The Legend of Korra (PlayStation 3)
Big pile of shit! Why PlatinumGames? Why?
Für ein Lizensspiel fand ich es schon überdurchschnittlich... aber natürlich noch lange nichts was ich von Platinum erwarten würde, musste es mir auch direkt zum Release holen zur Vorfreude auf Bayonetta, aber Freude kam dabei eher weniger auf. D:
Man kann es ja immer noch auf Activision schieben.
Legend of Grimrock II (Normal, eigene Charaktere)
Ich gehe jetzt einfach mal frech davon aus, dass jeder weiß, dass es sich bei LoG2 um einen Dungeon-Crawler handelt, in dem man sich Tile-weise fortbewegt.
Halleluja, was für eine Mist-Perle von einem Spiel! Ich stehe auf schwere Spiele, die den Spieler nicht für dumm verkaufen, sondern ihn herausfordern wollen. So ziemlich alles im Spiel (bis auf die Grafik) könnte tatsächlich aus den 90ern stammen, seien es Spielsystem, der Schwierigkeitsgrad, die Rätsel oder die Art und Weise, wie einem die Entwickler fiese Fallen stellen.
Der Vorteil: Auch das Gefühl, im Spiel etwas erreicht zu haben, stammt aus den 90ern. Selten war ich von einem Spiel so froh es geschafft zu haben (im positiven Sinne) wie bei LoG2; vom "Yes, endlich geschafft"-Faktor kommt es tatsächlich an Dark Souls ran. Hat auch ganz schön gedauert; Steam sagt, ich habe 44 Stunden mit dem Spiel verbracht^^.
Zum Spiel selbst muss man sagen: Auch wenn die (ohnehin nur der Atmosphäre dienenden) Story keinerlei Bezüge zum Vorgänger hat, handelt es sich in allen anderen Bereichen um einen waschechten Nachfolger. Anders gesagt: Meiner Meinung nach sollte man unbedingt den Vorgänger gespielt haben. Statt einzelner Levels, die man nach dem Durchqueren abhaken kann, hat man jetzt eine Art OpenWorld. Vorteil: Wenn man hängt, kann man einfach woanders weitermachen. Nachteil: Man muss selbst dafür sorgen, den Überblick in der Welt zu behalten (immerhin hilft die Karte dabei sehr, die um neue Symbole zum Markieren erweitert wurde). Ich hatte dauernd Angst, versehentlich einen wichtigen Gegenstand irgendwo in der Pampa liegengelassen zu haben, was bei diesem Spiel extreme Frustation erzeugen würde. Dieser Fall trat gottseidank nicht ein, ich hätte sonst das Spiel vor lauter Wut vermutlich in den nächsten 5 Jahre nicht mehr angerührt^^.
Auch die Rätsel haben deftig angezogen. Überhaupt: Das Spiel ist nichts, absolut garnichts für Rätselfaule! Die härtesten Kopfnüsse sind zum Glück optional, aber ohne sein Hirn anzustrengen und die Formulierungen in ihrer Bedeutung teilweise genauer zu ergründen, kommt man im Spiel früher oder später in eine Sackgasse. Immerhin: Die Rätsel sind erfreulich abwechslungsreich. Insgesamt gabs ca. 3 oder 4 Stellen, in denen ich bei Youtube-Videos, hauptsächlich von Gerugon, spicken musste. Ein Rätsel empfinde ich aber als extrem unfair, wenn man derartige Rätsel davor noch nie hatte, nämlich
Nochmal zum Schwierigkeitsgrad, und leider ein Kritikpunkt von meiner Seite: Die Kämpfe sind gefühlt weniger ausgewogen als im Vorgänger; zumindest kommts mir so vor. Es ist zwar schön, dass die Gegner etwas intelligenter als im Vorgänger reagieren und auch mal ausweichen, aber viele Gegner halten gefühlt zuviele Schläge aus. Es gibt deutlich mehr Klassen und Fähigkeiten, aber auch die Möglichkeit, sind deutlich heftiger zu verskillen. Meine Partyzusammenstellung:. Ich denke, für den Anfang sollte man vielleicht tatsächlich auf die vorgefertigte Party zurückgreifen, statt sich seine eigene zu erstellen^^.
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Kurzes Fazit von mir: Im Gegensatz zum Vorgänger richtet sich dieses Spiel jetzt mMn. eindeutig an Fans des Genres und nicht mehr an Anfänger. Sowohl die Kämpfe als auch die Rätsel fordern den Spieler und erfordern volle Aufmerksamkeit. Wer darauf steht und schon den Vorgänger mochte: Greift zu! Es ist Legend of Grimrock in schöner, größer, umfangreicher! Wer noch nie einen Dungeon-Crawler gespielt, aber Interesse hat: Spielt lieber den Vorgänger, der ist weniger frustig und ohne Overworld, hat aber sonst die gleichen Qualitäten (Rätsel, Kämpfe, Atmosphäre) wie der Vorgänger (wenn auch in reduzierter Menge). Wer Rätselfaul ist: Finger weg! Wer sich nicht vorstellen kann, seine Party Feld für Feld zu bewegen: Probierts aus, aber wenn es wirklich nicht gefällt, Finger weg! Wer alle 10 Minuten Zwischensequenzen sehen und generell durch die Welt geführt werden will: Finger weg!
Ich für meinen Teil hatte großen Spaß mit LoG2. Einen eventuell erscheinenden Nachfolger werde ich ebenfalls wieder kaufen - auch wenn ich abermals zwischendrin auf Youtube-Lösungen zurückgreifen muss, aber das ist es mir wert; es fühlt sich gut an, wenn man auch nur 90% der Rätsel selbst lösen kann^^...
November
17.11. Call of Duty 7: Black Ops [PC, Veteran, 6h?]
Auf der X360 hatte ich es bei Release gehasst und abgebrochen, jetzt fand ich es recht spaßig. Ja, sogar die Story mit Mason und "DA NUMBAS" war amüsant. Vielleicht liegt es auch am beschissenen Ghosts, das BO1 mir jetzt Spaß gemacht hat.
Mit 'ner HD7950 und einem 2500k lässt sich das Spiel auch mit Downsampling von 4K@1440p@~60fps spielen - selten auch mal drops auf ~40fps.
Dezember
08.12. Fearī Fensā Efu [PS3 US, Tiara Ending, 28:04:32]
Nach Neptunia hatte ich eigentlich keine Interesse mehr an den Compile Heart Spielen. JRPGs gefallen mir einfach besser wenn man durch 'ne Welt wandert (selbst wenn es Linear wie bei FF13 sein sollte) und nicht "Eine einzige Stadt auf Mini-Overworld mit 10 Mini-Dungeons über die man einen Pfeil zum reisen bewegt". Dank Kampf-Animationsskip sind wenigstens die Kämpfe recht flott und Tsunako continues to make cute Moeblobs, nett sind da auch die leichten Animationen der Charakter Portraits.Keine Ahnung wer noch neben Nobuo Uematsu am OST saß, aber ein paar Stücke waren einfach lächerlich (erster Dungeon) bis hin zu recht fetzig und gut (Fairize-/Battle-/Boss-Theme). Die Idee mit dem World Shaping ist nett, aber VÖLLIG OP. Hab erst ab "kurz" vor Ende mit dem stacken von WS Boni angefangen (sonst immer nur 1 Schwert verwendet) und war in den letzten 5h einfach völlig Overpowered - Bosse in 2-3 Runden nur mit normalen Angriffen töten etc... Tut euch das also nicht an. Shukesoo's Tower (viel zu einfach) leider nur bis Level 29, da ich nicht wusste das man nach fast jedem betreten eines neuen Dungeon sofort wieder raus in die Stadt zu Lola sollte. Bescheuert.
Kann man gut spielen, muss man aber nicht. Keine Ahnung warum ich eigentlich das Tiara Ending hatte und welche es noch gibt.
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Bereits vor zwei Tagen: Darkwing Duck (Game Boy)
Früher waren Disney-Spiele von Capcom einfach genial. Schade, dass diese beiden Firmen nicht mehr so stark kooperieren, wie damals.
Bei der NES-Version hatte ich oft bei manchen Stages und auch besonders beim Endgegner so meine Probleme (es passierte zu viel auf einmal auf dem Bildschirm), aber hier habe ich problemlos alle Gegner besiegt. Ein paar Tode musste ich dennoch sterben, da manche Sprünge millimetergenau sein müssen...
System Shock 2 [Normal] 12~ Stunden
Was soll ich sagen: Hat schon einen berechtigten Grund warum das Spiel absoluter Kult ist. Mit Mods sieht es auch optisch annehmbar aus, aber ansonsten spielt man es wegen dem coolen RPG-System, der Atmosphäre und den Audiologs + SHODAN. Storymäßig wurde ich jetzt nicht geplättet (das Ende scheint außerdem irgendwie nur schnell dahingeklatscht worden zu sein, als ob sie kein Geld und keine Zeit mehr gehabt hätten) aber das Erlebnis war wirklich großartig. Es machte sehr viel Spaß die Von Braun zu erkunden und den Gegner eins auf die Fresse zu geben. Das herausfinden der Zahlencodes erwies sich als spannender als ich dachte und ich war echt überrascht wie cool das Forschungssystem ist. Hätte zwar noch etwas Tiefe vertragen können, aber war schon gut so. Einen richtigen Skilltree hätte ich mir auch eher gewünscht, aber so wie es hier ist (5 Werte: Stärke, Ausdauer, PSI, Agilität, Cyber und verschiedene Fähigkeiten: Reparieren, Hacken, usw...) konnte man schon etwas individualisiert an die Sache rangehen. Ich hab allerdings komplett auf PSI verzichet und Strength gemaxt. Mein Assault Rifle (so ziemlich die beste "normale" Waffe im Spiel) wurde zweimal modifiziert und dadurch waren alle Gegner kein Problem mehr. Allerdings muss man die Munition schon sparsam anwenden. Ich hab mein Gewehr also nur benutzt, wenn ich von mehreren Gegnern überrannt worden bin, oder Security Cams zerstören wollte. Zwischenzeitlich gab es auch den ein oder anderen Schreckmoment und sogar einen meiner Meinung nach sehr guten Plottwist.
Gameplay absolut top, Story höchstens "okay~". Alles in Allem empfehlenswert!
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Über die Feiertage (das sehr kurze) Ico zum ersten Mal durchgespielt. 5+ Stunden okayische Unterhaltung, die ich so oder ähnlich schon in diversen Indie-Titeln besser präsentiert bekam. Gut, dafür kann ein Spiel von 2001 nichts. Dennoch wäre ich sicherlich damals schon ob der kurzen Spielzeit und den recht nervigen Schattenkämpfen enttäuscht und frustriert gewesen. Der Hype um The Last Guardian wird mir hoffentlich durch den inoffiziellen Nachfolger klar. Den HD-Port find ich auch etwas frech. Sowohl Steuerung als auch Optik gehen für mich als schwammig durch. Das man das Spiel für die ein oder andere Randnotiz (Stichwort: Übersetzung) zweimal durchspielen muss grenzt schon ein wenig an Spielzeitstreckung… Aber gut, was tut man nicht alles für ein paar leicht verdiente Goldtrophäen.
Nebenbei bemerkt: Ein winziges, leuchtendes Schwert was größer (gar riesig) wird, sobald man Yorda an der Hand nimmt….
Diese Japaner!![]()
Es wird nur marginal anders vom Spielgefühl, wenn man mit dem Hype im Hintergrund spielt, wird man wohl oder übel enttäuscht sein. Große Gegner hat man schließlich inzwischen auch schon in Dragons Dogma erklommen. Story ist kaum bis gar nicht existent, es hat diesen "einen" Twist am Ende der okay ist, aber erinnert auch frappierend an viele Indie Games heuzutage irgendwie so Limbo Style.
Das die Kolosse auch friedlich sein sollen ist völlig Schwachsinn, wenn du du mit SotC mal anfängst stelle dich mal genau vor dem ersten Koloss und bleib vor ihm friedlich stehen. Das wird defintiv nicht gut enden.
Es ist jetzt wirklich nicht so pralle wie alle sagen, man ist auf jeden Fall kein Spielebanause wenn man es nicht mag, wie so manch einer gerne behauptet.
Wobei ich SotC für das definitiv bessere Spiel in dem Doppelpack halte. Sicherlich hat man einige der Ideen heutzutage von beiden Games schon gesehen, aber ganz den Stil von SotC konnte IMO keines einfangen und die Kolosse spielen sich doch ziemlich abgwechslungsreich. Größte Kritik war bei mir die viel zu öde und leere Landschaft (ja, ich weiß, ist bewusst so designed worden, machts aber nicht unbedingt besser).
Ico war für mich schon zu PS2 Zeiten massiv überhyped, wobei ich das Gefühl hatte, das ein größerer Teil des Hypes erst rückblickend durch SotC kam. Für mich war Ico ein recht simpler Puzzle-Plattformer mit viel zu viel Bloom und einem minder nervigen Eskort-Quest. Obwohl die Spielzeit so kurz ist ging das nicht in einem Durchgang durch, weil es einfach zu langweilig war. Da war SotC dagegen reines Gold.
Wer mein Fazit zu Mass Effect 1 lesen möchte kann das hier tun. (Achtung Spoiler ahead)
Mass Effect 2 [Normal] [Paragon] 33~ Stunden
Ich hatte sehr viel Spaß mit Mass Effect 2, es gab viele Dinge, die verbessert wurden (unter anderem die Steuerung), aber auch viele Dinge, die zwar nicht schlecht aber auch (für mich) nicht gut sind. Da ist eine gewisse Grauzone entstanden. Der Anfang war meiner Meinung nach sehr gut und machte Bock auf mehr. Die Gesamterfahrung war sehr gut, aber die Story kam einfach nicht richtig in Fahrt. Es war das erste Drittel ungefähr das Szenario: "Hol dir x Leute in deinen Squad und dann machts du y" Was an sich ja nicht schlecht ist, wenn jeder irgendwie Bezug zu den Gegnern hätte, aber die Gegner tauchen so ziemlich garnicht auf in dem Spiel bis man sich den finalen Showdown liefert. Anfangs war ich auch etwas überwältigt von der Anzahl der Squadmember. Ich werd jetzt mal kurz auf jeden eingehen:
Garrus - Absolut großartiger Charakter, der auch sehr cool eingeleitet wurde. Diese Broziehung zwischen ihm und Shep ist einfach super und ich hab mich gefreut ihn wieder dabei zu haben.
Grunt - Bei Grunt war ich anfangs skeptisch ob der an Wrex rankommen würde, aber diese Sorge ist verflogen als ich seine Loyalty Mission gemacht habe. Die fand ich einfach richtig gut und passend. Dass er ein Mitglied von Wrex' Clan wird hat mich echt gefreut. Bin generell ein Befürworter der Krogans. ^^
Jack - Ich glaube Jack ist wohl einer der Charaktere der am meisten polarisiert. Entweder mag man sie, oder man mag sie nicht. Ich mag sie eigentlich nicht so. Hab sie dann auch "zu sehr romanced" und musste dann ablehnen (weil die Beziehung zwischen Liara und Shep aus dem ersten Teil noch vorhanden war) woraufhin sie das letzte Drittel des Spieles nicht mehr mit sich reden ließ und einfach nur "Fuck off." sagte. Meh.
Jacob - Kanye West.
Legion - Richtig cooler Charakter. Ich hoffte auf etwas mehr Shitstorm zwischen Tali und Legion, aber dazu kam es ja leider nicht. Hätte auch gerne etwas mehr Hintergrundinfos bekommen über Legion, aber irgendwie steht ihm dieses Mysteriöse.
Miranda - Ihr Aussehen ist sowas von over the top, was mich irgendwie stört, aber es wird ja sogar erklärt warum das so ist.An und für sich fand ich sie angenehm. Die Szenen mit ihr waren meist gut und das obwohl sie Cerberus treu war.
Mordin - Ich mag seine Art eigentlich, aber er ist halt auch einfach ein total random ausgesuchter Charakter den man einfach aufnehmen soll, weil es der Illusive Man gesagt hat. Ein bisschen mehr Einbindung in die Story hätte ihm (und vielen anderen) gut getan. Fand aber die Hintergrundgeschichte mit der Genophage sehr interessant.
Samara - Samara fand ich auch sehr cool. Anfangs hatte ich Sorge, dass das so ne langweilige Omi wird, die mich bemuttert und mir sagt wie wenig Justice ich in der Galaxie verbreite, aber sie hat sich als angenehmes Squadmitglied gemausert. Ich hab außerdem sie gewählt, weil Morinths Art sich mit meiner Paragon Spielweise nicht einig werden kann.
Tali - Auch sehr cool, dass sie wieder dabei ist (und man sie sogar romancen könnte!) Fand es geil die Flotilla betreten zu dürfen. Generell waren die Gespräche mit ihr sehr toll. Sie ist einer meiner Lieblinge in der ganzen Serie. Und dass sie am Ende sogar den Namen "vas Normandy" bekommt...
Thane - Von Thanes Spezies hab ich in ME1 irgendwie garnichts mitbekommen, aber er ist einer der besten Charaktere vom neuen Squad. Geheimnisvoll, gute Hintergründe, sehr gute Dialoge und gutes Design. Leider ist er in ME3 kein Teil der Crew mehr.
Zaeed - Langweiliger DLC Charakter, der so viel Tiefe hat wie mein Schuh.
Es gab großartige alte (Tali, Garrus) und neue (Thane), gute neue (Miranda, Legion, Samara) und totale Reinfälle (Zaeed) die Anzahl an System die man bereisen kann ist gut, da war ich eigentlich ganz zufrieden. Nur dieses Scansystem ging mir derbe auf den Sack, von dem was ich aus ME3 (das ich bereits angefangen habe) gesehen hab haben sie das dann eh etwas besser gemacht. Fand es schade, dass der Mako nicht mehr zum Einsatz kam bzw. der Hammerhead nicht öfter eingesetzt wurde.
TLDR: Als Spiel: Geil. Als ME: Najaaa~ Gute Einführung in ME3 aber als alleinstehendes fragwürdig. Charaktere: Eine handvoll richtig gut, der Rest (für mich) uninteressant.
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So, nach ca. 14 Stunden bin ich mit South Park: The Stick of Truth durch. Anfängliche Hochgefühle verschwanden mit der Zeit immer mehr, ab der Hälfte war das Spiel für mich nur noch überdurchschnittlich unterhaltsam, gegen Ende hin wollte ichs auch nur noch durch haben. Das mag ersteinmal negativer klingen als es eigentlich gemeint ist. Ich hatte von Anfang bis zum Ende meinen Spaß mit dem Spiel, aber es hat mich nicht umgehauen. Ich mochte es in South Park rumzulaufen und hatte meinen Spaß dabei, mit den verschiedenen Charakteren der Serie zu interagieren und einige davon auch anzufurzen (hehehahaha), aber in der Story liegt dann auch schon der größte Reiz des Spiels. In meinen Augen lebt das Spiel einfach von dem bekannten Setting und seinen Charakteren und der herrlich überdrehten Art, die besonders gegen Ende hin sehr over-the-top wird, aber das Gameplay ist in die Tonne zu treten.
Das interaktive Storytelling wird durch kleinere Erkundungspassagen unterbrochen, die vollgestopft mit Anspielungen aus der Serie, lootbaren Gegenständen und Minipuzzles sind, die jedoch nur selten wirklich belohnen. Problem ist hierbei nämlich das Kampfsystem. Ich habe einen Thief gespielt und hatte den Großteil des Spiels Butters an meiner Seite, da er mir als Paladin sehr entgegenkam. Das Spiel hat von mir auch nur selten verlangt, mehr zu machen als nur Waffen mit Bleeding-Effekt auf die Gegner zu werfen. Der Rest war Überleben, da (fast) jeder Gegner pro Runde über 50 % seiner eigenen HP als Schaden erlitt. Mit eingebauter Selbstheilung konnte ich mich zudem auch jedes mal mit meinen Angriffen automatisch heilen (Was gegen Ende aber nicht mehr viel gebracht hat, da die Selbstheilung zu schwach war). Gegner mit hohen Rüstungswerten? Kein Problem, einfach alle zum Bluten bringen und dann mehr oder weniger ausharren. Die ganzen Spezialfähigkeiten meines Chars habe ich auch nur selten genutzt, eben weil es nicht wirklich notwendig war und ich irgendwann sogar vergessen hatte, dass ich Gegner auch stunnen kann. Durch die vielen Waffen, Statuseffekte, Perks, Skills, Rüstungen und Modifikationen hätte das Spiel deutlich komplexer sein können, aber so wurde man einfach nur mit Quantität überhäuft. Ich hatte das ganze Spiel über das Gefühl, es würde irgendetwas fehlen. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf das Kampfsystem, sondern auch auf die Stadt selbst, die ruhig hätte mehr bieten können als nur ein paar kurzlebige Dialoge pro Person. Fühlte sich etwas gerusht an, an keiner Stelle geht das Spiel wirklich in die Tiefe, alles kratzt an der Oberfläche. Sehr schade.
Da mir aber das interaktive Storytelling gefallen hat und das Spiel nicht sehr lang ist gebe ich hier noch 7/10 Punkten. Hier muss ich aber wirklich nochmal sagen, dass das nur durch einen South Park-Bonus und der wirklich gelungenen Story zustande kommt und es eben auch wirklich Spaß macht. Viel mehr als ein kurzes, interaktives South Park sollte man jedoch wirklich nicht erwarten.
Mass Effect 3 [Normal] [Paragon] 35~ Stunden Achtung Spoiler!
Ich hab wie ich den Post oben veröffentlicht habe schon ungefähr 6 Stunden in ME3 verbracht und vor einer halben Stunde liefen die Credits. Was soll ich sagen? Einfach großartig. Die In-Szene Setzung war viel besser als in Mass Effect 2, die Story wieder mehr im Vordergrund (wo hingegen in ME2 mMn eher die Charaktere den Vortritt hatten) und das Abenteuer weitaus spannender. Es fühlte sich richtig gut an die alten Gesichter (nochmal) zu sehen und mitzuerleben wie sie sich entwickelt haben. Da alle in ME2 überlebt haben hatte ich auch einige spannende Sequenzen zu sehen. Toll entwickelt fand ich Jack (wirklich sehr gut!) und Thane. Bei Letzterem bin ich immernoch traurig, dass er so enden muss. Es war ja in ME2 schon zu 100% festgelegt, aber er ist einfach so...cool.
Ich weiß garnicht was ich großartig sagen soll - muss das ganze noch ein wenig auf mich wirken lassen aber hier ein paar Sachen die ich wirklich gut fand:
Mass Effect 3 spielt sich meiner Meinung nach so gut. Die Steuerung macht genau das was ich will, die Skills sind verständlich und die Hotkeys für Squadskills habe ich mir ganze Zeit schon gewünscht. Das Scannersystem ist zum Glück überarbeitet worden, aber es hat mich gestört, dass ich nicht bei jedem System eine Prozentanzeige gesehen habe. Ich musste also in jedem System rumscannen ohne überhaupt zu wissen, dass da was zu finden ist. Ist aber auch nur ein kleines Manko. Was mich noch "gestört" hat ist, dass viele Gespräche nun automatisch ablaufen ohne in dieses "Chatfenster" zu kommen. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie nimmt mir das den Reiz den Charakteren zuzuhören, wenn sie mich nicht ansehen und gerade an den Waffen rumkalibrieren (siehe Garrus) Aber die Texte waren grandios! Es gab viele sehr gute Momente wie z.B:
-Legion sagt Garrus, dass die Systeme nur noch um 0,32% verbessert werden können und Garrus fragt höhnisch "Nur .32%? Keine .34?" Woraufhin Garrus selber die Systeme um .43% erhöht und Legion verwundert ist.
-Die Quarian + Geth Sache ist einfach herzzereissend gewesen - wie Tali die Maske abnimmt...
-Tali und Garrus kommen sich näher und ich erwische sie "inflagranti"
-undundund!
Also es gab ein paar richtig tolle, spannende, aufklärende und traurige Momente. Mass Effect 3 schließt die Serie sehr schön ab. Über das Ende kann man sich streiten, ich fand die Idee gut aber die Umsetzung etwas unfertig. Die Entscheidungen unterscheiden sich nicht genug voneinander um eine richtige Auswirkung festzustellen. Da hätten 5 Minuten mehr Cutscenes schon eventuell alles verbessern können. Aber es wird Zeit damit abzuschließen - hat mich schon genug Zeit gekostet. ^^
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