Mich hat das Spiel bisher auch noch nicht vollends überzeugen können, eben weil es bei weitem nicht mehr so atmosphärisch und bedrohlich wie die Vorgänger daherkommt. Ein paar der Probleme haben aber scheinbar ihren Ursprung bereits in Metro 2035, wo diese Störsignale ebenfalls eine Rolle gespielt haben, und es somit offensichtlich außerhalb der Metro immer noch einiges an Leben gibt. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, das aber auch nur weil ich Metro 2034 schon nicht mehr wirklich mochte, und weil im letzten Buch scheinbar alles fallengelassen wurde was die Reihe für mich so interessant gemacht hat. So fokussiert es sich scheinbar nur noch auf die Geschichte der Menschen in der Metro, während die Monster durch einen abrupten Anstieg der Radioaktivität allesamt tot umgefallen sind, was einfach mal ein total billiger Twist ist um die aus der Story zu entfernen. Von daher bin ich froh, dass sie zumindest das im Spiel ignoriert haben. Und man merkt Metro Exodus auch an, dass es sich extrem auf die Charaktere fokussiert. So stand ich heute Nacht sicherlich ne halbe Stunde dumm in der Gegend rum weil die Charaktere ständig etwas neues zu erzählen hatten. Und das ist auch eigentlich ganz nett. Es leidet nur wie du schon gesagt hast darunter, dass Artyom nie auch nur ein Wort von sich gibt, selbst wenn er direkt angesprochen wird.
Ich finde es außerdem ein bisschen schlecht designt, dass man scheinbar in jedem Gebiet überall die richtigen Entscheidungen treffen muss um jeweils das beste Ende zu bekommen.
So habe ich im ersten Gebiet einmal was falsch gemacht und die andern beide Male alles richtig, aber mir ist trotzdem der Charakter weggestorben der ansonsten überlebt hätte.
Durchspielen werde ich das zwar auf jeden Fall, aber ich bezweifle dass es nochmal die selbe Stimmung wie die Vorgänger einfangen wird.