Seite 102 von 102 ErsteErste ... 252929899100101102
Ergebnis 2.021 bis 2.027 von 2027

Thema: "Internet 1.984" oder "Wieviel Macht soll der Staat haben?"

  1. #2021
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    Wären Netzangebote nicht kostenlos, würde ich es wie früher machen, ein einziges Pluskonto anlegen, und die anderen gehen definitiv leer aus. Ich hätte zwar digital die Möglichkeit bequem mehrere Tageszeitungen zu konsumieren, was so reell schwierig wird, aber ich hätte auch nicht mehr Geld dafür übrig als früher. Dafür kann man mit Freunden, die die jeweils abonniert haben, die Artikel im Netz auch viel leichter teilen.
    Wär ja okay, die meisten Menschen als man Zeitungen nur per Print lesen konnte, haben wohl auch maximal eine abonniert, und eher hin und wieder ein paar Mark/Schilling/vor-Euro-Währung ausgegeben, wenn man grad wirklich Zeit hat zum lesen. Dass kann heute auch noch funktionieren, nicht für alle, aber für gewisse Qualitätsmedien ist das einzige Möglichkeit ihr Niveau zu halten.

  2. #2022
    Der Punkt ist eher, dass diese Leute sich einbilden, dass die irgendwie alle was vom Kuchen abbekommen. Ich hab eher das Gefühl, nagut inzwischen brechen die Anzeigenerlöse im Web ein, dass die Möglichkeit viel Traffic und auch viel Werbung zu verkaufen bei kostenlosen Angeboten besser funktioniert. Ich habe mal einem Vortrag von Stefan Aust gelauscht (ehemals beim SPIEGEl heute Welt), der auch meinte, dass die Verzahnung von Print und Netz für ein regelmäßiges Einkommen wichtiger sei und das die Unternehmen eher dafür sorgen sollte, dass sie ihre Printkunden nicht zwangsweise zu online Kunden umerziehen wollen, sondern alles zu tun, um ihre Kernkunden zu halten und spezielle Angebote für Neukunden zu halten.

    Ich hatte den Print-SPIEGEL neben den Finanzen und dem Inhalt auch gekündigt, weil mir die Kundenpolitik inzwischen gegen den Strich ging. Mehrfach jährlich steigende Preise, du hast aber, obwohl du den Löwenanteil aller Kunden bezahlst weder einen Zugang zum Digitalen-SPIEGEL und dann wurden dir auch noch auf SPON-Bezahlschranken für Artikel vorgesetzt, die du im Heft bereits bezahlt hast. Das ist halt Mist.

  3. #2023
    Im moment ist es sicherlich die beste Idee die duale Schiene zu gehen, Print-Kunden halten, eventuell durch Bonus-Angebote (eben, dass man neben dem Print-Abo auch auf das digitale Pendant zugreifen kann), und probieren Angebote für neue online-affine zu entwickeln. Die New York Times macht das was interessantes mit ihrem Daily podcasts, wo sie oft auf eine Geschichte eingehen, die du auch in Print-Form, mit mehr Details lesen kannst, aber eben auch als kurz Variante für unterwegs zum Lauschen hast.

    Ich frag mich ob sich Print langfristig wirklich halten kann. Vielleicht laufen ja alle irgendwann mit Tablets herum und statt einer Print-Zeitung kauft man sich einen QR-Streifen (mit individuellen, nur einmal benutzbaren Code), der einem Zugriff auf das Epaper des Tages gibt.

  4. #2024
    Trotz der klaren Vorteile der digitalen Zeitung (Umwelt, niedrigere Kosten für beide Parteien, Videos, ...) denke ich nicht, dass die gedruckte Version Geschichte sein wird. Man liest sie anders. Die großformatigen Zeitungen, bei denen man diese Fülle an Inhalt nicht erfassen kann ohne den Kopf zu drehen, werden immer ihre Liebhaber haben, auch wenn's verhältnismäßig nicht viele sind.

  5. #2025
    Gedruckt ist anders, da man mehr gleichzeitig erfassen kann. Beim Browser müsste man schon mehrere Seiten/Artikel gleichzeitig öffnen (dann mehrere Fenster klein machen und nebeneinander legen). Ähnlich seh ichs bei Büchern. Bei Fachbüchern von Vorteil wenn man am Rechner die Suche nutzen kann. Bei Unterhaltungsliteratur blättert man schneller mal vor und zurück mit der Hand.

    Dass im Internet die Zeitungen nun Geld wollen, weil Print-Leser wegfallen - nix neues. Aber Google News ist doch tatsächlich nur von Vorteil,wenn dadurch Leute dorthin geschafft werden. Die Studie belegt es ja. Ohne Google News weniger Leute. Und dass kaum wer bei zig Seiten zahlen will ist auch klar. Manche bieten auch neuerdings Werbemodelle an.(Man soll nen Werbespot gucken oder kaufen oder so. Erkennt auch Werbeblocker.) Sowas ist okay. Hat man im TV ja auch den den privaten Sendern (wenn auch seltener in der News, aber vorher, danach).

    Edit: Wobei ich nutze viel Google News. Gibt gerade die Vorteile aktuellen Kram von mehreren Seiten zu aggregiern. Also verschiedene Sachen auf einen Blick. Dort sogar von mehreren Quellen. Aber würde nie auf die Idee kommen für eine zu zahlen, da die Vielfalt wichtig ist. Mal will man da, mal will man anderswo. Grad wenn mal Rezensionen sind will man verschiedene Meinungen. Aber will natürlich kein Abo bei mehreren Seiten. Sollen einfach was wie die GEMA einführen bei der man sich anmeldet und 1x zahlt und für alle News-Seiten freigeschaltet wird, wenn News unbedingt kostenpflichtig sein sollen.


    Hier mal was zu Facebook: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...a-1185814.html
    Kartellamt will dagegen vorgehn, weil die überall Daten sammeln und die Schnittsteleln zu andern Seiten ausnutzen und das ohne Widerspruchsmöglichkeit.

    Geändert von PeteS (02.01.2018 um 09:41 Uhr)

  6. #2026
    Zitat Zitat
    Smartphone-Spiele belauschen Nutzer

    Eine in Spiele-Apps integrierte Funktion spioniert über das Mikrofon des Smartphones Nutzer darüber aus, welche Werbespots und Sendungen sie im Fernsehen anschauen.

    In mehr als 250 Spiele-Apps für Smartphones ist eine Software des Startups Alphonso integriert, die in der Lage ist, den Nutzer auszuspionieren. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf Aussagen des Alphonso-Gründers und -CEOs Ashish Chordia und eigenen Recherchen.

    Die Software nutzte demnach das Handy-Mikrofon, um anhand von Audiosignalen die Werbespots und Sendungen zu identifizieren, die der Nutzer gerade schaut. Diese Daten werden laut New York Times teilweise mit den Ortsdaten abgeglichen, was zielgruppenorientiertes Marketing ermögliche. Die Alphonso-App soll auch im Hintergrund arbeiten können.

    1000 Apps hören zu
    Die New York Times meldet unter Bezugnahme auf den Alphonso-CEO, dass die Software bereits in rund 1000 Anwendungen aus den Bereichen Gaming, Messaging und Social Apps im Einsatz sei. Über Suchbegriffe wie "Alphonso automated" und "Alphonso software" ist die Zeitung selbst auf über 250 Apps im Google Play Store gestoßen; darunter befinden sich zahlreiche Apps, die sich an Kinder richten. Manche der Anwendungen sind auch in Apples App Store zu finden.

    Ashish Chordia vertritt die Ansicht, dass die Überwachung durch Alphonso zulässig sei, da keine Gespräche aufgezeichnet würden und das Sammeln der Daten ausführlich in der Datenschutzrichtlinie des Unternehmens beschrieben sei. Tatsächlich macht das Unternehmen auf seiner Website keinen Hehl aus seinen Methoden.

    Die Frage ist, ob Nutzern klar ist, dass die Funktion in einer von ihm installierten App integriert ist. Laut Chordia ist dies der Fall: Der User stimme wissentlich zu und habe zudem jederzeit die Möglichkeit, die Funktion abzustellen. Wie man dies unter Android und iOS macht, ist im "Mobile Opt Out Guide" auf der Seite des Software-Herstellers beschrieben.

    Alles im rechtlichen Rahmen?
    Insofern würde laut CEO auch den Vorschriften der US-Regulierungsbehörde FCC genüge getan. Sollte sich herausstellen, dass die Rechtsauffassung des CEOs nicht korrekt ist, dürfte es für die Firma allerdings teuer werden. Ende 2015 hatte sich bereits der Werbe-Lauscher Silverpush jede Menge Ärger eingehandelt. In diesem Jahr zahlte der Hersteller Vizio in den USA 2,2 Millionen Dollar, um einen Rechtsstreit zu beenden, bei dem es um die unberechtigte Erfassung von Daten der Nutzer seiner Smart-TVs ging.

    Der Bericht der New York Times dürfte auch Gerüchte erneut anheizen, wonach Facebook ebenfalls heimlich Daten der Nutzer seiner App sammelt. Diese haben sich bislang jedoch nicht bestätigt. Ein Ex-Manager des Unternehmens hatte die Vorwürfe zuletzt unter Hinweis auf eine viel zu gewaltige Datenmenge zurückgewiesen.

    Schließlich dürfte auch das kürzlich von Apple aufgekaufte Unternehmen Shazam ins Visier geraten, da es angeblich Alphonso bei der Identifikation unterstützt, Bestätigen wollte dies Shazam nicht. Ende 2016 hatte Shazam auf der Internet Of Things World Europe bekanntgegeben, verstärkt auf ortsbezogene Werbung setzen zu wollen.

    Quelle

  7. #2027


    Zitat Zitat
    [...]

    Wurden die Schwachstellen schon ausgenutzt?

    Konkrete Hinweise darauf, dass Meltdown und Spectre schon von Kriminellen für Angriffe ausgenutzt wurden, gibt es bisher nicht, heißt es zum Beispiel vom Prozessor-Hersteller Intel. Ausschließen lässt es sich deshalb aber nicht.

    Daniel Gruss sagte, er finde es "beunruhigend", dass sein Forscherteam aus Graz nur eines von mehreren sei, die die Angriffe unabhängig voneinander und ungefähr zeitgleich entdeckt haben sowie ihr Wissen öffentlich gemacht haben. "Da stellt sich natürlich die Frage, wie viele andere das Problem noch entdeckt und nicht gemeldet haben", sagt Gruss. "Inwiefern Geheimdienste davon gewusst haben, können wir überhaupt nicht einschätzen." Im Nachhinein lasse sich auch nicht eindeutig klären, "ob das ein Bug oder eine Backdoor war". [interessanter Gedanke]

    Kann man sich mit Antivirensoftware schützen?

    Nach Ansicht der IT-Forscher ist es unwahrscheinlich, dass eine Antivirensoftware zuverlässig gegen Schadsoftware helfen kann, die Meltdown oder Spectre ausnutzt. Das Problem ist, dass sich eine solche Schadsoftware kaum anders verhält als andere Programme und deshalb nicht automatisch erkannt werden könnte. Erst wenn ein bestimmter Schädling bekannt würde, könnte man ihn anhand seiner typischen Signatur erkennen und blockieren.

    "Praktisch muss man es bei den Angriffen, die wir präsentiert haben, nur schaffen, dass die dafür nötige Software auf dem angegriffenen System läuft", sagt Daniel Gruss. Auf dem Rechner könne sie zum Beispiel in Form eines E-Mail-Anhangs oder eines Downloads landen.

    Wahrscheinlich sei der Angriff auch über Javascript möglich, sagt Gruss, "aber die Browser-Hersteller stellen dagegen derzeit schon Sicherheitsmaßnahmen bereit. Daher ist ein Angriff auf dem Weg derzeit wohl weniger realistisch."

    Was sollten Computer- oder Smartphone-Nutzer tun?

    "Nutzer sollten auf jeden Fall die Updates für ihr Betriebssystem und ihre Software installieren, die dieser Tage erscheinen", rät Daniel Gruss. Sprich: Wer irgendeines der betroffenen Geräte, ob nun Smartphone, Windows- oder Linux-PC oder MacBook benutzt, der sollte also in den kommenden Tagen regelmäßig nach System-Updates Ausschau halten und diese auch umgehend installieren.

    Ein Prozessor-Tausch, wie ihn das amerikanische CERT empfiehlt, hält Gruss nicht für sinnvoll. Dem IT-Experten zufolge gibt es "im Bereich normaler Consumer-Hardware" aktuell keinen Prozessor, der nicht von Spectre betroffen ist. Allgemein rät Gruss Nutzern, nicht panisch auf die Entdeckungen zu reagieren.

    [...]
    Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...a-1186193.html

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •