Zitat Zitat von Dhan Beitrag anzeigen
Für alles mögliche an Hintergrund gibts Würfeltabellen, von Haarfarbe über Stand der Eltern und Geschwister bis hin zu sexueller Ausrichtung...
ich hab gegen solche Tabellen grundsätzlich Bedenken. Wer würfelt, der denkt nicht - entweder ich spiel nen Dungeoncrawler, dann isses egal, wieviel Brüder jemand hat, oder ich spiel tiefes Rollenspiel, dann soll der Spieler sich das doch selbst ausdenken.
Andererseits liefern solche Tabellen Denkansätze. Ich arbeite meine Charaktere schon halbwegs aus, aber in der Regel stelle ich mir einen Haufen Fragen gar nicht, obwohl sie durchaus interessant sein könnten. Und für den Fall, daß die Sache so peripher ist, daß ich mir nichts überlegen muß (aber interessant genug, um erwähnt zu werden), ist eine Würfeltabelle durchaus eine nette Sache.

Ganz ehrlich, für die meisten Abenteuer ist es scheißegal, ob mein Charakter drei ältere Schwestern hat oder auf Pferde steht, aber derartige Details beeinflussen schon subtil das Spiel und können dem Charakter ein Eigenleben geben, das ich beim Planen nie bedacht habe.

Denn, ganz ehrlich: Ein Charakter, der sich nur wie geplant entwickelt, ist letztendlich kaum besser als eine reine Ansammlung von Statuswerten.

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Und keinen latent bisexuellen, frivolen Zwerg, der mit 22 Jahren das erste Mal hatte und auf Halboger steht (ja, das kann man alles auswürfeln, plus einer über dreiseitigen Tabelle, was für ein erstes Mal es denn war und anschließender Tabelle über sexuelle Neigungen mit zahlreichen Fetischen - mit Dingen wie "Doktorspieler", was in einer Fantasywelt nur begrenzt Sinn macht. Dafür hats eine Ausrichtung für "auf Untote stehen", also nicht Nekrophilie sondern Innekrophilie o.O)
Nimm' die Teile, die Sinn machen und ignoriere die, die keinen machen. Wenn ich für meinen schwulen Helden erwürfele, daß er auf Penisse steht, dann sage ich "is' klar" und würfle noch mal. Und wenn ich nicht will, daß er Fetische hat, dann definiere ich einfach, daß er keine hat. Und wenn der Charakter asexuell sein soll, dann ist er eben das.


Ich gebe zu, daß der Kram eher in ein optionales Booklet gehört, aber ganz schlecht finde ich ihn nicht. Auch, wenn ich zugeben muß, daß der "das erste Mal"-Teil zu weiten Teilen etwas verstörend ist.