Assassin's Creed Origins war eine seltsame Erfahrung.
Es war das erste AC, das ich selbst durchgespielt habe anstatt nur zuzugucken. Teil 1 habe ich damals schnell abgebrochen. Meine Eindrücke sind also NICHT vorrangig im Vergleich mit den anderen Teilen gemeint.
Erstmal: Wahnsinnige Welt, tolle Charaktere, nette Story, wenn gegen Ende auch ziemlich all over the place. Das Core Gameplay hat mir als Stealth-Skeptiker auch auf Hard besser gefallen, als ich gedacht hätte (auch wenn ich bis zum Ende nicht kapiert habe, wie das Blocken wirklich funktioniert). Habe ich erwähnt, dass die Welt Wahnsinn ist? Einfach mal mit dem Vogel so hoch fliegen wie möglich.Auch das Erkunden hat mir eine Menge Spaß gemacht, richtig Urlaub eben.
ABER ich habe selten ein Spiel gespielt, dessen Struktur so krass von seiner scheinbaren Struktur abweicht. Es gibt eine handliche Übersicht mit Leuten, die man (scheinbar) umbringen soll, aber letztendlich sagt die NICHTS darüber aus, a) wie weit man in dem Spiel ist, b) wie das Spiel narrativ strukturiert ist oder c) wie die Antagonisten funktionieren. Die tatsächliche Struktur an sich finde ich gar nicht mal völlig verkehrt (wenn auch, wieder, etwas all over the place), aber wieso zur Hölle nutzt man so viel Energie, um dem Spieler eine andere vorzugaukeln? Sowas macht mich kirre und zerrt auch gewaltig an meinem Spielspaß, weil ich wissen will, wie das Spiel funktioniert, das ich gerade spiele.
Allgemein ist mein größter Kritikpunkt, dass AC in jeder Hinsicht zu groß ist, zu viel von allem. Ich habe nur ~45 Stunden gespielt, mit etwa 70 Sidequests, und selbst da hat meine Motivation nach der Hälfte schon rapide abgenommen. Leider steckt in den Sidequests aber auch eine Menge Charakterisierung, sodass man sie nur schwer komplett auslassen kann. Und die einzelnen Quests sind auch zu langwierig, größtenteils. Die Story an sich war größer als gut für sie war. Die Auswahl an Fähigkeiten und Möglichkeiten war unnötig groß, und trotz allem ist selbst das grundlegende Gameplay zu samey für 40+ Stunden. Selbst die Welt, so toll sie ist, hätte etwas Fokus vertragen können. Ich finde, man merkt einfach, dass dieses Spiel nicht so viel hergibt, wie sie rausgeholt haben, und es schüttelt mich bei dem Gedanken, dass das in früheren Spielen noch schlimmer gewesen sein soll.
Trotz allem gute Erfahrung (nicht zuletzt durch die Welt), aber ich bin mir zu 90% sicher, dass ich bei AC in Zukunft lieber wieder beiläufig zugucke.






Auch das Erkunden hat mir eine Menge Spaß gemacht, richtig Urlaub eben.
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) und die Art und Weise, wie man von Sigil erfährt, hat man wirklich gut umgesetzt. Es ist zwar alles sehr textlastig und wirkt groß, überschlägt einen jedoch nicht unbedingt. Als ich jedoch für Mebbeth ihre Besorgungen erledigen wollte um Magier zu werden, bin ich durch ein Portal gegangen, welches mich in den nächsten Spielabschnitt gebracht hat, wo ich gestorben bin und wo ich erstmal nicht rauskam, bis ich die Hauptquest nicht fortgeführt hab. Auf dem Weg die Hauptquests weiterzumachen bin ich dann bei der Untotengemeinde in der Gruft gelandet und musste denen erstmal helfen, bis ich weiter konnte. Das Ende vom Lied war, dass ich unglaublich viel EXP bekommen hab und erstmal mein Kriegerlevel auf Stufe 6 gebracht hab, bevor ich endlich Magier werden konnte und da mit Level 1 wieder anfangen musste. Schön, ich hätte mir gewünscht, ich wär erst Magier geworden, bevor man mich mit EXP überhäuft. Aber gut.
