Drinnen hört man es Rumoren, dann ist erst einmal Ruhe für eine ganze Weile. Erst als man denkt, es sei doch niemand zuhause, öffnet sich die Tür einen Spalt breit und das Auge einer Dunmerin wird sichtbar. Blickt es erst misstrauisch drein, ändert sich der Ausdruck vollkommen, als es Hlavera erblickt. Mit einem Mal fliegt die Tür auf und eine Dunmerin, etwas kleiner als Hlavera, wirft sich ihr an den Hals. Sie trägt vornehme Kleidung, welche hauptsächlich lila ist. "Hlavera, mein Schatz, wo kommst du denn her? Dein Vater macht sich schon Sorgen um dich! Oh, ein Glück bist du es, ich dachte schon, es sei einer von diesen...", aber dann plötzlich stockt ihr der Atem, als sie den schwarzgekleideten Ramiréz erblickt. Sie löst sich von Hlavera und schiebt sie halb hinter sich. "Wer seid ihr?", und der Blick der Tante bleibt auf den beiden leicht gekrümmten Dolchen und der Armbrust liegen. Diäigan bemerkt sie im ersten Augenblick gar nicht, aber dann blickt sie auch kurz zu diesem. "Und ihr?", fragt sie kurz angebunden, aber ihr Hauptaugenmerk liegt auf dem Assassinen, welchen sie auch als solchen zu erkennen glaubt.

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Ramiréz weicht nicht von der Stelle und erwidert den Blick von Hlaveras Tante kalt und emotionslos, sagt aber nichts. Nach außen hin mag es aussehen, als ob ihn diese Ablehnung nicht besonders berührt, aber in seinem Inneren arbeitet es. Das darf nicht wahr sein. Diese Dunmerin scheint schon einmal jemanden wie mir begegnet zu sein und scheint zu wissen, was ich bin. Vielleicht ist sie auch nur zu misstrauisch, weil hier in Vivec Notstand herrscht. Ich mache nicht gerade den vertrauenerweckendsten Eindruck, aber was will ich jetzt dazu sagen? Ich muss wohl auf Hlavera hoffen, denkt er. Der Assassine streicht mit der Rückhand über seinen Umhang und richtet das Tuch an seinem Hals.