Das mit dem Nachfragen nennt sich dann andere Studienordnung und wird mit dem BA nicht wirklich besser. Zwar studieren jetzt zwar alle Studenten nominell auf den gleichen Abschluss, in der Praxis jedoch ist der Bachelor aber in so kleine Einzelteile zerlegt worden, dass regelmäßig Nachfragen entstehen, wie dieser oder jene Studiengang nun seine Leistungen zu erbringen hat. Die meisten Professoren und Studenten verlieren bei sowas dann meist echt den Überblick. Im Zweifesfall kann diese Unkenntnis dann sogar dazu führen, dass eine Leistung trotz gegensätzlicher Aussage des Lehrenden nicht von den Prüfungsämtern anerkannt wird.

Womit wir auch schon bei einem zweiten Punkt wären: Die sind nämlich notorisch überlastet durch die Umstellung, da nun alle Studenten nur noch ins BA-Sekretariat rennen. Auch werden Prüfungsergebnisse von anderen Unis heute noch weniger anerkannt als früher, was total gegen die Tendenz geht, die mit dem Bolognaprozess eigentlich erreicht werden sollte ("Man kann so einen Studiengang problemlos in allen Ländern Europas studieren.")

Was gut gelungen ist bei der Umstellung ist jedoch, dass man durch die Umstellung von Anfang an weiß, welche Kurse und wie viele Kurse man belegen muss. Auch steht von Semesteranfang an fest in welchem Bereich die Module anrechenbar sind.