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Thema: Tingulin - eine Art Fortsetzung

Baum-Darstellung

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  1. #29
    Draußen stand der Wagen einer Zigeunerin. Sinda hatte schon von diesem fahrenden Volk gehört und das meiste war nicht viel positiver gewesen, als was man sich über sie erzählte. Obwohl sie wusste, dass solche Vorurteile selten richtig waren, spürte sie etwas mehr als leichte Antipathie. Irgendein Instinkt schien sie vor diesen nächtlichen Besuchern zu warnen. Auch wenn sie nie so weit gegangen wäre sogleich zu einer Waffe zu greifen.
    Das Mädchen hatte ihre Kapuze wieder ins Gesicht gezogen, als sie hörte, dass sie Besuch bekommen hatten. Leicht abwartend stand sie in der Tür und schaute, was geschehen würde. Die fette Dame schien außer Rand und Band. Sinda fürchtete, dass ihr oder den Pferden etwas geschehen würde und löste sich aus ihrer Erstarrung. Sie packte die andere am Arm. „Haltet ein!“ Doch diese war so erregt, dass das Flussmädchen daran zu zweifeln begann, ob dies eine gute Idee gewesen war. In der Rangelei rutschte ihr die Kapuze vom Kopf und ihre blauen Augen blickten auf zu der Zigeunerin. „Beruhigt eure Tiere, bevor sie sich noch verletzen.“ Die Pferde, die sie ausgeborgt hatten, hatten sich von der Hütte entfernt und waren wohl irgendwo auf der anderen Seite von dieser.


    Lydia streifte durch die dunklen Straßen und hängte die Pamphlete auf, die man ihr noch schnell gegeben hatte. Sie mochte es nicht, wenn man sie mitten in der nacht weckte für einen Auftrag, aber dieser Job wurde gut bezahlt und man würde zufrieden mit ihr sein, wenn die Bürger bei Sonnenaufgang überall in der Stadt die Botschaft finden würden. Es war bald so weit. Man hatte sie etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang geweckt. Sie musste sich also beeilen, wenn sie noch rechtzeitig fertig werden wollte.
    Schnell eilte das drahtige Mädchen durch die Gassen und heftete nur wenige Papiere mit Nägeln an. Meistens klemmte sie sie nur unter einen Blumentopf oder ähnliches. Die Untergrundbewegung für die sie arbeitete, schrieb das Feuer diesen hinterlistigen Magiern zu.
    Für Lydia Demor bestand kein Zweifel, dass dies wirklich ein Anschlag gewesen war. Man konnte einem Elementmagier nicht trauen. Sie sympathisierten viel zu oft mit den abscheulichen Fischfressern. Sie wusste, dass ein oder zwei auch in dieser Stadt Unterschlupf gefunden hatten. Sie würde ihnen allen schon zeigen, dass sie hier nicht willkommen waren. Doch sie musste weiter machen.


    „(…)Wehrt euch gegen diesen Spuk! Lasst euch nicht von solchen Wesen in Angst und Schrecken versetzen! Lasst euch nicht wieder von denen unterjochen, die sich der Zauberkunst bedienen! Wir haben es verdient in Frieden zu leben. Wir haben es geschafft uns zu zivilisieren und keiner hat das Recht, uns zum Rückschritt zwingen zu wollen. Verteidigen wir das, was wir uns erobert haben. (…)

    Geändert von kate@net (05.11.2008 um 13:24 Uhr)

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