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..fallst du mal darauf geachtet hast - vollkommen unabhängig, ob es nun Lolicon oder reguläre Porno ist.
Klar, es ging mir mehr um den kulturellen Kontrast. Ich war nicht allzu oft hierzulande in entsprechenden Läden, aber ich bilde mir ein, dass dieses Lolita-Bild in Japan ungemein ausgeprägter ist als hier. Vielleicht war es mal anders (Lolita ist after all kein japanisches Wort).

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Unicef aber wiederum ist nicht da, um Bewusstsein zu schaffen - sie hängen sich, wie die ganzen anderen großen Hilfswerke auch, an Themen, für die schon längst öffentliches Bewusstsein existiert. Ist billig und bringt mehr Aufmerksamkeit.
Da zweifelt niemand dran. Man muss aber auch bemerken, dass man im Ausland von angesprochenem Idolkrams nicht viel mitkriegt, während die Anime-Manga-Kultur ihre Klischees direkt mit rüberbringt. Also nicht nur öffentliches Bewusstsein, sondern auch faktischer Einfluss auf unseren Kulturbereich. Unicef und Konsorten hatten in Japan selbst bekanntlich noch nie so viel zu melden, würd ich mal behaupten.

Und niemand behauptet, dass irgendjemand deshalb kleine Kinder vergewaltigt. Ich denke eher, dass dadurch weniger kleine Kinder vergewaltigt werden, ist am Ende ja ein Ersatz, bei den von Ianus angesprochenen wenigen, die tatsächlich genau das darin sehen. Trotz allem ist es halt einfach mal sehr fragwürdig, rein vom Gedankengut her, rein von der Selbstverständlichkeit (Zitat : "Fester Bestandteil der Animekultur").
"Poison" ist da natürlich affig. Ich würde mich auch nie hinter Unicefs Behauptung stellen, aber ich sehe, wie erwähnt, einen wahren Kern darin.

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Diese lolita charactere sind schon fester bestandteil der Animekultur. Klar, sie machen "minderjährige" Anime Figuren (!) zu sexobjekten, (Nein, nicht Menschen. Sonst können wir ja gleich mit der killspiele Diskussion weitermachen.)
Ich finde es genau so sturköpfig, die "Killerspielediskussion" als solche abzutun, wie alle "Killerspiele" verbieten zu wollen. Da muss man differenzieren (beide "Seiten"), vernünftigerweise zweifelt ja auch kaum jemand am Nutzen der USK - nur an deren ziemlich kopflosen Methoden (und an den populistischen Ideen einiger Politiker). Das bspw. der Artikel (ehemals) oben genau den gleichen Populismus wie jene Menschen benutzt (siehe Vergleich mit England), wird gern übersehen.
Und mein Gott, natürlich stehen die Lolita-Figuren für echte Menschen, genau so wie ich in Videospielen auch auf Abbilder echter Menschen feure. Das is der Reiz an der ganzen Sache, sonst würde sich niemand drüber aufregen, wenn Robotermodelle echte Menschenbilder ersetzen. Und selbst im Tentakelgenre findet man immer noch irgendwo weibliche Formen, wären die nicht da, würde es sich auch ein noch so schlimmer Nerd nicht anschauen.