenfolge der Aktionen entscheidend.
    Während man die meisten Level nur mit einer Figur spielen kann, die man auswählt. Gibt es auch insgesamt 31 Level bei denen man Catgirl & Catboy zusammen spielt. Dabei wechselt man zwischen den beiden mit dem Select Knopf.
    Ich war davon sehr überrascht. Denn auch die jeweilige Spielfigur kann als Plattform/Brücke zweckentfremdet werden und durch sehr viel Parallelismus gewinnen die Rätsel noch weiter an Tiefe hinzu. Diese Level haben mir auch mit Abstand am meisten Spaß gemacht. Generell ist die Schwierigkeitskurve sehr vorbildlich, es gibt nicht viele Spielelemente, dennoch werden diese behutsam eingeführt, völlig ohne Text erschließt man sich einfachste zusammenhänge durch learning by doing und in Umgebungen wo man sich erst mal nicht wirklich Fehler leisten kann. Und auch wenn die Mechaniken aufgebraucht sind, so sind die ersten Level eines 10er Packs häufig solche, die einen bestimmte Konzepte näher führen, quasi Techniken wie man an das Spiel rangehen kann.

    Was man dem Spiel ebenfalls lassen muss ist, dass es technisch wirklich beeindruckend ist. Das Spiel ist 1990 erschienen und dennoch gibt es bereits eine voll funktionsrüchtige Rückspulfunktion bei der man ein sehr anstrengendes, aber auch irgendwie lustiges "Didelididlidildili" hört. Irgendwie total niedlich, trotz der minimalistischen Präsentation. Denn die Assets sind immer die selben. Die Musik besteht nur aus sehr kurzen Loops abhängig davon welche Figuren man spielt, es gibt nicht sowas wie Biomen, hat man einen Screenshot eines Levels gesehen, weiß man auch wie die Level in jedem anderen Screenshot aussehen

    Aber stört das so sehr bei einem Puzzle-Spiel? Mich jedenfalls nicht. Vorteilhaft ist daran dass das ganze sogar auch noch mit einem Editor daher kommt der sich kinderleicht und sehr intuitiv bedienen lässt. Die Entwickler verstehen ihr Handwerk.
    Ich habe übrigens sogar ein Level gebaut was recht knackig ist.

    Wer das mal zocken will:

    G0M3R A0EMK 9KVR2
    U70B8 W1E3H 5M0A9
    408UH 102PR B8194
    6E003



    Das ist vielleicht der einzige Levelcode den ihr in den Weiten des Internets zum Spiel finden werdet, ich habe versucht Codes von anderen Spielern zu finden - ohne Erfolg. Lediglich in der Spielanleitung stehen noch 3 weitere Codes für Beispiellevel. Die kann man auch als geheime Bonus Level sehen, wem es nach der Kampagne immer noch nach mehr dürstet.
    Ich würde das Spiel durchaus als recht knackig einordnen, das macht es aber hervorragend für zwischendurch kurz vorm schlafen gehen, immer mal ein paar Level während man anfangs durchrauscht wird man später auch schon mal 15 Minuten bis ne halbe Stunde für richtig harte Brocken brauchen. (zumindest musste ich das D: ) Dennoch kann ich stolz behaupten nie in eine Lösung geguckt haben zu müssen.

    Auch noch erwähnenswert: von Anfang an kann man alle Level im Spiel anwählen, bis auf das Letzte. (was man freispielt wenn man die 99 anderen geschafft hat) Man hat also buchstäblich 99% des Spielinhalts direkt zur Verfügung, wem ein Rätsel mal zu schwer ist, kann das nächste versuchen, meistens klappt es dann wenn man später zurück kommt auch besser.

    Ein absolut zeitloses Spiel. Trotz seines hohen Alters kommt es mit vielen Features daher. die man auch heuzutage in vielen Puzzlespielen kläglich sucht. Auch Tutorials wurden schon damals vor 32 Jahren perfektioniert und so unaufdringlich wie möglich gestaltet. Eigentlich gibt es nicht wirklich etwas, was ich dem Spiel ankreiden kann, zumindest nichts von dem was da ist. (Außer vielleicht der Mangel an batteriegestützten Speicher weil es scheisse nervig ist diese langen Codes einzugeben. Aber selbst da, war ich viel zu sehr davon enzückt zu sehen, dass sie das "O" in der Passwortvergabe haben weggelassen, weil man es leicht mit einer "0" verwechseln könnte. Absolute weltklasse!)
    Das ist ja das schöne an Puzzle-Spielen, für mich sind sie die Quintessenz was Videospiele für mich ausmachen, je weniger Fluff, desto besser.



    Zitat Zitat von Knuckles Beitrag anzeigen
    Hier kann ich dir Tom & Jerry - The Movie auf dem Master System empfehlen. Klar, es erfindet das Rad nicht neu und ist auch grafisch nicht so gut wie ein SNES-Spiel, macht aber Bock und ist zudem auch bockschwer. Dürfte also gut in dein Beuteschema passen. Selbst kenne ich das SNES-Game nicht, aber es scheint ja doch ganz gut zu sein.
    Da das Tom & Jerry Spiel auf dem SNES für die Standards der Konsole unterdurchschnittlich ist, muss ich doch sagen sieht das Master System Spiel überdurchschnittlich für die Standards des Master-Systems aus, finde sowas kann auch durchaus anfixen. Danke für den Tipp ich werde mir das mal neben einigen weiteren Titeln die ich irgendwann mal für das Master System spielen will zu Gemüte führen.

    Geändert von Klunky (15.05.2022 um 03:12 Uhr)

  14. #14
    Tangle Tower (PC) - 7:48 Std.

    Hier durfte womöglich Professor Layton als Vorbild dienen.
    Und an sich ist Tangle Tower ein witziges kleines Adventure mit auf den ersten Blick tollen Rätseln, die letztendlich nicht viel her machen und mit einem ordentlichen OST untermalt werden.
    Leider sind vielen Dialoge überflüssig und wiederholt sich der Vorgang wie man jemanden befragt, knackt und in seinem Zimmer ein Rätsel löst, permanent.
    Story ist nicht der Rede wert und so bleibt ein solides Adventure, was für einen ansprechenden Preis im Steam Summer Sale nicht wehgetan hat.

    The Blind Prophet (PC) - 13:42 Std.

    Ich liebe diesen dreckigen Comic-Stil und habe vorher gelesen es wäre relativ kurz und das Ende würde sehr plötzlich kommen.
    Weiß nicht ob hier über die Monate das Spiel erweitert wurde, doch ich wurde satte 13+ Stunden sehr gut unterhalten und das Ende ist so wie es ist gut genug.
    Bis dahin kann ich The Blind Prophet nur als Kunstwerk bezeichnen.
    Jeder Screen schreit förmlich danach als Comic umgesetzt zu werden und auch die düstere, blutige und vor allem erwachsene Handlung kann sich sehen lassen.
    Und statt einer Sprachausgabe ertönt hin und wieder ein lachen oder räuspern, was irgendwie voll gut zum Rest passt, was aber nicht für die fehlenden dt. Untertitel zählt.

    Weil mir dieses Adventure so gut gefallen hat (okay, die Rätsel sind etwas zu simpel) habe ich mir anschließend das RPG, Hellslave, für meine RPG-Challenge gegönnt.

    Samurai Shodown (Xbox Series X) - 10 Std.

    Wollte ich mir schon länger gekauft haben, bin nur nie fündig geworden oder war mir im Internet zu teuer.
    Diesmal spontan ergattert und bin über die hohe Spielzeit erstaunt.
    Denn Samurai Shodown hat es nicht verdient sich so lange damit zu beschäftigen.
    Einen richtigen Storymodus gibt es nämlich nicht und so kämpft man sich bloß mit jedem Kämpfer durch einige Herausforderer und bis auf Anfang, Mitte, Ende, ist alles identisch.
    Lohnt sich also überhaupt nicht und habe mir dennoch jeden Kämpfer gegeben.
    Die Fights sind dabei ganz interessant, weil die nicht so sehr auf Combos setzen und man erstaunlich gut ausweichen kann.
    Auch erinnert mich die Grafik sehr an Mangas und sind alle Charaktere total überzeichnet.
    Was mir sonst noch negativ aufgefallen ist, sind zum einen die recht langweiligen Charaktere (was Darli Dagger somit Sympathiepunkte beschert) und die viel zu mächtigen Angriffe, die man mit der B-Taste ausführen kann.
    Bleibt ein spielbares Prügel-Game, welches für mich kurz vorm scheitern war.

    The Darkside Detective (PC) - 9:42 Std.

    Okay, hier kommt ne Adventure-Bombe.
    Habe nicht sonderlich viel erwartet, weil ich mich zwar auf jede Grafik einlasse, bloß dieser Stil liegt mir nicht so sehr.
    In The Last Door hat der gut funktioniert, bin nur immer ein wenig skeptisch, wenn ich so ein Game sehe.
    Nach Fall 1 mit Detective Francis McQueen & Officer Patrick Dooley (die in jeder Rezension positiv erwähnt werden), war ich interessiert.
    Musste einige Male schmunzeln und ist man mit Fall 1 wirklich schnell durch.
    Habe mich also auf ein lustiges Adventure eingestellt, doch weit gefehlt.
    Was man hier abgeliefert hat entspricht der höchsten Adventure-Güteklasse.
    Heißt, man lässt sich zum einen auf viele skurrile Fälle ein, wo man in gefühlt jeder zweiten Zeile einen Klopper raushaut (Dooley bester Mann), die gerne auf viele Spiele und Filme anspielen und das Wichtigste, man lernt die Charaktere kennen.
    Das ist für mich ein Punkt, der sich so gar nicht auf meinem Radar befand, denn die beiden Protagonisten sind nicht einfach Detective & Officer, sondern man lernt über viele kleine Momente deren gemeinsame Vergangenheit, Macken und Freundschaft kennen.
    Habe in all den Stunden Tränen gelacht, mich in Grafik und Soundtrack so wie den wirren Darkside-Fällen mit verrückten Rätseln und den schrulligen NPCs verliebt, dennoch wird mir am meisten die Best Buddy-Beziehung in Erinnerung bleiben.
    Vielleicht sind gerade die einzelnen Fälle deswegen so sinnvoller, weil man in kurzer Zeit die verschiedensten Dinge zeigen und schnell von ein Thema zum anderen wechseln kann.
    Ich freue mich bereits riesig auf Teil 2, der glaub ich noch nicht zu 100% abgeschlossen wurde.

    Asura's Wrath (Xbox Series X) - 11:57 Std.

    Habe extra nachgeschaut und habe dieses Spiel vor 10 Jahren gezockt.
    War damals schon ein cooles Spiel, nur leider nicht vollständig.
    Hierfür habe ich CyberConnect2 damals gehasst.
    Da wütet man mit Asura Stunde um Stunde durchs Spiel und plötzlich war nach 18 Episoden Schluss.
    Die restlichen vier Episoden + weitere vier Bonusepisoden musste man sich gefälligst digital kaufen.
    Ich war damals nicht bereit nochmals Geld zu investieren und habe es bockig nach Episode 18 wieder verkauft.
    Jetzt gab es letztens das Spiel mit all seinen Extras im Xbox Store günstiger.
    Also Kleingeld zusammengekratzt, Xbox Series X angeschaltet und seiner Wut freien Lauf gelassen.
    Trotz langer Pause muss ich sagen, Asura's Wrath hat nichts von seiner Faszination verloren.
    Man erlebt mehr einen Shōnen der Fantasie und Science-Fiction vereint und hämmert je nach Moment auf die richtigen Tasten.
    Hier wurde mir einmal mehr bewusst wie viele geile und vor allem gutaussehende Spiele damals erschienen sind und dann folgten endlich die Extraepisoden.
    Ja, die haben sich alle mehr als gelohnt und alleine der Endboss ist dermaßen episch, geht gar nicht.
    Hieran können sich manche Shōnen ein Beispiel dran nehmen, wo statt reden der Kampf im Vordergrund steht und die Mythologie um das Spiel herum ist auch nicht verkehrt.

    Kaze and the Wild Masks (Playstation 4 Pro) - 7:04 Std.

    Puh, hier kommt eine Enttäuschung.
    Ansprechende Optik und der Rest wirkte auf mich so zusammengeklaut.
    Alles hat man irgendwie schonmal gesehen und dabei macht es das nicht sonderlich gut.
    Ich fühlte mich die ganze Spielzeit über wie in einer billigen Kopie eines 08/15-Jump ’n’ Runs.
    Anfang und Ende sind mehr als lieblos, die Fähigkeiten und Gegner wiederholen sich viel zu oft und einziger Lichtblick sind die Endgegner.
    Selbst die konnten mich nicht überzeugen, haben Kaze aber vor einem Totalausfall bewahrt.
    Gut das es letztens für die PS4 für 10 Euro verramscht wurde, denn ich war mehrfach kurz davor meine 20-30 Euro dafür hinzublättern.

    Metroid Dread (Nintendo Switch) - 16:59:56

    Mein zweites Metroid und ja, ich hatte wieder Spaß damit und sogar mehr als mit Metroid Samus Returns, weil mich keine Gebiete säubern muss (wenn ich mich richtig erinnere).
    Es spielt sich dermaßen flüssig und greift alles so schön ineinander, wie in einer gut geölten Maschine.
    Flucht vor den E.M.M.I.s war immer wieder ein Erlebnis und dann die fetten und vor allem fordernden Bosse hauen richtig rein.
    Einmal habe ich mich völlig verlaufen (fragt mich nicht wie das passieren konnte) und bin da glaub ich zwei Stunden dumm rumgelaufen.
    Was mich aber mit der Zeit doch sehr störte waren die viel zu vielen Upgrades.
    Man erhält gefühlt alle 10 Minuten eins und hinterlassen die so kaum mehr Eindruck.
    Habe das später mehr so beiläufig registriert und hatte das was von abarbeiten statt freuen.
    Die Spielzeit bezieht sich übrigens auf die Gesamtspielzeit, die am Ende angezeigt wird, was glaub ich dennoch sehr hoch ist.

    Stray (Playstation 4 Pro) - 6:30:27

    Hier war ich so gespannt und dann bietet ein Sony noch das PS-Plus-Premium-Abo für 7 Tage kostenlos an.
    Ich gestehe, habe das schamlos ausgenutzt und danach meine Mitgliedschaft wieder gekündigt.
    Stray ist eines dieser Spiele für Menschen, die meinen man hätte sich bereits alles ausgedacht.
    Denn wo sonst spiel man eine Katze die in einer Stadt lauter Roboter landet?
    Auch hat die Katze keine übernatürlichen Fähigkeiten, außer, dass die schlauer als eine herkömmliche Katze ist.
    Sonst hat mich sich 1:1 daran gehalten was eine Katze kann, wie sie sich verhält, benimmt usw.
    War cool das so zu beobachten und gleichzeitig stellt sich ein schöner Flow ein, wenn man über die Dächer schleicht, den meist jazzlastigen OST lauscht, die bezaubernde Grafik der runtergekommen Stadt mit viel Charme auf sich wirken lässt und sich so in seinen besten Momenten wie in einem Animationsfilm fühlt.
    Denn wie alles auf einen wirkt, erinnert mich an abgedrehten, positiven, Sience-Fiction, in der die Menschheit längst ausgedient hat und andere diesen Platz eingenommen haben.
    Die Roboter sind auch so ein kleines Highlight für mich geworden, da die so unterschiedlich und mit ihrem Stil total ulkig und liebenswert wirken.
    Manchmal kam mir sogar Okami in den Sinn, nur mit Katze in einem anderen Genre.
    Denn die Roboter sprechen in einer unverständlichen Sprache, man selber kann nicht sprechen und man hat einen kleinen Begleiter, der alles managt.
    Fühlt euch also inspiriert Stray eine Chance zu geben, denn je mehr Aufmerksamkeit das Spiel erhält, desto besser.

    Geändert von Ὀρφεύς (02.11.2022 um 22:37 Uhr)

  15. #15
    Zitat Zitat
    Asura's Wrath (Xbox Series X) - 11:57 Std.

    Habe extra nachgeschaut und habe dieses Spiel vor 10 Jahren gezockt.
    War damals schon ein cooles Spiel, nur leider nicht vollständig.
    Hierfür habe ich CyberConnect2 damals gehasst.
    Da wütet man mit Asura Stunde um Stunde durchs Spiel und plötzlich war nach 18 Episoden Schluss.
    Die restlichen vier Episoden + weitere vier Bonusepisoden musste man sich gefälligst digital kaufen.
    Ich war damals nicht bereit nochmals Geld zu investieren und habe es bockig nach Episode 18 wieder verkauft.
    Jetzt gab es letztens das Spiel mit all seinen Extras im Xbox Store günstiger.
    Also Kleingeld zusammengekratzt, Xbox Series X angeschaltet und seiner Wut freien Lauf gelassen.
    Trotz langer Pause muss ich sagen, Asura's Wrath hat nichts von seiner Faszination verloren.
    Man erlebt mehr einen Shōnen der Fantasie und Science-Fiction vereint und hämmert je nach Moment auf die richtigen Tasten.
    Hier wurde mit einmal mehr bewusst wie viele geile und vor allem gutaussehende Spiele damals erschienen sind und dann folgten endlich die Extraepisoden.
    Ja, die haben sich alle mehr als gelohnt und alleine der Endboss ist dermaßen episch, geht gar nicht.
    Hieran können sich manche Shōnen ein Beispiel dran nehmen, wo statt reden der Kampf im Vordergrund steht und die Mythologie um das Spiel herum ist auch nicht verkehrt.
    Ja geil ne?
    Also die Extra-Episoden geben dem Spiel noch ein so unfassbar befriedigendes Ende, echt eine Schande dass das damals ohne das getestet wurde.
    Es gab da damals ein Video, was heutzutage leider nicht mehr existiert wo ein Teil des Endkampfes mit Guren Lagan Musik hinterlegt wurde und das ballert einfach so unfassbar gut. xD
    Ich kenne kein Spiel was auf einer epischeren Note endet, bis heute.

    Ich meine AW ist wohl Style over Substance aber mein gott, was für ein Style!

    Edit:

    OK. Das ist ähnlich gut. xD

    Spoiler, offensichtlich:



    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ah jo und Dito zu Kazé, das sind so die Spiele die bei Steam sehr leicht positive Bewertungen abstauben, weil es komplett "safe" spielt und nichts Besonderes macht, stattdessen jedoch reihenweise zitiert. Ich habe es auch liebevoll einen Auto-Runner genannt bei dem man den Charakter frei steuern kann. Denn faktisch muss man in dem Spiel nie anhalten und kann die ganze Zeit nach rechts laufen Taste gedrückt halten, weil alles so gesynched ist dass man es in einem Fluss erledigen kann. Sorry aber sowas finde ich einfach mega billig. So war Donkey Kong Country nicht aufgebaut. In Kazé spielt man damit Level immer gleich.
    So ein richtiger Cookie-Cutter Indie-Plattformer eben, der mal rein zufällig nicht so wie Celeste/Super Meat Boy/N(+)(+) aufgebaut ist

    Geändert von Klunky (23.07.2022 um 11:31 Uhr)

  16. #16
    Wenn die im Video noch den Tastenton runtergedreht hätten, würde das noch viel besser zur Geltung kommen.
    Aber dieser völlig übertriebene Style macht es halt so fantastisch.
    Der erste Endgegner ist bereits größer als ein Planet und das wahre Ende lässt ja viel Interpretationsspielraum zu und zwar in mehreren Richtungen.
    Hier könnte ich mir eine Fortsetzung gut vorstellen, nur in einem etwas anderen Rahmen.

    Wo ich in Kaze aber nicht durchrennen konnte waren die Sprungpassagen als Echse.
    Hier war ich tatsächlich etwas genervt von, was das restliche Spiel nur noch weiter runtergezogen hat.
    Sehe gerade aber auch den überraschend guten Metascore von 79% bzw. 81% User-Score.
    Meiner Meinung nach maßlos überbewertet und gehört für mich in die Abteilung Flynn: Son of Crimson.

  17. #17
    Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin (PC)



    Ich bin ein Monster Hunter Frischling, bin erst durch MH Word + Iceborne mit der Serie in Berührung gekommen. Dafür habe ich dort viele, viele Stunden verbracht und verstehe endlich woher dieser Hype und die Begeisterung für dieses Spieleuniversum herkommt. Einfach nur ein tolles Spiel. Deshalb freute ich mich auf MHS 2, das einen ganz anderen Fokus legt als sein großer Bruder. Auch wenn das Wort Stories im Titel vorkommt, so ist die Story nicht wirklich das beste am Spiel. Zwar auch nicht ganz schlecht, mehr so durchschnittlich. Und leider, das ist mein größer Kritikpunkt an sie, wird hier zu viel Zeit mit einer bestimmten Sache verschwendet. Keine Angst ist kein Spoiler, aber für die die das Spiel kennen: Man rennt im Grunde nur von einem Krater zum anderen Krater. Rennt dahin, besiegt das Monster, rennt zum nächsten und besiegt dort das Monster etc etc. Es gibt einfach keine Abwechslung, von ereignisreichen Wendungen fange ich erst gar nicht an. Dafür kann das Spiel mit seinen abwechslungsreichen Monster punkten, aber bei der Lore, die dahinter steht/steckt kein Wunder. Leider ist das Gen-System komplett unsinnig, da man es nie wirklich braucht. Die Idee ist halt nett, aber schlecht umgesetzt. Die Spielt punktet mit unterschiedlichen Biomen, die grafisch gesehen teilweise ganz mies aussehen. Es hat mich schon a bisserl überrascht, dass ein so neues Spiel wie ein PS3 Spiel nur mit 4K Texturen aussieht. Das betrifft vor allem, die Vegetation (das Gras!), selbst Breath oft the World hat auf der Wii besser ausgehen. Wenig Mühe hat man sich auch beim Leveldesign gegeben, die Levels wirken wie aus einem Generator, die dann fürs Copy&Paste herhalten mussten. Dafür sind die Charakterdetails, Effekte, der gute Score und Monster besser gelungen. Es gibt einige Mitstreiter und natürlich gibt es wieder massig an Rüstungen und Waffen. Großer Pluspunkt, was für JRPGs untypisch ist, aber für die MH Spiele Usus ist: Rüstungen und Waffen sind am Char sichtbar. Das motiviert ungemein sehr, immer mehr zu farmen und zu craften. Auch das Kampfsystem bockt, hat einen erfrischenden Ansatz der besonders für Taktikfans wie mich, sehr spaßig ist. Leider ist hier auch nicht alles Gold was glänzt: Zum einen sind die Skills des Helden völlig nutzlos, da man sie einfach nicht braucht. Im Gegenteil, sie sind ohne das genauer auszuführen, sogar zeitweise kontraproduktiv. Zweitens der KI-Begleiter, dessen Verhalten man leider nicht beeinflussen kann. Man kann in einem Kampf max dreimal sterben, was in Form von Herzen dargestellt wird. Wer sie alle zuerst verliert, ist egal. So oder so heißt es dann Game Over. Ist dann sehr ärgerlich, und nagt an der Spielebalance. Generell finde ich, dass einige der Spielmechaniken des Spiels beim Kämpfen nur Ballast sind und man nicht braucht. Gilt zB für das Elementsystem. Wo es in MH World essentiell war, welche Rüstung, Waffen, Buffs und Strategie man einsetzte, ist hier vieles überflüssig. Einfach beste Rüstung und Waffe anlegen, und fertig. Finde ich bisserl schade. Das ist natürlich alles kein Beinbruch und macht das Spiel nicht unbedingt schlechter, aber leider wird hier einiges an Potenzial verschenkt. Trotzdem, im Großen und Ganzen ist MHS 2 ein solides JRPG, das vieles besser macht als der JRPG-Rotz der letzten Jahre.

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