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ᵵ Ghost Rider ᵵ
So etwas habe ich erwartet, was nun? Sie erwartet Initiative von mir, aber damit verrät sie mir auch ein wenig, dass sie sich nicht sicher ist. Die Möglichkeit, dass ich sie von dieser Idee des Assassinen abbringen kann, die lass ich mir nicht entgehen, denkt Ramiréz und wählt seine nächsten Worte bedächtig, aber mit fester Stimme. "Nun, Hlavera, wenn ihr diese Anschuldigungen eurer Tante meint, dann muss ich euch enttäuschen. Ich bin kein eiskalter Mörder. Ich habe schon einigen Menschen das Leben genommen, aber dies geschah nur, um das meinige zu schützen...", und in der kleinen Pause, welche er nun einlegt, huscht ihm kurz der Gedanke durch den Kopf, dass er sie damit ja noch nicht einmal anlügt. Sicher, ich bin ein Assassine, aber ich töte irgendwie wirklich nur, damit ich nicht selber dran glauben muss. Dieser Kodex der Morag Tong bindet mich für alle Zeiten an sich, und ich sehe keinen Grund, dieses Leben aufzugeben. Dann redet er weiter: "Normalerweise beschäftige ich mich mit dem Ausspähen von Leuten und deren zur Rede stellen, woher die Aufträge stammen und welchen Nutzen sie haben erfahre ich nie...darum kam mir der Auftrag, euch zu Schützen sehr suspekt vor....", und nun schweigt Ramiréz länger. Wieder lüge ich nicht, nur ist die Exekution jetzt so umschrieben, dass sie nicht als solche erkennbar ist. Schließlich erweise ich jedem Ziel die letzte Ehre, durch mich stirbt niemand unehrenvoll. Da der Nord nun alles für gesagt hält und auch ein wenig gespannt ist auf das, was nun kommt, fährt er ruhig fort. "Nun, ihr wolltet mir noch etwas erklären?". Die ganze Zeit blickt Ramiréz Hlavera selbstsicher und ernst mit seinen jetzt sehr ausdruckslosen Augen an.
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Der Ordinator reißt Diäigan den Pass quasi aus der Hand und wirft einen flüchtigen Blick darauf. Man hört ein leises Knurren hinter der Maske, und der Wächter wirft den Pass vor dem Kaiserlichen auf den Boden. "Alles in Ordnung. Aber sag, Kaiserlicher Immigrant, was tust du hier in den reichen Viertel der Stadt? Und jetzt sag nicht, dass du hier Verwandte hast....", bewusst verzichtet der Templer auf die Höflichkeitsform und redet Diäigan per Du an. Ganz offensichtlich ist er auf Provokation aus, dies sagt auch die Hand am Schwert aus.
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Als Irwaen um die Ecke biegt, stockt ihr schon ein wenig der Atem. Am Tisch geradezu sitzt ein Nord. Ein sehr großer Nord. Dieser ist jetzt, wo er an dem Tisch sitzt, nur ein Stückchen kleiner als Irwaen, wenn sie steht. Eine Tätowierung zieht sich über seine linke Gesichtshälfte, und seine Kleidung wirkt im Kontrast zu seinem barbarischen Ausmaßen; ein blaues extravagantes, gold verziertes Hemd spannt sich über seine muskelbepackte Brust, und die kräftigen Beine werden von einer edlen roten Seidenhose eingehüllt. An der Tischkante lehnt, mit den Schneiden auf den Boden, eine große, zweihändige Nordaxt, welche schon vom bloßem Anschauen Kopfschmerzen verursacht, wenn man sich ihre Spaltfähigkeit auch nur vorstellt. Kaum hat der Solstheimer die Waldelfe erspäht, lacht er auf. "Na, das ist doch mal eine tolle Bedienung! Der Wirt gibt sich ja richtig Mühe, dabei wollte er mich erst vorhin doch rauswerfen?! Komm her, Schätzchen, auf den Schoß vom guten Korim...", und die donnernde Stimme verrät, was die vielen leeren Krüge auf dem Tisch untermauern: Er ist angetrunken. "Nun komm schon, du Schmuckstück...", lallt der Nord kurz darauf.
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