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Thema: [Vollversion] Die Reise ins All

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    @ Real Troll:

    Dass deine Charaktere einen Charme besitzen, den du anscheinend selbst nicht bezwecken wolltest, irritiert mich jetzt ein wenig.
    All deine Charaktere sind zwar klischeebehaftet aber trotzdem total glaubwürdig, was für ein Spiel mit soviel Komik sicher nicht einfach ist.

    Das Beispiel mit dem Wald war nur eines von vielen. Mir kommt es einfach beim Spielen ständig so vor, als ob jeder Pfad den ich für den richtigen halte, in eine Sackgasse führt.

    Aber alles in allem ein fabelhaftes Steampunk-Fun-Game, an dem mich vor allem die technische Seite, mit der du alle Maschinen glaubwürdig erläuterst, fasziniert.

  2. #2
    @ sorata08
    Danke. Wenn es Dir bis hierhin gefällt, stehen die Chancen sogar ganz gut, dass der Spaß noch weiter anhält. Ich glaube auch, es hat teilweise mit den Überraschungen zu tun, die mit den Gatsauftritten einhergehen.
    Die Frage, was den Kern des Mappens ausmache, ist zu sehr davon abhängig, ob man dies nun eher als Spieler oder eben als Spielersteller betrachtet, als dass man da schnell auf einen gemeinsamen Nenner käme. Und dann gibt es immer noch die Unwägbarkeiten des eigenen Geschmacks. Meiner geht aber auch deutlich in Richtung "Spielbarkeit sticht Oberfläche".
    Und danke für Dein Tannenlob.

    @ Er Te Pe
    Was wäre ein Retrofuturismusspiel auch ohne erstaunliche Apparate? In der Beziehung war ich geradezu zwangsverpflichtet, etwas bieten zu müssen. Und bis auf einige Ausnahmen beißt sich das Meiste auch nicht mit der Physik - zumindest nicht mit ihrer augenzwinkernden Variante. Das Lob lasse ich mir natürlich mit besonderem Behagen schmecken.
    Charme messe ich meinen Figuren durchaus zu, nur habe ich sie eben als mal liebenswerte, mal eher schrullige Klischeeklumpen angelegt. Für Tiefe fehlen ihnen hingegen die nötigen Facetten und ich wüsste weder ein Spiel zu benennen, das es da anders macht (liegt womöglich nur an purer Unkenntnis) noch glaube ich, dass es eine gute Idee wäre, ausgerechnet bei Computermännchen so etwas anzustreben. Darum bin ich eben so erstaunt und bleibe an dem Thema dran, denn wenn es sich wirklich so verhielte, hätte ich etwas komplett meinen An- und Absichten konträres umgesetzt.

  3. #3
    So am heutigen Mittag habe ich das Spiel endlich durchgespielt, und auch die Westerepisode bin ich noch seperat durchlaufen. Und auch wenn ich mir wirklich Mühe gegeben habe alles zu finden, schon das gelegentliche Stöbern hier hat mir zahlreiche Quests gezeigt die ich nicht einmal als solche wahr genommen hätte. Irgendwann in einem Urlaub oder dergleichen werde ich also gewiss einen zweiten Anlauf wagen in der Hoffnung dem Spiel auch die letzten Geheimnisse zu entlocken.

    Was ich abschließend aber sagen kann: Ganz großes Kino. Ein Spiel dieses Kalibers hat die Makerszene schlicht noch nicht gesehen. Wo Unterwegs in Düsterburg vor Jahren den Trohn erklommen hat, beweist die Allreise dass alles noch einen Tick umfangreicher geht.
    Auch das unverbrauchte Szenario trägt einen großen Teil dazu bei, am meisten aber die zahlreichen Aufgaben und Charaktere die im Großen und Ganzen wirklich die Bezeichnung einzigartig verdienen.

    Wohin man auch ging, irgendeine Kleinigkeit lies sich am Wegesrand oder im Verborgenen immer entdecken, und praktisch jeder zweite Dialog strotzte entweder vor Andeutungen, witzigen und informativen Seitenhieben oder sorgte schlicht dafür dass die individuellen Charaktere noch stärker herausgearbeitet wurden.

    Meine folgenden Meinungen verfasse ich in einem Spoiler um Interessierten nicht ungewollt schöne Spielinhalte vorweg zu greifen, denn dieses Spiel muss man definitiv selbst erlebt haben.


    Insgesamt habe ich drei Spielstopper entdeckt bei denen die Nutzung eines älteren Savegames Pflicht wurde wenn man einen falschen Schritt getan hatte. Ansonsten hier mal ein nicht ganz so günstig überlappendes Event oder ein falsch scrollendes Panorama.
    Alles in allem kann ich sagen war das Spiel erfreulich fehlerfrei angesichts seines schieren Umfangs, und wenn ich mal wo festhing dann in der Regel nur weil mir die Lösung zu einem Rätsel nicht gleich einfallen wollte. Denn von diesen Kopfnüssen gab es wirklich unanständig viele, fast so viele wie von allen möglichen Sorten Minispiel, und schön gemachten Zwischensequenzen mit Pictureeffekten.

    Was kann man also abschließend noch sagen ohne Seiten zu füllen was alles toll und wunderbar war?
    Die Reise ins All ist ein absoluter Meilenstein und stellt mit ihrem Umfang, ihrer Liebe zu Geschichte, Charakteren und Gameplay sowie den schönen Ideen manches komerzielle Spiel locker in den Schatten. Für mich ein Meisterwerk das seinesgleichen sucht und kaum Längen bietet.

    Dir Troll mein herzlicher Dank für diesen Diamanten der Unterhaltung, und dem besten (Maker)Spiel welches ich bislang spielen durfte.

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