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Thema: GEDICHT: <<Die Menschen von Heute>>

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  1. #1
    Zitat Zitat von Ty Ni Beitrag anzeigen
    Naaa...das würd ich so echt nicht sagen. Es gibt einen ganzen Batzen Leute, die wirklich rein Atheistisch sind und einen ganzen Batzen (wenn das auch zugegebener Weise in unserer Altersklasse stark abgenommen hat) gläubige Menschen.
    Und sag jetzt bitte nicht, dass sei "unmodern".
    Glaube ist nämlich keine Modefrage (und in den Fällen in den er das angeblich ist zweifle ich die Richtigkeit der Bezeichnung "Glaube" stark an.)
    Sag ich auch gar nich, du hast ja auch vollkommen recht . Nur die Gesellschaft an sich ist agnostisch; - vielleicht drücke ich das auch falsch aus, wenn ich von der gesamten Gesellschaft spreche, nur weiß ich nicht, wie ich es anders benennen soll. Jedem wird gelassen, woran er glaubt und keiner wird gezwungen, an etwas zu glauben. In dem Sinne wird die Gesellschaft eben agnostisch, das geht mit dem Grundsatz der Glaubens- sowie Meinungsfreiheit einher. Wie der einzelne das sieht, ist wieder eine andere Sache, da gebe ich dir vollkommen Recht. =3

  2. #2
    Zitat Zitat von Jerome Denis Andre
    Und sie wählen sie bewusst,
    Es steht geschrieben in ihrem Gesicht,
    Beherrscht von ihrer eigenen Lust,
    Und Ehre besitzen sie nicht,
    In der Frage der Fragen sind sie intim,
    Entscheiden sie für sich alleine,
    Sie verleugnen des Buches Licht,
    Werfen ab die gesunde Leine,
    Sie entfernen sich von Ihm,

    Nur für Kurzzeit zusammen, aus Angst sie sich trennen,
    Moral und Regeln sind ihnen egal,
    Haben für niemanden Zeit, sind immer im Rennen,
    Sie sehen nicht ein, dass ihr Fehler fatal,
    Halten für Liebe, für Sünde nicht - Das Rot,
    Ihr Verhalten kommt durch die Schlange,
    Zu gerne verursachen sie anderen Qual,
    Die Schling' zieht sich enger schon lange,
    Geh'n mit Freude in den eigenen seelischen Tod,

    Und wenn einer da spricht <<Ich liebe dich>>,
    Oder liebt er ein höheres Wesen,
    So wird er verlacht, doch noch mehr ist bedenklich,
    Um seinen Ruf ist's gewesen,
    Und wenn einer da spricht <<Vor der Ehe nicht>>,
    Rechnen muss er, mit Qual und mit Leid,
    Schöngeistiges woll'n sie nicht lesen,
    Gefangen im Netze der Spinne, das dicht,
    Leben wir denn, in verwerflicher Zeit,

    Sie wollen ihn töten, doch er verändert sich nie,
    Sie nennen sich Menschen von heute,
    Folgen dem Jahrhundert des Lichts, und sie
    sind allesamt aufgeklärt' Leute,
    Nur Verachtung hast du übrig, für ihre Schmach,
    Doch viel zu oft, wirst du selbst zu ihnen,
    Gefangen als Lichtbringers Beute,
    Bereitet, dem schändlichen Lichte zu dienen,
    Die Tat - gar schrecklich fühlst du dich danach,

    Unkeuschheit, Macht - in den Bann sie dich ziehen,
    Und eine Welt, in der du Alles kannst bekommen,
    Gibt es eine Moglichkeit Ihr zu entfliehen,
    Einer Gesellschaft, die so verkommen,
    Flucht nennt sich, drei Nägel, zwei Hölzer,
    Wie ein Wanderer, der zur Quelle zurückkehrt,
    Über den schmalen Wege entkommen,
    Erneute Erfrischung wird dir nicht verwehrt,
    Entflohen, so bist du aus dem Kerker
    Und morgen verbrennen wir Hexen!

  3. #3
    Zitat Zitat von Debbie Beitrag anzeigen
    Und morgen verbrennen wir Hexen!
    Ähm... nein.
    Jesus HAT die Todesstrafe abgeschaft.
    ("Wer ohne Sünde ist, der werfe den Ersten stein" zu den Pharisäern, die ne Frau steinigen wollten [und ohne sünde ist laut Bibel NIEMAND])

    Zitat Zitat von Ty Ni Beitrag anzeigen
    Wenn du allerdings im Rest des Gedichtes von Atheisten sprichst, an DIESER SPEZIELLEN STELLE aber von Sündern, ist es sehr unklug die erste Person Plural beizubehalten ohne sie davor mit einem Substantiv anders zu benennen.
    Woher soll der Leser denn wissen, dass plötzlich mit SIE nicht mehr die Atheisten sondern die Sünder gemeint sind?
    Da hast du allerdings recht. Wird überarbeitet.

  4. #4
    Zitat Zitat von Jerome Denis Andre Beitrag anzeigen
    Ähm... nein.
    Jesus HAT die Todesstrafe abgeschaft.
    ("Wer ohne Sünde ist, der werfe den Ersten stein" zu den Pharisäern, die ne Frau steinigen wollten [und ohne sünde ist laut Bibel NIEMAND])
    Man beachte, dass die Hexenverbrennung NACH Jesus stattgefunden hat .
    Und dass unter anderem mit der Bibel argumentiert wurde. (soviel zur missverständlichen Deutung, die ich schon angesprochen hatte)

    Und ich denke, du weißt, dass das von Debbie zynisch gemeint war

  5. #5
    Zitat Zitat
    Man beachte, dass die Hexenverbrennung NACH Jesus stattgefunden hat .
    Und dass unter anderem mit der Bibel argumentiert wurde. (soviel zur missverständlichen Deutung, die ich schon angesprochen hatte)
    dennoch - eig. wärs nach der bibel nicht mehr erlaubt gewesen

    Zitat Zitat
    Und ich denke, du weißt, dass das von Debbie zynisch gemeint war
    Ja, klar

  6. #6
    Zitat Zitat
    dennoch - eig. wärs nach der bibel nicht mehr erlaubt gewesen
    Das ist doch Unsinn.
    Wenn mir langweilig wäre, würde ich ohne jeden Zweifel ein Dutzend Bibelstellen finden, die man einwandfrei (und ohne großartige Interpretation) als "Töte dieses, töte jenes" verstehen kann. Wie bereits erwähnt, damals (Hexenverbrennungen) hat man sich sehr gern wörtlich an der Bibel orientiert, wie du es hier auch tust. Der Hexenhammer war afaik auch nicht viel mehr als eine Sammlung an Bibelstellen im damals "interessanten" Kontext.

    Die Bibel ist und bleibt eine Anthologie, ein Mischwerk aus Interessen. Selbstverständlich widerspricht sie sich da auch. Was kein Problem ist, das haben Geschichten von verschiedenen Autoren nunmal so an sich. Man darf sie nur nicht wörtlich nehmen, sondern muss sich eine eigene Moral formen, und dabei kann man sich dann gern durch die Bibel beeinflussen lassen. Aber einfach jeden Scheiß übernehmen, den jeder irgendwann mal dazugeschrieben hat, ist alleine schon faktisch nicht möglich, weil sich das Buch halt widerspricht.

    Das ist ja das Illustre an Theologie. Sie existiert. Eine ganze Wissenschaft nur über die Interpretation eines Buches. (Im weitesten Sinne...)

  7. #7
    Naja, er hat insofern schon recht, wenn er sagt, dass Jesus den ganzen Kram, den "die Alten" (also die Propheten aus dem Tanach) gesagt hatten, gerade, was das Verfahren mit Hexen angeht usw.
    (http://www.bibelzitate.de/gbz.html Das sind zwar schon wieder solche Heinies, die ihren Atheismus zur Weltanschauung erklären müssen, aber die aufgelisteten Zitate sind alle aus dem Alten Testament) verneint hat.
    Und Jesus meinte halt "schmeißt keine Steine mehr ... bla bla". Andererseits meint schon das 6te (5te) Gebot "Du sollst nicht töten/morden", was für den gesunden Menschenverstand die Todesstrafe einschließen sollte.

    Es stimmt aber auch, dass die Bibel der Kirche selbst nichts verbietet, denn die selbst ist ja die Hand Gottes oder so und Gott allein ist ohne Sünde, also durften die morden wen sie wollten.

    Was jedenfalls entscheidend ist, das ist die Tatsache, dass das Recht der Menschen auf Unversehrtheit (was Tod und Folter mit bedenkt) nicht von Christen formuliert wurde, sondern von Menschen der Aufklärung, die teilweise offen zugaben, nichts mit der Kirche anfangen zu können.
    Es war auch nicht die Kirche, die sich im Dritten Reich etwa wegen der Menschenrechte aufgebäumt hätte, sondern die nur gegen die Aberkennung einiger grundlegender Glaubensinhalte protestiert hat.
    Und es war auch nicht die Kirche, die Ende der 60er in den Staaten gegen Todesstrafe und unmenschliche Verhältnisse in den Gefängnissen (und das korrupte Rechtswesen, die Diskriminierung von Homosexuellen, etc. pp.) demonstriert hat, sondern es waren verlotterte Drogenabhängige, die die Ehe als Konformistenquatsch abgelehnt haben, nackig über ne Wiese rannten und ihren Sexualpartner zweimal die Woche gewechselt haben, noch häufiger, wenn gerade was in Woodstock oder Burg-Herzberg los war.
    Aber wie gesagt: Schuld aus Duldung war für die Religion nie eine Frage.

    Aber genau deshalb sollte man die Bibel eben nicht als das Non plus ultra hinnehmen, sondern selber denken, was richtig ist und was nicht. Denn es mag sein, dass Gott den Leuten damals ins Ohr geflüstert hat, als sie die bedeutungsschwangeren Zeilen "Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen" niederschrieben - aber seit dem hat er uns nich mehr viel zu sagen gehabt, deswegen vermute ich mal, er ruht sich aus, oder Nietzsche hatte Recht.

    Zuguterletzt bleibt noch die Frage: Wer bist du, armer Sünder, dass du uns mit Steinen in Form von grob zusammengeschusterten Versen bewirfst? Deine Seele ist doch genauso schmutzig.

  8. #8
    Zitat Zitat von Eynes'Prayer Beitrag anzeigen
    Naja, er hat insofern schon recht, wenn er sagt, dass Jesus den ganzen Kram, den "die Alten" (also die Propheten aus dem Tanach) gesagt hatten, gerade, was das Verfahren mit Hexen angeht usw.
    (http://www.bibelzitate.de/gbz.html Das sind zwar schon wieder solche Heinies, die ihren Atheismus zur Weltanschauung erklären müssen, aber die aufgelisteten Zitate sind alle aus dem Alten Testament) verneint hat.
    Und Jesus meinte halt "schmeißt keine Steine mehr ... bla bla". Andererseits meint schon das 6te (5te) Gebot "Du sollst nicht töten/morden", was für den gesunden Menschenverstand die Todesstrafe einschließen sollte.

    Es stimmt aber auch, dass die Bibel der Kirche selbst nichts verbietet, denn die selbst ist ja die Hand Gottes oder so und Gott allein ist ohne Sünde, also durften die morden wen sie wollten.

    Was jedenfalls entscheidend ist, das ist die Tatsache, dass das Recht der Menschen auf Unversehrtheit (was Tod und Folter mit bedenkt) nicht von Christen formuliert wurde, sondern von Menschen der Aufklärung, die teilweise offen zugaben, nichts mit der Kirche anfangen zu können.
    Es war auch nicht die Kirche, die sich im Dritten Reich etwa wegen der Menschenrechte aufgebäumt hätte, sondern die nur gegen die Aberkennung einiger grundlegender Glaubensinhalte protestiert hat.
    Und es war auch nicht die Kirche, die Ende der 60er in den Staaten gegen Todesstrafe und unmenschliche Verhältnisse in den Gefängnissen (und das korrupte Rechtswesen, die Diskriminierung von Homosexuellen, etc. pp.) demonstriert hat, sondern es waren verlotterte Drogenabhängige, die die Ehe als Konformistenquatsch abgelehnt haben, nackig über ne Wiese rannten und ihren Sexualpartner zweimal die Woche gewechselt haben, noch häufiger, wenn gerade was in Woodstock oder Burg-Herzberg los war.
    Aber wie gesagt: Schuld aus Duldung war für die Religion nie eine Frage.

    Aber genau deshalb sollte man die Bibel eben nicht als das Non plus ultra hinnehmen, sondern selber denken, was richtig ist und was nicht. Denn es mag sein, dass Gott den Leuten damals ins Ohr geflüstert hat, als sie die bedeutungsschwangeren Zeilen "Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen" niederschrieben - aber seit dem hat er uns nich mehr viel zu sagen gehabt, deswegen vermute ich mal, er ruht sich aus, oder Nietzsche hatte Recht.

    Zuguterletzt bleibt noch die Frage: Wer bist du, armer Sünder, dass du uns mit Steinen in Form von grob zusammengeschusterten Versen bewirfst? Deine Seele ist doch genauso schmutzig.
    ähm, den anspruch, dass sie gottes wille wusste, hat eig. nur die katholische kirche, die ich deshalb auch nicht grade toll finde (und wegen ebenfalls unbiblischen heiligen und ablässen [ der letzte ablass wurde meines wissens 2000 herausgegeben ]).
    Weder die anderen kirchen, noch die bibel behaupten dass die kirche unfehlbar, oder gar "Die hand gottes" wäre. Sieht man ja schon daran, dass die beiden haupt-begruender des christentums, petrus und paulus, laut bibel übel gesuendigt haben.
    (Als es drauf ankam, verleugnete Petrus den Herrn 3mal, und paulus tötete vor seiner bekehrung durch den Herrn duzende christen)

    Das sie den Nationalsozialismus unterstützte, kannst du der kath. kirche sicher vorwerfen (die versteckte ja sogar nach dem krieg noch alt-nazis in spanischen klöstern) der evang. aber nicht, da sie nach dem krieg hauptsächlich NICHT aus den "Deutschen Christen" (Nazis) neuaufgebaut wurde, sondern aus der "Bekennende Kirche" neuaufgebaut.
    Die Bekennende Kirche (BK) war eine Oppositionsbewegung evangelischer Christen gegen Versuche einer Gleichschaltung von Lehre und Organisation der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) mit dem Nationalsozialismus. Solche Versuche unternahmen bis 1934 die „Deutschen Christen“, dann staatlich eingesetzte Kirchenausschüsse und teilweise direkte Staatskommissare, die die Kirchenvertreter absetzten.
    Die mitglieder der Bekennenden kirche riskierten im kampf gegen das Nazi-regime ihr leben, und wurden in einigen fäallen tatsächlich gefangen genommen und


    Zitat Zitat von Eynes'Prayer Beitrag anzeigen
    (http://www.bibelzitate.de/gbz.html Das sind zwar schon wieder solche Heinies, die ihren Atheismus zur Weltanschauung erklären müssen, aber
    Zuguterletzt bleibt noch die Frage: Wer bist du, armer Sünder, dass du uns mit Steinen in Form von grob zusammengeschusterten Versen bewirfst? Deine Seele ist doch genauso schmutzig.
    Exakt, daher bewerfe ich mich mit manchen der verse ja auch selbst.
    Auserden ist GEGENSEITIGE ERMAHNUNG UND ERMUTIGUNG nicht verboten, nein, nach paulus sogar erwünscht.

    Zitat Zitat von La Cipolla

    Das ist doch Unsinn.
    Wenn mir langweilig wäre, würde ich ohne jeden Zweifel ein Dutzend Bibelstellen finden, die man einwandfrei (und ohne großartige Interpretation) als "Töte dieses, töte jenes" verstehen kann. Wie bereits erwähnt, damals (Hexenverbrennungen) hat man sich sehr gern wörtlich an der Bibel orientiert, wie du es hier auch tust. Der Hexenhammer war afaik auch nicht viel mehr als eine Sammlung an Bibelstellen im damals "interessanten" Kontext.

    Die Bibel ist und bleibt eine Anthologie, ein Mischwerk aus Interessen. Selbstverständlich widerspricht sie sich da auch. Was kein Problem ist, das haben Geschichten von verschiedenen Autoren nunmal so an sich. Man darf sie nur nicht wörtlich nehmen, sondern muss sich eine eigene Moral formen, und dabei kann man sich dann gern durch die Bibel beeinflussen lassen. Aber einfach jeden Scheiß übernehmen, den jeder irgendwann mal dazugeschrieben hat, ist alleine schon faktisch nicht möglich, weil sich das Buch halt widerspricht.

    Das ist ja das Illustre an Theologie. Sie existiert. Eine ganze Wissenschaft nur über die Interpretation eines Buches. (Im weitesten Sinne...)
    Ähm ... nur dumm dass ALLE diese stellen im AT stehen, und durch JESUS den sohn gottes (im NT) aufgehoben wurden.

  9. #9
    Zitat Zitat von Jerome Denis Andre Beitrag anzeigen
    ähm, den anspruch, dass sie gottes wille wusste, hat eig. nur die katholische kirche, die ich deshalb auch nicht grade toll finde (und wegen ebenfalls unbiblischen heiligen und ablässen [ der letzte ablass wurde meines wissens 2000 herausgegeben ]).
    Weder die anderen kirchen, noch die bibel behaupten dass die kirche unfehlbar, oder gar "Die hand gottes" wäre. Sieht man ja schon daran, dass die beiden haupt-begruender des christentums, petrus und paulus, laut bibel übel gesuendigt haben.
    (Als es drauf ankam, verleugnete Petrus den Herrn 3mal, und paulus tötete vor seiner bekehrung durch den Herrn duzende christen)
    Aber du behauptest doch auch, Gottes Wille zu kennen.

    Zitat Zitat
    Das sie den Nationalsozialismus unterstützte, kannst du der kath. kirche sicher vorwerfen (die versteckte ja sogar nach dem krieg noch alt-nazis in spanischen klöstern) der evang. aber nicht, da sie nach dem krieg hauptsächlich NICHT aus den "Deutschen Christen" (Nazis) neuaufgebaut wurde, sondern aus der "Bekennende Kirche" neuaufgebaut.
    Die Bekennende Kirche (BK) war eine Oppositionsbewegung evangelischer Christen gegen Versuche einer Gleichschaltung von Lehre und Organisation der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) mit dem Nationalsozialismus. Solche Versuche unternahmen bis 1934 die „Deutschen Christen“, dann staatlich eingesetzte Kirchenausschüsse und teilweise direkte Staatskommissare, die die Kirchenvertreter absetzten.
    Die mitglieder der Bekennenden kirche riskierten im kampf gegen das Nazi-regime ihr leben, und wurden in einigen fäallen tatsächlich gefangen genommen und ...
    Lies nochmal genau, die Bekennende Kirche machte genau das, was ich angesprochen hatte, nämlich Widerstand gegen die Aberkennung ihrer Glaubensinhalte im Zuge der Gleichschaltung. Hier ging es eindeutig um Erhaltung des Glaubens - was keineswegs wenig war, aber im Grunde war es ein endokrines Bestreben. Christlich motiviert waren beispielsweise einige Mitglieder der Weißen Rose, die allerdings aus sich heraus für Menschenrechte kämpften, mit der Kirche oder der Bibel hatte das nie was zu tun.
    Ich möchte damit auch niemanden anklagen, aber du wirst verstehen, dass du nicht alle Menschen in einen Topf schmeißen und als Sünder verurteilen kannst - die Kirche hat von Anbeginn des Mittelalters den Tod Abertausender bewusst hingenommen. Wieviel besser ist sie dadurch gegenüber anderen geworden? Was macht das aus den christlichen Werten?

    Zitat Zitat
    Exakt, daher bewerfe ich mich mit manchen der verse ja auch selbst.
    Auserden ist GEGENSEITIGE ERMAHNUNG UND ERMUTIGUNG nicht verboten, nein, nach paulus sogar erwünscht.
    Ja, innerhalb deiner Glaubensgemeinschaft. Such dir ein christliches Forum, dort kannst du sowas loslassen, da stört sich auch keiner an den Schandtaten an Lyrik und deutscher Sprache. Jeder, der nicht an das selbe glaubt wie du, sieht in deinen Worten nur fälschlich tradierte Werte, die - ich wiederhole mich gern - absolut nichts mehr gelten, und fühlt sich praktisch von dir angesprungen und bedrängt. Es würde dem Ausdruck deines Gedichts (ebenso auf der Ebene des künstlerischen Anspruchs) gleichkommen, wenn ich sagen würde "Jesus ist scheiße.", nur dass ich das nicht sage, weil ich es nicht denke. Ich denke nur, dass ich mit Jesus nichts anfangen kann und vor allem nicht mit deiner Auffassung von vorehelichem Sex oder der unsteten Suche nach Liebe (deren Vorstellung du dir wahrscheinlich sowieso aus amerikanischen Mainstreamfilmen zusammengesponnen hast); aber deshalb sage ich dir nicht, dass du deinem Gott abschwören sollst. Du tust hier aber genau das, indem du uns automatisch in deine private Sphäre steckst - damit stellst du dich eine Stufe höher und das mag das aufgeklärte Menschlein schon seit ein paar Jahrzehnten nicht mehr.

    Zitat Zitat
    Ähm ... nur dumm dass ALLE diese stellen im AT stehen, und durch JESUS den sohn gottes (im NT) aufgehoben wurden.
    Jesaja und Samuel beispielsweise widerruft er meines Wissens nach nicht, obwohl das offene Gleichnisse sind. Er verneint zwar das Wort der Alten Propheten, zählt aber hernach auf, was genau er daran negiert. Natürlich sagt das im Klartext: Die Worte der Alten sind gänzlich falsch, wenn sie nach Tod und Vernichtung schreien, aber du kannst auch nicht pauschal sagen, dass er die Todesstrafe vollends abgeschafft hätte, zumal der alte Bund in seinen Grundfesten bestehen bleibt. Das schließt sowohl den göttlichen Zorn ein, als auch das Richten und Vergelten in Seinem Namen, das entgültig nicht widerrufen wird.

  10. #10
    Zitat Zitat
    Aber du behauptest doch auch, Gottes Wille zu kennen.
    nein. KEIN mensch kennt gottes wille - das einzige, was dem absoluten willen gottes nahe kommt ist duie bibel ( SOLA SCRIPTURA !!! )

    Zitat Zitat
    Ich möchte damit auch niemanden anklagen, aber du wirst verstehen, dass du nicht alle Menschen in einen Topf schmeißen und als Sünder verurteilen kannst - die Kirche hat von Anbeginn des Mittelalters den Tod Abertausender bewusst hingenommen. Wieviel besser ist sie dadurch gegenüber anderen geworden? Was macht das aus den christlichen Werten?
    wie gesagt, die kirche ist nicht gott, sondern mehrere menschen (=Mehrere sünder)

  11. #11
    [QUOTE=Jerome Denis Andre;2211235]nein. KEIN mensch kennt gottes wille - das einzige, was dem absoluten willen gottes nahe kommt ist duie bibel ( SOLA SCRIPTURA !!! )[QUOTE]
    Dann frage ich nochmal: Wer gibt dir das Recht, über andere zu urteilen? Weil du das aus der Bibel liest?
    Was ist die Bibel anderes als Geschriebsel von irgendwelchen Menschen, die behaupteten Gottes Wille zu kennen (dis donc !)?

    Wo genau steht eigentlich in der Bibel, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist und der gemein Christ partout Latein sprechen muss?

    Ehrst du eigentlich den Shabbat, wie es in der Bibel steht? Und wenn du gegen vorehelichen Sex bist, bist du dann auch der Meinung, dass bspw. Homosexuelle nicht miteinander dürfen? Wie weit geht dein Bekehrungsdrang und wovon wird er eingeschränkt?

    Zitat Zitat
    wie gesagt, die kirche ist nicht gott, sondern mehrere menschen (=Mehrere sünder)
    Dass der Mensch ein elendiger Sünder ist, hab ich langsam verstanden. Aber du siehst vielleicht ein, dass die christliche Moral, die von der Kirche ja von jeher propagiert wurde, scheinbar nicht das schafft, was die aufgeklärte Gesellschaft hinbekommt, nämlich die klare Linie zwischen Moral, Sitte sowie Brauchtum und Unrecht, Ungehörigkeit sowie Intoleranz.

    Erm... um die Diskussion nochmal zurück auf die mehr oder weniger künstlerische Ebene zu heben: Hast du schonmal daran gedacht, dass es einfacher ist, Menschen von deinem Glauben zu überzeugen, wenn du ihnen nich mit dem Fegefeuer drohst, sondern von den Vorzügen des Glaubens vorschwärmst (auch eine Errungenschaft der Aufklärung übrigens)? Lies mal Novalis, Rilkes Elegien oder setz dich meinetwegen auch intensiv mit den Psalmen auseinander, dann leg dir einen ordentlichen Sprachstil zu und versuch's auf die Weise; das ist meinem bescheidenen Empfinden nach einfacher und bricht auch keine fundamentalen Diskussionen vom Zaun, weil selbst das atheistischste Menschlein ein bisschen Demut und Hingabe toll findet.

  12. #12
    Eine wirklich sehr interessante Diskussion. Ich habe sie mit Genuss verfolgt und möchte nun auch mal meinen - vollkommen aus dem Zusammenhang gerissenen - Kommentar abgeben.

    Gut... zu aller erst:
    Eynes, du bist mein persönlicher kleiner Gott. Darf ich dich fort an Meister nennen? :3

    So... nun zum lieben Threadersteller.
    Hallo auch kleiner, wie lange dauerts noch bis zur Pubertät?
    Also nein... Sei doch mal ehrlich zu dir selbst und belüge dich und andere nicht mit dem Gefasel alter Männer, die im Endeffekt durch "Gottes Wort" nur noch mehr Macht schäffeln wollten oder ihre Wahnsinn auslebten.
    Ich habe nichts dagegen, wenn Menschen ihre Religion (meinetwegen auch offen) ausleben. Ich habe nichts dagegen, wenn sie händeringend und um Aufmerksamkeit heischend ihr Privatleben an die Öffentlichkeit zerren um auch mal von anderen Dingen als den Stimmlein im Kopf eine Antwort zu bekommen.
    Aber ich kann es partout nicht leiden, wenn man jemandem seine Religion aufs Auge drückt und sagt "Wir sind die einzig wahren!".
    Ich bin getauft, ich bin konfirmiert, Ich hasse die Kirche, Ich glaube an Gott.
    An Gott als riesige Energiemenge aus der alles entstand. Dementsprechend zähle ich mich zu den Atheisten.

    Ich bin ein Sünder. Schön. Ich steh drauf.
    Soll ich nun Ablass betreiben? Wie wärs mit Aderlass? Super praktik... oder ich gehe zu einem Exorzisten... Das wäre doch was. Macht sicher Spaß sich wochenlang foltern zu lassen.
    Ja, ich sollte keine einzeltaten verurteilen - oder einzel Menschen, wenn du es so willst - , aber dann solltest DU auch aufhören zu pauschalisieren, zu verhöhnen und alles zu verpöhnen, was deinem Glauben widerspricht.

    Oh..Ich merke, ich übertreibe mal wieder. Entschuldige bitte, harte Zeit momentan. Gottes Liebe hat mir in lezter Zeit immer mehr Geschenke gemacht. Steine die vom Himmel auf meinen Kopf fallen und sowas.

    So.. wo war ich stehen geblieben? Ach, richtig.
    Also... Worauf ich hinaus will:
    Der Stil deines "Gedichtes" - Abgehakt.
    Der Inhalt deines "Gedichtes" - Größtenteils Abdiskutiert.
    Die Aussage deines "Gedichtes" - Blödsinn.
    Die Absicht deines "Gedichtes" - Na da bin ich gespannt.

    Was willst du mit diesem Gedicht bezwecken (Abgesehen von Aufmerksamkeits Hascherei.), wenn ich fragen darf?

    Versuchst du, Gottes Gnaden auf dich zu ziehen? Versuchst du dem Fegefeuer zu entgehen? Willst du uns bekehren? Willst du uns retten?

    Ich breche hier lieber ab. Entweder bin ich betrunken - unwahrscheinlich - oder müde. Oder natürlich *hektisch umschau* Gott vernebelt meinen geist, um mich daran zu hindern seinen treusten Jünger zum Nachdenken zu bringen.


    Wahrscheinlich habe ich nur Mist geschrieben, entschuldigt.

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