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Thema: gerade durchgespielt

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  1. #1
    No Straight Roads - 08:05 Std.

    Da hatte ich nach The Last of Us Part 2 aber einen Durchhänger.
    Konnte mich gar nicht richtig zum zocken aufraffen, woran erst No Straight Roads etwas geändert hat.
    Alles im allen ein Spiel, welches in Sache Story, OST & Stil exakt so geworden ist wie erwartet.
    Mit Zuke & Mayday gegen NSR kämpfen ist ein sehr witziges Unterfangen.
    Ein buntes Game mit einem sehr ungewöhnlichen, coolen Stil so wie Lacher wohin man schaut und die beiden Protagonisten sind grundsympathisch, selbst wenn man deren Humor schon mögen sollte.
    Der Soundtrack ist ein weiterer dicker Pluspunkt, der besonders bei den Bossen punktet.
    So haben mir speziell die ersten drei NSR-Mitglieder + DK West am meisten gefallen (selbst wenn ich dieses Rap-Battle ab Runde 2 nicht mehr packe).
    Sei es vom Kampf an sich her und besonders deren Musikstücke waren klasse.

    Leider hat No Straight Roads viele Schwächen.
    So ist das gesamte Gameplay bestenfalls solide.
    Nichts sticht hervor und man rennt bloß von einem Boss zum nächsten.
    Energiezellen sammelt man beim vorbeirennen mit ein, die meisten NPCs labern immer das gleiche Zeugs, die Wege durch die Stadt sind öde, der Skill-Tree nicht der Rede wert und selbst die Wege zum nächsten Boss, wo man Tore durchbrechen muss sind langweilig.
    Die Bosse bringen da zwar Abwechslung rein, dauerten mir bloß manchmal zu lange.
    Krepiert man 1x, darf man alles komplett wieder von vorne machen und da kommen wir direkt zum nächsten Kritikpunkt: Bugs.
    Übel, wie schlampig das Spiel aufn Markt geschmissen wurde und so ist es mir leider mehrfach bei den Bossen eingefroren.
    Tja, lädt man dann den Spielstand nach Neustart, darf man den gesamten Weg bis zum Boss von vorne laufen, dabei dauern die an sich bereits ewig.
    Zusätzlich ruckelt No Straight Roads wie Sau und bin gerne durch die Gegend geschwebt.
    In diesem Zustand trifft man keine Gegner, was bei den großen Brocken dann schnell nach hinten losgehen kann.
    Abseits dessen wurde ich das Gefühl nicht los, dass Metronomik ab den vierten Boss die Ideen ein wenig ausgegangen sind.
    Irgendwie packten mich weder der Kampf noch der dazu passende Song so heftig wie die ersten drei Bosse.
    Die sind zwar immer noch gut und witzig, nur fehlte mir dieses gewisse Etwas.

    Trotzdem hatte ich meine 8 Stunden sehr viel Spaß mit No Straight Roads.

    Mortal Kombat vs. DC Universe - 5 Std.

    Nach Mortal Kombat XI & Injustice 2 habe ich nichts erwartet und dennoch einen soliden Prügler erhalten.
    Die deutsche Synchro ist zwar eine Qual für die Ohren, dafür sind die Fights erstaunlich flüssig ausgefallen und für 5 Stunden geht sogar die Handlung in Ordnung.
    Für einen langen Nachmittag macht man nichts falsch und hat damals (2008) sogar dementsprechend gut abgeschnitten.

    Geändert von Ὀρφεύς (26.08.2020 um 19:43 Uhr)

  2. #2
    No Straight Roads



    Das ist so ziemlich das schlechteste beste Spiel was ich jemals gespielt habe!

    Ich bin einfach komplett verliebt in diese Spielwelt, welche die Entwickler allen voran die Artists und Dialogschreiber erschaffen haben. Die beiden Hauptcharaktere Zuke und Mayday sind so unfassbar sympathisch dass man sich wünschen würde sie würden existieren und man wäre mit Ihnen befreundet, der Artstyle sucht seines gleichen, der Soundtrack ist zumindest für meine Ohren bei fast jedem Track ein Hit, ich gehe da total drauf ab gerade bei dem Lied von DJ Subatomic Super Nova und Yinu.
    Überhaupt besitzt das Spiel unglaublich gefühlvolle und glaubwürdige Dialoge mit Zwischenmenschlichen Konflikten mit dem sich der ein oder andere vielleicht identifizieren kann, der mal in solch einer Lage war und damit meine ich nicht "Rock vs EDM" was man theoretisch auch als Metapher sehen könnte.
    Am Ende wünscht man sich einfach dass sich einfach alle wieder vertragen, so sehr hat mich die Charakterzeichnung gecatched.

    So sehr ich aber auch wirklich von allem angetan bin, hat es das Spiel leider nicht geschafft beim wichtigsten Aspekt zu überzeugen und dass ist selbstverständlich die Spielmechanik an sich, das komplette Gameplay. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, für einen Bossrush Spiel können die Bosse kaum unterhalten, es gibt einfach zu viel Downtime in den Konfrontationen, spätere Schwierigkeitsgrade gestalten den ein oder anderen Kampf interessanter, aber bei einigen haben sich "Schwer" und "Irre" genau so angefühlt wie "Normal" besonders Eve sei hier als negativstes Beispiel genannt, wie bei so vielen ist das Konzept und das Setting wirklich genial, was überhaupt nicht toll ist die Kampfgestaltung an sich die sich über weite Teile der circa 15 Minütigen Auseinandersetzung nicht ändert, die Umgebung erwacht zum Leben alles trifft einem irgendwie, aber das ist völlig egal man läuft auf den Boss zu kloppt drauf und wird irgendwo getroffen, aber mitten im Kampf steht eine Truhe die alle paar Sekunden respawned und vollheilende Burger enthält, der Kampf ist so chaotisch gestaltet mit allerlei Dingen die einem vorne und hinten treffen könnenn mit schlechter hit detection,, die respawnende Kiste klingt wie eine Resignation der Entwickler dass sie gerade selber merken dass sie da einen komplett katatrophalen Kampf entworfen haben. Selbst auf "Irre" kann man sich durch alle Setpiece Passagen einfach durch damage boosten. So lässt auch die Inszenierung die mit vielen tollen Ideen aufwartet stark zu wünschen übrig, die Kämpfe haben eigentlich alles was man z.B von PlatinumGames Bosskämpfen kennt, jedes ist für sich ein Kunstwerk und so gibt es auch speziellere Passagen, die sich jedoch einfach nur "janky" und schlecht gepaced anfühlen. So besitzt jeder Bosskampf am Ende einen cool inszenierten Finisher, beim 3. Bosskampf jedoch geht der Kampf überraschenderweise selbst nach dem Finisher weiter. Mit einer Autorunner Passage wo man in schwindelerregender Höhe fliegenden Noten ausweichen muss und auf den Boss zurennt. Die Kameraarbeit während des Autorunners ist schlecht, es wird kein Gefühl von Geschwindigkeit vermittelt, die Hindernisse fliegen statisch ohne Animation auf den Spieler zu, die gesamte Passage ist musikalisch schlecht abgestimmt, wo sie doch schon zu schnell vorbei ist, spielerisch kann man sich auch einfach von den Noten treffen lassen, der Schaden ist lächerlich. Naja man weiß wohl worauf ich hinaus will, PlatinumGames hätte daraus ein Spektakel sondergleichen gemacht und das Spiel bietet trotz allem wahnsinnig viel Spektakel, allein dafür empfehle ich es trotz mittelmäßigen Gameplay es zu spielen, weil es ein Erlebnis für sich ist (aber dann zu einem günstigeren Preis)

    Wie Orpheus weiter oben schon genannt hat ist das Spiel auch für mich bei den ersten 3 Bosskämpfen noch am Stärksten gewesen, im späteren Spielverlauf baut es zunehmend ab weil die Bosse ungeschliffener und weniger abwechslungsreich in ihren Phasen sind. Ich konnte auch mit den Songs nicht ganz so viel anfangen (obwohl die Synthwave Klänge von Eve sehr angenehm sind)
    Ich glaube ein Problem was ich auch habe ist das viele der Angriffe im Vorfeld telegraphiert werden, man interagiert wirklich selten direkt mit Bossen, stattdessen erscheinen irgendwelche Marker am Boden und kurz darauf der Angriff ein bisschen wie in einem MMO, während man zum austeilen von Schaden darauf warten muss das Noten (das ist Muniton) spawnen, was aufgrund von Fähigkeiten in Skilltree später beschleunigt wird Gott sei dank, so bekommt man dann auch für das Blocken Munition um den Boss anzugreifen.
    Überhaupt hat mit das Blocken am meisten Spaß gemacht, nur leider sind die wenigsten Angriffe wirklich blockbar, ich hätte mir wirklich noch mehr Rhythmus bei dem Spiel gewünscht da ich es verschwendet finde Angriffe im Rhythmus der Musik ausführen zu lassen nur damit man diesen dann frei ausweicht (was natürlich nicht im Rhythmus erfolgt)
    Obwohl das Ende zwar halbweg okayisch inszeniert ist, bin ich nicht so ganz mit dem Konzept des Endkampfs zufrieden, den Plot-Twist habe ich schon mehrere Meilen gegen den Wind gerochen, aber das hat in mir gewisse Erwartungen geweckt, ich hatte wirklich auf einen Bosskampf gehofft der in den ersten Phasen die typische EDM Schiene fährt, damit es sich dann in der 2. Hälfte sehr plötzlich um "Rock vs Rock" geht, das hätte ich wahnsinnig episch gefunden mit der Enthüllung der Identität eines gewissen Charakters.

    Zum Schluss noch was bei mir letztlich am meisten emotional hängen geblieben ist war der Bruder Zwist zwischen Zuke und "DK West" dieser ist ein optionaler wiederkehrender Gegner den man in einem "Rap-Battle" bekämpft, die erste Konfrontation entsteht noch im Rahmen der Story und da ist der Kampf einfach fürchertlich langgezogen und zum einschlafen, der Kampf unterscheidet sich insofern dass man hier ne Art Ausweich Minispiel auf 3 Lanes hat, bei dem man 2 Figuren gleichzeitig bewegt. Was halt bei der erzwungenen 1. Begegnung lachhaft langweilig ist, wird in den beiden optionalen Begegnungen brutal schwierig. Es ist der einzige Bosskampf der kein direktes Fortsetzen nach Ableben ermöglicht (wahrscheinlich aus technischen Gründen) demnach sehe ich die beiden Nachfolgekämpfe gegen DK West (übrigens mit "To be Continued" Bildschirmen im Jojo Style) als die härtesten Herausforderungen im Spiel.
    Aber gerade das hat diesen Bruder-Zwist für mich noch mal emotional auf ein neues Level gehievt. DK West ist wahnsinnig stur, inmitten des Rap Battles kann man richtig stark die Frustration und seine Verbitterung spüren, Minderwertigkeitskomplexe aber auf eine Art wie sie vielleicht jeder schon mal gefühlt hat und Mayday Zuke's Freundin versucht alles zum Guten zu kehren, denn man merkt auch dass Zuke selber sich in der Vergenheit und auch aktuell unfair zu seinem Bruder verhält- kA mich hat das total abgeholt, durch diese hohe Schwierigkeit erschien mir der Streit fast unlösbar, Rhyme für Rhyme, kommen Strophe für Strophe dazu und man fragt sich wann man es endlich schafft durch ihn durchzudringen. Vermutlich war das wohl nicht so beabsichtigt und ich denke mal es wird früher oder später ein Patch erscheinen der den Kampf erheblich leichter machen wird, so dass jeder das Story Tidbit auch noch mitnehmen kann. Trotzdem hat man es damit irgendwie geschafft ein eigentlich nerviges und monotones Gimmick irgendwo noch sinvoll zu verbauen, ich fand dass sich hier Story und Gameplay hervorragend ergänzt haben.

    Ich finde es echt Schade für das Potenzial, alles andere spricht mich wie gesagt absolut an das Spiel ist für mich ein Kunstwerk, an dem man auch spielerisch noch so einen Spaß haben kann. Immerhin war ich selbst überrascht wie viel Zeit ich noch mit dem Spiel verbracht habe, nur kommt es bestenfalls nicht über das Mittelmaß hinaus und ist obendrein noch von vielen Bugs geplagt, was sich natürlich patchen lässt, nur das verkorkste Boss-Design an manchen Stellen lässt sich schlecht patchen, zudem benötigen einige Kämpfe, besonders der gegen Eve dringend eine Balancing Anpassung das kann ja nicht sein dass man selbst auf den härtesten Schwierigkeitsgrad (abseits von no-hit) sämtliche Boss-Mechaniken geflissentlich ignorieren kann.

    Also ja für No Straight Roads.

    Geändert von Klunky (29.08.2020 um 01:42 Uhr)

  3. #3

    Badass Freakin' Administrator
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    Blazing Chrome (US PlayStation 4)
    Bereits vor ein paar Tagen habe ich zusammen mit einem Kumpel Blazing Chrome in Angriff genommen und dann auch nach vielen vielen Toden und einigen Continues durchgespielt. Es ist klar, dass hier die alte Contra- bzw. Probotector-Reihe als Inspiration diente, aber gut kopiert ist noch immer besser als schlecht nachgemacht. Das Spiel macht tatsächlich von der ersten Minute an Spaß, obwohl man an manchen Stellen regelrecht von Gegner überrannt wird und dadurch immer und immer wieder stirbt. Trotzdem wirkt es zu keiner Zeit frustrierend, da das Spiel immer faire Rücksetzpunkte hat. Die Bose sind ebenfalls gut designed und erfordert auch ein bisschen Taktik. Abgerundet wird alles von einem gut gemachten Soundtrack. Das Spie muss aber noch ein paar Mal beendet werden, da nach dem ersten Abspann zwei neue Charaktere freigeschaltet werden.

  4. #4
    The Last of Us 2, PS4; Hab das Spiel vor ein paar Tagen beendet und habe ziemlich gemischte Gefühle deshalb. Das Gameplay ist top aber mMn etwas zu monoton. Hatte das bei Teil 1 nicht so in Erinnerung, vielleicht täusche ich mich aber auch einfach. Zur Handlung des Spiel möchte ich hier jetzt nicht zu viel sagen. Ist glaube ich auch nicht nötig, weil's dazu einfach so viele Meinungen und Seiten gibt, von denen ich jetzt keine schlechtreden oder gutheißen will. Dennoch ein unglaublich gutes Spiel und ich bereue den Kauf auf keinen Fall. Vom Gameplay her können sich daran viele Entwickler noch eine Scheibe abschneiden.

    LG,
    Mike

  5. #5
    New Super Lucky's Tale (XBOX ONE)

    Im Grunde nur ein Remake von Super Lucky's Tale mit vielen Verbesserungen, durchgespielt habe ich es trotzdem.
    Der Vorgänger war schon ziemlich nah an der Perfektion und so ist es kaum verwunderlich das NSLT im Grunde "das perfekte Jump 'n' Run" ist.

    Die Level sind abwechslungsreich, die Sammelobjekte in einem überschaubaren Rahmen und die Kameraführung unglaublich präzise, was gerade bei Jump 'n' Runs eine Seltenheit ist.
    Es gibt, wie schon im Vorgänger, verschiedene Welten mit verschiedenen Leveln und kleineren Rätseln sowie einem Genre typischen Endkampf pro Welt.

    In jedem Level kann man bis zu vier Seiten eines Buches finden, die in NSLT das Pendant zu den Sternen in Super Mario sind. Es gibt für den Abschluss des Levels und das finden des Geheimnisses jeweils eine Seite, die beiden anderen Seiten erhält man für das einsammeln aller fünf Buchstaben des Wortes LUCKY sowie das erreichen von 300 gefundenen Münzen.
    In den Hubs gibt es zusätzlich 3-6 Geheimnisse, für die man je eine Seite des besagten Buches erhält.

    Wie in Mario 64 benötigt man zum freischalten folgender Level eine gewisse Anzahl an Seiten, das motiviert zusätzlich alle Seiten in der jeweiligen Welt und ihren Leveln zu finden (wobei ich diese Anzahl meist schon nach 1-2 Leveln erreicht habe, weil ich in jeder Welt immer erst die Geheimnisse im Hub gesucht habe).

    Die Level variieren hierbei von frei erkundbaren 3D- bis zu 2D-Leveln oder Passagen, die man aus der Vogelperspektive absolvieren muss.
    Hierbei fordern die Level durchaus das mitdenken vom Spieler sowie eine gewisse Achtsamkeit, gerade wenn es um die Geheimnisse oder Buchstaben des Wortes LUCKY geht.
    Das Remake ist insgesamt jedoch einfacher, weil es deutlich mehr Münzen pro Level gibt und Münzen besiegter Gegner automatisch eingesammelt werden, außerdem gibt es ein paar mehr Herzen, die Luckys Lebensenergie darstellen (3 Herzen insgesamt, für 3 Treffer).
    Die Bosskämpfe machen Spaß und erfordern Taktik, sind aber niemals unfair und demotivieren den Spieler nicht, selbst wenn er mal verliert.

    Alles in allem habe ich absolut nichts zu meckern, weil es schlichtweg nichts zu meckern gibt.
    Die Welten sind toll, die Level sind toll, der Spieler wird nicht, wie bei einigen Genrekollegen, mit unnötigem Sammelkram erschlagen und die neue, freie Kamerasteuerung funktioniert absolut perfekt.

    Für mich eines der besten Jump 'n' Runs, die ich je gespielt habe (und das waren einige, wie viele hier ja wissen). Schade das der Titel nicht so bekannt ist, wie er es verdient hätte, aber hier dürften sich die Entwickler durchaus mal trauen und das Spiel offensiv bewerben, den es muss sich in keinem Fall vor der Konkurrenz verstecken.

    Meine prozentuale Wertung liegt deswegen bei 95% - Abzüge gibt es für die etwas langweilige (aber trotzdem niedliche) Geschichte, die ich in diesem Mini-Review gekonnt ignoriert habe sowie aufgrund der leider sehr kurzen Spielzeit von nur knapp 8 Stunden - das ist aber meckern auf hohem Niveau.

  6. #6

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Ghost of Tsushima (EU PlayStation 4)
    Ich hatte das Game eigentlich nie so wirklich auf dem Schirm und habe Berichte in Zeitschriften eigentlich immer überblättert. Das war vielleicht auch ganz gut so, denn dadurch ging ich unvorbereitet in das Game und wusste nicht was mich erwartet. Letztendlich ist es wohl ein GTA/RDR/SR-Klon mit einem Samurai. Und leider bringt es damit auch die gleichen Krankheiten dieses Genres mit, denn der Einstieg war so verdammt träge und man wurde eigentlich viel zu schnell mit x Nebenmissionen zugemüllt (die leider auch recht unbedeutend waren und das bis zur letzten Minute). Die Hauptmissionen und die damit verbundene Geschichte war dagegen recht gut erzählt, auch wenn ich vieles nicht nachvollziehen konnte (Ehrenkodex der Samurai, der zum Teil absolut hirnverbrannt ist...). Je weiter man kam und umso mehr man lernte, machte das Spiel auch mehr Spaß und im letzten Akt war ich eine regelrechte Killermaschine, die auf richtig fiese Arten die Gegner ums Eck bringen konnte (und das Spiel ist definitiv absolut nicht für Kinder geeignet). Dazu gab es dann wirklich über die komplette Spielzeit Flora und Fauna in unterschiedlichsten Farben, was besonders in Akt II für einige geile Szenerien gesorgt hat. Leider hat Ghost of Tsushima nach dem Ende kaum Wiederspielwert, denn hat man erst die Insel von den Mongolen befreit und alle ? abgesucht, bleibt nicht mehr viel übrig zu tun. Ich könnte zwar noch die letzten paar Sammelgegenstände holen, aber das geht durch ein passendes Kostüm auch recht fix und ist daher für mich sinnlos. Die Platin-Trophäe hatte ich dann gestern auch noch schnell geholt, da das schneller als erwartet ging.

  7. #7
    Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre - 27:21 Std.

    Konnte Katrielle vor einigen Jahren aufn 3DS nichts abgewinnen und habe nach 9 Stunden oder so abgebrochen.
    Die Fälle waren belanglos, viel zu viel Text und einige völlig unlogischen Rätsel rundeten meinen negativen Eindruck ab.
    Auf meiner Switch habe ich einen zweiten Versuch gestartet, bin wieder erst nicht damit warm geworden und ab Stunde 4 oder so hat es plötzlich gefunkt.
    Jetzt, über 27 Stunden später bin ich so froh alldem eine zweite Chance gegeben zu haben.
    Die Fälle entwickeln eine ganz eigene Dynamik, dessen Humor mir schon ziemlich zusagt (Sherl hat einen großen Teil dazu beigetragen).
    Locations sind abwechslungsreicher als fast alle Layton Games zusammen, einige Rätsel wurden überarbeitet und sind nicht mehr so nervig und jetzt will ich wissen wie es weitergeht.
    Vermutlich muss ich mir deswegen wohl die Layton-Anime-Serie anschauen, selbst wenn mir ein neues Spiel lieber wäre.
    OST, Grafik & Spiellänge sind nebenbei bemerkt wieder auf sehr hohem Niveau.

    Tell Me Why - 11:37 Std.

    Habe hierfür den Xbox Game Pass genutzt.
    Das kostet mich im ersten Monat 1 Euro und jetzt komme ich mir schäbig vor.
    Denn mit Tell Me Why habe ich das bekommen, was ich erwartet habe.
    Ein kleineres Life is Strange, welches ich Wertungstechnisch irgendwo zwischen Teil 1 & 2 sehe.
    Wobei klein untertrieben ist.
    Als ich von 6-7 Stunden Spielzeit gelesen habe, war ich ein wenig vorsichtig beim Kauf, da mir 30 Euro für die paar Stunden momentan zu teuer gewesen wäre.
    War am Ende unbegründet, da ich wie immer alles abgesucht habe was geht und kam locker auf über 11 Stunden Spielspaß, was ich bereits als lang genug ansehe.

    Ansonsten hat Tell Me Why alleine vom Ort des Geschehens her, die Nase vorn.
    Alaska ist genau mein Ding und passt diese Art von Geschichte da so gut rein.
    Die kleinen Rätsel (wenn auch sehr, sehr einfach) und die erwachsenen Protagonisten waren eine weitere Abwechslung mit ihrer Gabe der "Inneren Stimme" oder sagen wir einfach Telepathie & Erinnerungen abrufen?
    Ist natürlich sehr unspektakulär, was mir witzigerweise bei den Credits erneut bewusst geworden ist.
    Denn ich wurde oft vom Spiel auf eine falsche Fährte gelockt, da ich nach Episode 1 mir die größten Verschwörungen zusammengereimt habe und Schlussendlich alles ziemlich bodenständig geblieben ist.

    Zum Beispiel habe ich zwar damit gerechnet, dass Alyson zugestochen hat und nicht Tyler, aber sobald man den Autopsiebericht findet, bin ich davon ausgegangen, dass der Wilde Jäger vielleicht Mary-Ann den Rest gegeben hat.
    Indem er sie vielleicht beim auftauchen wieder ins Wasser gedrückt hat oder ähnliches.
    Denn man bekommt bei den Geschichten vom Wilden Jäger ein Bild eines regelrechten Widersachers eingetrichtert, der am Tag des Geschehens auf seine Chance wartete.

    Oder das Bild vom attraktiven Pfarrer der Gemeinde in Kombination mit der streng Gläubigen Tessa.
    Warum das extra erwähnen?
    Vielleicht ist er der Vater der Zwillinge, konnte Tyler nicht akzeptieren und hat mit einem Flyer für Konversionstherapien Tessa geködert.

    Oder Mary-Ann an sich.
    In der ersten Episode meint man die Mutter wäre ein völliges Wrack gewesen, die ihre Kinder misshandelte und keine Liebe übrig hatte.

    Und dann die Auflösung: Die Mutter hat ihre Kinder geliebt, Tyler akzeptiert wie er ist und hatte nur viele Probleme.
    Der Pfarrer spielt keine Rolle und der Vater ist der Feigling Tom.:hehe:
    Vielleicht wollte Mary-Ann nur sich töten, vielleicht die ganze Familie.
    Die Entscheidung was man glauben möchte bleibt einem am Ende selber überlassen.
    Ich tendiere zum Selbstmord, da der Dachboden wie ein Erbe wirkt.

    Und so fällt alles irgendwie milder aus als erwartet und somit ein Stück menschlicher, oder?
    Keine großen Verschwörungen, keine Fieslinge oder gar Mörder.

    Natürlich ist Tell Me Why nicht frei von Fehlern.
    Einige davon haben mich mehr gestört als in den anderen Games von Dontnod.
    So hat man die innere Stimme + die Erinnerungen viel zu schnell abgetan.
    Och, wie können das jetzt... wow.:A
    Ein wenig mehr Erstaunen wäre schön gewesen, denn normal ist das nicht.

    Dann noch die Gesichtsmimik an einigen Stellen.
    Die wirkte mir etwas zu billig für ein Spiel aus 2020.
    Wenn man nebeneinander sitzt und sich unterhält schaut man für gewöhnlich nicht nach vorne, sondern neigt sich seinem Gesprächspartner zu.
    Das passiert nicht permanent im Spiel, aber kommt vor.

    Letzter Punkt: Der Anfang von Kapitel 3 mit Alyson.
    Ihre kleinen Zusammenbrüche wirkten etwas gestellt.
    Wenn die dann sich bei ihrem Ziehvater ausheult, konnte ich bloß mit den Augen rollen.
    Das war etwas too much, was Dontnod in der Vergangenheit besser hingekriegt hat.

    Wenigstens hat man nicht die bekannten Life is Strange Abziehbilder übernommen.
    Eddy, Sam oder Tessa haben einen vielschichtigen Eindruck hinterlassen, die nicht von Klischees leben.

  8. #8

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Huntdown (EU Xbox One)
    In letzter Zeit erleben Run and Gun-Games eine Wiedergeburt und nach Blazing Chrome wollte ich nun auch Huntdown durchspielen, welches diesen typischen futuristischen 80er-Jahre Charme hat, gepaart mit einigen Cameos bekannter Filmcharaktere, geiles Musik und vielen vielen hirnlosen Einzeilern (vorausgesetzt man hat Zeit sie alle anzuhören, während man die Gegner abknallt). Das Spiel selbst ist wie gesagt ein Run and Gun mit verdammt vielen Gegner, die einen selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad regelrecht überrennen. Wobei die einzelnen Stages noch das kleinste Problem darstellen, denn die Bosse sind tatsächlich oft eine Herausforderung (zumindest immer die Endbosse der Welten, denn die Midbosse gehen meistens noch). Ich hoffe das wir hier noch eine Retail erhalten, aber dann wohl nur auf der PS4 und der Switch.

  9. #9
    Hades [PC]



    Bisher konnte mich keines von Supergiant Games überzeugen, aber mit Hades haben sie es wirklich geschafft. Ich liebe dieses Spiel, es macht einfach so viel Laune. Und es ist mein erstes Rouge-like überhaupt, wo ich schwere Spiele eigentlich eher meide. Aber Hades schafft es jeden Run abwechslungsreich und teilweise einzigartig zu machen. Obwohl es anfangs schon sauschwer ist (als Neuling musste ich mich an solche Art von Spielen erst gewöhnen), ist es aber nie frustrierend. Ok, muss auch zugeben dass das Setting schon ein dicker Pluspunkt ist und das geniale Kampfsystem sowieso; sonst hätte ich es wohl nie gespielt. Ich habe bereits einige erfolgreiche Runs hinter mir, und es macht weiterhin viel Spaß ständig neue Dinge zu entdecken und sich durch die Unterwelt zu metzeln. Nun verstehe ich warum es zu den bestbewerteten Spiele auf Steam gehört und kann es jeden, der irgendwie mit dem Spiel liebäugelt einen Blick empfehlen.

  10. #10
    Tombi!/Tomba!



    Vorsicht Rant incoming:

    Wieder so ein Spiel zu dem ich unbedingt meine Gedanken verschriftlichen muss, weil ich es im Nachhinein unheimlich interessant finde wie sich aus anfänglicher Faszination Abscheu entwickeln konnte.

    Tombi (bzw Tomba im japanischen und amerikanischen) ist ein Spiel von Tokuro Fujiwara bekannt als der Schöpfer von Ghouls 'n' Ghosts und indirekt Resident Evil wenn man bedenkt dass "Sweet Home" den Grundstein dafür gelegt hat. WhooPeeCamp ist ein Entwicklerstudio von Fujiwara selbstständig gegründet, nachdem er Capcom den Rücken gekehrt hat. Mehr als Tombi und Tombi 2 hat das Studio vor seiner Insolvenz nicht fertig bringen können. Tombi 1 aber gerade Tombi 2 haben sich wohl miserabel verkauft und gelten deswegen heute als vergessene Spieleperlen für die PS1.

    Ich selbst kenne Tombi nur aus einer Demo von früher aus meiner Kindheit und war damals unheimlich begeistert von der farbenfrohen Grafik und den witzigen Dialogen und überhaupt diese sehr unorthodoxe Spielstruktur. Ich hatte zwar immer vorgehabt mir das irgendwann zu kaufen aber naja, ich habe noch nie in meinem Leben das Spiel in irgendeinem Einzelhandelsgechäft oder einer Videothek gesehen und irgendwann hatte ich es auch schlichtweg vergessen.

    Naja und jetzt kann man es unter horrenden Preisen online kaufen, so wirklich geändert hat sich die Situation nicht, aber dafür gibt es ja das schöne "E" Wort, hauptsache ich kann es endlich mal spielen.

    Zum Spiel selbst:

    Ich glaube ich habe noch nie etwas ähnliches in der Art wie Tombi gespielt, das Spiel mutet an einem typischen 2D Plattformer und fängt auch so an, lässt aber mit anhaltender Spieldauer nach und nach immer mehr den "Etikettenschwindel" herausscheinen. Das Spiel ist nämlich - und ich hätte gelacht hätte man mir das zu Beginn erzählt - zu 90% ein Adventure und lediglich zu 10% wirklich ein Plattformer, all die Plattforming Interaktionen sind nur Mittel zum Zweck um den Spieler durch die Gegend zu scheuchen und kryptische Aufgebenstellungen zu lösen die es en masse gibt, je weiter man im Spiel kommt desto frequenter wird man am voranschreiten gehindert, weil immer irgendein Scheiss gefunden werden, eine nicht klar kommunizierte Interaktion getätigt, oder man für die Lösung des Problems zufällig auf ein anderes Ereignis stoßen muss.

    "Ereignis" ist hierbei das Stichwort, das Spiel brüstet sich mit seinem einzigartigen "Subquest System". Während des Spiels werden Buchstaben eingeblendet, immer wenn das passiert hat man irgendwas wichtiges für eine Quest gefunden, häufig sind die Beschreibungen sehr vage und man muss sich anhand des gezeigten selbst einen Reim draus bilden, das ist in vielen Fällen auch gut umgesetzt und appelliert an die Eigeninitiative und Kreativität des Spielers. So als einfaches Beispiel kann man sehr früh am Anfang ganz zufällig einen Frosch im Grass finden der sich dem Charakter an dem Rücken krallt: ein Schriftzug plopt auf "Bring mich nach Hause!" und zack schon hat man, ohne es zu wissen eine weitere Subquest. Die Lösung besteht dann darin zu einem bestimmten Teich zu laufen. Die Erfahrungpunkte bekommt man übrigens immer für das finden UND abschließen der Quests so dass schon das Finden dieser allesamt nicht indizierten Quests eine Belohnung an sich darstellt. Über 130 dieser Subquests gibt es im Spiel und viele davon bauen teilweise aufeinander auf, aber leider nicht immer so dass es Sinn machen würde: so gibt es Aufgaben die man erst erhält wenn man irgendeine andere erfüllt hat, die absolut nichts mit der Vorherigen zu tun hat oder bestimmte Questgegenstände lassen sich erst finden wenn man andere Aufgaben gelöst hat, vollkommen wirllkürlich. Was ich am Anfang noch charmant fand macht das Spiel irgendwann so exsessiv, sogar im Rahmen seiner Hauptquest, dass man irgendwann den Verdacht schöpft dass Spiel viel kürzer ist, als es einem weiß machen möchte.


    Das BIld habe ich jetzt nur angehangen damit man sich ungefähr vorstellen kann wie das Spiel aussieht

    Einer der Aussagen die ich zum Spiel häufiger gelesen habe ist dass es ein umfangreiches Open World Spiel sein soll. Beides halte ich für stark überspitzt, man hat zwar viele kleine Aufgaben drumrum, aber der Pfad durch die Spielwelt ist gegängelt und führt durch Flaschenhalse, durch die man nicht durchkommt wenn man bestimmte Aufgaben nicht zwingend löst und das ist mir im Rahmen meines Playthroughs mehrmals passiert, irgendwann war ich an dem Punkt wo ich ungehemmt in Guides reingeschnuppert habe wenn sich auch nur Anzeichen für "Bullshit" angedeutet haben.
    Die Aufgabenstellung des Spiels an sich ist nämlich schon unnötig kompliziert.

    7 böse Schweine Zauberer geordnet nach Farben haben das Land verwüstet man muss das Versteck von jedem ausfindig machen und sie in einen Sack stopfen. Diese Säcke sind alle speziell nach deren Farben sortiert und müssen erst gefunden werden, hat man den Sack mit der entsprechenden Farbe nicht, kann man nicht gegen das Schwein kämpfen, bzw man kann nicht mal den Eingang zum Schwein finden.
    Die Eingänge selbst sind nämlich so unzermoniell wie es nur möglich ist. Es sind Dimensionstore die die random in der Spielwelt rumschweben. Das war auch direkt die erste Stelle wo ich einen Guide zwingend konsultieren musste.
    Das erste Schwein was ich bekämpfen musste (ja musste, nix da Open-World!) befindet sich in einer "Villa" (es sieht nicht mal im entferntesten wie eine Villa aus) diese hat gefühlt 10 tausend Türen die in einzelne schwach texturierte Räume führen. In diesen Räumen muss man mehere Sachen erledigen um sozusagen in der Geschichte voranzuschreiten.
    Hat man das getan ist aber immer noch keine Spur vom grünen Schwein. Stattdessen muss man erst die Tasche an dem Ort finden wo man später nicht weiter kommt, hat man nciht das Grüne Schwein besiegt, das geht erst nachdem man diese meheren Aufgaben in der "Villa" erledigt hat. Danach muss man zurück in die Villa und darf alle Türen erneut durchkämen, wohlgemerkt da es mein erstes Schwein war, wusste ich nichts von random Dimensionstoren -> das wird einem im Spiel nie gesagt! Ich habe daher nach irgendwas gesucht, was ich vielleicht übersehen hätte. Da hilft es auch nicht dass in dieser Umgebung noch zig Türen und Räume waren die man nicht betreten konnte, die sich aus irgendeinem Grund im Stillstand befinden. Wäre ja kein Problem, ich wäre ja schon beim systematischen Abklappern der Räume, die übrigens alle mit immensen Ladezeiten verbunden sind, auf die Tür gestoßen nicht? NEIN! Denn diese EINE Tür, wohlgemerkt die ERSTE Tür eines Schweinezauberers ist auf die man stoßen kann, hat man so BESCHISSEN wie es nur möglich platziert. Nämlich hinter einer Tür, die sich nur öffnen lässt wenn man in dem zuvor betretenen Pilzwald backtracked, einen Lachpilz krallt und die grinsende Tür anlacht. Natürlich ist es ein Raum den der Spieler beim ersten betreten der Villa früher oder später besucht. Und was befindet sich hinter der Tür wenn man den Sack noch nicht hat? Etwa bedeutungsschwangere Leere? Nein haufenweise Bonus-Items die einem sagen "juchu du hast dieses optionale Versteck gefunden, hier deine Belohnung" da es super nervig ist diese Tür zu betreten weil man dafür jedes Mal wieder backtracken durch drölfzig beschissene Ladebildschirme werde ich doch tunlichst die Finger von der Tür lassen, wenn ich doch sowieo nach was zeremoniellen suche, wie in jedem anderen Spiel auch.


    Das ist ganz eindeutig eine Villa, ja!

    Das war der Anfang vom Ende meiner "Freundschaft" mit diesem Spiel, denn ab dort sollte es nur noch weiter bergab gehen. Wann immer man das Gefühl bekam "so jetzt kann es endlich weiter gehen" wird man ein paar Meter weiter doch wieder unterbrochen, weil wieder irgendeine triviale Aufgabe erfordert dass man backtracked damit man eine arbiträre Subquest löst, mit etwas Glück ist sie "nur" trivial mit etwas Pech ist sie trivial und kryptisch, also vermutlich trivial gedacht, aber schlecht kommuniziert. Die paar Plattforming Abschnitte die das Spiel bietet über die rennt man ungelogen 20-30 Mal durch das Spiel, man bekommt irgendwann eine Schnellreise im Verlauf einer Subquestreihe (glücklicherweise schnell genug) und ab da besteht der Hauptteil des Spiels darin Ladebildschirme anzustarren. Tombi selbst bietet keine richtige Story, keine namhaften Charaktere es ist einfach nur eine Aneinanderreihung aus Fetchquest wo in dem besten Fällen die "Rätsel" schon mal Kreativgeist erfordern weil man die "Key Items" aus einem Menü auswählen muss (die zu allen anderen Gegenständen zusammen gesteckt werden was die Navigation mit fortschreitendem Spielverlauf als schwierig gestaltet. Aber immerhin sind die Arten von Gegenständen farblich getrennt, was wenigstens etwas hilft)
    Die wenigen Plattforming Segmente sind uninspiriert gestaltet, wann immer das Spiel das Potenzial für "Gameplay" andeutet überspringt es das einfach. So soll man ein Uhrwerk wieder zum laufen bringen und läuft gen riesiges mechanisches Schloss, statt hier jetzt ein Plattforming Dungeon zu bieten, sind es einfach nur 3 Räume, in 2en davon befindet sich Nichts, die Dritte ist 'wie es der Zufall so will' NATÜRLICH verschlossen und NATÜRLICH muss man wieder 3 Ladebildschirme zurück laufen um nen Typen anzusprechen, der meint man bräuchte ne Bombe für die Tür, die Bombe findet man als Kokosnus getarnt auf dem höchsten Baum des Dschungels (Seht ihr, Willkür!), also rennt man 2 Bildschirme weiter zurück in den Dschungel, springt direkt auf dem nahesten Baum, klettert hoch, holt die Bombe, sprengt die Tür auf und feddich, das "große" Problem wurde gelöst.
    Dieses Muster zeichnet sich wirklich überall ab, das Plattforming sind nur die Zwischenwege bei denen viel zu schnell spawnende Gegner einfach nur den Fortschritt verlangsamen bzw beim Suchen und Backtracken nerven.

    Ich meine um auch mal was positives zu nennen der Humor ist ja ganz lustig und die Animationen putzig, es hat schon einige Ideen und das Coregameplay aus Springen und Greifen und Wegschleudern großer Sprites ist in seinen Grundzügen befriedigend. Trotz etwas ungenauer Kollisionsabfrage gerade bei Stangen zum herumschwingen. So schaltet man auch einen Grappling Hook frei mit dem man wirklich viele Sachen gut abkürzen kann, wenn man weiß wie man ihn nutzt. Das heißt also die Steuerung selbst eignet sich sehr wohl für einen Plattformer und gerade zu Beginn, wenn man so einen dieser viel zu kurzen Wege abläuft hat man seinen Spaß damit, nur um ne Minute später wieder ausgebremst zu werden.
    Die Umgebungen verändern sich nach Besiegen eines Schweins, was ja auch schön ist mal zu sehen dass man die Welt mit jedem besiegten Feind ein Stückchen schöner macht, leider nur visuell, die Figuren verhalten sich genau so wie zuvor und so sind diese Änderungen auch nur Makulatur und nur ein Grund den Spielfortschritt hinter Bossen zu gängeln, irgendnen Grund musste man doch finden den Spieler einzuschränken, obwohl das hier gar nicht nötig war.

    Das Boss-Gameplay passt da auch gut ins Spiel, das ist so ähnlich wie "Titan Souls" um mal nen hanebüchenen Vergleich zu bringen. Die Tasche in die man die Schweine stopfen soll, schweben frei in der Umgebung mit einem festgelegten Muster rum. Die Schweine selbst zaubern irgendwelche Angriffe und teleportieren sich herum. Die Aufgabe ist es die Schweine an der richtigen Position zu packen und in die sich ständig bewegende Schweinetasche zu befördern, ein gezielter Wurf reicht aus um die Bosse zu schlagen. Demnach kann die Kampflänge zwischen 5 Sekunden - 10 Minuten variieren, zumindest könnte ich mir das so vorstellen, aber letztendlich liefen die Kämpfe bei mir immer recht souverän vonstatten. Etwas antiklimatisch aber immerhin eine originelle Idee OK. Nun ist aber gerade der Endboss genau so wie all die anderen Schweine, nein er ist sogar der Einfachste von allen, den steckt man sozusagen "locker in die Tasche" höhö! Und danach... ist es einfach vorbei und am Ende habe ich mich eigentlich gefragt wofür ich das hier mache, egal was man in dem Spiel tut der Payoff kommt nie zu tragen, statt mehr Gameplay gibt es nur mehr Fetchquests.
    Nachdem man die 7 bösen Schweinezauberer besiegt hat und vor dem Eingang zum Finale steht, kann man nicht sofort loslegen, sondern das Spiel zwingt einem noch mal quer durch die Welt zu schnellreisen um 7 "Freunde" ausfindig zu machen. Das mir nicht mal EINE Person eingefallen ist, die irgendwie namhaft eine Revelanz hatte, außer der 100 jährige, der 1000 jährige der 10.0000 jährige und der 1 Million alte Mann, die nur Plot-Devices sind, zeigt wie viel Mühe man sich mit einer anständigen Charakterisierung gegeben hat und dabei lege ich normalerweise nicht so viel Wert darauf. Naja diese 7 "Freunde" sind dann einfach irgendwelche random NPC's die jetzt plötzlich überall in der Welt gespawned sind und die man nicht kennt oder... vielleicht; sie haben halt alle austauschbare Sprites. Bis zu dem Punkt klappert man übrigens gezwungenermaßen schon zum 4. MAL die "Villa" mit den 102ß9ß349ß3q9ßi2ß TÜREN ab! Jede von ihnen mit 2 Ladezeiten FALLS ICH ES NOCH NICHT ERWÄHNT HABE! Ach was laber ich eigentlich habe ich die Villa bestimmt 10x abgeklappert ich habe schon das Zählen verlernt, viele unwichtige triviale Aufgaben im Spiel erfordern es jedes Mal zu diesen scheiss Ort zurückzukehren.

    ...

    Bei meinem Glück war es auch immer wieder genau die letzte Tür wo ich die jeweilige Person gefunden habe von der ich nicht mal sicher war dass sie existiert. Ach und habe ich 7 Personen gesagt. Ach pardon es sind nur 6 Personen die 7. Person ist der fliegende Hund mit dem man schnellreist, dass dieser eine Rolle spielt erfährt man erst wenn man 6 Personen gefunden hat und dann verzweifelt zurück zu der Bosstür geht. (zugegeben der 1 Million alte Mann sagt sowas wie "komm zu mir auch zurück wenn du sie nicht alle gefunden hast", was so viel heißt wie: "komm zu mir zurück wenn du 6 Leute gefunden hast". Stelle mir nur grad vor was mit den Leuten ist die diese Sidequest zufälligerweise nicht abgeschlossen haben, wie auch immer das ohne Schnellreise zu ertragen ist.)

    Bei Gamefaq steht dass das Spiel angeblich 22 Stunden geht, ich hatte am Ende ungefähr 9 auf dem Tacho, vermutlich wurden die ganzen Ladezeiten dabei rausgestrichen, sicherlich waren es 13 Stunden Ladezeiten, so passt es dann wieder. Es hat sich auf jeden Fall mindestens wie 22 Stunden angefühlt, gefühlt aber wie ein 222 Stunden Spiel.

    Plötzlich finde ich es überhaupt nicht mehr schade dass ich das Spiel nie als Kind besessen habe, denn mal ehrlich, nach der Demo wäre ich vermutlich instant stecken geblieben, denn meiner Erinnerung nach hat sie genau da aufgehört wo noch ein Großteil des Plattforming stattfand , strategisch gut platziert. Ich wäre als Kind eh nur blöd rum gelaufen und hätte gar nicht mehr gewusst was Sache ich und wäre ich weiter gekommen, hätte ich mich gefragt wo jetzt all die "Sprungaction" bleibt, naja gut so ein bisschen gefallen hätte es mir wahrscheinlich trotzdem, weils halt schön bunt war.

    Tombi 2 werde ich aber in nächster Zukunft auf jeden Fall nicht anrühren, obwohl mich schon interessiert ob es die Schwächen ausgleicht oder komplett im Wahn der Fetchquests geradeheraus Richtung Insolvenz abdriftet (ok das war gemein. xd)

    Geändert von Klunky (27.09.2020 um 18:31 Uhr)

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