Zitat Zitat von qed Beitrag anzeigen
Hier hast du einen Bericht dazu.
Danke. Nun ja, ich kann nicht gerade sagen, dass ich dagegen moralische Einsprüche hätte. Die künstlerische Idee finde ich recht gut (wenn auch nicht überragend), solange alles im Einverständnis des Sterbenden passiert, kann ich "Morddrohungen" und dergleich kein Stück nachvollziehen. Jeder darf mit seinem Leben schließlich anfangen, was er möchte - wenn sich jemand dazu entscheidet, in einem Museum als Kunstobjekt zu sterben, soll er das auch dürfen, ungeachtet allen Moralaposteln, die ja eh wieder die üblichen Verdächtigen sind.

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Da gehe ich mit dir konform. Ausserdem war ich über den genauen Hintergrund anscheinend auch nicht aussreichend informiert, die Pendlerzeitung in der ich das gelesen hatte, schrieb, dass die Besucher dazu aufgefordert worden seien, das Tier weder zu füttern noch ihm zu trinken zu geben. Aber generell finde ich es bei solchen Aktionen immer fragwürdig, ob dabei jetzt eine Sozialkritik dahinter steckt, oder ob es im Endeffekt doch nur um den Rummel und die Selbstprofilierung geht.
Nun ja, die Frage ist: was heißt "aufgefordert"? Ich nehme mal an, dort war eine Art Schild montiert, die dies verlautbarte - hält ein Schild einen davon ab, ein Leben zu retten? Ich denke, genau das wollte der Künstler auch damit ausdrücken - einerseits dass das Schicksal eines Hundes den meisten Menschen egal ist, andererseits dass sie sich lieber an irgendwelche vorgegebenen Regeln zu halten, anstatt das zu tun, was richtig ist.

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Hmm, ich habe das während eines Gesprächs aufgeschnappt, habe jetzt aber noch ein bisschen nachgeforscht und das hier dazu gefunden. Wahrscheinlich ging es um das hier, obwohl ich gemeint hatte, der Kontext sei ein anderer. Nun ja, das rückt das ganze natürlich ein bisschen in ein etwas anderes Licht, etwas makaber scheint es trotzdem zu sein.
Stimmt, vor allem - in meinen Augen -, dass dafür eine Kuh geschlachtet werden muss. Auch verstehe ich die Intention des Künstlers nicht ganz. Es ist ja nun wirklich nicht so, dass der Umgang mit Fleisch etwas Absonderliches oder Seltsames wäre - annähernd jeder isst mindestens einmal in der Woche etwas davon und bei den meisten Gerichten lässt sich auch noch gut erkennen, dass es sich dabei mal um etwas Lebendiges gehandelt hat.

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Danke für den indirekten Tipp :)
Gerne. :D Die Geschichte an sich ist aber nicht so berauschend, zumindest das Ende hat mich doch stark enttäuscht. Aber die ersten paar Seiten sind wirklich so geschrieben, dass man sich nur noch "unfassbar" denkt und sich gleichzeitig fragt, ob diese Dystopie eigentlich gar nicht so fern ist.