I am Setsuna:



Das JRPG hat mich ehrlich gesagt maßlos enttäuscht, obwohl es super begonnen hat. Die melancholische Stimmung mit dem eigenartigen Protagonist hat schnell mein Interesse geweckt und Spaß hats auch gemacht, aber mit jeder weiteren Spielstunde ging es immer weiter bergab. Die Story ist ne typische 0815 Handlung gespickt mit Klischees, aber welches japanische RPG ist das nicht? Das hat mich eh am wenigsten gestört, ich mag Kitsch. Aber der Rest ... oh der Rest hat so ziemlich alles versaut. Das Kampfsystem bietet keine Tiefe, bis auf manche Bossgegner braucht mal null Taktik. Noch dazu kämpft man immer wieder mit den gleichen Gegnerhorden von plüschigen Häschen, Eichhörnchen und was sonst noch so kleine Mädchen für Stofftiere in ihren Betten haben. Die Spielwelt ist auch ziemlich öde gestaltet, das ganze Spiel spielt in einer schneebedeckten Welt - irgendwann hat man genug von dem Weiß. Überhaupt ähneln sich viele Gebiete, es gibt nur kleine Dörfer die allesamt gleich ausschauen. Keine wirkliche Stadt, keine Nebenquests - nur Höhlen und Wälder, die nebenbei nicht zum Erkunden einladen weil es nämlich gar nichts zum Erkunden gibt. Zum Schluss hin wird das Spiel auch extrem in die Länge gezogen, hier und da gibts zwar einen Wendepunkt in der Story aber mehr bietet sie auch nicht. Insgesamt schade um das Spiel, hätte durchaus Potenzial gehabt.