-
Ehrengarde
Klatsche für den Backlog und eine kleine Pause von all den RPGs:
Mothmen 1966 (PC) - 1:43 Std.
Eine Visual Novel zum Mothmen? Veröffentlicht auf Sinclair ZX Spectrum Steam mit dementsprechender Retro-Grafik? Muss ich haben!
An sich eine coole Idee und die geringe Spielzeit stört mich gar nicht sonderlich, nur das merkwürdige Ende sorgt für ein wenig Unmut.
Denn man löst sich schnell vom Mothmen und nimmt dann eine recht abstruse Richtung an, die so gar nicht zum Rest passen möchte.
Für die paar Euro kein Beinbruch und das drumherum ist halt erfrischend anders, nur hier hätte man sich besser an sinnvolleres letztes Drittel ausdenken sollen.
Bayonetta 3 (Nintendo Switch) - 14:52:16 Std.
Acht Jahre ist Bayonetta 2 nun bei mir her und habe die Spiele als bockschwer in Erinnerung.
Habe trotzdem auf Schwer angefangen und bin erstaunlich locker durchs Spiel gekommen.
Also entweder hat die Hexe an Biss verloren oder ich bin über die Jahre besser geworden.
Ich vermute ersteres, denn gerade das Ausweichen ist so simpel.
Ändert aber nichts daran, dass man wieder 100% Bayonetta abgeliefert hat und diesmal mit einen weiteren spielbaren Charakter.
Vielleicht sollte ich die Vorgänger nochmals durchspielen um das besser miteinander vergleichen zu können, doch rein vom Gameplay ist mir der erste Teil am liebsten.
Musste mich da ordentlich durchbeißen und fühlte sich ein Sieg fantastisch an.
Bayonetta 2 habe ich hingegen als saucoolen Boss Rush in Erinnerung.
Der neueste Streich ist dafür eine Explosion von coolen Ideen und wurde es nie langweilig.
Die Reise durch das Multiversum scheint momentan allgegenwärtig zu sein und bietet zum Ende hin eine nette Überraschung.
Was man dazwischen bestaunen darf ist grandios.
Ständig geht die Post ab, Bayonetta darf man in den verschiedensten Versionen erleben und dann erst die zig neuen Waffen und Dämonen und wie man all das miteinander kombinieren kann ist der Wahnsinn.
Vielleicht bin ich noch zu euphorisch, würde Teil 3 aber den Vorgängern vorziehen und kann sich die Spielzeit auch sehen lassen.
Und jetzt heißt es warten auf Bayonetta Origins: Cereza and the Lost Demon.
Finde das aber echt Schade wie heftig dieses Genre mittlerweile vernachlässigt wird.
The Longest Road on Earth (PC) - 1:37 Std.
Eine Ansammlung von mehreren Alltagserlebnissen von fünf verschiedenen Figuren.
Hier wird nicht gesprochen, den Alltag erlebt man nur indem man von einer Szene in die nächste rennt, dafür bekommt man eine nette Optik und einen eindrucksvollen Soundtrack geboten.
Zusammen ergibt das ein leicht meditatives Unterfangen von ca. 1,5 Stunden und ähnlich wie mit Mothmen 1966 geht fast alles für unter 5 Euro total klar.
Dead or Alive 5: Last Round (Xbox Series X) - 4:09 Std.
Ich habe damals Dead or Alive 3 auf meiner Xbox geliebt und unendlich viele Stunden reingesteckt.
Danach die Reihe sträflich vernachlässigt und die Darstellung von Frauen kann man nur belächeln oder sich gegen die Stirn klatschen, aber das war zumindest damals (so bis 2015?
) typisch für Team Ninja.
Last Round macht trotzdem Spaß und hat einen total trashigen Storymodus, was ich in diesem Genre begrüße und besser finde als wenn man wie in einem Samurai Shodown sich trocken durch alle Kämpfer prügelt mit immer den selben Ablauf.
Außerdem kann ja nicht alles ein Injustice oder Mortal Kombat sein.
Und auch wenn ich mich Wiederhole, Team Ninja kann Kampfsysteme.
Es macht Laune seine Gegner durch Wände oder auf eine tiefere Ebene zu prügeln.
Dabei sind die Kämpfer alle unterschiedlich genug und sollte für jeden was dabei sein.
Für einen Nachmittag wurde ich echt gut unterhalten.
No More Heroes 3 (Nintendo Switch) - 11:26 Std.
Und wieder ein Spiel dessen Vorgänger Ewigkeiten her ist.
Kennt ihr das, wenn man Spiele mit der damaligen Wohnung assoziiert?
Ich musste nämlich an No More Heroes denken und da kam mir direkt in den Sinn zu welcher Zeit ich es gezockt habe.
Also ganz erstaunt: "So lange schon?" gegrübelt und mich dann auf No More Heroes 3 gestürzt.
Und ich sag es direkt: hier hat man den besten Teil abgeliefert.
Man muss zwischen den Bossen zwar Geld verdienen und einige Pflichtkämpfe bestreiten, was dafür nicht so nervig war wie ich das in Erinnerung hatte.
Denn um ans Geld zu gelangen kann man Objekte verkaufen und die Fights sind dank der Spezialfähigkeiten ziemlich spaßig.
Mir ist dann mitten im Spiel aufgefallen, dass ich Travis Strikes Again verpasst habe und einiges nicht sofort nachvollziehen konnte, doch sonst ist die Story so übelst abgefuckt.
Suda51 ist wie eine Mischung aus Kojima (aus einem Paralleluniversum, wo nicht nur Grütze entsteht) & Taro Yoko mit gehörig viel Kokain und irgendwelche anderen Substanzen gemischt.
Ich habe diesen Mann samt Grasshopper Manufacture damals mit Killer7 lieben gelernt und auch wenn seine Spiele manchmal etwas monoton ausfallen, so sind sie fast immer einzigartig und zeigen gefühlt 80% aller Studios mit immer den gleichen Mist den Mittelfinger.
Nach Bayonetta 3 war ich außerdem schon gut in Stimmung auf schräges und auf alles vorbereitet... ach, wem mache ich was vor? No More Heroes 3 spült all diese Erwartungshaltungen das Klo runter und nimmt einen auf einen ganz eigenen Trip mit.
Ihr braucht Drogen um die Welt anders wahrzunehmen? Spielt No More Heroes 3, denn davon bekommt man wenigstens keine Entzugserscheinungen.
Highlights sind natürlich die Bosse und was man hier auf einen loslässt ist zum brüllen.
Man glaubt man müsse sich die Rangliste hocharbeiten? Joa, schon. Nur nicht so wie man denkt.
Hier werden Endgegner vorher abgemurkst, egal wie wichtig die wirken, es erscheinen Charaktere aus (angeblich?) anderen Games, viele Bosse wollen komplett anders besiegt werden und dabei präsentiert man eine Kulisse die seinesgleichen sucht.
Hach, herrlich wie verrückt die Games von Grasshopper Manufacture sind und bin geneigt die letzten Lücken zu schließen und besonders Killer7 nochmal zu zocken.
New Tales from the Borderlands (Playstation 4 Pro) - 9:55 Std.
Meinen Anfang ins Borderlands-Universum hatte ich damals mit Tales from the Borderlands, was völlig durchgeknallt war und nie mit einer Fortsetzung gerechnet habe.
Jahre später wurde ich eines besseren belehrt und diesmal begleitet man die drei Charaktere Anu, Octavio & Francine.
In der ersten Episode bin ich nicht so richtig warm geworden mit diesem Dreiergespann, was vielleicht daran liegt, dass die erst alleine agieren und sich dann erst treffen.
Auch so wirkte alles viel zahmer, etwas ernster und nicht so umfangreich von der Handlung her.
Ab Episode 2 konnte ich mich dann besser auf dieses Team einlassen und habe besonders Anu & Octavio in all ihrer Schrulligkeit lieben gelernt.
Der Humor zündete öfters und die Handlung war okay.
Am Ende hat mi Tales from the Borderlands dennoch besser gefallen.
Das macht dieses Spiel nicht schlecht, nur viele Witze sind einfach nicht witzig, wie etwa diese sprechende Pistole und Francine wirkte manchmal wie das fünfte Rad am Wagen.
Gleichzeitig bleibt alles recht sicher und wird nie solch ein Chaos wie im Vorgänger verursacht.
Dafür stimmt der technische Part, denn hatte keinen einzigen Bug, aber hey, anderer Entwickler.
Kann ja nicht jeder so schlampig sein wie Telltale.
Bleibt also ein spaßiges Spiel von unter 10 Stunden und hoffentlich machen die damit weiter.
Gears of War: Ultimate Edition (Xbox Series X) - 9:50 Std.
Es gibt zwei Reihen für die Xbox die mir immer entgangen sind.
Zum einen Halo und zum anderen Gears of War.
Mit der Ultimate Edition also ab in Getümmel und ich finde die Story total belanglos und die Charaktere sind lachhaft aufgepumpt.
Spaß macht es dafür allemal.
Sich durch die zahlreichen Gegner ballern wird einfach nicht langweilig und reden wir hier immer noch vom ersten Teil.
Habe Blut geleckt und bin gespannt auf das, was die Fortsetzungen bereithalten.
God of War III Remastered (Playstation 4 Pro) - 9:07:49 Std.
Seit gut einem Jahr schaffe ich es endlich wieder vermehrt Spiele, die ich bereits kenne, erneut durchzuspielen.
Die Liste ist zwar noch immer endlos, God of War 3 habe ich 13 Jahre später dennoch ein 2x letztens beenden können.
Also vom Gameplay her habe ich vieles vergessen und war dann umso mehr angetan wieviel Spaß es macht die Gegner zu zerpflücken.
Kratos ist halt eine Gewalt für sich und die Bossfights inklusive Finisher sind äußerst prägend und liebe ja den Kampf gegen Kronos.
Was mir an der Reihe immer wahnsinnig gut gefallen hat ist das, was sich im Hintergrund abspielt.
So rennt man mit Kratos durch die Welt und im Hintergrund prügeln sich Wolkenkratzer hohe Titanen und das hinterlässt mächtig Eindruck.
Dieses erneute Erlebnis zieht mir aber die beiden Fortsetzungen etwas runter.
Denn wenn man sich bewusst macht was hier abgeht und wie gleichgültig Kratos alles und jeden niedermäht, wirkt die nordische Saga fast schon wie ein Witz vom Entwickler.
Kratos wird zum Weichei und plötzlich zählt jeder Mensch.
Die Götter von Ragnarök wirken zwar mächtig, nur im Hinblick auf das was man zuvor mit den griechischen Göttern angestellt hat, eigentlich kein Vergleich.
Ja, ich mag die nordische Saga, habe aber damals mit God of War gestartet und so dicht beieinander wirkt Ragnarök für mich mehr wie ein Fremdkörper.
Halo Infinite (Xbox Series X) - 23:11:53 Std.
Ich habe zum Release das so am Rande mitbekommen wie viel Kritik Halo Infinite kassiert hat.
Da ich die Reihe nicht kenne habe ich mir die Reviews geschenkt und letztes Jahr zum Prime Day dann spontan die Steelbook Edition für unter 30 Euro gegönnt.
Für den Preis kann man hoffentlich nichts falsch machen und wenn es solide ist, okay, so mein Gedanke.
Aber ich mein, Master Chief? Komische Aliens? Musste da immer zwangläufig an diese Actionfiguren-Werbungen aus meiner Kindheit denken, wo ein alles an billiges Plastik erinnert.
Zig Monate später also endlich damit angefangen und kann nur sagen, für mich eine riesige Überraschung und der mit Abstand beste Ego-Shooter seid Doom Eternal vor drei Jahren.
Es fängt brachial an und geht der Soundtrack unglaublich gut ins Ohr.
Wenn man dann selber loslegen darf und so eine Raumstation um einen herum explodiert und zusammenbricht, zusätzlich Gegner ein aus die Rüstung schälen wollen und man mit Greifhaken und Waffe ums überleben kämpft, geht mein vernachlässigtes Ego-Shooter-Herz auf.
Die Open World hat mich dann in den ersten Minuten etwas abgeschreckt und dann als irrelevant deklariert.
Die ist nämlich ziemlich überschaubar, man kommt schnell von A nach B und ist das zum Glück alles optional.
Habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen alle bis auf ein Kopfgeld einzusammeln und alle Vorposten zurückzuerobern.
Denn es macht extrem Laune die Umgebung für sich zu nutzen.
Von einem Berg aus alle mit dem Scharfschützengewehr abzuknallen oder mit einem Ghost oder Scorpion einen Vorposten platt zu machen sind die Vorteile einer Open World.
Die Hauptmissionen sind dann überraschend spannend und bieten recht anspruchsvolle Bosse.
Habe sogar die Story gerne verfolgt, selbst wenn ich diese nicht zu 100% nachvollziehen konnte, da mir viele Begriffe nichts sagten.
Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage wie die Vorgänger so sind und werde mir diese natürlich noch geben.
Habe aber die Befürchtung hier weniger zu bekommen als gewünscht und daher die Frage: Ist die Reihe echt so handlungsintensiv?
Mir kommt es vor als hätte ich ein Tor zu einer echt interessanten Franchise aufgestoßen, denn Halo Infinite ist für mich ein Hammer geiler Ego-Shooter.
UND ich habe die Grunts lieben gelernt, die Dinger hauen so geile Sprüche raus.
Somerville (Xbox Series X) - 4:02 Std.
Habe im Dezember nach der ersten halben Stunde pausiert und fast mit einem Flop gerechnet.
Tja, falsch gedacht.
Es kommt zwar nicht an Inside ran, finde es aber deutlich besser als Limbo und habe vorhin erstmal alle Endings freigeschaltet.
Hier kann man wieder viel philosophieren und interpretieren, finde das Gezeigte aber deutlicher als am Anfang erwartet.
Für Science-Fiction bin ich zudem immer zu haben.
--
Now: Kingdoms of the Dump / Done: Hell is Us
Now: Der Doktor und das liebe Vieh Staffel 1 / Done: The Mighty Nein Staffel 1
Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Superman: American Alien Band 1
RPG-Challenge 2025 / Now: Clair Obscur Expedition 33
Geändert von Ὀρφεύς (29.01.2023 um 11:20 Uhr)
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Nein
- Themen beantworten: Nein
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln