Ergebnis 1 bis 20 von 4183

Thema: gerade durchgespielt

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Hellblade Senuas Sacrifice, PS4 Pro, 8 Stunden

    Endlich nachgeholt und hatte eine sehr gute Zeit mit dem Spiel.
    Die Spielzeit von knapp acht Stunden kam mir auch entgegen, da ich in letzter Zeit viele lange Klopper durchgespielt habe und inzwischen zeitbedingt einfach mal gerne zwischendurch ein Spiel für ein paar Stunden spiele, ohne 80+ Stunden investieren zu müssen.

    Das Gameplay ist natürlich „seicht“, was aber auch nichts Schlimmes ist. Die Kämpfe sind sowieso nur schmuckes Beiwerk und machen Spaß (schön wuchtiges Trefferfeedback), da es ansonsten ein Walking Simulator mit leichteren Rätseln ist, die mir persönlich auch ganz gut gefallen haben. Die Beschaffenheit der Rätsel wiederholt sich zwar, ist aber bedingt durch die kurze Spielzeit jetzt nicht negativ ins Auge gefallen.

    Die Story fand ich in Ordnung, zu der Darstellung der Psychose kann ich nichts sagen, da ich in der Materie nicht bewandert bin aber ich fand die Prämisse interessant auch wenn mir als Auflösung noch irgendeine Art Twist erhofft habe – den ich vllt. Verpasst habe da ich nicht alle Runen gefunden habe (9 haben gefehlt) und dies ja noch mit einem Secret Ending belohnt werden soll bzw. einer zusätzlichen Sequenz.

    Herausragend fand ich das World-Building, die Technik (Grafik und Sound) und das ganze Feeling im Spiel. Es wird so eine schöne isolierte und melancholisch düstere Atmosphäre transportiert. An den Landschaften konnte ich mich teilweise gar nicht satt sehen – auch wenn diese natürlich recht schlauchig waren) und die Bosskämpfe wurden sehr schön aufgebaut und inszeniert (wenn auch hier etwas der spielerische Anspruch zu vermissen war).

    Insgesamt bin ich jetzt sehr gespannt, was Ninja Theory für die Xbox Series X mit mehr Budget aus diesem Fundament machen wird. Ich hoffe, dass kein inflationärer Open World Horizon Klon daraus wird, da mir der Erstling so ganz ohne Fett sehr gefallen hat und aus meiner Sicht nur im Detail durch das größere Budget einiger Veränderungen bedarf, um eine richtige Killer App zu werden.

    8/10

    Xenoblade Chronicles – Torna the golden Country, Nintendo Switch, 20 Stunden

    Oh je, was ist hier nur passiert.
    Nach Dragon Quest XI S hatte ich Lust, mich weiter im JRPG Genre zu tummeln und habe endlich mal den DLC zu meinem sehr geliebten Xenoblade Chronicles 2 nachgeholt.
    Nunja, wie manche Fans sagen können, dass der DLC besser als das Hauptspiel sei, ist mir absolut schleierhaft.

    Positiv zu vermerken sind natürlich der Soundtrack und die Optik (im Dock-Mode). Auch das Kampfsystem, das mir bereits im Hauptspiel großen Spaß gemacht hat, geht auch hier flott von der Hand – wenn auch einige Mechaniken für Neueinsteiger schwer zu durchblicken sein dürften und auch ich habe nach dem klassischen DQXI einige Zeit gebraucht, um zurück in die Materie zu finden.

    Was ich mir vom Spielablauf erhofft hätte, wäre eine komprimierte und entschlackte Vorgeschichte, mit einigen interessanten Locations, hohem Pacing und einer narrativen Ergänzung, die das Hauptabenteuer aufwerten (so las es sich auch in vielen Berichten zu dem Spiel).
    Was ich bekommen habe ist ein aufgeblähtes Gesidequeste mit einer Story, die sich in drei Sätzen beschreiben lässt und für die Haupthandlung bis auf wenige Aspekte vollkommen irrelevant ist bzw. sogar auf mich leicht deplatziert wirkt (was der Fairness aber auch daran liegen kann, dass ich das Hauptspiel vor zwei Jahren gespielt habe). Vor allem die Auswirkungen für die charakterliche Entwicklung einer der Hauptfiguren von Torna zum Hauptspiel kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen.

    Das Pacing fand ich extrem unglücklich. Es gibt zwei größere Locations, von denen die eine schon teilweise aus dem Hauptspiel bekannt ist. Auf die 20 Stunden kommt man aufgrund zwei (!) obligatorischer Sequenzen innerhalb der Haupthandlung, in denen man zu einer enormen Vielzahl an Sidequests gezwungen wird, da man eine Art Social Level erst auf Stufe 2 (Mitte des Spiels) und vor dem Endkampf auf Stufe 4 bringen muss. Dies funktioniert indem man pro Stufe eine bestimmte Anzahl an NPCs (16 pro Stufe) auf ein positives Gesinnungslevel gegenüber der Party bringt. Dies vollbringt man, indem man für diese NPCs jeweils ein Sidequest erledigt, die leider nie über „sammle x Gegenstände“ oder „töte x Monster der Gattung y“ Niveau hinauskommen.
    Erschwerend hinzu kommt, dass man für viele Sidequests gelevelte Klingenfähigkeiten bestimmter Gruppenmitglieder braucht, die man wiederum durch Subsidequests (wieder: „sammle x Gegenstände“ oder „töte x Monster der Gattung y“ oder „erschaffe x Gegenstände der Gattung y“) leveln muss. Das ganze System ist so träge und frustrierend und wird mit so belanglosen und uninteressanten „Stories“ und Belohnungen vergolten, dass man ins Pad beißen möchte.

    Die geringe Anzahl an Locations ist hier auch nicht förderlich, da man quasi das ganze Spiel damit verbringt in zwei semi offenen Gebieten umher zu rennen, dämliche Aufgaben erfüllt und ab und an mal eine mehr oder minder interessante Sequenz vorgesetzt bekommt.

    Die Belohnung für den ganzen Spaß ist ein standardmäßiger Enddungeon und ein zweiphasiger Bossfight, wobei der zweite Teil ein Gimmick Kampf ist, für den man selbst nach Erledigung dieser ganzen Sidequests gerade so gut genug gelevelt ist, dass man ihn mit ach und krach und ein wenig Glück schafft. Die Mechanik des Kampfes in Gänze zu erläutern ist mir an der Stelle zu blöd, grob muss man eine Leiste mit Spezialangriffen füllen, bevor der Endboss dies schafft, um ihm einen besonders schweren Treffer platzieren zu können. Leider verfügt der Boss über Attacken, die die eigene Leiste wieder restringieren können und verfügt – ähnlich wie einige andere Endgame Gegner (die Gargoyles) – über Attacken, die nahezu die gesamte Gruppe auf einen Schlag auslöschen können und die zumindest für mich nicht ordentlich telegrafiert werden als das man pro aktiv was dagegen unternehmen kann außer Heilungstechniken zu spammen und zu beten.

    Zur Grafik muss man noch sagen: So schön diese im Dock Modus ist, ist sie im Handheld-Betrieb nach wie vor Augenkrebs fördernd. Dies war schon ein Problem des Hauptspiels und wurde trotz der meines Wissens nach neuen Engine in der Erweiterung nicht adressiert.

    Zusammengefasst kann ich sagen, dass hier aus meiner Sicht ein massiver qualitativer Abfall im Vergleich zum Hauptspiel und der anderen Monolith RPGs (den von mir gespielten, Xenoblade Chronicles X liegt hier noch ungespielt rum) zu verzeichnen ist.
    Einer der Titel, die ich der Vollständigkeit halber gespielt habe und nie wieder anfassen werde. Es ist keine absolute Katastrophe, wenn man einen JRPG Snack für zwischendurch haben möchte – aber selbst hier gibt es bessere Alternativen, die eine interessantere Story und kompakteres, weniger redundantes Gameplay bieten.

    5/10

  2. #2
    Jak and Daxter

    Wieder ein cooles Jump ’n’ Run.
    Dürfte so um die 12 Stunden gedauert haben und alleine für Daxter lohnt sich das Spiel.
    Aber hier muss ich mehr Kritik üben als mit Ratchet & Clank.
    Die Steuerung & Kamera sind ein Alptraum.
    Besonders der Doppelsprung wird oft gar nicht ausgeführt und durfte so manche Stellen immer und immer wieder in Angriff nehmen.
    Das Jak im ersten Teil kein Wort von sich gibt ist eine ziemlich doofe Entscheidung gewesen, da gerade dieses Miteinander viel ausmacht.
    Diese permanente Suche nach Energiezellen drückt den Spielspaß dann noch zusätzlich und erhoffe mir für die Fortsetzungen Besserung.
    Trotz allem, es ist abwechslungsreich, fordernd (für mich), hat einen coolen Stil und freue mich auf das was noch kommt.

    @Knuckles

    Habe Lollipop Chainsaw gestern kurz gestartet und ... WTF?
    Wie kaputt kann ein Spiel überhaupt sein? Suda51, hat hier wieder abgeliefert und wie man absolut alles auf die Schippe nimmt ist grandios.
    Bester Moment nach 90 Minuten Spielspaß: Man öffnet diesen Verkaufsautomaten und was wird gespielt?





    Selbst abseits vom Witz bekommt man einen tollen Stil und OST geboten.

    @Klunky

    Außerdem wurde Ratchet im Remake ordentlich weichgespült.
    Der ist nämlich sehr bissig von seinen Kommentaren her, wovon man im Remake nichts mehr von merkt.
    Ist denn die Trilogie auf der PS3 zu empfehlen? Also diese Future-Trilogie?

    Geändert von Ὀρφεύς (16.01.2020 um 16:40 Uhr)

  3. #3
    Star Wars Jedi Fallen Order- Xbox One X - ca. 20 Stunden

    Trotz Skepsis habe ich es mir zu Weihnachten geholt, da ich großer Star Wars Fan der ersten Filme sowie des EU bin und insbesondere in den 90ern/frühen 2000ern die Star Wars Titel doch sehr geliebt habe.
    SotE, Jedi Knight 2, Episode 1 Racer, Rogue Squadron & Rogue Leader sowie KOTOR 1 & 2 habe ich sehr positiv im Gedächtnis.

    Mit Jedi Fallen Order hatte ich nicht nur an diese Titel und die Souls Reihe einige schöne Verbindungen herstellen können, sondern an klassische Action Adventures allgemein, wie sie heute leider nicht mehr allzu oft produziert werden.
    Alles hat sich richtig schön oldschool angefühlt im positiven Sinne. Keine Open World, keine 1000 sinnlose Nebenquests, sondern ein sehr schlankes Abenteuer ohne viel Fett mit einer netten Story und einem knackigen Schwierigkeitsgrad (habe auf Jedi Master gespielt). Mit etwas Feinschliff könnte ein potenzieller Nachfolger ein richtiger Hit werden.

    8,4/10


    Ori and the blind Forest - Xbox One X - ca. 10 Stunden

    Da ich mir dieses Jahr wirklich vorgenommen habe, meinen Backlog zumindest ein wenig zu bekämpfen, wollte ich unbedingt Ori abschließen, bevor der zweite Teil bei mir eintrudelt (und ohne abgeschlossenen Einser direkt im Regal landen würde).

    Ein Glück habe ich diese Lücke nun aufgeholt, angefangen hatte ich den Titel letztes Jahr irgendwann mal für knapp vier Stunden. Ein wirklich malerisches Metroidvania mit einem schönen Schwierigkeitsgrad, toller Spielwelt und 1a Grafik und Sound. Freue mich auf den Nachfolger.

    9/10

  4. #4

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Habe Lollipop Chainsaw gestern kurz gestartet und ... WTF?
    Wie kaputt kann ein Spiel überhaupt sein? Suda51, hat hier wieder abgeliefert und wie man absolut alles auf die Schippe nimmt ist grandios.
    Bester Moment nach 90 Minuten Spielspaß: Man öffnet diesen Verkaufsautomaten und was wird gespielt?
    Freut mich, dass dir das Spiel gefällt. Bist du inzwischen schon etwas weiter oder pausierst du damit?
    In dem Spiel sind ja doch noch einige andere bekannte Titel zu hören. Und sobald man den Dreh mal raus hat, köpft man die Zombies in Massen. Ich muss das Spiel auch mal wieder spielen. Es war einfach zu genial.

  5. #5
    Pausiert? Bin am Freitag nach 7 Stunden fertig geworden.
    Konnte es nicht mehr zur Seite legen, so witzig war Lollipop Chainsaw.
    All die Ideen, diese Verrücktheit, kombiniert mit Nicks sarkastischen Humor ergibt ein sehr spaßiges Spielerlebnis, dessen Soundtrack ich mir jetzt auf Youtube anhöre.

    Ebenfalls beendet habe ich heute Ninja Gaiden 3, welches mich 7 Stunden lang beschäftigt hat.
    Habe damals Ninja Gaiden auf der Xbox rauf und runter gezockt.
    Jeden Schwierigkeitsgrad gemeistert, jede Waffe aufgelevelt und halt alles gemacht was man machen kann.
    Ninja Gaiden 2 war dann Jahre später ähnlich genial, wenn auch ein wenig schwächer.
    Als mich dann 2012 die miesen Kritiken zu Ninja Gaiden 3 einholten, wollte ich das Spiel überspringen.
    Letztes Jahr dann das ordentliche Yaiba: Ninja Gaiden Z nachgeholt und mir dann für 10 Euro die Woche einen Ruck gegeben und mir endlich Ninja Gaiden 3 gekauft.
    Joa, all die Kritik von damals kann ich gut nachvollziehen, doch ist mir das scheiß egal.
    Erwartungen waren bei 0 und habe ein schönes Action-Adventure erhalten, wo sogar einige Punkte besser waren als in den Vorgängern.
    Ja, man hat es vereinfacht, bin auf schwer nur bei einigen Quick-Time-Events krepiert, die Waffenauswahl ist mau, die Kämpfe spielen sich fast alle gleich, man kann nichts aufwerten und wurden Ryus Fähigkeiten extrem beschnitten.
    Auf der anderen Seite schaut Ninja Gaiden 3 selbst nach 8 Jahren verdammt gut aus, die Action geht übelst ab, ich liebe die oft verteufelten Quick-Time-Events, die trashige Story hat seine Momente und Höhepunkte (und im diesen Genre erwarte ich nicht viel, siehe Devil May Cry 5) wird cool in Szene gesetzt und hat man zwei Punkte rausgehauen, wofür ich Team Ninja loben muss.

    Punkt 1: Zum allerersten Mal wird leicht hinterfragt, ob man sich überhaupt bewusst ist was man da so veranstaltet?
    Klar, man metzelt sich stylisch durch Gegnerhorden und plötzlich wird unseren Oberninja ein Spiegel vorgehalten.
    Ist zwar nicht so tiefsinnig wie ich es gerne gehabt hätte, doch die Idee an sich verdient ein dickes Lob.

    Punkt 2: Ich liebe den Gegenspieler.
    Der Regent of the Mask ist ein solch theatralischer Charakter und habe jeden Moment genossen, wo man ihm eine Bühne gegeben hat.
    Da passt alles zusammen.
    Von der Gestik, übers Aussehen, die Synchro, mensch, der sollte ein eigenes Spiel wie Yaiba kriegen.
    Wenn der dann mit einem slawischen Fluch Ryu kriegt, hat man endlich eine andere Art von einem bedrohlichen Gegenspieler erschaffen.

    Jetzt hätte ich gerne ein weiteres Ninja Gaiden, denn die Marke ruht jetzt schon sechs Jahre lang.

    Leider lief der Januar zu gut und durfte heute meinen ersten Flop kassieren.
    Die Rede ist von Wolfenstein: Youngblood.
    Meine Erwartungen waren gering, The New Colossus empfand ich schon um einiges Schwächer, aber nach zwei Stunden bin ich trotzdem enttäuscht und habe mittendrin abgebrochen.
    Youngblood hat zwei der widerlichsten Protagonisten erschaffen, die mir je untergekommen sind.
    Da wird nicht ein wenig rumgebitscht, was ich mit einem Augenzwinkern abtun könnte, sondern die labern ununterbrochen dermaßen viel Unsinn, dass es wehtut.
    Die Mädels sind strunzdumm, zitieren ständig aus ihrer liebsten Buchreihe, rufen sich ein voll krass oder ähnlich dummes Zeugs zu und übergeben sich bei ihrem ersten Mord, was dann gleichzeitig wieder geil ist.
    Die Handlung kommt dabei nicht wirklich in Fahrt und als Ego-Shooter empfinde ich Youngblood völlig austauschbar.
    Leider soll man zusätzlich seine Werte aufleveln, Waffen verbessern und Gegner haben jetzt eine Lebensanzeige.
    Toll, wenn ich ein RPG zocken möchte fallen mir spontan mindestens 50ig Beispiele ein und wenn ich eine Mischung aus beiden Genres möchte, greife ich zu Fallout oder Borderlands.
    In ein Wolfenstein wirkt das auf mich deplatziert, doch halt, ich habe am Anfang des Spiels gesehen wer da seine Finger mit im Spiel hatte.
    Und zwar: Die Arkane Studios!!!
    Einer meiner absoluten Hass-Entwickler, die immer voll an mir vorbei entwickeln.
    Wenn ich anschließend lese die Bereiche wiederholen sich später, ist bei mir endgültig die Luft raus.
    Wenigstens war Youngblood in der 3 für 49 Euro Aktion bei Saturn enthalten, da ist ein Fehlkauf nicht so tragisch.

    Geändert von Ὀρφεύς (19.01.2020 um 21:15 Uhr)

  6. #6
    Vorgestern The Outer Worlds für die PS4 durchgespielt.

    TOW ist ein recht mittelmäßiges Spiel, welches aber recht viel Spaß macht. Anfangs machte das Spiel noch einen sehr guten Eindruck, aber mir wurde nach einigen Stunden bewusst, wie lasch das Spiel tatsächlich ist. Es gibt keine wirklichen Makel oder Bugs, aber sehr viel von dem Spiel fühlt sich nach "schonmal gesehen an". Das ist nicht automatisch etwas schlechtes, aber dafür spielt sich das Spiel dann doch etwas zu safe. Es ist viel zu einfach, einen Jack-of-all-Trades Charakter zu erstellen, der abseits von Kampf-Skills alles irgendwie kann und ein paar Sachen richtig gut. Das ist zwar recht entgegenkommend und ich hab bei meinem Playthrough eine Menge Content mitnehmen dürfen, fühle mich aber dann doch etwas zu abgeschreckt, das Spiel in absehbarer Zeit nocheinmal zu spielen.

    Für mich glänzt das Spiel aber in Punkten Story und Welt. Zwar dauert es, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt (und dann ists eigentlich auch schon so gut wie vorbei), aber die Welt und ihre Charaktere können die Zeit bis dahin gut überbrücken. Der Humor hat mir auch zugesagt, auch wenn die Witze etwas einseitig sind. Die Einbindung der Gruppenmitglieder finde ich nur halbgelungen, da ich ihr Potential für ungenutzt halte und sie mir insgesamt etwas zu "reingequetscht" rüberkommen, ähnlich wie bei den Gruppenmitgliedern in Fallout.

    Zum Gameplay muss ich leider sagen, dass dort die größten Mängel sind. Ersteinmal ist das Spiel nicht nur simpel, sondern auch einfach. Gut, ich habe auch auf Normal gespielt, aber ab der Hälfte war ich eine wandelnde Todesmaschine. Es gibt ein paar unterschiedliche Waffen- und Gegnertypen, aber das ist zu 90 % der Zeit vollkommen irrelevant. Rüstungswerte sind auch vernachlässigbar, da interessieren nur die Skill-Boni. Ähnlich verhält es sich mit den Gruppenmitgliedern, die sich im Kampf kaum unterscheiden. Es gibt auch keinen wirklichen Loot, bis auf eine Menge Junk und immer wieder die gleichen Waffen und Rüstungen, sowie eine übertriebene Anzahl an Consumables, die man eh nicht wirklich braucht. Und Munition, von der man aber in der Regel auch ausreichend hat. Erkunden lohnt sich wirklich nur oberflächlich, da das Spiel nur so tut, als hätte es ein paar relevante Mechaniken und bis auf ein paar Ausnahmen wirft das Spiel einem Spieler seinen Content direkt vor die Füße. Ich konnte das aber die meiste Zeit gut ignorieren und hatte meinen Spaß.

    Zusammenfassend fand ich das Spiel sehr unterhaltsam und von der Länge genau richtig, aber ich kann keine Lobeshymnen dafür aussprechen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •