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Thema: Ritter des Nordens [Story+Konzept]

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  1. #1
    Zitat Zitat von Programmierer Beitrag anzeigen
    Sodele...dann nun @Ianus:
    Erstmal freut mich, dass du dich gerne auch mit diesem Thema beschäftigst, aber mich als jemanden, der sein Wissen aus niederen Quellen hat, darzustellen, nur weil sich meine Quellen von deinen Unterscheiden, hat für mich einen unangenehmen Beigeschmack, weil ich mich damit persönlich angegriffen fühle. Es mag sein, dass sich viele Quellen widersprechen, aber ich halte mich da (bewusst) mehr zu den Dänen (Wikingern), die mit den Liedern ihrer Skalden sehr genau an den Tatsachen liegen, die die moderne Wissenschaft in diesen Jahren immer und immer wieder bestätigt. Ich spreche und lese fließend dänisch, hab insgesamt sicher schon 1 Jahr meines Lebens in Dänemark verbracht und meine Verbundenheit zu dem Land und den Bewohnern ist es auch, die mich zum großen Teil dieses Spiel machen lässt.
    Wie gesagt, ich bin niemand, der gerade 2 Zeilen Wikipedia durchgelesen hat und deswegen bitte ich dich einfach, persönliche Angriffe auf Grund unterschiedlicher Quellenaussagen, zu unterlassen. Danke
    Das ist sehr gut. Da lernt die Leserschaft noch etwas aus dem Streit.

    ...die Skalden enthalten auch Trolle und magische Unterwäsche, aber ja, als Chroniken sind sie recht oft recht verlässlich. Gänzlich objektiv kann man sie trotzdem nicht nennen. Sind in etwa mit der Bibel zu vergleichen.

    Zitat Zitat
    Wir können gerne um das Schwertgewicht diskutieren. Es gibt in Dänemark mehrere "Originalschwerter", die es auf die 3 Kg bringen, genau so aber auch Saxe, die es nur knapp über das 1 Kg bringen. alles weitere dazu findest du im Post zu Daen. Den Kommentar zu deinem letzten Satz habe ich als Vorwort oben angestellt.
    Eine unbestimmte Zahl an Schwertern in Dänemark, und Jan Petersen hat für seine Typologie in "De Norske Vikinge Swerd" auf jeden Fall über hundert untersucht und stellt eine Varianz zwischen 0.8-1.9kg fest? Erklärungsbedürftig ist da eher die Abweichung in Dänemark als der Mittelwert einer Autorität wie Jan Petersen.

    Ist zwar schwedisch, aber als Wikinger-Interessierter wird seine Schwert- Speer- und Axttypologie auch für dich von Interesse sein. Sofern du die Dokumente noch nicht selbst in entsprechenden Foren entdeckt hat, lade ich sie dir gerne noch mal irgendwo hoch. Die Speer- und Axttypologie wurde glücklicherweise ins englische übersetzt.

    Zitat Zitat
    Gut. Um dann nur ein paar Zahlen ins Feld zu werfen:
    Die Invasion von Guthrum auf Wessex wurde zweigeteilt auf dem Landweg und auf dem Seeweg geführt. Alleine die Seestreitmacht hatte rund 150 Schiffe (auch wenn sehr viele gesunken sind) zur Verfügung, jedes davon mit einer Kampfbesatzung von rund 30-50 Mann. (kleiner Rechenkurs? Dann sag mir mal, wo hier noch ne 70 Mann Streitkraft ist?). Fakt ist auch, dass Alfred, König von Wessex im Kampf gegen die Dänen fast jeden Mann aufbot und es schaffte, in vielen Schlachten deutlich mehr Engländer zur Stelle zu haben.
    Das Heer der Engländer bestand zudem aus freien Bauern. So weit alles klar. Das Heer der Dänen bestand aus Leuten, die sich den Krieg frei gewählt hatten. Wer in Dänemark nicht kämpfen konnte oder wollte war Bauer eines Herrn. Wer kämpfen konnte, wurde Krieger und schloss sich seinem Herrn, um auf Raubzügen leichte Beute zu machen.
    Dabei kam dann auch die von dir erwähnte Überraschungsangrifftaktik der Dänen zum Zuge. Mit den Schiffen anlanden, ein Dorf plündern, Pferde erbeuten, damit das nähere Umland plündern, abreisen. Das war die Taktik der Dänen, um auf dem Seeweg Angst und Schrecken zu verbreiten. Aber Nein, es war nicht die Kampftaktik von den Armeen rund um Ivar, Guthrum oder anderen, die vor hatten ganz England zu besetzen und zu besiedeln. Sie schlossen sich zu deutlich größeren Streitmachten zusammen, die von mehreren Grafen und Königin geführt wurden und überrannten damit die Engländer. Denn auch, wenn die Engländer oft noch größere Streitmachten zusammenschlossen. Sie bestanden aus dem Fyrd, den freien Bauern, unterstützt mit einer Anzahl von ausgebildeten Kriegern. Und jetzt sag mir bitte, dass in einer Landschlacht, in einem Schildwall das Kampfgeschick der Krieger keinen Einfluß auf den Erfolg hatte. Die Begründung will ich hören.
    Die Begründung kann ich dir liefern. Das Argument ist von einem Griechen abgeleitet, der mit Speer und Schild als Schwerbewaffneter in einem Schildwall stand: Zu viel Kampfgeschick verleitet zu Übermut, sagte dieser. Die Formation aber steht und fällt damit, dass jeder an seinem Platz bleibt und dementsprechend ist es auch gut, wenn keiner es wagt, die Formation zu brechen. An Kampfsporttraining sei es genug, wenn man als Kind auf Büsche eingehackt und somit das Schneiden gelernt habe.

    Das ignoriert natürlich das Zusatztrainig, dass ein Jugendlicher in Griechenland durch Ringen, Speer- und Diskusswerfen und Langlauf in Rüstung erhalten würde. Inwiefern vergleichbare Übungen in England um 800 verbreitet waren, ist schwer zu sagen.

    Zitat Zitat
    Abgesehen davon, dass du damit eine Menge Leute beleidigst, die mir lieb und wichtig sind und mich selbst zum Vollpfosten erklärst, was sollen diese direkten Beleidigungen? Niemand redet hier von arischer oder nordischer Scheiße und du hast nicht das Recht, mir solche Dinge vorzuwerfen.
    Die Dänen waren, wie oben bestrieben, Kämpfer mit frei gewähltem, oder zumindestens akzeptiertem Schicksal, im Kampf deutlich besser trainiert und erfahrener als die meisten der Engländer. Viele der Dänen trugen Rüstungen, nicht nur aus Leder, sondern auch aus Eisen, was damals nur der Elite der Engländer vorbehalten war, weil sich die anderen diese Schutzmaßnahmen schon aus Kostengründen nicht leisten konnten. Zudem hatten die Kämpfer des Fyrds als freie Bauern Felder zu bestellen, zogen sich also meistens zu bestimmten Jahreszeiten aus dem Heer zurück oder flohen in Anblick der dänischen Streitmacht. Es gibt genug englische und dänische Quellen,die davon berichten, wie stark sich die Engländer vor der Schlacht besoffen haben, um ihrer Angst her zu werden... aber feige ist dann sicherlich das falsche Wort...
    Zudem gibt es genug unabhängige Quellen, die bestätigen, dass die Engländer schon zu der Zeit das Frankenland bereisten und handelten und so zu den zu der Zeit am besten geschmiedeten Klingen kamen. Selbst die Engländer geben das in vielen Erzählungen neidlos zu. Eine dänische Streitmacht war um das vielfache besser ausgerüstet als ein englisches Heer.
    Das ist FAKT. Wenn du dich damit nicht abfinden kannst, brauchst du mich trotzdem nicht zu beleidigen!
    Ich halte es für notwendig, da deine Quellenlage und dein Ton nicht ganz auf dem aktuellen Stand der Diskussion zu sein scheint....Lederrüstungen? Wir haben gerade mal ein Stück lederne Tournierrüstung in England und eine Krokodillederrüstung aus der Zeit der Römischen Herrschaft in Ägypten übrig...
    Das Kommentar mit dem sich besaufen gehört auch dazu. Sich vor der Schlacht Mut anzutrinken war normal. Du wirst dem bis in den ersten Weltkrieg hinein begegnen und auch im Mittelalter warnte manch ein Vater seinen Sohn davor, zu viel zu saufen bevor es ans Prügeln ging. Die Erwähnung im Kontext muss IMO als literarischen Tropos, der dem Text beisteuert gewertet werden. Denn die Chroniken waren keine objektiven Dokumente, sondern erklärende Erzählungen.

    Wenn ich mich recht entsinne, konnte ein Bauer um 800 auch schon die Leibeigenschaft wählen und somit von der Wehrpflicht befreit werden. Wer mitmachte, war also wohl freiwillig oder zumindest aus eigenem Entschluss heraus dabei. Das relativiert das Freiwilligkeitsargument IMO ein wenig.

    Die Qualität fränkischer Klingen war bis ins islamische Ägypten hin berühmt, daran ist nichts neues. Genausowenig am Schmuggel und am seit Karl dem Großen bestehenden Exportverbot derselbigen.

    Zitat Zitat
    Ok. Die Dänen eroberten in dieser Zeit fast das gesamte England. Jeder Mann hatte folgende Möglichkeiten in den dänischen Gebieten:
    - Er unterwirft sich und dient den Dänen
    - Er unterwirft sich scheinbar den Dänen und arbeitet gegen sie
    - Er flieht
    - Er bleibt, kämpft und stirbt
    Und jetzt sag mir, wo das keine Entscheidungen für oder gegen die Dänen sind (pro, Contra, Contra, Contra). Ich habe nie gesagt, dass er sich einer Staatsangehörigkeit zu bekennen muss (die einzige richtige Entscheidung war die Glaubensentscheidung zwischen den nordischen Göttern und dem christlichen Gott). Ein Mann zu dieser Zeit kann viele Wege wählen, hatte viele Herrscher vor sich, denen er dienen konnte und viele Varianten, sich zu wehren und zu sterben. Aber wenn der Großteil des Landes Dänisch ist, dann ist man entweder unter dänischer Herrschaft oder unter englischer. Für das einfache Volk gab es keinerlei Möglichkeit, ohne Herrscher zu akzeptieren und gesetzlose Räuber und Vagabunden wurden auf beiden Seiten verfolgt und hart (meistens mit dem Tode) bestraft. Jetzt sag mir bitte, wo du weitere Entscheidungen siehst.
    Soweit ich das jetzt auf die Schnelle mitbekommen habe, war die Herrschaftsstruktur der Dänen nicht viel anders als die der Engländer. Dementsprechend wäre die dörfliche Autonomie immer noch gewahr geblieben und ein Dorf oder Weiler als ganzes hätte immer noch die Option gehabt, sich irgend einem englischen Kämpfer an die Brust zu werfen. Die Entscheidung des einzelnen Mannes hätte es nur gegeben, wenn er in das persönliche Gefolge eines dänischen Herrens eintreten wollte. Und das konnte, sofern ich das bewerten kann, ein Engländer genauso gut wie ein Däne.

    Ich verstehe allerdings nicht, warum du ein Spiel machen willst, in dessen Geschichte der Spieler keine Entscheidungen fällen kann?

    Zitat Zitat
    Wie gesagt. Ich verbitte mir Angriffe auf meine Person, indem du mir unterstellst, absichtlich Geschichte verfälschen zu wollen, meine Meinung mit nationalsozialistisch geprägten Begriffen in der Öffentlichkeit niedermachst und meinen Quellen einen "MTV-Charakter" vorwirfst. Ich finde es schade, dass du anscheinend gerade nur durch persönliche Angriffe deine Meinung vertreten willst und hoffe, auf eine anständige und faire Diskussion.
    Wir reden hier über die Wikinger. Wenn du sie als "echte Kämpfer" im Gegensatz zu den vor dir als "bäuerisch" beschriebenen Engländern charakterisierst, rückt das deine Rhetorik in die Nähe von Altem Käse - unfreiwillge, Unterdrückte Bauern, freie, starke Wikinger, überschwere Schwerter usw. Das ist recht alter Käse von 1700-1950.

  2. #2
    Lass dich trotz Allem nur nicht entmutigen, mein Bester

    Aber das ist genau das Problem, dass man hat, wenn man eine reale Welt als Vorbild nimmt und sich nicht mit einer reinen Fantasywselt auseinandersetzt, dessen kompletter Autor man ist. Wir hatten solche Diskussionen, als es um die Darstellung von Christen ging, von Kreuzrittern und natürlich auch von so manchem Spiel um die Weltkriege und es war stets ein heißes Eisen.

    Letzten Endes, und das lass auch dir gesagt sein, Ianus, haben wir doch alle gelernt, mit Klisches zu leben, die uns in Büchern und vor allem Filmen immer und immer wieder vorgesetzt werden. Als ich noch Wikinger-Reenactment gemacht habe, kam der 13. Krieger ins Kino. Mein mitdarstellender werter Bruder war einigermaßen entsetzt, ich persönlich habe mich bestens unterhalten lassen, und deswegen kommt es einfach auf den Maßstab an.

    Unterhaltung war schon immer nur selten neutral geprägt. Actionfilme kommen amerikanisch daher, der Böse ist immer der Nazi oder der Russe und neuerdings der afrikanische Warlord und Wikinger sind je nach Filmlage die wüstesten hörnerhelmbewehrten Gesellen oder die hörnerhelmtragenden Netten - je nachdem
    (Independent-Produktionen mal außen vorgelassen, die stellen Wikinger meiner Meinung nach immer besser dar.)

    Worauf ich hinauswill: Klisches gibt es überall und solange du nicht darauf bestehst, dass dein Spiel zu 100% authentisch ist, wird es auch nur wenig historisch gestimmte Gegenstimmen geben.
    Entscheidend bei einem Spiel ist der Unterhaltungswert, es sei denn du sagst, dass du eine Art Lern-Software herstellst, aber dem ist ja nicht so.
    Deswegen: Unterhalte und lehre, aber lass dich nicht aus der Bahn werfen

  3. #3
    Muss man den akzeptieren, was zu ändern ist?

    Das Problem ist nicht die Authenzität, sondern der Authenzitätseffekt. Erstere ist ein instabiler, vorübergehender Zustand, aber zweiterer kann recht gut und recht stabil erzeugt werden. Programmierer hat offensichtlich die Kenntnis, um den Authenzitätseffekt zu erzeugen und aktiv zu halten nur bin ich mir überhaupt nicht sicher, ob das etwas gutes ist. Es sind nur zwei Dinge:

    - Projektion von modernen Staatsvorstellungen auf das Mittelalter
    - Die alten Stereotypen über megaschwere Schwerter, die von Gelehrten verbreitet wurden, die nie ein entsprechendes Stück in Händen gehalten hatten

    Beides kann natürlich unwesentlich werden, wenn er die Geschichte in einem gewissen Stil erzählt. Man könnte z.b. die Sache mit den Schwertern zu einem Stereotyp machen, an den der Charakter glaubt. So über die Verbindung von reichen, mächtigen und gut gefütterten Dänen, die alle prächtige Schwerter haben kann ein Junge schon den Sprung machen, dass er nicht Stark genug ist, eines zu tragen. "Stark" hat da natürlich einen übertragenen Sinn und könnte ein Motiv der Geschichte werden. Dasselbe gilt für moderne Staatvorstellungen. Sofern sie als Motiv eingefügt werden, kann ich eigentlich nichts dagegen sagen. Würde vermutlich ganz gut mit dem Titel "Ritter des Nordens" korrelieren, da Schwertleihe und solche Sachen ja bekannte Topoi sind.
    Mich störte nur die Kombination von Anspruch auf Authenzität und...nun ja, sagen wir mal dem offensichtlichen Mangel an Interesse an dem entsprechenden Spezialgebiet. Hier tritt der Authezitätseffekt IMO negativ inkraft und verstärkt bestehende und immer noch tradierte Wahrnehmungsfehler.

  4. #4
    Ich konnte mir aus zeitlichen Gründen nicht alles hier durchlesen, deshalb einfach mal so.

    Erstmal, toll, dass du so umsetzen willst. Auch wenn ich es doch sehr doof finde, dass du irgendwie so 1 zu 1 von Bernard Cornwell abgeschrieben hast (bis auf die Tatsache, dass du Uthred durch einen Random Bauernjungen ersetzt hast, den letzten Absatz geändert hast, und den Titel vom ersten Buch durch den des dritten ersetzts hast). Ich würds vielleicht im Anfangspost erwähnen, dass klingt momentan so als ob du alles geschrieben hast.
    Das war mal so das, was mir auf der Seele brannte.

    Ich kann die Buchreihe btw. nur empfehlen, die ist voll klasse o,o.

  5. #5
    Aber die Frage ist doch, Ianus, ist es noch spannend wenn dieses Szenario korrekt umgesetzt wird?
    Es gibt authentische Szenarien die durch ihre extrem unterschiedlichen Ansichten durchaus sehr spannend sind, z.B. Kreuzzüge gegen Muslime (+ Intrigen der Kreizfahrerstaaten, Tod eines deutschen Königs, gänzlich andere Lebens- und Kampfweise beider Fraktionsparteien).

    Die Entstehjung des Danelags gegen fast gleichdenkende Nordleute , deren Herkunft sich fast auf dem selben Breitengrad befinden, halte ich da vielleicht für weniger effektheischend und leider kommt es - in Spielen - durchaus darauf an wie es spannend wird, dasss ein Handlungsbogen aufgebaut wird, d.h. beispielsweise auch immer stärkere Gegner. Und gerade DAS ist ja ein Dilemma bei der Simulation realer Welten. Wie mache ich es, dass mein Nazischerge, mein Ritter, mein Sarazene mit laufendem Spiel stärker wird?

    Deswegen bin ich durchaus damit einverstanden, wenn Jemand einen gewissen Grad Realismus opfert um die Geschichte zu retten.

    Was mich beim erneuten Durchlesen interessiert: Du hast ja nicht nur von der Geschichte, sondern auch vom Spielkonzept geschrieben, dabei ist mir aufgefallen, dass ich bisher noch kein bisschen davon weiß, wie das Spiel denn nun gespielt wird. Grade interessehalber deswegen, nenn uns doch mal das eine oder andere Feature

  6. #6
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    Aber die Frage ist doch, Ianus, ist es noch spannend wenn dieses Szenario korrekt umgesetzt wird?
    Es gibt authentische Szenarien die durch ihre extrem unterschiedlichen Ansichten durchaus sehr spannend sind, z.B. Kreuzzüge gegen Muslime (+ Intrigen der Kreizfahrerstaaten, Tod eines deutschen Königs, gänzlich andere Lebens- und Kampfweise beider Fraktionsparteien).

    Die Entstehjung des Danelags gegen fast gleichdenkende Nordleute , deren Herkunft sich fast auf dem selben Breitengrad befinden, halte ich da vielleicht für weniger effektheischend und leider kommt es - in Spielen - durchaus darauf an wie es spannend wird, dasss ein Handlungsbogen aufgebaut wird, d.h. beispielsweise auch immer stärkere Gegner. Und gerade DAS ist ja ein Dilemma bei der Simulation realer Welten. Wie mache ich es, dass mein Nazischerge, mein Ritter, mein Sarazene mit laufendem Spiel stärker wird?
    Das hängt IMO total von der Inszenierung und überhaupt nicht vom realen Hintergrund ab. Unterschiede können durchaus total künstlich und trotzdem total entscheidend sein. Denk dir nur mal die Schweizer - wenn die eine ethnische Säuberung Vorarlbergs vornehmen wollten, würden die von jeder Person verlangen "Küchenkästchen" zu sagen. von der schweizerdeutschen Aussprache würde dann Leben und Tod abhängen.

    Ich sehe eigentlich kein Problem damit, wenn jemand eine Geschichte schreibt, in welcher der Charakter an die Signifikanz solcher mickriger Unterschiede glaubt. Der Charakter muss schließlich weder den Autor noch die Kultur des Autorens widerspiegeln.

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