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Thema: Ritter des Nordens [Story+Konzept]

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Moin du,
    es geht ja schon nicht mehr nur alleine um dein Spiel, vielmehr begrüßen wir die Diskussion, deswegen glaube nicht, dass wir dein Spiel schlechtreden wollen

    Aaalso, zum Thema Kampffertigkeiten, schwieriges Feld. Natürlich hast du in Sachen Ernährung zwar Recht und das unsere Ernährung Muskelaufbau begünstigt, jedoch bin ich der festen Ansicht, dass jeder 13jährige von damals gute Chancen gegen mich hat. Grade(!) die schlechte Versorgung sorgte für eine Aussonderung der Schwachen und ließ die Zähen überleben.
    Dazu kommt, dass durch die fehlenden Zerstreuungsmöglichkeiten fast nur noch das Kämpfen zuließ, im englischen Mittelalter war beispielsweise per Dekret das Fussballspiel verboten und stattdessen wurde das Bogenschießen als Volkssport populär gemacht.
    Deinen Helden betrifft das aber weniger, du sagst ja selber, dass er ein Sklave war, insofern kommt und käme er mit Waffen so oder so weniger in Berührung.
    Letztlich geht es mir nur darum, dass ein 13jähriger aus der Zeit des frühen Mittelalters durchaus ein sehr guter Kämpfer sein kann und werden kann - grade weil es im Kampf vor allem auf Technik ankommt. Wer mich persönlich kennt, der weiß auch dass ich nicht der körperlich stärkste bin, aber ich bin massiv gebaut und kann durch Technik reinholen, was mir an Kraft fehlt.

    Ianus hat auch mit der Aussage über die Armeegrößen nicht unrecht, das große Heidenheer des Danelags war eine absolute Ausnahmeerscheinung der damaligen Zeit und insofern auch kein echtes Heer, da sich die einzelnen Führer stellenweise selber bekämpften und räumlich und zeitlich getrennt agierten.

    Ansonsten, mach dein Spiel einfach, du bist so oder so authentischer und an der Wirklichkeit näher dran als die meisten anderen Autoren

  2. #2
    Nabend du^^,
    Joa... wie gesagt... ich nehme das ganze auch nicht als schlechtreden hin. Vielmehr als Kritik und Kritik bietet mir immer die Möglichkeit besser zu werden. Das heißt für mich zum Beispiel, nochmal gewisse Personen in dem Spiel zu überdenken, die Allgemeinsituation anzupassen, etc pp. Das einzige, was ich mir verbitte, sind halt miese Kommentare. Aber alles andere freut mich... alles ein Fehler weniger, der im Spiel auftritt oder mir weitere Innovationen für das Spiel bringt.

    @Daen: Dass nur die Starken überlebten, ist zweifelsfrei richtig, allerdings bedeutet dies gerade auch, dass die Starken alle Sachen mussten. Das heißt, die körperlich Schwachen mussten alles machen. Sie konnten nicht "aussortiert" werden und ausgebildet werden, wie wir das etwa heute bei unserer Bundeswehr tun.
    Zudem möchte ich noch einen Punkt in die Diskussion mit einwerfen. Eisen war trotz allem ein sehr teurer Rohstoff, vorallem in gut verarbeiteter Form. Die Dänen beziffern in den Jahren um 870 n. Chr. den Preis eines guten Schwertes mit 30 Schweinen. Sie fuhren selbst ins Frankenland und trieben dort Handel, um die "besten Schwerter der Welt" zu kriegen, hergestellt nach der später üblichen Form aus harten und weichen Stahl. Diese Herstellungsform ist zu dieser Zeit in England noch nicht so weit ausgereift und die wenigen Schwerter, die so geschmiedet wurden, waren ein Vermögen wert. 30 Schweine damals. Nimm etwa noch 2,3 Kühe, Schafe, etc dazu und dafür ein paar Schweine weniger. Und schon hast du einen Grundstock, mit dem eine Familie mit etwas Glück Jahre überleben kann. Wer kann sich also überhaupt bessere Schwerter leisten? Die reichen Leute. Die ärmere Landbevölkerung hatte einfach kein Geld für Schwerter oder Rüstungen, zogen mit Heugabeln oder teilweise langen Sicheln in den Krieg. Es gab einfach wenig Schwerter (es sei denn Holzschwerter zum spielen) auf dem Land. Waffen waren dann halt auch Haushaltsgegenstände wie der Jagdspeer oder die Axt. Und mit so einem Grundstock lernen die wenigstens Leute den Kampf. Zumal man immer einen richtigen Lehrer braucht. Wer unterrichtet denn die Kinder? Der Vater bei der Feldarbeit oder dem Handwerk eher nicht. Und ich bezweifle, dass viele Väter das Wissen und die Zeit (und Lust^^) hatten, ihre Kinder noch zu unterrichten. Wie auch, wenn der Kampf ums Überleben nach jedem härteren Winter oder schlechtem Sommer aufs neue ausbricht? Ich würde euch also ohne mit der Wimper zu zucken recht geben und sagen, dass viele 13jährige von damals den heutigen 13jährigen deutlich überlegen waren. Dass mag stimmen, vorallem, da wir mit 13 heute noch wohl behütet werden und die wenigsten überhaupt noch Schwertkampf machen. ABER das ändert meiner Meinung nichts an der Tatsache, dass kein 13jähriger auch nur annähernd die Kraft oder die Technik hatte, um auf Dauer in einer Armee zu kämpfen oder gegen mehrere Gegner zu bestehen.
    Der Held selbst und da muss ich dich noch berichtigen, ist ein einfacher Bauerssohn und wird erst bei den Dänen in Gefangenschaft (Sklaverei) geraten, um dann später wieder die Freiheit erlangen.

    Und ich gebe Ianus insoweit auch Recht, dass seine beschriebene Taktik der dänischen Kampfweise die "Wikinger-Art" ist. Die lange Zeit vorher und später angewendete Taktik und die Taktik, um schnell große Gebiete mit Schrecken und Zerstörung zu überziehen.
    Aber gerade zur Zeit von Guthrum, Ubba, Ivar dem Knochenlosen und anderen ist es bewiesen, dass diese in teilweise für die Zeit gigantischen Heeren operierten und so schnell den Großteil Englands eroberten (gerade die Geschwindigkeit, mit der sie England überrannten, brach ihnen ja später das Genick ). Die Zeit um 1860 stellt für dänische Verhältnisse eine Ausnahme dar, da man auch versuchte, das Land dauerhaft zum Siedeln zu behalten. Gerade die Wirren dieser Zeit sollen den Hintergrund dieses Spiels machen und damit muss man sagen, sind natürlich "Teile der Geschichte", die sich vorher und nachher abspielten in Puncto Taktik und späteren Streitigkeiten ziemlich egal. Gerade in dieser Zeit herrschte doch eine sehr große Einheit (nur durchzogen von einigen Blutfehden) in den dänischen Reihen. Später, als sie die ersten großen Niederlagen in Wessex erleiden mussten und sich die Bewohner eroberter Gebiete wieder erhoben, (und Ivar, Ubba und Guthrum tot waren) kam es zu den Streitigkeiten zwischen den dänischen "Clans", die am Ende den Niedergang der dänischen Zeit in England bedeuteten und worauf die Dänen wieder mehr einen "Plünderungskrieg" gegen Länder führten.
    Zur Anfangs- und Mittelzeit des Spiels ist diese Situation nicht geboten. Je nachdem wie lange ich das Spiel mache (also eher nicht), tritt diese Situation erst gegen Ende des Spiels ein.
    Im Spiel selbst wird es dann aber trotz allem heißen "Große Dänische Armee" gegen "größere, aber schwächere Armee der Engländer", wie es zu Anfang auch war.

    MfG Programmierer

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