@ RoXaS_91
Keine Sorge, es wird keine Fortsetzung geben. Aber sorge Dich immerhin ein wenig, denn der mächtige Captain ist Gegenstand meines Nebenprojektes.
@ heyokah
Ich glaube, im tiefsten Inneren habe ich das Spiel nur erstellt, um einmal eine solche Kritik zu erhalten. Naja, und um die deutsche Jugend zu verderben, indem ich ihr den Charme einer militanten Gesinnung vor Augen führe.
Angesichts Deiner Eindrucksentladung glaube ich kaum, Du hättest wirklich etwas Nennenswertes übersehen, trotzdem hast Du wieder meinen alten Floh im Ohr geweckt und ich beginne neuerlich, über einen Einbau eines Fortschrittsbalkens nachzudenken, der den Spieler am Ende mit der Einsicht konfrontiert, er habe 87% aller Handlungsmöglichkeiten aufgespürt und absolviert. Aber schon während ich das tippe, fällt mir wieder das entscheidende Hemmnis ein, das bis auf den heutigen Tag bereits eine Komplettlösung zu verhindern wusste, denn ich habe keine Ahnung, was ich alles eingebaut habe, könnte also keine vollständige Liste erstellen, die ja Grundlage einer solchen Prozentangabe ist.
Meine Jule-Verne-überladene Kindheit hast Du ganz richtig gedeutet und mit dieser digitalen Therapie bin ich wohl endlich von meiner ältlichen Erziehung geheilt. Hurra, RTL2, umfange mich! Und natürlich widersprichst Du, denn es heißt selbstverständlich BallonFAHRT; der Grund ist bei Kehlmann vergnüglich nachzulesen. Lediglich in einem muss ich schärfstens Kontra geben, das Spiel ist keine Militarismusparodie. Nur weil hin und wieder der Schalk hervorlugt, muss man nicht gleich das Ganze unter generellen Ironieverdacht stellen. Allen eingefügten Rätselaufgaben zum Trotz bin ich vielmehr ein Freund gewalttätiger Lösungen und entsprechend stolz, dem Spieler die schärfste Waffe an die Hand geben zu können, die das 19. Jahrhundert bereitstellt - einen preußischen Kavalleristen. Die Feder hat zu schweigen, wenn der Säbel regiert und diese einfache Handreichung ist der Schlüssel zum Spielererfolg. Wer das Finale erreicht hat, wird voller Andacht auf die durchschlagende Kraft eines behelmten Simpels blicken, der sich nicht in langwierigen Bedenken verstrickt, sondern frisch und froh, naja, preußenfroh, wenn es das überhaupt gibt, tätig wird. Pro gloria et patria et Erfahrungspunkte, sei fortan die Devise unserer Zeit.
Aber jetzt streiche ich mir den Rest des Tages vergnügt über den Bauch und schlürfe die schöne Kritik noch einmal genießerisch in portionierten Häppchen in mich hinein. Aaaaah.






"Wolfenhain" fertig. "Endzeit": fertig. "Nachbarlicht": Demo im Betatest 
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