Mein Gott, jetzt muss ich mich als Fachkundiger (Lehramtsstudent) doch mal einmischen:
Wie Freierfall schon richtig bemerkt hat, haben in Deutschland immer noch die Bundesländer die Hoheit über die Bildung. Von daher gibt es unterschiedliche Regelungen, wie eine Facharbeit auszusehen hat. In NRW darfst du beispielsweise deine Facharbeit in jedem Fach schreiben, dass du schriftlich gewählt hast. Es ist dabei völlig egal, ob es sich um einen Leistungskurs oder einen Grundkurs handelt.
In anderen Bundesländern sieht die Schulstruktur allerdings anders aus, von daher kann es sein, dass man verpflichtet wird, diese in seinen Leistungskursen zu schreiben.
Zum Thema Formulierungshilfe: Übernimmst du ganze Absätze nahezu identisch aus einer anderen Arbeit ohne dies in Form von Zitaten kenntlich zu machen, so gilt dies als Plagiat. Die gesamte Arbeit würde somit mit einer "6" benotet.
Die Vorstellung der Facharbeit in Form eines Referats oder Kolloquiums gilt übrigens als mündliche Prüfung, bei der es sehr wohl auf die Sprache und die Art des Vortragens und eben nicht nur auf die Ergebnisse ankommt. Du sollst schließlich in der Prüfung beweisen, dass du dich intensiv mit dem Thema beschäftigt hast. Einfaches Ablesen nährt daher beim Lehrer den Eindruck, dass du einfach nur bestimmte Textzeilen aus anderen Texten übernommen hast, ohne dich wirklich mit dem Thema beschäftigt zu haben.
Das stimmt so nicht. Offiziell soll es eine mündliche Prüfung in Form eines Referates geben, bei der der schüler seine Ergebnisse den Mitschülern vorstellt. Womit du allerdings Recht hast, ist die Tatsache, dass der gesamte Planungsprozess mit in die Notengebung einfließt. Dieser ist allerdings erst mit der mündlichen Note komplett abgeschlossen. (Wobei es Schulen gibt, die mittlerweile auf die mündliche Prüfung verzichten, da es sonst im Schuljahr zum Teil zu massiven Verschiebungen kommen kann.)






. deshalb stürzt man nicht ab, wenn man sich eine andere als formulierungshilfe/quelle heranzieht. die gesamte note besteht aus facharbeit und der vorstellung derselben, die man selbst planen kann - da ist nichts mit mündlicher prüfung oder so.
deshalb kann man alle bestehenden quellen nutzen - und selbst wenn: falls man sich eine FA durchliest und FORMULIERUNGEN übernimmt, was sollte das mit der mündlichen prüfung zu tun haben? reden kann jeder, und das zählt auch nicht in der prüfung. da geht es um das wissen, und weniger um formulierungen oder so einen kram. die fähigkeit, sätze bilden zu können, geht ja wohl kaum verloren, wenn man sich bessere raussucht und in den test einbaut, oder?
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