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Thema: [P&P] Eure Lieblings - nicht kampfbetonten - Rollenspielklassen

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  1. #1
    Zitat Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Wie stellt ihr Lautenspiel dar?
    "Ich spiele wundervoll auf meiner Laute" Probe -3?
    Wenn man das komplett frei macht, sodass der Spieler auch gleich das Ergebnis bestimmen kann (... und das Publikum schmilzt dahin...) ist das was anderes, dann braucht man aber gar keine Proben (und keine Charakterklassen. Und keine Werte. Dann spiele ich The Pool oder sowas...)
    Nichts leichter als das - genug Fantasie vorausgesetzt, aber dafür gibt es ja gottlob unterschiedliche Spielweisen, nicht wahr?

    Der Spieler beschreibt den Vorgang, dann würfelt er und der Leiter beschreibt das Ergebnis, kann natürlich sein, dass ihr das in eurer Runde anders macht. *kopfschüttel*

    FF, ich finde es klasse, dass du deinen Spielstil für dich gefunden hast, ehrlich, aber was soll dieses permanente Angreifen und absichtliche Falschverstehen anderer Spielstile?
    Natürlich haben wir Proben, wir haben Regeln - und selbst du bist gezwungen, anhand eines abstrakten Würfelergebnisses die Leistung eines Spielers zu beurteilen, darin unterscheiden wir uns kein Stück, denn in DSA gibt es nunmal keine Tabellen für "Beliebtheitsgrad horasischer Sängersknaben/Frauen/Elfen in einer thorwalschen Taverne zu Winterzeit unter Berücksichtigung der allgemeinen Trunkenheit" in der du dann anhand 46 Blättern genau aufschlüssen kannst, ob die Probe denn nun gelungen ist oder nicht.

    Die Grundfunktionen beider Spielstile bleibt immer gleich, wir beschreiben eben mehr (vgl. "Theaterspieler") und würfen nur das Nötigste und das Wichtigste: Für uns (und vielleicht weltweit nur für uns!) ist es genau DAS wie wir spielen wollen und wie ich seit verdammt langer Zeit erfolgreich und mit großem Spaß spiele. Aber vielleicht habe ich auch nur eine Gruppe die ich nicht mit dem Regelwerk in Schach halten muss weil sie mir sonst auf der Nase herumtanzen...

  2. #2
    Ich spiele ja praktisch ausschliesslich Kampfunbetonte Charaktaere.
    Zum einen gibt es da mehere Gelehrte, z.B. Cordovan, der mit einem Absurd umfangreichen Pflanzenwissen aufwarten kann, wobei er wahrscheinlich von den meisten Pflanzen nicht mal die Umgangssprachlichen Namen kennt, also rein theoretisch.

    Meine Gelehrten warten idR mit umfangreicher Sprachenkenntnis sowohl gesprochen als geschrieben auf. Zudem haben sie Talente wie Alchemie, Rechnen, Botanik und aehnliches, wobei sich jeder idR auf was anderes spezialisiert, die anderen Faecher aber nicht ganz vernachlaessigt. Dafuer sind sie idR aber auch etwas aelter.

    Ausserdem gibt es da auch noch meinen Koch Beaucouse, der auf Grund einiger ungluecklicher Zufaelle den Killscore der Gruppe anfuehrt und deswegen zwischen Genie, Verwirung und Wahnsinn oszilliert.

  3. #3
    Entschuldige Daen, ich wollte deinen Spielstil keinesfalls angreifen, sondern versuche es wirklich nachzuvollziehen. Das von mir genannte Beispiel war keineswegs extra falsch verstanden, so habe ich das wirklich aufgefasst. Wenn das oftmals aggressiv rüberkommt tut mir das wirklich Leid, ich werde versuchen, das in Zukunft Sachlicher und weniger missverständlich zu formulieren.

    Im Ernst, wie beschreibt man ein wundertolles Bardenspiel, ohne das Ergebnis (also die Reaktion der Zuschauer) vorwegzunehmen, seine Mitspieler unglaublich zu langweilen und/oder Spielerwissen über das Spielen von Musikinstrumenten zu haben?

    Zitat Zitat
    denn in DSA gibt es nunmal keine Tabellen für "Beliebtheitsgrad horasischer Sängersknaben/Frauen/Elfen in einer thorwalschen Taverne zu Winterzeit unter Berücksichtigung der allgemeinen Trunkenheit" in der du dann anhand 46 Blättern genau aufschlüssen kannst, ob die Probe denn nun gelungen ist oder nicht.
    Natürlich nicht, das wäre auch unpraktisch. Allerdings hätte ich auch kein Problem damit, wenn es wirklich schnell&einfach ginge. (Mit 'nem PC, der das berechnet z.B.)
    Eine Tabelle für die Veränderung des SO von verschiedenen Kulturen zueinander, fände ich allerdings tatsächlich nicht schlecht.

  4. #4
    Huch, dann habe ich dich wohl wirklich falsch verstanden, auch von mir ein Sorry.

    Nun, Beispiele gibt es genug, aber ich versuche es einfach anhand des Beispiels des Lautenspiels eines Spielers der beispielsweise keine Ahnung von Musik hat.

    Spielleiter: "Also gut, du merkst, dass es in der Taverne ziemlich laut ist und man kaum Notiz von dir nimmt. Außerdem ist man hier augenscheinlich anspruchsvolle Musik gewohnt, du wirst dich also anstrengen müssen.
    (Normalerweise leiten wir so ein: "Beschreibe es für Bonus" ein, natürlich haben auch wir die simplen "Jo, wirf mal Gewandtheit-Proben )

    Spieler: "Okay... ich lausche die erste halbe Stunde nur aufmerksam und bewege mich in der Taverne ein bisschen umher, damit ich ein paar Gesprächsfestzen aufschnappen kann um was sich derzeit die Volksseele so dreht. Besonders achte ich auf Gerüchte derzeit."

    Spielleiter: "Hauptsächlich um den korrupten Grafen."

    Spieler: "In Ordnung, ich setze mich dann in die Ecke in der die Menschenmenge etwa lichter ist, hole meine Laute heraus und überprüfe den Sitz der Saiten, wenn mich Jemand sehen sollte, grinse ich ihn an. Dann dichte ich im Kopf das Spottlied das ich in Thorwal gehört habe, auf diesen weiden'schen Grafen um und da es sich hier um reichere Kundschaft handelt, werde ich anstatt des Füße stampfens das Handklatschen einbauen. Ich instruiere und bitte außerdem meine Gefährten die Leute ein bisschen zu motivieren, indem sie schonmal den bekannten Refrain mitsingen.
    Ich gehe dann in mich, hauche meinem Rahja-Symbol noch einen Kuss zu und denke an die vielen erfolgreichen Auftritte und freue mich über das gewohnte Lampenfieber das mich kribbelig werden lässt... und dann beginne ich..."


    Auf den ersten Blick stecken hier nicht viele Informationen drin, aber stellenweise richtig gute Ideen, die ich als Spielleiter auf jeden Fall wohlwollend bewerte. Wichtiger ist in dem Zusammenhang aber, dass er sich jede Mühe gibt, schön zu beschreiben, seine Kameraden einzubauen und sich - auch als Laie - ein bisschen mit der Materie beschäftigt.

    Solche "ausschweifenden" Erzählungen kommen bei gut 60% der Proben zum Tragen, die anderen 40% sind "schnelle" Proben ohne große Beschreibung.
    Es geht bei diesem Spielstil also auch darum, gemeinsam eine Geschichte zu erzählen, zumeist auch gewollt auf Kosten des Fortschritts oder des Vorankommens, aber dafür sind die Charaktere bunt und derlei ausgeschmückt wiegt jede Niederlage schwer und jeder Sieg ist dreifach so süß - und genau DAS ist es, was unseren stöhnenden, ächzenden, aufgeregten und jubelnden Spieltisch ausmacht.

  5. #5
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    horasischer Sängersknaben/Frauen/Elfen
    DSA braucht D&D-artiges Multiclassing. Dann werde ich mir einen Charakter bauen, der genau das da multiclasst. Und wenn der Spielleiter fragt, wie das gehen soll, dann, äh, weise ich ihn darauf hin, daß wir DSA mit Multiclassing spielen und uns sowieso nicht in der Realität befinden.


    @Beschreibungsbonus: Klingt sehr cool. Wenn ich eine IRL-Gruppe mit Zeit hätte, würde ich sowas wohl gern mal einbringen... ist schon athmosphärisch.


    @Dhan: Nimm' einen DSA4-Chara mit hohem Sozialstatus, der gut beschwafeln/betören kann. Halte guten Kontakt zum örtlichen Fürsten. Wenn Ärger bevorsteht laß' die anderen losgehen und überrede derweil den Fürsten, ein Dutzend Leute zu schicken, die für dich das Kämpfen übernehmen.

    Man muß sich nicht selbst anstrengen, um das Schlachtfeld zu dominieren. ;)

  6. #6
    Zitat Zitat von Jesus_666 Beitrag anzeigen
    DSA braucht D&D-artiges Multiclassing. Dann werde ich mir einen Charakter bauen, der genau das da multiclasst. Und wenn der Spielleiter fragt, wie das gehen soll, dann, äh, weise ich ihn darauf hin, daß wir DSA mit Multiclassing spielen und uns sowieso nicht in der Realität befinden.
    Also Myranor kennt auf jeden Fall Multiclassing und ich denke, DSA4 auch.


    Zitat Zitat
    @Beschreibungsbonus: Klingt sehr cool. Wenn ich eine IRL-Gruppe mit Zeit hätte, würde ich sowas wohl gern mal einbringen... ist schon athmosphärisch.
    Muss ich in meiner Gruppe mal ausprobieren, klingt gut.

  7. #7
    Zitat Zitat von Jesus_666 Beitrag anzeigen
    DSA braucht D&D-artiges Multiclassing. Dann werde ich mir einen Charakter bauen, der genau das da multiclasst. Und wenn der Spielleiter fragt, wie das gehen soll, dann, äh, weise ich ihn darauf hin, daß wir DSA mit Multiclassing spielen und uns sowieso nicht in der Realität befinden.
    Breitgefächerte Bildung?
    Zitat Zitat
    @Dhan: Nimm' einen DSA4-Chara mit hohem Sozialstatus, der gut beschwafeln/betören kann. Halte guten Kontakt zum örtlichen Fürsten. Wenn Ärger bevorsteht laß' die anderen losgehen und überrede derweil den Fürsten, ein Dutzend Leute zu schicken, die für dich das Kämpfen übernehmen.
    Ich kann auch einfach einen Praioten spielen...

  8. #8
    Wenn meine Gruppe das zu oft machen würde, dann hätte ich als Leiter aber schon Spaß bei, zu beschreiben, wie die Praioten/Stadtwachen/ Garethien SWAT die Helden absolut in die Komparsenrolle drängen und sie als Zivilisten des Ortes verweisen und dann zünftig aufräumen.

  9. #9
    Zitat Zitat von Dhan Beitrag anzeigen
    Breitgefächerte Bildung?
    Die muß schon arg breitgefächert sein, um zwei Geschlechter und eine Rasse als Bildungsergebnis zu haben. Breitgefächerte Bildung des Schwarzmagiers, der die Chimäre erschaffen hat?


    Zitat Zitat
    Ich kann auch einfach einen Praioten spielen...
    Der nicht unbedingt der tollste Kämpfer ist.

    Praioten geben auch nette Sozialcharas ab; ein interessantes Konzept wäre beispiesweise ein Inquisitor, der mit so ungewöhnlichen Methoden wie Recherche und die Richtigen erwischen arbeitet, weil die richtig gefährlichen Paktierer und Namenlosen-Zellen zu schlau sind, um mit alle Verdächtigen anzünden erwischt zu werden. Der sinnvollste Build für so einen Charakter wäre stark sozial orientiert, weil es eben wichtiger ist, Hinweise zu bewerten (und erst mal zu kriegen) und Leute unauffällig zu verhören (damit die Bösewiche nicht Lunte riechen, bevor man zuschlagen kann), als mit Feuer und Schwert Landstriche einzuebnen.

    Das ist zwar nicht klassisch praiotisch, aber nicht jede Organisation muß plakativ und zweidimensional sein. Und es ist arg unwahrscheinlich, daß der gesamte Praioskult aus völlig weltfremden Leuten besteht.

  10. #10
    Ganz eindeutig der Angrosch-Geweihte als Hüter der Wacht, oder als Hüter der Tradition (Hüter der Esse wäre wohl eher ungeeignet, da der ja wohl kaum
    groß in der welt rumkommt).

    Auch interresant zu spielen wäre wohl der Ferika-Bessesene .
    ("Wartet kurz, - Ich muss nur schnell dieses Tier umbringen um seinen
    Blutgeist aufzunehmen..."
    )




    Afaik stehn im DSA-Regelwerk aber auch einige Nutzlose, oder zumindest Unspielbare Professionen drin.
    z.B. "Die ••••/den Lustknaben", eine Profession die auszuspielen wohl kaum ein halbwegs vernünftiger
    Spielleiter zulassen würde ...

    Geändert von Jerome Denis Andre (13.02.2009 um 15:27 Uhr)

  11. #11
    Zitat Zitat von Jerome Denis Andre Beitrag anzeigen
    Afaik stehn im DSA-Regelwerk aber auch einige Nutzlose, oder zumindest Unspielbare Professionen drin.
    z.B. "Die ••••/den Lustknaben", eine Profession die auszuspielen wohl kaum ein halbwegs vernünftiger
    Spielleiter zulassen würde ...
    Wieso nicht? oO
    Auch das hatten wir schon in unserer Runde, perfekt für Stadtabenteuer geeignet, mit ihr auf Reisen zu gehen wird dann schon ein wenig schwerer, aber auch nicht unmöglich.
    Nuja, beim Ausspielen...
    Auch wenn es nach dem 5. Kunde verdammt langweilig werden könnte berufe ich mich da mal auf Daens Beschreibungsbonus. ^^

    Also ich persönlich finde eigentlich keine Profession in DSA unspielbar, ich denke nur, dass nicht alle zu einander kompatibel sind, weshaln die Gruppe wohl ein wenig auf einander abgestimmt sein sollte.

  12. #12
    Sehe ich auch so: Eine •••• in der Gruppe ist sogar genaugenommen extrem gut spielbar , d.h. sie hat vom Fleck weg einen Rollenspiel"makel", über den man in der Gruppe ingame reden/lästern/staunen kann.

    Und wer Firefly oder Serenity kennt, der muss nur an den Charakter der Inara denken, d.h. eine kundige Verführerin, gepaart mit Gassenwissen, dem Wissen, wie man Männer um den Finger wickelt und sich adrett kleidet : Selbst von den Werten her eine Bereicherung für jede Gruppe

  13. #13
    So würde diese äusserst...gewagte Profession zumindest Sinn ergeben ô.o.
    Erklärbar, nützlich, spaßig, die perfekte Profession wenn man mit gewissen inoffiziellen Regeln spielt XD.

    Okay, keine kampfbetonten Rollenspielcharaktere. Sowas habe ich ehrlich gesagt noch nie versucht zu bauen, lediglich den Thorwalschen Skalden, welcher den Traum von einer Musikergruppe träumt die sich Thortroll nennen soll.
    Der gute Mann ist auf das Zechen, Singen und Musizieren ausgelegt. Richtig kämpfen kann er nicht, er hat nämlich nur ein Stuhlbein zur Verfügung ô.o.

  14. #14
    Ich verweise zudem noch auf das verwandte Berufsbild der Kurtisane – perfekt für breit (aber oberflächlich) gebildete Sozialcharas, entweder mit Zugang zur High Society (bekannte Kurtisane mit hohem Sozialstatus) oder als eine Möglichkeit, einen gebildeten Chara ohne reichen Hintergrund zu spielen (Kurtisane mit niedrigem Sozialstatus, die sich unter Wert verkaufen muß).

    "••••" ist effektiv das gleiche ohne formale Ausbildung. Besonders in der eigenen Stadt würde so ein Chara durch Dinge wie einen hohen Gassenwissen-Wert hervorstechen. Und natürlich die berufsbezogenen Aktionstalente, die beispielsweise in Kombination mit etwas Schauspieltalent bei Infiltrationen sicher enorm nützlich wären.


    Ein Einbrecher, der nach drei Nächten Beobachtung an den Wachen vorbei die Stadtmauer erklimmen und das Stadttor öffnen kann, ist nett. Eine Kurtisane/••••, die nach drei Nächten Überzeugungsarbeit die Gruppe offiziell als VIPs in die Stadt bringen kann, ist viel lustiger. ;)

  15. #15
    Zitat Zitat von Jerome Denis Andre Beitrag anzeigen
    Afaik stehn im DSA-Regelwerk aber auch einige Nutzlose, oder zumindest Unspielbare Professionen drin.
    z.B. "Die ••••/den Lustknaben", eine Profession die auszuspielen wohl kaum ein halbwegs vernünftiger
    Spielleiter zulassen würde ...
    Ein halbwegs vernünftiger Spielleiter mit einem halbwegs vernünftigen Spieler können die Klasse spielen lassen, ohne das sie ständigen einen Schwanz in irgend einer Körperöffnung haben müssen. Wie in irgend einem Buch übers Mittelalter mal geschreiben stand: Ab einer bestimmten Professionalität waren die Leute das Äquivalent zu Radio, Fernsehen, Modezeitschriften, MTV, Fashion Leader, ein soziales Schmiermittel und Alleinunterhalter.
    Mal ganz abgesehen davon, dass eine ••••/ein Lustknabe mit Leuten recht intim in Berührung kommt, denen eine Party von Vagranten in einer normal stratifizierten Gesellschaft nicht mal die Stiefelsohlen lecken dürfte.

    Edit: Das einzige Hindernis, dass ich sehe ist, dass man wenige Spieler finden wir, die so sozial und so extrem außenorienterte Figuren spielen werden wollen und können. Den Dandy oder die Fantasymadonna zu verkörpern stelle ich mir recht anstrengend vor.

    Edit2: Und man braucht eine Gesellschaft, die ein Auge auf Moden und Trends hat. Sonst kann die obere Klasse vor Ort nicht: "Oh! er/sie ist nach neuester stygischer Mode gekleidet! Beherrscht er auch die charmanten Kettengedichte, die jetzt in der Hauptstadt gerade brandheiß sind? Kann er eine sysillysche Party organisieren wie sie in XY gerade der Renner sind?" Zeigt mir mal den Spielleiter und die Spielergruppe, welche diesen Aspekt simulieren wollte.

    Geändert von Ianus (15.02.2009 um 12:56 Uhr)

  16. #16
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Ein halbwegs vernünftiger Spielleiter mit einem halbwegs vernünftigen Spieler können die Klasse spielen lassen, ohne das sie ständigen einen Schwanz in irgend einer Körperöffnung haben müssen. Wie in irgend einem Buch übers Mittelalter mal geschreiben stand: Ab einer bestimmten Professionalität waren die Leute das Äquivalent zu Radio, Fernsehen, Modezeitschriften, MTV, Fashion Leader, ein soziales Schmiermittel und Alleinunterhalter.
    Mal ganz abgesehen davon, dass eine ••••/ein Lustknabe mit Leuten recht intim in Berührung kommt, denen eine Party von Vagranten in einer normal stratifizierten Gesellschaft nicht mal die Stiefelsohlen lecken dürfte.

    [...]

    Edit2: Und man braucht eine Gesellschaft, die ein Auge auf Moden und Trends hat. Sonst kann die obere Klasse vor Ort nicht: "Oh! er/sie ist nach neuester stygischer Mode gekleidet! Beherrscht er auch die charmanten Kettengedichte, die jetzt in der Hauptstadt gerade brandheiß sind? Kann er eine sysillysche Party organisieren wie sie in XY gerade der Renner sind?" Zeigt mir mal den Spielleiter und die Spielergruppe, welche diesen Aspekt simulieren wollte.
    Das ist das Problem bei einigen Gruppen. Manche nehmen es mit der Mittelalterlichkeit und Formalität der Gesellschaft ernster als andere. In #free-dsa beispielsweise hat man selbst mit einem mittleren Adligen gerade mal den Vorteil, daß man "Tischmanieren" buchstabieren kann – ein popliger Graf oder Praiosgeweihter hat doch nix zu melden und wird erst recht nicht höflicher behandet als der Quotenstreuner (überspitzt formuliert). Da ist der Unterschied zwischen einer Kurtisane und einem gepflegten Streuner relativ klein.

    Es gibt mit Sicherheit Gruppen, wo eine Kurtisane mehr ist als eine Sammlung freizügiger Sozialtaltente. Und wenn's da mit der Gesellschaft ernst genommen wird, kann sie durchaus Dinge tun, von denen der Rest der Truppe allenfalls träumt. Oder allein schon lukrative Aufträge an Land ziehen – man denke an die von Daen angeführte Inara, die effektiv das einzige Bindeglied zwischen der Serenity und der respektablen Gesellschaft war.


    Zum Thema "Mode":
    Extrem modebewußter Herzog: "Oh, nettes Kleid."
    Kurtisane: "Ja, das ist von einem teuren Schneider."
    Extrem modebewußter Herzog: "Ja, sollte ich auch mal machen."
    ;)

  17. #17
    Zitat Zitat
    Das ist das Problem bei einigen Gruppen. Manche nehmen es mit der Mittelalterlichkeit und Formalität der Gesellschaft ernster als andere. In #free-dsa beispielsweise hat man selbst mit einem mittleren Adligen gerade mal den Vorteil, daß man "Tischmanieren" buchstabieren kann – ein popliger Graf oder Praiosgeweihter hat doch nix zu melden und wird erst recht nicht höflicher behandet als der Quotenstreuner (überspitzt formuliert). Da ist der Unterschied zwischen einer Kurtisane und einem gepflegten Streuner relativ klein.
    THATISTHEPROBLEM.jpg

    Man braucht vonseiten des Spielleiters/des Spielsystemes erst mal eine anständige Stratifizierung, damit sich ein ••••ncharakter darüber hinweg würfeln kann.

    Zitat Zitat
    Zum Thema "Mode":
    Extrem modebewußter Herzog: "Oh, nettes Kleid."
    Kurtisane: "Ja, das ist von einem teuren Schneider."
    Extrem modebewußter Herzog: "Ja, sollte ich auch mal machen."
    Fantasymode gibt es sowieso nicht, was Schade ist. wäre doch geil, wenn der Paladin plötzlich MEHR GLÖCKCHEN FÜR MEINE RÜSTUNG!! verlangen würde und der Krieger STIEFEL BIS ZU MEINEM ARSCH HINAUF UND MEHR SCHLEIFEN!! wollen würde.

  18. #18
    Zitat Zitat von Ianus Beitrag anzeigen
    Fantasymode gibt es sowieso nicht, was Schade ist. wäre doch geil, wenn der Paladin plötzlich MEHR GLÖCKCHEN FÜR MEINE RÜSTUNG!! verlangen würde und der Krieger STIEFEL BIS ZU MEINEM ARSCH HINAUF UND MEHR SCHLEIFEN!! wollen würde.
    Also unsere Gruppe hat so einen Charakter... besonders was die Glöckchen angeht

  19. #19
    Zitat Zitat von DFYX Beitrag anzeigen
    Also unsere Gruppe hat so einen Charakter... besonders was die Glöckchen angeht
    Mein Phexgeweihter Betrüger hat Glöckchen in der Mähne seines Pferdes "Sternschnuppe"...

  20. #20
    Zitat Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Mein Phexgeweihter Betrüger hat Glöckchen in der Mähne seines Pferdes "Sternschnuppe"...
    Schwach. Interessant wird es erst, wenn er sein Pferd dekoriert wie die Kleidung des Goldenen Mannes von Issyk.

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