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Thema: gerade durchgespielt #9

  1. #3421
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Habe mich am selben Tag von dir anstecken lassen und es mir geholt.
    Steam sagt ich habe 73 Minuten in Sayonara Wild Hearts investiert und habe noch nie ein so gutes 1 Stunden Spiel gezockt.
    Es geht direkt ab, der Soundtrack ist stark und wirkt jede Minute sehr künstlerisch.
    Ist mir selbst die Tage danach immer wieder in den Sinn gekommen und das hat ein solch kurzes Spiel bisher nie geschafft.
    Na jz weißt du wie es mir ergangen ist, solche Spiele landen gar nicht mal auf meinem PC. Das ist pure Blasphemie. Aber ich hab das Spiel bei David Hains "Beste Soundtracks 2019"-Video gesehen und mich von ihm anstecken lassen. Hat sich ausgezahlt, auch wenn ich mir manchmal gewünscht hätte, die Levels wären etwas länger.

    Danach war bei mir lange Ebbe, da ich viele Spiele abgebrochen habe, weil sie so schlecht sind und die Erwartungen hoch waren. Eine Schande, das sich manche Titel Videospiele nennen. Aber jz zock ich etwas Gears 5, das macht alles wieder wett. ^^

  2. #3422
    Ratchet & Clank
    Zitat Zitat von Orpheus
    Die Trilogien haben es nicht gerade leicht, da wir hier von PS2-Games sprechen, die auf der PS3 portiert wurden und habe völlig veraltete Games erwartet.
    Eine besonders schlechte Vorahnung hatte ich diesbezüglich mit Ratchet & Clank, eben weil ich dessen Reboot kenne und der Anfang war schon arg billig (aus heutiger Sicht).
    Handlung so lala, erste Welt viel zu leicht und vermutlich schnell vorbei so wie hässlich.
    Tja, habe mich voll geirrt.
    Das Original ist anders als deren Reboot, die Witze zwischen den Protagonisten werden immer besser, für ein PS2 Spiel schaut es überraschend gut aus, einige Passagen haben mich gut Nerven gekostet und mit fast 14 Stunden Spielzeit war es ca. 8 Stunden länger als erwartet.
    Zusätzlich ist R&C sehr abwechslungsreich und hat man sich mit all den Waffen gut was ausgedacht.
    Also ja, ich wurde positiv überrascht und weiter geht es heute mit Jak and Daxter.
    Aber Hallo. Das Remake ist doch nur Promo für den hundsmiserablen FIlm. Die Einschnitte in der Geschichte waren viel zu hart, Captain Quark nicht der Bösewicht der er in dem ersten (und auch 2.) Teil gewesen ist. Ratchet & Clank sind von Anfang an beste Freunde, sehr viele Planeten wurden weggelassen (darunter auch meiner Meinung nach so ziemlich die coolsten) und was du beim Original schon gefürchtet hast, es ist viiiiiiel zu leicht.

    Teil 1 hingegen könnte ich trotz fehlender Convenience auch heute noch bedenkenlos empfehlen.

  3. #3423

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Lollipop Chainsaw
    Ein absolut grandioses Spiel!
    Ich hatte so viel Spaß auf der Xbox360 damit, dass ich da alles erspielt hatte. Da ich danach noch immer nicht genug davon hatte, habe ich mir dann die PS3-Fassung von einem Freund ausgeliehen und nochmal alles erspielt. Schade, dass das Game keinen Remaster erhalten hat und auch nicht abwärtskompatibel ist. Da dürften die verwendeten Musiktitel schuld daran sein.

  4. #3424
    Hellblade Senuas Sacrifice, PS4 Pro, 8 Stunden

    Endlich nachgeholt und hatte eine sehr gute Zeit mit dem Spiel.
    Die Spielzeit von knapp acht Stunden kam mir auch entgegen, da ich in letzter Zeit viele lange Klopper durchgespielt habe und inzwischen zeitbedingt einfach mal gerne zwischendurch ein Spiel für ein paar Stunden spiele, ohne 80+ Stunden investieren zu müssen.

    Das Gameplay ist natürlich „seicht“, was aber auch nichts Schlimmes ist. Die Kämpfe sind sowieso nur schmuckes Beiwerk und machen Spaß (schön wuchtiges Trefferfeedback), da es ansonsten ein Walking Simulator mit leichteren Rätseln ist, die mir persönlich auch ganz gut gefallen haben. Die Beschaffenheit der Rätsel wiederholt sich zwar, ist aber bedingt durch die kurze Spielzeit jetzt nicht negativ ins Auge gefallen.

    Die Story fand ich in Ordnung, zu der Darstellung der Psychose kann ich nichts sagen, da ich in der Materie nicht bewandert bin aber ich fand die Prämisse interessant auch wenn mir als Auflösung noch irgendeine Art Twist erhofft habe – den ich vllt. Verpasst habe da ich nicht alle Runen gefunden habe (9 haben gefehlt) und dies ja noch mit einem Secret Ending belohnt werden soll bzw. einer zusätzlichen Sequenz.

    Herausragend fand ich das World-Building, die Technik (Grafik und Sound) und das ganze Feeling im Spiel. Es wird so eine schöne isolierte und melancholisch düstere Atmosphäre transportiert. An den Landschaften konnte ich mich teilweise gar nicht satt sehen – auch wenn diese natürlich recht schlauchig waren) und die Bosskämpfe wurden sehr schön aufgebaut und inszeniert (wenn auch hier etwas der spielerische Anspruch zu vermissen war).

    Insgesamt bin ich jetzt sehr gespannt, was Ninja Theory für die Xbox Series X mit mehr Budget aus diesem Fundament machen wird. Ich hoffe, dass kein inflationärer Open World Horizon Klon daraus wird, da mir der Erstling so ganz ohne Fett sehr gefallen hat und aus meiner Sicht nur im Detail durch das größere Budget einiger Veränderungen bedarf, um eine richtige Killer App zu werden.

    8/10

    Xenoblade Chronicles – Torna the golden Country, Nintendo Switch, 20 Stunden

    Oh je, was ist hier nur passiert.
    Nach Dragon Quest XI S hatte ich Lust, mich weiter im JRPG Genre zu tummeln und habe endlich mal den DLC zu meinem sehr geliebten Xenoblade Chronicles 2 nachgeholt.
    Nunja, wie manche Fans sagen können, dass der DLC besser als das Hauptspiel sei, ist mir absolut schleierhaft.

    Positiv zu vermerken sind natürlich der Soundtrack und die Optik (im Dock-Mode). Auch das Kampfsystem, das mir bereits im Hauptspiel großen Spaß gemacht hat, geht auch hier flott von der Hand – wenn auch einige Mechaniken für Neueinsteiger schwer zu durchblicken sein dürften und auch ich habe nach dem klassischen DQXI einige Zeit gebraucht, um zurück in die Materie zu finden.

    Was ich mir vom Spielablauf erhofft hätte, wäre eine komprimierte und entschlackte Vorgeschichte, mit einigen interessanten Locations, hohem Pacing und einer narrativen Ergänzung, die das Hauptabenteuer aufwerten (so las es sich auch in vielen Berichten zu dem Spiel).
    Was ich bekommen habe ist ein aufgeblähtes Gesidequeste mit einer Story, die sich in drei Sätzen beschreiben lässt und für die Haupthandlung bis auf wenige Aspekte vollkommen irrelevant ist bzw. sogar auf mich leicht deplatziert wirkt (was der Fairness aber auch daran liegen kann, dass ich das Hauptspiel vor zwei Jahren gespielt habe). Vor allem die Auswirkungen für die charakterliche Entwicklung einer der Hauptfiguren von Torna zum Hauptspiel kann ich so überhaupt nicht nachvollziehen.

    Das Pacing fand ich extrem unglücklich. Es gibt zwei größere Locations, von denen die eine schon teilweise aus dem Hauptspiel bekannt ist. Auf die 20 Stunden kommt man aufgrund zwei (!) obligatorischer Sequenzen innerhalb der Haupthandlung, in denen man zu einer enormen Vielzahl an Sidequests gezwungen wird, da man eine Art Social Level erst auf Stufe 2 (Mitte des Spiels) und vor dem Endkampf auf Stufe 4 bringen muss. Dies funktioniert indem man pro Stufe eine bestimmte Anzahl an NPCs (16 pro Stufe) auf ein positives Gesinnungslevel gegenüber der Party bringt. Dies vollbringt man, indem man für diese NPCs jeweils ein Sidequest erledigt, die leider nie über „sammle x Gegenstände“ oder „töte x Monster der Gattung y“ Niveau hinauskommen.
    Erschwerend hinzu kommt, dass man für viele Sidequests gelevelte Klingenfähigkeiten bestimmter Gruppenmitglieder braucht, die man wiederum durch Subsidequests (wieder: „sammle x Gegenstände“ oder „töte x Monster der Gattung y“ oder „erschaffe x Gegenstände der Gattung y“) leveln muss. Das ganze System ist so träge und frustrierend und wird mit so belanglosen und uninteressanten „Stories“ und Belohnungen vergolten, dass man ins Pad beißen möchte.

    Die geringe Anzahl an Locations ist hier auch nicht förderlich, da man quasi das ganze Spiel damit verbringt in zwei semi offenen Gebieten umher zu rennen, dämliche Aufgaben erfüllt und ab und an mal eine mehr oder minder interessante Sequenz vorgesetzt bekommt.

    Die Belohnung für den ganzen Spaß ist ein standardmäßiger Enddungeon und ein zweiphasiger Bossfight, wobei der zweite Teil ein Gimmick Kampf ist, für den man selbst nach Erledigung dieser ganzen Sidequests gerade so gut genug gelevelt ist, dass man ihn mit ach und krach und ein wenig Glück schafft. Die Mechanik des Kampfes in Gänze zu erläutern ist mir an der Stelle zu blöd, grob muss man eine Leiste mit Spezialangriffen füllen, bevor der Endboss dies schafft, um ihm einen besonders schweren Treffer platzieren zu können. Leider verfügt der Boss über Attacken, die die eigene Leiste wieder restringieren können und verfügt – ähnlich wie einige andere Endgame Gegner (die Gargoyles) – über Attacken, die nahezu die gesamte Gruppe auf einen Schlag auslöschen können und die zumindest für mich nicht ordentlich telegrafiert werden als das man pro aktiv was dagegen unternehmen kann außer Heilungstechniken zu spammen und zu beten.

    Zur Grafik muss man noch sagen: So schön diese im Dock Modus ist, ist sie im Handheld-Betrieb nach wie vor Augenkrebs fördernd. Dies war schon ein Problem des Hauptspiels und wurde trotz der meines Wissens nach neuen Engine in der Erweiterung nicht adressiert.

    Zusammengefasst kann ich sagen, dass hier aus meiner Sicht ein massiver qualitativer Abfall im Vergleich zum Hauptspiel und der anderen Monolith RPGs (den von mir gespielten, Xenoblade Chronicles X liegt hier noch ungespielt rum) zu verzeichnen ist.
    Einer der Titel, die ich der Vollständigkeit halber gespielt habe und nie wieder anfassen werde. Es ist keine absolute Katastrophe, wenn man einen JRPG Snack für zwischendurch haben möchte – aber selbst hier gibt es bessere Alternativen, die eine interessantere Story und kompakteres, weniger redundantes Gameplay bieten.

    5/10

  5. #3425
    Jak and Daxter

    Wieder ein cooles Jump ’n’ Run.
    Dürfte so um die 12 Stunden gedauert haben und alleine für Daxter lohnt sich das Spiel.
    Aber hier muss ich mehr Kritik üben als mit Ratchet & Clank.
    Die Steuerung & Kamera sind ein Alptraum.
    Besonders der Doppelsprung wird oft gar nicht ausgeführt und durfte so manche Stellen immer und immer wieder in Angriff nehmen.
    Das Jak im ersten Teil kein Wort von sich gibt ist eine ziemlich doofe Entscheidung gewesen, da gerade dieses Miteinander viel ausmacht.
    Diese permanente Suche nach Energiezellen drückt den Spielspaß dann noch zusätzlich und erhoffe mir für die Fortsetzungen Besserung.
    Trotz allem, es ist abwechslungsreich, fordernd (für mich), hat einen coolen Stil und freue mich auf das was noch kommt.

    @Knuckles

    Habe Lollipop Chainsaw gestern kurz gestartet und ... WTF?
    Wie kaputt kann ein Spiel überhaupt sein? Suda51, hat hier wieder abgeliefert und wie man absolut alles auf die Schippe nimmt ist grandios.
    Bester Moment nach 90 Minuten Spielspaß: Man öffnet diesen Verkaufsautomaten und was wird gespielt?





    Selbst abseits vom Witz bekommt man einen tollen Stil und OST geboten.

    @Klunky

    Außerdem wurde Ratchet im Remake ordentlich weichgespült.
    Der ist nämlich sehr bissig von seinen Kommentaren her, wovon man im Remake nichts mehr von merkt.
    Ist denn die Trilogie auf der PS3 zu empfehlen? Also diese Future-Trilogie?

    Geändert von Ὀρφεύς (16.01.2020 um 16:40 Uhr)

  6. #3426
    Star Wars Jedi Fallen Order- Xbox One X - ca. 20 Stunden

    Trotz Skepsis habe ich es mir zu Weihnachten geholt, da ich großer Star Wars Fan der ersten Filme sowie des EU bin und insbesondere in den 90ern/frühen 2000ern die Star Wars Titel doch sehr geliebt habe.
    SotE, Jedi Knight 2, Episode 1 Racer, Rogue Squadron & Rogue Leader sowie KOTOR 1 & 2 habe ich sehr positiv im Gedächtnis.

    Mit Jedi Fallen Order hatte ich nicht nur an diese Titel und die Souls Reihe einige schöne Verbindungen herstellen können, sondern an klassische Action Adventures allgemein, wie sie heute leider nicht mehr allzu oft produziert werden.
    Alles hat sich richtig schön oldschool angefühlt im positiven Sinne. Keine Open World, keine 1000 sinnlose Nebenquests, sondern ein sehr schlankes Abenteuer ohne viel Fett mit einer netten Story und einem knackigen Schwierigkeitsgrad (habe auf Jedi Master gespielt). Mit etwas Feinschliff könnte ein potenzieller Nachfolger ein richtiger Hit werden.

    8,4/10


    Ori and the blind Forest - Xbox One X - ca. 10 Stunden

    Da ich mir dieses Jahr wirklich vorgenommen habe, meinen Backlog zumindest ein wenig zu bekämpfen, wollte ich unbedingt Ori abschließen, bevor der zweite Teil bei mir eintrudelt (und ohne abgeschlossenen Einser direkt im Regal landen würde).

    Ein Glück habe ich diese Lücke nun aufgeholt, angefangen hatte ich den Titel letztes Jahr irgendwann mal für knapp vier Stunden. Ein wirklich malerisches Metroidvania mit einem schönen Schwierigkeitsgrad, toller Spielwelt und 1a Grafik und Sound. Freue mich auf den Nachfolger.

    9/10

  7. #3427

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Habe Lollipop Chainsaw gestern kurz gestartet und ... WTF?
    Wie kaputt kann ein Spiel überhaupt sein? Suda51, hat hier wieder abgeliefert und wie man absolut alles auf die Schippe nimmt ist grandios.
    Bester Moment nach 90 Minuten Spielspaß: Man öffnet diesen Verkaufsautomaten und was wird gespielt?
    Freut mich, dass dir das Spiel gefällt. Bist du inzwischen schon etwas weiter oder pausierst du damit?
    In dem Spiel sind ja doch noch einige andere bekannte Titel zu hören. Und sobald man den Dreh mal raus hat, köpft man die Zombies in Massen. Ich muss das Spiel auch mal wieder spielen. Es war einfach zu genial.

  8. #3428
    Pausiert? Bin am Freitag nach 7 Stunden fertig geworden.
    Konnte es nicht mehr zur Seite legen, so witzig war Lollipop Chainsaw.
    All die Ideen, diese Verrücktheit, kombiniert mit Nicks sarkastischen Humor ergibt ein sehr spaßiges Spielerlebnis, dessen Soundtrack ich mir jetzt auf Youtube anhöre.

    Ebenfalls beendet habe ich heute Ninja Gaiden 3, welches mich 7 Stunden lang beschäftigt hat.
    Habe damals Ninja Gaiden auf der Xbox rauf und runter gezockt.
    Jeden Schwierigkeitsgrad gemeistert, jede Waffe aufgelevelt und halt alles gemacht was man machen kann.
    Ninja Gaiden 2 war dann Jahre später ähnlich genial, wenn auch ein wenig schwächer.
    Als mich dann 2012 die miesen Kritiken zu Ninja Gaiden 3 einholten, wollte ich das Spiel überspringen.
    Letztes Jahr dann das ordentliche Yaiba: Ninja Gaiden Z nachgeholt und mir dann für 10 Euro die Woche einen Ruck gegeben und mir endlich Ninja Gaiden 3 gekauft.
    Joa, all die Kritik von damals kann ich gut nachvollziehen, doch ist mir das scheiß egal.
    Erwartungen waren bei 0 und habe ein schönes Action-Adventure erhalten, wo sogar einige Punkte besser waren als in den Vorgängern.
    Ja, man hat es vereinfacht, bin auf schwer nur bei einigen Quick-Time-Events krepiert, die Waffenauswahl ist mau, die Kämpfe spielen sich fast alle gleich, man kann nichts aufwerten und wurden Ryus Fähigkeiten extrem beschnitten.
    Auf der anderen Seite schaut Ninja Gaiden 3 selbst nach 8 Jahren verdammt gut aus, die Action geht übelst ab, ich liebe die oft verteufelten Quick-Time-Events, die trashige Story hat seine Momente und Höhepunkte (und im diesen Genre erwarte ich nicht viel, siehe Devil May Cry 5) wird cool in Szene gesetzt und hat man zwei Punkte rausgehauen, wofür ich Team Ninja loben muss.

    Punkt 1: Zum allerersten Mal wird leicht hinterfragt, ob man sich überhaupt bewusst ist was man da so veranstaltet?
    Klar, man metzelt sich stylisch durch Gegnerhorden und plötzlich wird unseren Oberninja ein Spiegel vorgehalten.
    Ist zwar nicht so tiefsinnig wie ich es gerne gehabt hätte, doch die Idee an sich verdient ein dickes Lob.

    Punkt 2: Ich liebe den Gegenspieler.
    Der Regent of the Mask ist ein solch theatralischer Charakter und habe jeden Moment genossen, wo man ihm eine Bühne gegeben hat.
    Da passt alles zusammen.
    Von der Gestik, übers Aussehen, die Synchro, mensch, der sollte ein eigenes Spiel wie Yaiba kriegen.
    Wenn der dann mit einem slawischen Fluch Ryu kriegt, hat man endlich eine andere Art von einem bedrohlichen Gegenspieler erschaffen.

    Jetzt hätte ich gerne ein weiteres Ninja Gaiden, denn die Marke ruht jetzt schon sechs Jahre lang.

    Leider lief der Januar zu gut und durfte heute meinen ersten Flop kassieren.
    Die Rede ist von Wolfenstein: Youngblood.
    Meine Erwartungen waren gering, The New Colossus empfand ich schon um einiges Schwächer, aber nach zwei Stunden bin ich trotzdem enttäuscht und habe mittendrin abgebrochen.
    Youngblood hat zwei der widerlichsten Protagonisten erschaffen, die mir je untergekommen sind.
    Da wird nicht ein wenig rumgebitscht, was ich mit einem Augenzwinkern abtun könnte, sondern die labern ununterbrochen dermaßen viel Unsinn, dass es wehtut.
    Die Mädels sind strunzdumm, zitieren ständig aus ihrer liebsten Buchreihe, rufen sich ein voll krass oder ähnlich dummes Zeugs zu und übergeben sich bei ihrem ersten Mord, was dann gleichzeitig wieder geil ist.
    Die Handlung kommt dabei nicht wirklich in Fahrt und als Ego-Shooter empfinde ich Youngblood völlig austauschbar.
    Leider soll man zusätzlich seine Werte aufleveln, Waffen verbessern und Gegner haben jetzt eine Lebensanzeige.
    Toll, wenn ich ein RPG zocken möchte fallen mir spontan mindestens 50ig Beispiele ein und wenn ich eine Mischung aus beiden Genres möchte, greife ich zu Fallout oder Borderlands.
    In ein Wolfenstein wirkt das auf mich deplatziert, doch halt, ich habe am Anfang des Spiels gesehen wer da seine Finger mit im Spiel hatte.
    Und zwar: Die Arkane Studios!!!
    Einer meiner absoluten Hass-Entwickler, die immer voll an mir vorbei entwickeln.
    Wenn ich anschließend lese die Bereiche wiederholen sich später, ist bei mir endgültig die Luft raus.
    Wenigstens war Youngblood in der 3 für 49 Euro Aktion bei Saturn enthalten, da ist ein Fehlkauf nicht so tragisch.

    Geändert von Ὀρφεύς (19.01.2020 um 21:15 Uhr)

  9. #3429
    Vorgestern The Outer Worlds für die PS4 durchgespielt.

    TOW ist ein recht mittelmäßiges Spiel, welches aber recht viel Spaß macht. Anfangs machte das Spiel noch einen sehr guten Eindruck, aber mir wurde nach einigen Stunden bewusst, wie lasch das Spiel tatsächlich ist. Es gibt keine wirklichen Makel oder Bugs, aber sehr viel von dem Spiel fühlt sich nach "schonmal gesehen an". Das ist nicht automatisch etwas schlechtes, aber dafür spielt sich das Spiel dann doch etwas zu safe. Es ist viel zu einfach, einen Jack-of-all-Trades Charakter zu erstellen, der abseits von Kampf-Skills alles irgendwie kann und ein paar Sachen richtig gut. Das ist zwar recht entgegenkommend und ich hab bei meinem Playthrough eine Menge Content mitnehmen dürfen, fühle mich aber dann doch etwas zu abgeschreckt, das Spiel in absehbarer Zeit nocheinmal zu spielen.

    Für mich glänzt das Spiel aber in Punkten Story und Welt. Zwar dauert es, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt (und dann ists eigentlich auch schon so gut wie vorbei), aber die Welt und ihre Charaktere können die Zeit bis dahin gut überbrücken. Der Humor hat mir auch zugesagt, auch wenn die Witze etwas einseitig sind. Die Einbindung der Gruppenmitglieder finde ich nur halbgelungen, da ich ihr Potential für ungenutzt halte und sie mir insgesamt etwas zu "reingequetscht" rüberkommen, ähnlich wie bei den Gruppenmitgliedern in Fallout.

    Zum Gameplay muss ich leider sagen, dass dort die größten Mängel sind. Ersteinmal ist das Spiel nicht nur simpel, sondern auch einfach. Gut, ich habe auch auf Normal gespielt, aber ab der Hälfte war ich eine wandelnde Todesmaschine. Es gibt ein paar unterschiedliche Waffen- und Gegnertypen, aber das ist zu 90 % der Zeit vollkommen irrelevant. Rüstungswerte sind auch vernachlässigbar, da interessieren nur die Skill-Boni. Ähnlich verhält es sich mit den Gruppenmitgliedern, die sich im Kampf kaum unterscheiden. Es gibt auch keinen wirklichen Loot, bis auf eine Menge Junk und immer wieder die gleichen Waffen und Rüstungen, sowie eine übertriebene Anzahl an Consumables, die man eh nicht wirklich braucht. Und Munition, von der man aber in der Regel auch ausreichend hat. Erkunden lohnt sich wirklich nur oberflächlich, da das Spiel nur so tut, als hätte es ein paar relevante Mechaniken und bis auf ein paar Ausnahmen wirft das Spiel einem Spieler seinen Content direkt vor die Füße. Ich konnte das aber die meiste Zeit gut ignorieren und hatte meinen Spaß.

    Zusammenfassend fand ich das Spiel sehr unterhaltsam und von der Länge genau richtig, aber ich kann keine Lobeshymnen dafür aussprechen.

  10. #3430

    Omega Strike

    Ein recht kurzes Metroidvania. Man steuert einen Squad aus 3 Kriegshelden ( Anfangs nur einen). Jeder mit individuellen Waffe und Fähigkeiten. Die Grafik erinnert etwas an Merchenary Kings. Leider gibt es keine Teleporter oder ähnliches und so muss man teilweise sehr langes back Tracking betreiben. Das Spiel ist soweit ganz ok, aber auch nichts besonderes.

    Devil may Cry 3
    Mit Abstand der beste Teil der HD Collection! Sehr gutes Gameplay, tolle Waffenauswahl, fördernde Bosse und coole Sprüche. Im Gegensatz zum Vorgänger kann man die vorherigen Missionen jederzeit wiederholen um versteckte Items und Red Orbs zu sammeln.

  11. #3431
    Shadows of the Damned

    Das hat Jahre gedauert, bis ich dieses Spiel zocken durfte.
    Die erste Bestellung ist vor Jahren abhanden gekommen.
    Dann war es bei Gamestop ausverkauft.
    Einige Jahre später ist die zweite Bestellung beschädigt worden und erst dann hatte Gamestop eine Version davon letztens im Regal stehen.
    Zwar war die OVP völlig für'n Arsch, doch mich interessierte nur das Spiel.
    Nach 10 Stunden muss ich sagen, Suda51 hat hier eines seiner besten Games kreiert.
    Man hat dermaßen viele schräge Ideen ins Spiel einfließen lassen und es mit dem Resident Evil 4 Gameplay gepaart.
    Raus gekommen ist ein dreckiger Trip in die Unterwelt, den man ständig mit einem Augenzwinkern begegnet.
    Würde das sogar mit meinem Favoriten Killer7 gleichsetzten und fordere hiermit einen offiziellen zweiten Teil.

    Und aussortiert wurden:

    Death Stranding

    Wie überaus ärgerlich.
    Alles am Spiel spricht mich an.
    Schöner OST, die Grafik bei den Landschaften hat echt was und die Handlung ist völlig crazy und werde mir die sicherlich irgendwann auf Youtube geben.
    Leider, leider gibt es genau einen Punkt, der mir alles kaputt gemacht hat, weswegen ich Death Stranding nicht weiterspielen werde.
    Die Rede ist vom Gameplay.
    Kojima hat hier Langeweile neu definiert.
    Wenn ich dann von Kunst lese oder man hat hier ein Meisterwerk erschaffen, welches das Genre (ja, welches eigentlich?) meilenweit im Jahre 2019 vorangebracht hat, wird mir ganz schwindelig.
    Dieser Wandersimulator ist gnadenlos öde.
    So etwas gebe ich mir keine 30-40 Stunden, sonst falle ich in den Winterschlaf.

    Far Cry: New Dawn

    Yay, Ubi-Schrott hat wieder die nächste Ladung Müll abgeliefert.
    Wenn man keine Erwartungen hat und dann trotzdem enttäuscht wird, ist das irgendwie eine besondere Leistung.
    Kenne ein Fary Cry und man kennt alle.
    Alleine der Anfang ist zum Haare raufen.
    Wieder spielt man den tollen Hoffnungsträger, der Menschen gegen eine Bedrohung zusammen trommeln muss (gegen zwei Gören).
    Dabei blinkt die Karte wieder dermaßen, dass man kurz vor einem epileptischen Anfall steht, weil man den Spieler ja irgendwie beschäftigen muss.
    Die Dialoge sind dann ein absolutes No Go. Beispiele gefällig? Gerne!
    Bin auf'n Weg zur nächsten Mission und werde s-t-ä-n-d-i-g von meiner Begleitung vollgelabert.
    Die hält einfach nicht die Fresse.
    Da kommen dann Sätze wie: "Das war knapp" oder "Beinahe wäre es aus gewesen", dabei laufen wir nur herum.
    Keine Bedrohung... nichts.
    Natürlich nennt die ein dann ständig Cap, weil man anscheinend keinen richtigen Namen hat.
    Später rette ich dann so einen Kerl und der erzählt nur Unsinn.
    Er bedankt sich gleich 3x, weil man den Held gespielt hat und nur wegen ihm gekommen ist.
    Denn er ist so unwichtig und man selber ist ein Gott, wie kann das nur sein?
    Anschließend ist sein Bein verletzt, also so ganz nebenbei, vorher war alles super und er muss sich jetzt erholen... warte... nein, wie doof von mir, der hat sich nur was verrenkt , worum wir uns sofort kümmern.
    Schon steht er auf und will tapfer wie er ist an die Arbeit gehen, dabei hat man zuvor rumgeheult.
    Er bekommt also den Hinweis sich auszuruhen und exakt eine Sekunde später ist er überzeugt und humpelt weg.
    Kaum geht man anschließend durchs Lager, schlägt ein die Ubi-Schrott Formel wieder voll in die Fresse.
    Alle labern ein ohne Aufforderung voll, man kennt keinen von denen und soll direkt irgendetwas nerviges erledigen.
    Das Skript zum Spiel hätte man besser verbrannt und kam mir wieder vor wie in Days Gone.
    Neben Watch Dogs und Assasiens Creed ist Fary Cry nun die dritte Reihe von Ubisoft, die ich in Zukunft meiden werde.
    Werde darauf nie klar kommen, dass die vor 17 Jahren Prince of Persia rausgehauen haben.

  12. #3432
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Death Stranding

    Wie überaus ärgerlich.
    Alles am Spiel spricht mich an.
    Schöner OST, die Grafik bei den Landschaften hat echt was und die Handlung ist völlig crazy und werde mir die sicherlich irgendwann auf Youtube geben.
    Leider, leider gibt es genau einen Punkt, der mir alles kaputt gemacht hat, weswegen ich Death Stranding nicht weiterspielen werde.
    Die Rede ist vom Gameplay.
    Kojima hat hier Langeweile neu definiert.
    Wenn ich dann von Kunst lese oder man hat hier ein Meisterwerk erschaffen, welches das Genre (ja, welches eigentlich?) meilenweit im Jahre 2019 vorangebracht hat, wird mir ganz schwindelig.
    Dieser Wandersimulator ist gnadenlos öde.
    So etwas gebe ich mir keine 30-40 Stunden, sonst falle ich in den Winterschlaf.
    Hmm, wie weit hast du es denn gespielt? Wenn du von Wandersimulator sprichst, kann das ja nicht gerade weit sein, das Spiel fängt sehr trivial an weil es erst langsam all seine Gameplaymechaniken enthüllt. Klar läuft man in dem Spiel viel rum, aber gerade wenn man auf "Schwer" spielt und schon ein bisschen weiter ist denkt man sich: "boah also die Leute die es als Walking-Simulator bezeichnen, haben echt keine Ahnung" es gibt Momente da ist man echt permanent unter Anspannung. Wenn man sich wie ich die Regel setzt nicht zwischendurch zu speichern (das geht leider) also eine Lieferung, bzw eine Reihe an Lieferung in einem Stück durchzieht, geht einen manchmal echt der Stift flöten, man muss teils sehr weitsichtig vorausplanen. Dazu kommt dass man durch Lieferungen an den verschiedensten Auftraggebern ständig irgendetwas Neues freischaltet.
    Wenn dich so viel am Spiel anspricht, kann ich dir nur empfehlen dir noch mal einen Ruck zu geben.

  13. #3433
    Ja, ich weiß in etwa was du meinst und der Wandersimulator war natürlich eine überspitzte Formulierung.
    Aber dennoch, was ich gestern in einigen Let's Play Videos gesehen habe, wie sich Death Stranding nach 15-20 Stunden spielt, ist absolut nicht mein Fall und definiere ich mit Langeweile.
    Extra Regeln wie zwischendurch nicht speichern oder auf schwer zocken ist dann zusätzlich nichts für mich, passt aber voll zu dir.
    Jetzt ist es so oder so zu spät, Spiel habe ich bereits verkauft und verbuche ich unter: "Nicht mein Ding".

  14. #3434
    Endlich mit der "Kampagne" von Pokémon Schwert fertig. Bzw. eh schon seit ein paar Tagen. Hab nur drauf vergessen, es auch hier groß zu verkünden. Das Spiel ist ansich ja ganz nett, aber mehr auch nicht. Es hat meiner Meinung nach nichts, was das Spiel besonders macht. Vor allem nach Abschluss der Liga-Challenge nervt der Teil mit den beiden Brüdern doch echt nur noch. Das war lästiges von A nach B laufen mit einigen Kämpfen dazwischen. Wirklich nur überflüssig. Grafisch gibt das Spiel auch nicht so viel her, wie möglich wäre. Das ist echt schade. Alles mit freier Kamera und weitläufiger sollte sogar bei Pkmn inzwischen drin sein.
    Es gäbe doch so viel Potential! Wie schön wäre doch einmal ein riesiges open World Pkmn in einem Breath of the Wild Stil? Mit allen Regionen, die man nach und nach besucht und erkundet... Dafür würde ich es sogar akzeptieren, dass Region für Region dann als kostenpflichtiger DLC nachgereicht wird. Aber die beiden DLC's die noch veröffentlicht werden, fasse ich mit Sicherheit nicht an. Vor allem nicht bei dem Preis.

    LG,
    Mike

  15. #3435
    Die Tage zwei kurze Games dazwischen geschoben:

    The Great Perhaps: Ist ein kurzes Adventure mit einer Handlung, die wahnsinnig viel Potenzial bereithält.
    Leider wird dieses Potenzial kaum genutzt und ist es zudem sehr einfach.
    Passt nicht wirklich zur sonst guten Vertonung und den netten Stil, aber für 3,99 Euro geht das ziemlich in Ordnung.
    Wird dennoch nicht lange im Gedächtnis bleiben.

    Infamous: First Light: Habe ich heute gesehen und hat mich daran erinnert, dass First Light die letzte Infamous-Lücke ist, die ich in den letzten Jahren noch nicht geschlossen habe.
    Also gestartet und in exakt 3 Stunden und 9 Minuten durchgezockt.
    Puh, zum Glück war das so ein kurzer DLC, denn für ein 10 Stunden Spiel wäre mir Fetch zu nervig gewesen.
    Und für die Zeit sich eben mit Neonkräfte durch die Stadt prügeln und die Vorgeschichte kennen zu lernen war das durchaus spaßige Unterhaltung.

  16. #3436
    Kentucky Route Zero: Ein Spiel das fast ein komplettes Jahrzehnt in Entwicklung war und im Laufe der Zeit viele positive Kritiken eingeheimst hat ... was ich echt nicht nachvollziehen kann. Ich hatte mir eigentlich ein cooles narratives Adventure erhofft, aber im Endeffekt hat dieses Spiel so gut wie keine Story, keinerlei interessanten Charaktere und gameplaytechnisch ist es eigentlich nichts weiter als ein Walking Simulator mit ein paar Text Adventure Einlagen. Das ganze ist außerdem als Roadtrip aufgebaut, wodurch die Entwickler unzählige sinnlose Sequenzen einwerfen konnten die visuell zwar ganz cool sein können, aber die im Endeffekt so gut wie nichts zu irgendwas beitragen. Und das bisschen was es tatsächlich an Story gab wird nicht mal ordentlich aufgelöst. Man kommt zwar da an wo man hin wollte, aber das warum wird nie geklärt. Stattdessen läuft man einfach nur dutzende Male mit einer Katze im Kreis und belauscht ein paar Gespräche ... und das ist dann auch der ganze fünfte Akt, für den die Entwickler trotzdem 3 1/2 Jahre gebraucht haben (?!?!?!)

    Seriously, what the fuck? Was ist das denn bitte für ein Ende? Das wirkt geradezu so als ob die Entwickler keine Ahnung hatten wohin die Story eigentlich gehen soll, weswegen sie nach all den Jahren einfach das Handtuch geworfen und "schnell" was zusammgeschustert haben damit sie nicht noch mehr Zeit mit diesem Spiel verschwenden müssen. Kann ich von daher echt niemandem empfehlen. Ist für mich einfach nur ein wunderbares Beispiel für Style over Substance. Und neben der visuellen Präsentation fand ich ansonsten nur ein paar der Songs ganz cool.

  17. #3437
    GreedFall [PC]



    Hat mir insgesamt richtig gut gefallen. Am besten hat mir die durchaus gute Story gefallen, da sie mit dem unverbrauchten Setting einiges hermacht. Klar es gibt hier und da einige Punkte, die man besser hätte machen können (flexibleres Schnellreisesystem, besseres Lootsystem, mehr Innenraumausstattungen, stupides Stealth-System, etc.) Schade, dass die Begleiter nicht wirklich Einfluss in den Dialogen nehmen. Sie stehen oftmals stumm daneben und sagen nur unwichtige Beiläufer. Leider kann man sie nicht anpassen, nur die Ausrüstung (also keine Skills, Attribute etc). Am meisten hat mich eher die teilweise sterile Welt gefallen. Es gibt zwar NPCs, aber die sind nicht ansprechbar und machen nicht den Eindruck, als würden sie einen Tagesablauf nachgehen. Manche rennen nur doof ihre Routen ab. Auch die Gegnervielfalt lässt zu Wünschen übrig, man sieht sich schnell satt. Dafür ist die Optik und die Technik an sich gelungen, hatte keine nennenswerten Bugs. Gesichtsansimationen sind doch zu steif, aber das schaffen eh nur Top-Budget-Spiele.

    Finde es bewundernswert, wie sich Spiders mit jedem Game besser wird, wenn ich z.b. an ihre ersten Spiele denke. Mit mehr Budget und dem neuer Basis von GreedFall kann das neue Spiel nur noch besser werden. Ich freu mich drauf. Kann GreedFall jedem der was auf gute Rollenspiele hält weiterempfehlen. Speziell auch an Leute, die BioWares alter Tage nachtrauern.

  18. #3438
    Ys VII Lacrimosa of Dana, Nintendo Switch, ca. 56 Stunden

    Nachdem ich dieses Jahr (bzw. zum Jahreswechsel) bereits Dragon Quest XI S und Xenoblade Chronicles Torna beendet habe, denke ich mir nun „hätte fast mal an der JRPG Challenge für 2020 teilnehmen können“. Denn am Samstag habe ich nach 56 Stunden Ys VIII mit dem True Ending durchgespielt.

    Ys VIII war mein erstes Ys Spiel. Zuvor hatte ich von der Serie zwar ab und an mal gehört, jedoch nie ein Spiel besessen und auch keines gespielt.
    Letztes Jahr habe ich dann im Rahmen des Switch Ports und auf viele sehr positive Stimmen zugegriffen und mir das Game mit in den Sommerurlaub genommen, wo ich es ca. fünf Stunden angespielt und nach der Rückkehr zu Gunsten anderer Titel habe liegen lassen. Da mich nach DQXI S aber wieder das JRPG Fieber gepackt hat und ich auf die Lieferung von DQV wartete bzw. das grottige Torna in 20 Stunden abfrühstücken konnte (und mir sowieso vorgenommen habe, dieses Jahr wirklich mal einige Teile meines Backlogs anzugehen), fiel mir Ys VIII wieder ein.
    Nach kurzer Eingewöhnung fand ich auch ob des schnellen und leicht zu verinnerlichenden Gameplays wieder ein.

    Nach der Wiedereinfindung habe ich dann das Spiel auch recht locker flockig auf dem dritten Schwierigkeitsgrad durchgespielt und dabei – ohne Komplettierung anzustreben – immer brav alle Sidequests gemacht, gefischt, alle Geschenke gekauft etc.
    Einzig hatte ich mich vorab informiert, dass es bestimmte Dinge gibt, die man verpassen kann und dass es mehrere Enden gibt, je nachdem wie hoch der Vertrauenswert zu den anderen Gestrandeten ist.
    Den Rest habe ich eigentlich ohne Hilfe ganz gut hinbekommen, indem ich nach jedem Story Abschnitt das Board für die Sidequests und die Fragezeichen auf der Map geprüft habe.

    Ys VIII ist ein JRPG, welches mir gameplaytechnisch sehr gefällt. Das Kampfsystem ist sehr flott und leicht zu verstehen ohne dabei zu simpel zu werden und funktioniert für mich um Meilen besser als das eines Kingdom Hearts 3, das alle paar Sekunden durch übermächtige Komboangriffe inkl. Filmsequenz unterbrochen wird. Der Flow ist schlicht extrem gut und es fühlt sich sehr befriedigend an, die Horden der Gegner wegzuschnetzeln.

    Auch der Aufbau der Spielwelt hat mir sehr gut gefallen. Es gibt eine Open World, stattdessen ist die Insel der Sirenen wie ein klassisches Action Adventure/Metroidvania aufgebaut, wo man mit fortlaufendem Spielverlauf und erworbenen Fähigkeiten neue Areale freischaltet, die vorher oft schon angeteasert werden. Durch die Oberweltkarte ist auch immer ersichtlich, wo man evtl. ein neues Hindernis mit einer neuen Fähigkeit oder einem neuen Mitstreiter tilgen kann – wobei ab und an tatsächlich eine setzbare Markierung auf der Karte nützlich gewesen wäre, da trotz Markierung auf der Oberweltkarte nicht immer ganz ersichtlich ist, in welche Richtung man sich jetzt genau bewegt.
    Durch die zwei Handlungsstränge, die später zusammenlaufen, wird auch eine tolle Abwechslung geboten, was die Dungeons betrifft. Anfangs bewegt man sich mit Adol eher in naturbelassenen Gebieten, während Dana in Zeldaesquen Tempelanlagen unterwegs ist, die auch mit dem ein oder anderen kleinen Puzzle aufwarten können.

    Die Geschichte fand ich auch total klasse, da ich Abenteuergeschichten auf verlassenen(verwunschenen) Inseln und Schiffbruchgeschichten seit Kindestagen liebe und die Prämisse für JRPGs absolut unverbraucht ist. Ein Wermutstropfen war, dass man sich von den Genre Konventionen doch nicht ganz losreissen konnte und es gegen Ende in immer größeren Clusterfucks ausgeartet ist, so dass es dann doch um die Vernichtung des ganzen Universums ging. Hier wäre weniger m.E. mehr gewesen und man hätte es besser bei einer „lokalen“ Bedrohung belassen können. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte in Summe sehr gut gefallen, insbesondere durch die relative Bodenständigkeit, die sie sich über die größte Spielzeit erhalten konnte und auch aufgrund der sympathischen und aussagekräftigen Charaktere. Diese sind zwar Setting-bedingt weniger als in den allermeisten Genrekollegen, glänzen aber hingegen durch Persönlichkeit und auch recht interessante Sidequests, die einem die Charaktere näherbringen.

    Technisch hat die Switch Version schon mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Grafik wirkt auf einem großen 4K Fernseher sehr grob und man sieht natürlich, dass man es mit einem ursprünglichen Vita Spiel zu tun hat. Leider hat das Spiel dennoch Schwierigkeiten die Frame Rate konstant auf 30FPS zu halten und man sieht auch viele Artefakte wie Flimmern und abgehackte Bewegungen von weiter entfernten Gegnern. Stilistisch gefällt mir die Insel der Sirenen sehr gut und es gibt doch einige unterschiedliche Setpieces.
    Die Musik muss noch positiv erwähnt werden, da es hier sowohl ruhige, atmosphärische und fast schon melancholische Stücke gibt, die sich mit rockigen Stücken abwechseln, welche sehr gut die schnelle Action im Gameplay unterstreichen.

    Insgesamt bin ich von Ys VIII begeistert gewesen und durchaus interessiert mir weitere Titel der Serie anzuschauen.
    Momentan liebäugle ich mit der Compilation der ersten beiden Teile für die PSP und habe mir die bald erscheinende Limited Edition von Memories of Celceta für die PS4 vorbestellt.
    Da Ys VIIi auch mein erstes Falcom Spiel darstellt bin ich nun umso erpichter auch die Legend of Heroes Serie anzugehen, von der ich mir die drei westlichen Versionen von Trails of Cold Steel vor Kurzem für die PS4 zugelegt habe. Allerdings ist hier die Hürde doch etwas groß, sich an dieses Mammut Projekt heran zu trauen – zumal ich eigentlich auch gerne Trails of the Sky und die Crossbell Saga vorab spiele würde.

    Ys VIII ist mit Sicherheit eines meiner liebsten JRPGs dieser Generation geworden und hat mir gezeigt, dass es sich durchaus mal lohnt, den wachsenden Backlog zu bekämpfen.

    Wertung: 9,0/10

  19. #3439
    God of War: Ascension - 10:29:24 Std.

    Dieses God of War habe ich völlig ausgeblendet und dann mehr so etwas wie die PSP-Ableger erwartet.
    Würde ich letztendlich sogar mit Teil 3 gleichsetzen, da hier ein wahnsinnig stimmiges Gesamtpaket geschnürt wurde.
    Der erste und der letzte Boss suchen ihresgleichen, man hat nette Rätsel integriert und vor allem sind die Schauplätze abwechslungsreich ausgefallen.
    Habe nur gar keine Ahnung, ob die Handlung überhaupt schlüssig ist durch diese Erweiterung, denn dafür bin ich zu lange aus der ursprünglichen Trilogie draußen.

    Apsulov: End of Gods - ca. 8 Std.

    Gestern nach monatelanger Pause durchgezockt.
    Das ist wieder so ein Spiel der Marke SOMA oder Moons of Madness.
    Wieder ein cooler Schauplatz, wieder eine höchst interessante Story, aber leider wieder einige nervige Gegner, die nie unheimlich oder bedrohlich wirken.
    Vielmehr ist es diese bedrückende, düstere Stimmung, die zu gefallen weiß.
    Man könnte sogar die Ausgangslage weiterspinnen für weitere Teile, was man vielleicht mit Unforgiving: A Northern Hymn bereits getan hat?

  20. #3440
    Dragon Ball Z: Kakarot [PC]



    Das Spiel hat mich echt überrascht. Erwartet habe ich nen generischen Prügler-Klon wie Dragonball Xenoverse oder Jump Force mit etwas Rollenspiel-Flair. Hab mich auch null vorher informiert und wurde dann in den ersten Stunden eines Besseren belehrt. Hätte ich gewusst, dass das Spiel die ganze Z-Story chronologisch erzählt, wäre ich komplett anders an das Spiel herangegangen. Doch nicht nur das hat mich überrascht, denn das Spiel ist verdammt gut geworden. Die Kämpfe sind einfach zur spaßig, man muss sich keine 10-Tasten-Kombos wie in einem Beat ’em up merken, alles flutscht und sieht zudem noch klasse aus. Natürlich am Anfang nicht so viel, wo man nix kann aber z.B. in der Boo-Saga als SSJ-3 fetzt der Bildschirm schön richtig. Und meine Fresse, das Dragonball Flair kommt richtig gut rüber. Hat mich sogar wieder dazu gebracht ein paar Folgen zu gucken, um in Nostalgie zu schwelgen. Ein Lob auch noch an die Entwickler, die so manche kleinen Details in gewisse Szenen hineingepackt haben, die nur ein Fan erkennen kann. Selbst emotionale Szene wie die Folge "Vegetas Erkenntnis" haben sie reingepackt. Auch gibt es eine umfangreiche Enzyklopädie, man kann die Dragonballs sammeln und sich was wünschen, mit versch. Chars fighten usw. Leider hat das Spiel auch die typischen JRPG-Kinderkrankheiten, z.B. die Minispiele die nur scheiße und unnötig sind. Es gibt kein JRPG was nicht auf das beschissene Angeln verzichtet, ebenso wie hier in DBZ Kakarot. Man darf sich auch kein waschechtes Rollenspiel erwarten, nur ein paar RPG-Elemente. z.B. gibts kein richtiges Dialogsystem und die Nebenquests sind auch ziemlich langweilig. Auch gibts abseits des Kämpfens (wenn man die Minispiele außen vorlässt) keine nennenswerte Gameplay-Tiefe. Die Spielewelt zu erkunden macht auf Dauer keinen Spaß, weil es nicht wirklich was gibt. Im Grunde hat man den meisten Spaß, wenn man nur die Hauptstory verfolgt und dazwischen ein paar Sidequests macht. Nichtsdestotrotz macht das Kämpfen, die Story und die Dragonball-Atmosphäre alles wieder wett. Für mich das beste Dragonball Spiel, das es gerade gibt.

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