In Hlaveras Kopf wirbeln die Gedanken nur so durcheinander. Keinen klaren kann sie fassen und dabei sehnt sie sich so sehr nach Ruhe. Nach so einer Ruhe, wie wenn man tief in Wasser eintaucht und es einen vollkommen umgibt, oder, wie wenn man sich die Deck und das Kissen über den Kopf zieht und somit sämtliche Geräusche aussperrt. Nur leider lassen sich Gedanken nicht aussperren.
Und jetzt kommt auch noch ihre Tante! Ihre liebe, liebenswerte Tante, die ja nur um ihr Wohl besorgt ist. Aber wie soll sie ihr die Situation erklären? Und auf einmal kommt sie sich furchtbar kindisch vor.
Und im Arm ihrer Tante kommen wieder diese vermaledeiten Tränen hoch und sie hat keine Kraft mehr sie zu unterdrücken, also quellen wieder Bäche aus ihren Augen. Sie schluchzt ein paar Mal und wischt sich dann die Tränen ab. Danach sieht sie ihre Tante an und beginnt:" Ach Tante, es ist einfach alles so furchtbar!", und wieder kommen Tränen, "Ich weiß es selber nicht recht. Aber ich finde es schrecklich, dass er nicht ehrlich zu mir war, wenn er doch ein Assassine ist. Wie soll ich ihm denn je wieder trauen? Und wer immer ihm den Auftrag gegeben hat, der könnte ihm dann auch sagen, dass er mich umbringen soll und ich würde nicht meine Hand ins Feuer legen, dass er es nicht machen würde. Ich...Ach ich weiß es auch nich... Außerdem komme ich mir furchtbar albern vor, dass ich jetzt hier sitze und heule, wo ich doch eigentlich mit ihm reden müsste, doch er geht mir vollkommen aus dem Weg! Was soll ich denn machen? Langsam zweifle ich sogar daran, dass es je gut war von zu Hause Fortzugehen, auch wenn ich dort mit Sicherheit auch nicht besser leben würde, aber ich käme mir wenigstens nicht so heimatlos vor, wie jetzt gerade..."