„Wenn Ketten brechen”, ein Spiel von Daniel Jödemann. gemeistert von SDS.
Die Truppe bestand zu großen Teilen aus Anfängern. Eine Herausforderung, da das Spiel eigentlich schon etwas komplexer ist. Daher wurden hier und da einige Details des Spiels verändert oder Quests ein wenig vereinfacht. Alles in allem aber ein schönes, langes Spiel. :3

System: DSA 4.1 + Hausregeln
Eigene Rolle: Spielleiter

(Tagebucheinträge noch unvollständig. Hier erstmal nur der Teil bis Lowangen.)

Protagonisten:
Valentin Bukanies: Ein Wundarzt aus Greifenfurt. Trotz seiner Profession ein wenig ein Herumtreiber, der sich wohl selbst als eine Art Lebenskünstler ansieht, weswegen er aus dem vermufften, weil hochgradig praiosgläubigem Greifenfurt endlich mal raus wollte. – Dieses letzte Abenteuer soll er am Ende leider nicht überleben.
Laila Rhiadra: Eine muskelstarke Waffenschmiedin aus Tiefhusen, für die Lowangen eigentlich nur ein Zwischenstopp in ihre alte Heimat sein soll. Ein Ereignis aus ihrer Kindheit hat in ihr eine gewachsene psychische Störung hervorgerufen, die sie nun denken lässt, sie sei ein männlicher Zwerg. Trinkfest wie einer ist sie jedenfalls. – Laila stirbt im Verlauf des Spiels.
Mikhail Bakunin: Ein Kampfmagier aus der Stab-und-Schwert-Akademie zu Gareth. Als bislang reiner Stadtbewohner ein wenig unerfahren mit den rauen Sitten des nördlichen Aventuriens. Dadurch tritt er hin und wieder mal in kleine Fettnäpfchen.
Ragnar Iwarson: Durch und durch Thorwaler und eigentlich Pirat. Nach einem längeren Landleben, zieht es ihn wieder nach Thorwall. Ein Mann, den kaum etwas schrecken kann – bei Swafnir!
Niniel Curufin: Ein Phex-Geweihter, was der Rest der Truppe erst später erfährt. Seine Herkunft aus Al'Anfa und seine recht Ausgeprägte Liebe zum Geld und zum Rabenklau-Verhalten führt ihn immer an den Rand des Konfliktes mit den Geboten seiner Gottheit, die er schonmal gerne kreativ uminterpretiert. Dennoch ist er im Fall des Falles seiner Gottheit natürlich treu ergeben.
Harad Musker: Harad trifft erst in Yrramis auf die Truppe. Was diese nicht weiß: Er ist eigentlich ein Spion, der für einen Klienten Informationen bezüglich der Lage der Stadt Lowangen auskundschaften soll, nachdem dieser gehört hat, dass es in Lowangen Ärger geben soll. Einst war er ein Nanduriat, ein Spion der Nandus-Kirche, hat sich jedoch von ihnen getrennt, weshalb er insbesondere im Horas-Reich unter den Nanduriaten jetzt als gesucht gilt.
Durim Triffon: Ein Rondra-Geweihter, der es noch kurz vor der Belagerung nach Lowangen geschafft hatte und dann dort mit den anderen festsaß. In Lowangen schließt er sich auch dem Rest der Truppe an. Ein Kämpfer durch und durch, dem die Tatsache, dass es im Lauf der Ereignisse lange keinen klaren Feind gibt, durchaus an den Nerven zehrt.
Pjotsaian Kropotkin: Auch auf ihn trifft die Gruppe erst später in Lowangen. Ein Geweihter des hiesigen Tsa-Tempels, der unter seinesgleichen für Tsaistenverhältnisse ein wenig als Rabauke und Revoluzzer gilt. Mit seiner lockeren Einstellung scheut er sich nicht der skurrilen Truppe beizutreten, auch wenn er wie jeder gute Tsaist die Gewalt scheut, wie die Pest.

(Bemerkung: Oh Mann, so viele Geweihte in der Party: Rondra, Tsa, Phex – hätten wir noch einen Praioten, wäre das Chaos perfekt. xD)

12. Phex 1026 BF

Liebes Tagebuch,
jetzt wandern wir schon etliche Tage seit unserer Abreise von Greifenfurt Richtung Lowangen. Der Bergpfad ist wirklich anstrengend und unser Proviant geht auch zu neige. Wir haben eine nobardische Händlerkarawane entdeckt, die offenbar eine kleine Radpanne hatte. Ihr Anführer Adnan scheint recht nett zu sein. Er hat uns auch gleich als zusätzlichen Begleitschutz eingestellt. So ist das Reisen schon viel angenehmer und wird sogar noch bezahlt. Einen kleinen Sideseeing-Abstecher zu den Ruinen von Arras de Mott war sogar auch noch drin und bis auf einen kleinen Harpyien-Angriff gab's auch keine ernst zu nehmenden Zwischenfälle.

19. Phex 1026 BF

Liebes Tagebuch,
dass Dummheit weh tun kann, ist ja bekannt, aber wie dumm muss man sein, dass es SO weh tut? Wir hatten einen kleinen Zwischenhalt in Yrramis gemacht. Die Schwarzpelze haben das Dorf echt übel zugerichtet, aber sich dann in der einzigen – ja nennen wir es mal Kneipe – mit Kjech bis ins Koma saufen wollen und dann vor dem Ork-Wirt offen die Zeche prellen … Naja, jedenfalls ist jeder lebend aus der Sache rausgekommen, wenn man mal von diversen gebrochenen Nasen und Rippen absieht. Das soll denen eine Lehre sein. Ach ja, wir haben einen neuen Mitstreiter bekommen. Sein Name lautet Harad. Keine Ahnung wie er zu uns gestoßen ist, aber nach dem Tag hatten die meisten von uns eh erstmal einen Filmriss.

25. Phex 1026 BF

Liebes Tagebuch,
oh Mann, wie ich diese Schwarzpelze hasse! Ständig geraten wir an irgendeine selbsternannte Zollstation, bei der diese Keulenschwinger wieder mal abkassieren wollen. Die lassen auch nicht locke, um anderen zu zeigen, wer jetzt der neue Herr im Svellttal ist. Zum Glück hat Adnan offenbar bereits an alles gedacht.

26. Phex 1026 BF

Liebes Tagebuch,
gesegnet seien die Zwölfgötter! Nur ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir noch leben. Eigentlich hatte alles unscheinbar angefangen. Es war regnerisch und unsere Karawane fuhr an einem Wäldchen vorbei – am Abend würden wir in Lowangen sein. Doch dann kamem sie aus dem Hinterhalt. Wir konnten gar nicht so schnell reagieren, wie die Schwarzpelze uns in die Mangel genommen hatten. Doch gepriesen seien die Götter, die uns ein Wunder gewährten und so den Tod unserer Kameraden, sowie das ganze Geschehen rückgängig machten. Seltsam war es natürlich schon, als wir uns – unseren eigenen Tod vor Augen – in der Zeit zurückversetzt wieder kurz vor besagtem Wald wiederfanden.

Fast genauso merkwürdig war dann auch der Weg wie wir an den Orks vorbeigekommen sind. Niniel hatte sich überraschenderweise als Diener der Phex offenbart und uns ein Phex'sches Wunder prophezeit. Das kam dann auch, nachdem wir mit einem kleinen Trupp in den Wald eindrangen. Alles wurde neblig und dunkel, doch konnten wir seltsamerweise entgegen unseren Feinden recht gut durch diese Dunkelheit sehen. Es war schon recht spaßig die Orks dann gegeneinander auszuspielen. Deren großer Anführer mit dem Riesenhammer war dann auch kein Problem mehr.

Doch der Segen der Götter schien uns dann am Abend, als wir endlich Lowangen erreichten, wieder verlassen zu wollen. Diese verdammten Schwarzpelze haben echt die Unverfrohrenheit die Stadt zu belagern. Was geht hier verdammt nochmal ab?! Von diesen stinkenden Hauerträgern haben wir natürlich keine Antwort bekommen. Dann wurden wir auch noch vor deren Anführer gestellt, Garrgrash oder so war sein Name. Was für ein Widerling! Und erst dieser seltsame Schamane Arikash. Ja, ich glaube es hieß so. Der war echt furchteinflößend. Er hat zwar kein Wort gesagt, aber dieser Blick, als würde er einem direkt in die Seele schauen. Nur unserem diplomatischem Geschick war es uns möglich eine Erlaubnis zu bekommen, mit unserer Wagenkolonne die Stadt betreten zu dürfen. Auch tut mir unsere Laila echt leid. Garrgrash wollte sie echt als Preis haben, doch nachdem sie auch nur einmal den Mund aufmachte, hatte er sich das ganz schnell wieder anders überlegt. In der Stadt angekommen, haben uns Bewohner dann auch recht heftig mit Fragen bombardiert. Wir wollten aber eigentlich nur noch etwas essen und dann schlafen. Zum Glück gab es noch Betten in einer Herberge gegenüber dem Tsa-Tempel.