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Thema: gerade durchgespielt

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Detention
    Hatte beim Steam Haloween Sale zugeschlagen, weil das Game schon seit es rauskam auf meiner Wishlist war.

    Alleine das Setting hatte mich schon sehr interessiert: eine taiwanesische Schule unter Kriegsrecht in den 1960ern. Gibt nicht so viele Games, die das haben *g*
    Das Spiel an sich spielt sich prinzipiell wie Cat Lady und die Engine (gerade die Animationen) kommt mir sehr ähnlich vor - aber ist immerhin nicht ganz so hässlich wie letzteres (auch wenn es nicht unbedingt schön ist, aber das braucht man für Horror auch nicht). Der Vergleich mit letzterem ist auch recht passend, da sich der generelle Flow auch wie Cat Lady anfühlt und es auch genug mindfuck gibt. Als reines Horrorspiel geht es eher die Schiene des psychologischen und man kann sich auch gegen Feinde nicht wehren - in der Regel muss man den Atem anhalten und sich an ihnen vorbeischleichen *g*
    Die Rätsel sind größtenteils sehr straight forward und es gab keinen Moment, in dem ich nicht wusste, wo es langgehen soll - was mir bei Cat Lady regelmäßig passiert ist ^_O

    Ist insgesamt ne schöne, kleine Geschichte, welche man sich hier zusammenpuzzled (habe nach Steam 3h gebraucht, effektive Spielzeit müsste aber niedriger sein, weil das Spiel manchmal nur im Hintergrund lief). Die Schule ist auch sehr atmosphärisch und das Feeling, dass die Bevölkerung unterdrückt wurde, kommt rüber. Wenn man des Chinesischen mächtig ist (bzw. mit chinesischer / taiwanesischer Kultur vertraut) wird man hier sicher noch ne ganze Menge mehr rausholen können als ich, denn die Menge an symbolträchtigen Sachen im Spiel ist schon ziemlich hoch. Das Ende war ziemlich gut gemacht (good ending) und hat noch mal nen emotionalen Eindruck hinterlassen.

    Und hey, als Stück tangential learning auch zu gebrauchen, habe mir immerhin danach noch ein paar Einträge zu Taiwan zu der Zeit unter der "Führung" der Kuomintang durchgelesen, welche sehr interessant waren, gerade, wenn man mit der chinesischen Geschichte von 45-90 ein wenig vertrauter ist.

    Geändert von Sylverthas (05.11.2017 um 11:50 Uhr)

  2. #2
    Super Mario Odyssey

    850 MacGuffins. Die letzte Challenge hat tatsächlich Spaß gemacht, jetzt hätte ich mir tatsächlich ein Mario 3D World 2 gewünscht wo alle Level so in dem Umfang und der Schwierigkeit gestaltet worden sind, war jetzt wirklich nicht so "ultimativ" wie man es von so einer Challenge erwarten würde, aber es hat Spaß gemacht.

    Das kann ich leider vom restlichen Post-Game nicht so behaupten, es gibt immer wieder kleine ideenreiche Challenges die man zusätzlich auffinden kann, doch abseits dessen macht man eigentlich immer nur das gleiche in unterschiedlichen Umgebungen und dann gibt es nicht mal mehr einen Grund für die Monde.
    Obwohl.. doch. Ab 999 kriegt man noch ein kleines... ups jetzt hätte ich's fast verraten.
    Nein aber die Belohnung habe ich mir dann lieber auf Youtube angeguckt, da sie einfach nur ein Nintendo-typisches "fuck you!" ist.

    Ich glaube ich habe mir das Spiel ein bisschen verdorben damit dass ich es lange über seine Halbwärtszeit hinaus gespielt habe, andererseits ist das ganze Spiel auf die Suche nach den Monden ausgelegt und es in weniger als 3 Stunden durchzuspielen wenn man nur die Hauptquest verfolgt... mist jetzt sehe ich doch schon wieder Parallelen zu Breath of the Wild.
    Naja Spiel ist dennoch ziemlich top, doch ich kann jedem nur empfehlen nach 500 Monden und der letzten Challenge aufzuhören, anstatt sich einer Zwangssucherei auszusetzen wegen der Sorge dass man guten Content ausgelassen haben könnte.
    Ich kann versichern, nein das hat man nicht.

    Ich würde dem Spiel vermutlich so 8/10 Punkten geben.

  3. #3
    Ebenfalls Super Mario Odyssey. Habe die Hauptstory durch, die Spezialchallenge für 500 Monde geschafft (die ich ebenfalls als finale Challenge, gerade in Relation zu SMG2 und SM3DW, recht einfach fand) und besitze momentan 670 Monde. Werde mir aber den Rest der Monde auch noch holen - auch wenn nicht Klunky-approved^^

  4. #4
    Mario Odyssey ist für mich ein seltsames Spiel. Es bietet so einige Elemente, welche ich gut finde, aber die klassischerweise nicht der "Appeal" von Mario sind. Z.B. einige exzellent inszenierte Szenen (NDC und Finale). Zusätzlich hat es in den meisten Welten mehr Lore als viele andere Jump 'n Runs und gibt einem nen einigermaßen sinnvollen Kontext, wieso man bestimmte Sachen in den Welten tut. Alles Zeug, was ich total geil finde (und was mich davon abhält, 3D World zu mögen, weils so barebones ist).

    Aber gleichzeitig auch alles Kram, welcher nicht zum Kernthema von Mario gehört.

    Geändert von Sylverthas (05.11.2017 um 21:40 Uhr)

  5. #5

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Bereits gestern Abend habe ich noch Super Mario Odyssey (UK Switch) beendet, aber dazu mehr im entsprechenden Thread.

  6. #6
    Vor wenigen Minuten Ghost Trick beendet.
    Habe über die Wochen mehrere Anläufe gestartet, hätte beinahe abgebrochen und dann die letzten beiden Tage intensiver gezockt und leider hat es mehr Zeit gekostet als erwartet.
    Ghost Trick ist ein nettes Adventure, welches ich recht überbewertet finde, da die ersten acht Kapitel unsäglich langweilig waren und erst danach wurde die Story interessant bis zum Schluss..
    Die schrägen Charaktere haben mich Stunde um Stunde mehr gestört (besonders der tanzende Kommissar & Polizist), während in Ace Attorney ich immer meinen Spaß mit diesen verrückten Typen habe.
    Ghost Trick aber empfinde ich nicht mehr als lustig, sondern ist es albern bis zum abwinken.
    Und diese permanenten Wiederholungen konnten gut auf die Nerven gehen.
    Nicht weil man nach einer Lösung suchen muss, sondern weil die Dialoge und die Warterei immer gleich bleiben oder vieles permanent wiederholt wird.
    Sissel ist ein Geist der Gegenstände manipulieren kann, ja, diese Tatsache erfährt man gleich am Anfang lang und breit und trotzdem wird es bis zum bitteren Ende ständig erwähnt.
    Oder ein Raum ist dunkel, aber klar doch, der Spieler ist so dumm, also erwähnt man es erst in der Gruppe und dann nochmal als Geist (vermutlich für den begriffsstutzigen Spieler).
    Oder was man als Geist denkt, dass hören alle anderen und diese weitere Feststellung wird Stunde um Stunde wiederholt.
    Vielleicht bin ich zu pingelig, aber ich bin kein Freund davon, wenn Spiele sich zum einen durch Dialoge eher festfahren anstatt voranbringen und man den Spieler für bescheuert hält und deswegen alles 3x erzählt.
    Dieses Übel wird zwar ein wenig aufgehoben, indem man bekannte Dialoge vorspulen kann, schöner wäre es nur, wenn man beliebig hin und her spulen könnte bis bestimmte Aktionen stattfinden.
    So fühlte ich mich an vielen Stellen zum warten verdammt und konnte dann dieses Gelaber noch weniger ab.
    Dafür ist das grobe Storygerüst gut aufgestellt und mag den ganzen Look, für mich nur nichts besonderes, sondern eher was für zwischendurch.

  7. #7
    Schon spannend, wie verschieden die Wahrnehmungen sind. Mir hat das erste 2/3 vom Spiel wirklich gut gefallen, mit den over the top Charakteren und dem höheren Fokus auf Charakterinteraktion und Worldbuilding. Dahingegen fand ich den letzten Teil vom Spiel dann einfach zu lächerlich und bekloppt, um ihn ernst zu nehmen (was ein Problem ist, weil das Game ja da gerade den dramatischen Bogen spannen will). Aber das scheint mir bei sehr vielen Anime-lastigen Spielen/Stories so zu gehen. Kann das immer nicht ab, wenn die Story dann aus irgendeinem Grund total abdrehen muss (siehe auch Catherine).

    Bei den timed puzzles stimme ich Dir aber zu, das konnte wirklich nervig werden - vor allem, wenn man prinzipiell wusste, was man tun will, aber dann doch im letzten Schritt das Timing verkackt und das gesamte Puzzle von neuem machen durfte.

    Zu Deinem letzten Satz: würde schon sagen, dass das Spiel was besonderes ist, weil es kaum Spiele gibt, die dieses Konzept verfolgen. Umso schlimmer, dass es nie nen weiteren Teil davon geben wird. Schätze, man kann Sexy Brutale einigermaßen grob da einordnen, aber selber noch nicht gespielt.

    Geändert von Sylverthas (08.11.2017 um 13:10 Uhr)

  8. #8
    Wobei ich hinzufügen möchte, dass die Story nur interessant wurde ab Kapitel 8.
    Da wäre weitaus mehr drin gewesen, eben weil zum Ende hin Ghost Trick ja - wie du ja bereits erwähntest - total abdreht
    Ich bin da in solch einem Ausmaß ebenfalls kein Freund von, wohingegen Catherine mit diesem erwachsenden Setting genau meinen Nerv getroffen hat.
    Und Sexy Brutale ist ähnlich, ja, hat aber ähnliche Schwächen, selbst wenn man nicht so gravierend unter Zeitdruck steht und sich im Ganzen angenehmer spielt.

  9. #9
    999 (PC):
    Das dritte Mal, dass ich dieses Spiel durchgezockt habe. Und finde es immer noch zu 90% großartig. Die Rätsel kamen mir, gerade verglichen mit denen aus den anderen Zero Escape Spielen, aber doch ziemlich simplistisch vor. Und dabei konnte ich mich an die meisten nicht mal mehr erinnern - oder vielleicht spielt doch das Unterbewusstsein mit rein? *g*
    Manche Leute mögen das vermutlich seltsam finden, ne VN noch mal auszupacken, aber ich würde das einfach mit dem nochmaligen Anschauen von ner Serie vergleichen. Und die Zero Escape Reihe hat ja ohnehin den Faktor, dass sie einem am Ende Plottwists vor die Füße knallt, die die Geschehnisse beim erneuten Durchspielen dann in nem anderen Licht erscheinen lassen.

    Der Rerelease hat ja hier das nette Feature, dass man wie in den Fortsetzungen, zwischen den Zeitsträngen springen kann. Einerseits ein gutes Komfortding, andererseits etwas schade, weil das das "Puzzlen" nach dem richtigen Weg zunichte macht. Fand das damals sehr befriedigend, als ich selber auf die korrekte Reihenfolge mit Hilfe dieser kurzen Abschlussvideos gekommen war.

    Bin auch immer fasziniert davon, wie gut das Writing ist. Man verbringt mit vielen Charakteren jetzt gar nicht so~ viel Zeit, hat aber am Ende dennoch nen guten Eindruck der Persönlichkeit. Manche exposition dumps fügen sich auch ziemlich gut in Szenen ein (andere sind recht grobschlächtig). Das ist aber auch eines der größten Probleme (für mich): Trotz der vielen exposition dumps und foreshadowing fühlt sich das Ende wie ein asspull an. Was nicht heißt, dass die Szene an sich keinen Impact hat. Vermutlich zeigt das die Stärke der Präsentation und des Writings, dass die Szene, in der Akane in der Verbrennungsanlage eingeschlossen ist, emotional großartig ist, obwohl ich sie rational für Blödsinn halte. Irgendwie kauft man einfach so gut ab, dass ein Kind in dieser Situation so ein komisches Sudoku-Ding niemals hätte lösen können und die Verzweiflung wird exzellent dargestellt. Mich würde es nicht mal überraschen, wenn der Autor diese Szene sehr früh im Kopf gehabt hat, und dann ein wenig die Story darum aufgebaut hat, wie man das erreichen kann.

    Das Gute an dem Spiel (bzw. der Reihe) ist, dass es einem größere Konzepte vermitteln will, selbst wenn manche davon science fantasy sind. Aber innerhalb dieser Fantasie können dann Charakterinteraktionen sehr gut erforscht und moralische Probleme diskutiert werden. Hierzu trägt auch bei, dass der Cast (sehr Anime-untypisch) mal nicht nur aus Schülern besteht, sondern eher ein Mix ist mit der Tendenz zu älteren Charakteren.

    Geändert von Sylverthas (13.11.2017 um 21:21 Uhr)

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