Ich bin mir überhaupt nicht sicher, wie ich das Spiel finden soll. Auf der einen Seite ist es ein nettes storybasiertes Spiel mit einem wirklich guten Design und ein paar starken Momenten, auf der anderen Seite ist es stumpfer Kitsch mit rangetakertem Gameplay. Die erste Hälfte hat mir das Spiel so überhaupt nicht gefallen, weil mir die Inszenierung einfach zu billig erschien. Mit der netten, bunten Fantasiewelt konnte ich auch nichts anfangen, da sie sich genauso verhält, wie man es erwarten würde. Prinzipiell verhält sich alles nach einem vorhersehbaren Schema, was echt schade ist, da das Spiel echt gut geschrieben wurde und eine sehr stimmige Atmosphäre besitzt. Das Spiel will einem von Anfang an vermitteln, dass es ein emotionales Erlebnis wird, bleibt aber die ganze Zeit in einem langweiligen 08/15 Muster, während die Gameplay-Passagen viel zu weit ausgedehnt werden und der Spielerfahrung nichts positives hinzufügen.
Trotzdem sind mir die Augen zwei mal etwas feucht geworden, eben weil das Spiel doch ganz schön sein kann. Nur weiß ich nicht, obs die Stunden, in denen ich das Spiel echt schlecht fand, wieder ausgleicht. Vermutlich nicht.
SteamWorld Dig war gut! Nettes kleines Roguelight-Puzzle-Spiel für ein paar Stunden zwischendurch. Macht süchtig, aber man kommt auch schnell durch. Das Setting hat das nötige Minimalmaß an Charme, und am Ende hat mich die "(Minimal-)Story" sogar nochmal überrascht. ^^ Nice!
Den zweiten spiele ich auch irgendwann noch.
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Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
Life is Strange 2 Episode 1 und mächtig angetan.
Dürfte mit 4,5 Stunden sogar die längste Life is Strange Episode gewesen sein die ich kenne.
Sean und Daniel wachsen einen schnell ans Herz, der Soundtrack perfekt wie eh und je und die Story hat deutlich mehr Wucht, eben weil man alle Konsequenzen tragen muss und nicht schnell die Zeit zurückspulen kann.
Die Situation der beiden Brüder ist gelinde gesagt Scheiße und sich um den kleinen Bruder kümmern packt mich mehr als die problembelastete Freundin zu retten.
Besonders die vielen Entscheidungen, die sich sehr schnell bemerkbar machen und diese tolle Bleistift-Optik im Menü oder zweier Wölfe, die die Brüder darstellen, sofern eine Entscheidung getroffen wird, haben mir wahnsinnig gut gefallen und freue mich schon riesig auf Episode 2.
Wenn mich etwas gestört hat dann
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Now: Metroid Prime 4: Beyond / Done: The First Berserker: Khazan Now: Penny Dreadful Staffel 1 / Done: Es – Welcome to Derry Staffel 1 Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Rooster Fighter Band 2 RPG-Challenge 2025 / Now:Clair Obscur Expedition 33
Mega Man 11 (US PlayStation 4)
Es ist Mega Man und erfindet das Rad nicht neu. Lieder bin ich mit dem Double Gear-System nicht wirklich klar gekommen, aber das Spiel bot auch schon von Haus aus recht viel Herausforderung, wenn man es auf "Normal" spielt (was glaube ich nur noch von Superhero getoppt werden kann). Mal gucken, welche Trophies ich noch versuchen werde zu bekommen, aber die Platin werde ich mir wohl nicht holen. Viel zu anstregend.
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Now I lay me down to sleep, I pray the Lord my soul to keep.
If I should die before I wake, I pray the Lord my soul to take.
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Live Today, Love Tomorrow, Unite Forever.
Spiderman, PS4. Hatte ja schon erwähnt, dass das Spiel überhaupt nicht auf meinem Schirm war und bin nun umso erfreuter, dass das Spiel wirklich sehr toll war Toll inszeniert und es lässt sich sehr gut spielen. Dreimal ist es, als auf dem Screen sehr viel los war, auf der PS4 Pro abgestürzt. Sollte eigentlich nicht passieren ^^ Sonst war aber alles wunderbar
Castlevania: Symphony of the Night (Castlevania Requiem: Castlevania: Symphony of the Night & Rondo of Blood, US PlayStation 4)
Bereits am Samstag habe ich Castlevania: Symphony of the Night das x-te Mal in meiner Leben beendet, jedoch war es das erste Mal, dass ich das Spiel ohne Mühe mit 200,6% der Karte beenden konnte (sprich, ich habe wirklich alle Räume auf einen Schlag gefunden und musste am Schluss nicht mehr suchen). Leider hat Konami nicht das PSOne-Original umgesetzt, sondern die PSP-Fassung mit neuer Synchro und neuer Übersetzung, die bei weitem nicht so kultig ist. Selbst die Steuerung übernahm man von der PSP, was aufgrund des Controllers mehr als hirnverbrannt war. Was erwarte ich aber auch von Konami nach all der Zeit? Da es eine Trophy dafür gab, dass man da Schwert Crissaegrim holt, durfte ein Gegner hundertfach daran glauben, denn die drop rate war bescheiden. In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich dann noch im Schnelldurchlauf die letzte Trophy (das Spiel mit Richter beenden) geholt, so dass ich nun mit Rondo of Blood beschäftigt bin. Ich denke bis zum WE wird das aber auch erledigt sein und die Platin-Trophy wird mein Eigen sein.
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Now I lay me down to sleep, I pray the Lord my soul to keep.
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Castlevania: Rondo of Blood (Castlevania Requiem: Castlevania: Symphony of the Night & Rondo of Blood, US PlayStation 4)
Bereits gestern habe ich nun Castlevania: Rondo of Blood durchgespielt und damit auch die Platin-Trophy bekommen, die lt. Entwickler ja SO schwer zu bekommen sei.
Bei vielen Leuten gilt der Teil als das beste Castlevania, welches jemals erschienen ist. Die Meinung teile ich jedoch nicht, da für mich der direkte Nachfolger in Form von Castlevania: Symphony of the Night der beste Teil ist und auf ewig bleiben wird. So gesehen bin ich aber Rondo of Blood dafür dankbar, dass es den Weg für seinen Nachfolger geebnet hat.
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The Missing: J.J Macfield and the Island of Memories
Ein Plattformer der ein bisschen an Limbo und entfernt an Another World erinnert. Produziert von White Owl Games, Swerys neuem Entwicklerstudio, also den Typen der Deadly Premoniton, D4 und den all-time PS2-Klassiker Spy Fiction erstellt hat.
Und doch ist es trotz dieser beeindruckenden Historie vermutlich sein bisher wichtigstes Spiel.
In dem Spiel geht es darum dass man sich permanent selbst verstümmelt um Rätsel zu lösen und Hindernisse zu überwinden, die Protagonistin des Spiels, hat die Fähigkeit erlangt all ihre Organe und Gliedmaßen zu regenerieren, nachdem sie von einem Blitz getroffen wurde. Dies nutzt man in zahllosen Rätseln, in dem man seine Arme und Beine als Gegengewicht zum überqueren einer Planke nutzt oder sich selbst das Genick brechen lässt um... Plötzlich an der Decke zu laufen!?
Es ist ein sehr schräges Spiel, was aber unheimlich viel Atmosphäre verströmt. Obwohl es zu großen Teilen eine horrorhafte Stimmung erzeugen möchte, kommt mit freischaltbaren Handy-Chatlogs auch der Humor nicht zu kurz, gewisse Elemente des Spiels sind ebenfalls herrlich old-school mäßig gestrickt, so sammelt man in dem Spiel übergroße Donuts die sich um die eigene Achse drehen und schaltet nach und nach neue Kostüme und Artworks frei. Auch wenn man das Spiel durch hat, gibt es noch die ein oder anderen Geheimnisse zu entdecken.
Was die Handlung des Spiels an sich betrifft möchte ich nicht zu viel verraten, man kann sie zu weiten Teilen ignorieren wenn man nicht die Chatlogs liest, wird dann aber nicht den inneren Kampf der Protagonistin erfahren. Das Ende hält eine wichtige Botschaft parat und ist vielleicht nicht so wie man es erwartet.
Kritisch sehe ich hingegen allerdings den Disclaimer am Anfang des Spiels, der eben vor gefährlichen Themen warnt, durch diesen habe ich mir leider zur Hälfte schon zusammen reimen können wie das Spiel ausgeht. Trotzdem tut das der Qualität des Skripts keinen Abbruch. Das Ding ist obwohl es technisch ein wenig bieder ist eine extrem runde Sache.
Leider zur Zeit nicht für die PS4 in Deutschland zu erhalten und mit 30€ schon etwas happig für die Spielzeit, bereut habe ich den Kauf und das Spielen jedoch trotzdem nicht. Ich finde es etwas schade dass das Spiel nicht zletzt auch wegen seiner grauenhaften Vermarktung komplett untergehen wird.
Zum Schluss noch eine meiner Meinung nach sehr passende Video-Kritik am Spiel:
(Evtl klingt mein Eindruck ein bisschen von dem Video kopiert, war nicht meine Absicht)
Besser als das Hauptspiel in jeder erdenklichen Weise. 80 Prüfungen und jede ist immer wieder was anderes und stets immer mindestens fordernd, wie eine große Wundertüte, will man einfach stets wissen was sich die Entwickler als nächstes ausgedacht haben. Was mich dann aber völlig umgehauen hat, war dass das ganze auch noch in einen unglaublich gut inszenierten Finale mündet, welches ich bei einem Preis von 15€ nicht erwartet habe. Ab da entwickelt es sich von der Inszenierung her zu einem Action-Thriller mit einem absolut schrägen Twist gegen Ende. Äußerst hammer und lustig.
Noch stehen ein paar Prüfungen offen, die werde ich auch noch abschließen, schön dass es für das abschließen einer Reihe von Prüfungen Belohnungen gibt, mit denen man auch im Multiplayer was anfangen kann. Das einzige was mich stört ist dass man jedes Level überspringen kann, was bei den 80 Herausforderungen noch mit einem Nachteil einher geht, ist für die finalen Level einfach fehl am Platz, sogar der finale Boss lässt sich nach einmaligen Fehlversuch direkt skippen. Was für einen Sinn hat das? Danach ist das Spiel doch eh vorbei oder geht es darum dass man den 6 jährigen Kindern nicht ihre Octolinge verwehren möchte? Für mich unverständlich.
Ich schließe mich auch nicht all den Unkenrufen an die sagen dass sei das Dark Souls der Splatoon Modis, wirklich groß schwer empfand ich keine Herausforderung, zumindest musste ich an keiner mehr als 3 Versuche verbraten. Ich habe das Gefühl dass der Standard für tolerierbaren Schwierigkeitsgrad in den letzten Jahren drastisch gesunken ist, schon kleinste Abweichungen nach oben werden als problematisch angesehen weswegen sich die Entwickler dazu genötigt fühlen, Spieler zu erlauben das zu überspringen. Man früher hat sich doch auch keiner beschwert.
Journey ist genau das, was alle sagen: Eine tolle, runde Erfahrung, die genauso lang andauert, wie sie andauern sollte, mit perfektem Pacing, großartiger Atmosphäre und vielen mitreißenden Kleinigkeiten. Eindeutig aus der Abteilung "Sollte man unbedingt gespielt haben", Punkt!
Alpha Protocol, on the other hand ... eher diese faszinierende Abteilung am Ende des Elektronikmarkts, in der Dinge herumstehen, die mit Sicherheit irgendjemanden so richtig anmachen, aber die für den Otto-Normal-Besucher total kryptisch und fehl am Platz wirken. Wie die Reiskocher. Unser Saturn hat ein komplettes Regal voll mit Reiskochern?!
Alpha Protocol ist fucking WONKY. Wenn man diese(s?) Genre(s?!) sonst nicht spielt, wie ich, kommt man wahrscheinlich mit dem generellen Gameplay klar (das Durchcheesen hat mir sogar Spaß gemacht!), aber gut ist es keinesfalls. Eher schlecht. Gerade die Stealth-Mechanismen. Und es ist Obsidian, also hat man einen Haufen an kleinen und großen Bugs. Alles andere jedoch? Faszinierend as fuck. Erstmal ist das Spiel 100% Agententhriller, Bourne und Bond in Reinform. Selbst die fragwürdigen Tropen sind alle dabei, und es passt hervorragend. Auch das Writing ist qualitativ hochwertig – Chris Avellone sei Dank, wegen dem ich das Ganze btw. überhaupt nur gespielt habe –, und während die Story erstmal ein paar Stunden vor sich hinplätschert, zieht sie überraschend krass an, sobald man Saudi-Arabien hinter sich lässt. Plötzlich tauchen NOLF- und Austin-Powers-esque Figuren auf und bringen einen guten Schuss ins Spiel. Und letztendlich ist da der kleine, wahnsinnige Fakt, dass es wahrscheinlich kein anderes West-RPG gibt, in dem die Entscheidungen so spürbare Konsequenzen haben, in dem die Agency (ahaha), die mit dem Medium einhergehen kann, so verdammt deutlich wird. Man spielt zwar einen bestimmten Mann, aber WIE man ihn spielt, ist ein dickes Spread Sheet an Entscheidungen, das sich keinesfalls wie ein Spread Sheet anfühlt – etwa im Gegensatz zu Dragon Age oder Mass Effect, die für mich immer irgendwie "künstlich" waren. Perfekt klappt es übrigens immer noch nicht, aber es ist echt ein anderer Level.
Am Ende also ein richtiges Liebhaberding für West-RPG-Fans, die auf Agentenkram stehen, und für alle, die sich für interaktive Narrativen interessieren. Bin froh, dass ich mich durch den ersten Eindruck (und die ersten Stunden) gekämpft habe!
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Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
Alpha Protocol war ein ganz witziges Game... hatte aber den Fehler gemacht und bin extrem stark auf Stealth gegangen. Dann hat man mich auf einmal in ne Disco (?) geworfen und gegen nen Typen im Duell kämpfen lassen, da hab ich das Spiel dann in die Ecke gedonnert. Es ist einfach enorm unspaßig und frustrierend gewesen. Vielleicht wegen meines gewählten Builds. Es ist aber trotzdem eines der Spiele, die mir gezeigt haben, dass ich Obsidian mehr mag als Bioware. Sicher, Bioware hat die rundum robusteren und insgesamt besseren Games, aber die von Obsidian sind häufig einfach interessanter und frischer. Und das trifft auf AP auch so zu.
Wäre vielleicht ein Game, bei dem ein Remake echt Wunder bewirken könnte. Aber bei so vielen kaputten Systemen würde das vielleicht der Entwicklung von nem ganz neuen Spiel gleichkommen *g*
Jap, das kann sehr gut sein. xD
Die Build-Probleme haben einige Leute bemängelt, man braucht wohl praktisch irgendeinen Fernkampf-Skill, sonst wird es schwierig. Ich hatte nur Nahkampf/Ausdauer/Sturmgewehre, was eine sehr chillige Mischung war. In einem Spiel mit dermaßen wonky Mechanismen denke ich nicht mal an Stealth! 8] Der Nahkampf funktioniert ja sogar einigermaßen.
Zitat
Sicher, Bioware hat die rundum robusteren und insgesamt besseren Games, aber die von Obsidian sind häufig einfach interessanter und frischer.
...
Jep. Merkt man imho auch hervorragend an Kotor I und II. Teil I von Bioware ist sicherlich "objektiv besser" (was auch immer das genau heißt), aber abseits des Settings und weniger Höhepunkte ziemlich vergessenswert, während mich Teil II von Obsidian total mitgerissen und sich tief in mein Hirn gebrannt hat. Selbst Neverwinter Nights 2, das erschreckend bodenständig anfängt (hier wollte man glaub ich auf Nummer Bioware-sicher gehen?), wird gegen Ende ziemlich heftig, und die Add-Ons sind dann full-blown Obsidian.
Hm, hast du schon Pillars of Eternity gespielt? Ich wollte es eher lassen, weil es überall eher so "la-la-Reaktionen" vorgerufen hat, aber wenn du mir jetzt sagst, es ist doch wieder ernsthaft Obsidian, gebe ich ihm wohl wieder eine Chance.
Tyranny kommt eh noch, denke ich.