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Notification Center ist vom Konzept her sinnvoll, wobei ich das User Interface merkwürdig finde. Ich finde nicht, daß ein kompletter Modus des User Interface nur dafür da sein sollte, Benachrichtigungen anzuzeigen. (Aber okay, ich finde auch, daß Launchpad ein Kompromiss für touch-Geräte ist und nichts, was man auf dem Desktop sinnvoll einsetzen kann.)
Da hätte ich es für sinnvoller gehalten, das als eigene Anwendung zu bringen und eine API zu liefern, mit der Programme angepasste Versionen ihres GUIs als Sidebar einblenden können. Und das dann mit vom User vergebbaren Hotkeys. Dann könnte ich mit einer Taste Benachrichtigungen einblenden (ob mit oder ohne IMs) oder Adium (sofern nötig) oder ein Terminal (wofür man momentan ein Plugin braucht), oder iTunes, Vienna, Mail, Skype...
Über Messages beschwere ich mich mal nicht, weil ich iChat eh nicht benutzt habe, aber wow, ist das Interface leer. Würde mich persönlich stören, wenn gerade mal ein Dutzend Sätze auf den Bildschirm passen. Die iOS-Gesprächsansicht funktioniert auf dem iPhone, aber in einem Fenster, das breiter als ein paar hundert Pixel ist, sieht es wirklich sonderbar aus.
Dazu haben wir noch den geerbten Unfug von Lion wie iOS-artige Spaces und versteckte Scrollbalken (was so lange gut funktioniert, bis man mal scrollt und dann auf das letzte Element einer Liste klicken will). Es gibt noch andere Probleme, aber die gehen weniger in Richtung iOS (beispielsweise das neue Spotlight oder was sie mit XCode angestellt haben).
OS X ist immer noch ein tolles Betriebssystem, aber ich finde nach wie vor, daß iOS ein Spielzeug ist. Es ist super geeignet, um Inhalte zu konsumieren, aber nicht, um welche zu erzeugen. Als jemand, der seinen Mac primär dazu benutzt, Inhalte zu erzeugen, stehe ich Annäherungen an iOS sehr skeptisch gegneüber. Vor Allem, wenn es welche sind, die ein hervorragend funktionierendes User Interface durch eins ersetzen, das nett aussieht, aber nicht den selben Leistungsumfang hat (beispielsweise Spaces vs. Mission Control oder Spotlight vs. Spotlight).
Es ist weniger Mountain Lion an sich, das mich abschreckt, sondern das Fortführen des mit Lion eingeschlagenen Weges.
Weniger problematisch aber diskutabel:
Gatekeeper ist keine GUI-Änderung, aber es bleibt abzuwarten, ob es in der Realität funktioniert. Eine restriktive Standardkonfiguration ist eine gute Sache, aber es stellt sich die Frage, ob alle Softwareentwickler, deren Kram irgendwie auf dem Mac läuft, sich bei Apple gegen Bezahlung zu registrieren. Es gibt eine Menge gute Freeware von Hobbyentwicklern, inklusive welcher für mehrere Plattformen. Wenn die kritische Masse da nicht überschritten wird, wird es wohl darauf hinauslaufen, daß der einfache Browser/Mail/Office-User die Standardeinstellung benutzt und alle anderen auf "alles erlauben" schalten, weil irgendeine Anwendung nicht signiert ist.
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