Kid Icarus: Uprising dürfte wohl *Pathos-Modus* zu den unterschätztesten Mainstream-Spielen unserer Generation gehören. Wow, war das ein Rausch.
Ich meine, ich liebe Sakurai ja sowieso abgöttisch, aber wenn andere Spiele auch nur ansatzweise so sauber konzipiert und ebenso dick in eine Infrastruktur gegossen wären, wäre unser Hobby schon drei Schritte weiter. Die allgemeine Kritik an der unzugänglichen Steuerung ist natürlich irgendwo richtig, aber wenn man erstmal drin ist (irgendwann nach ... einigen Stunden ), geht sie wunderbar von der Hand, und spätestens dann liebt man das Spiel für das ganze Drumherum, das irgendwie sonst niemand so routiniert geschissen kriegt. Dagegen wirkt die Steuerung wie Kleinkram, und man lacht nur noch drüber.
Und der Humor ... Geil. Die Story ist natürlich heillos überladen (und an ein paar Stellen ärgert man sich darüber, weil es da richtig episch wird), aber es passt auch einfach zum Gesamtbild. Krasses Ding. Spielen!
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Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
So eine Reise vom Urschleim der Videospielgeschichte bis fast zur heutigen Zeit klingt ja ganz interessant, aber die Umsetzung ist schwach. Die ersten ~90 Minuten waren super, da man ständig neue "Entwicklungen" freigeschalten hat, aber recht schnell erreichte man dann doch den 3D-Modus, nach welchem nichts neues mehr kam. Die letzte Stunde des Spiels besteht eigentlich nur aus einer Mischung aus unterdurchschnittlichem Zelda-Klon und unterdurchschnittlichem Final-Fantasy-Klon. Story ist natürlich nicht nennenswert. Schade, dass das Spiel am Ende nicht doch noch mehr zu bieten hat. So ist es wie ein kurzer Gag, nichts was hängen bleibt oder nennenswerte Awesomeness besitzt (Abgesehen von den meiner Meinung nach gut platzierten Videospielreferenzen).
Das Spiel macht den großen Fehler, zum Ende hin nichts mehr zu bieten und insgesamt viel zu kurz zu sein. Ein 8 stündiges Spiel mit dem gleichen Konzept wäre definitiv wünschenswert.
6/10
Defenders Quest: Valley of the Forgotten
8 Stunden
Tower Defense + Story + Characterbuild? Count me in!
Erstinmal hat mir das Spiel Spaß gemacht. Vom Schwierigkeitsgrad her ist es just right, auch wenn der Skill-Tree in meinen Augen nicht viel Sinn gemacht hat und es gereicht hätte, wenn die Charaktere einfach nur Level aufgestiegen und Skills und Perks automatisch bekommen hätten. Eigentlich lässt sich dazu nicht viel sagen, da es im großen und ganzen ein Tower Defense Game ist und wer auf solche Spiele steht, ist mit Defenders Quest gut bedient, da es sich leicht und flüßig spielt. Vor und nach jedem Kampf gibt es Storysequenzen, die mich jedoch nach 2/3 des Spiels nicht mehr gejuckt haben, da die Geschichte recht langweilig ist und die Charaktere nichts besonderes sind. Man kann schon sagen, es ist recht klischeehaft, aber ganz nett, wenn man es einfach über sich ergehen lässt. Übrigens macht es das Spiel sehr einfach, wenn man sich früh genug Bogenschützen holt. Bogenschützen sind schon fast zu stark, wenn sie auf eine gerade Linie von Feinden schießen können. Ich hatte 3 gehabt. 5 wären overkill. Die Betonung liegt übrigens auf früh rekrutieren und man sollte sein Geld zu Beginn eher für neue Einheiten ausgeben, als für Rüstung. Rüstung wird auch gedroppt, wenn man Level auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad abschließt. Aber eigentlich auch egal. Mit ein bisschen grinding wird Geld eh obsolet.
Summa summarum: Ich finde es immer noch ein tolles Zeldaspiel. Interessanterweise zeigt es aber auch viele Gameplay-Aspekte auf, die Nintendo inzwischen einfach gelernt hat besser zu machen; auch wenn Skyward Sword hin und wieder eher schwach erscheint. Auch interessant ist, wie man vieles nach Skyward Sowrd in neuem Licht sieht: Die Mythologien, die Historie (plötzlich lassen sich ganze Tempel historisch im Zelda-verse einordnen, weil man bestimmte Designelemente oder Symbole wiedererkennt) und auch Ganondorf und das Masterschwert bzw. die schlafende Phai. Ich bin nicht der größte Verfechter der canon Timeline, aber es ist schon stark, wie viel sich da zusammenfügt und so den Wiederspielwert der älteren Teile enorm erhöht.
Jetzt müsste nur wieder ein düstereres Zelda kommen. Der erdige Farbstil von TP war eine sehr angenehm Abwechslung zu The Wind Waker, den DS-Teile und teilweise auch Skyward Sword, die doch alle ziemlich bunt sind. Auch die Zoras und die Gerudos dürften gerne mal wieder vorkommen, nachdem die Goronen ja eigentlich überall ihren Auftritt hatten.
Gestern habe ich Beyond: Two Souls beendet. Der Anfang des Spiels bis ca. 3/4 der Story war das Spiel, mMn, unglaublich gut und wirklich großartig. Das letzte Viertel schwächelt, zumindest kam es mir so vor, im Gegensatz zu den ersten drei Vierteln.