Was mich inzwischen auch eher nervt ist der Aufbau der Spielwelt. Am Anfang fand ich es absolut bewundernswert, dass alle Teile in einer Welt aber an unterschiedlicen Schauplätzen spielen. So hatte man verschiedene Geschichten, die aber stark miteinander verknüpft werden konnten und auf der selben Mythologie beruhen.
Nur seit immer mehr Orte eingeführt werden, ganze neue Kontinente, ists damit irgendwie vorbei. Imho wäre es optimal gewesen, zuerst vier Spiele lang einzelne Ausschnitte der Welt zu zeigen und danach die Welt als Ganzes sichtbar einzubauen. Vermutlich würde es den Rahmen sprengen, wenn dann alles noch genauso detailliert wäre wie in jedem der einzelnen Spiele, aber das muss es ja gar nicht. So lange ein bestimmtes Land mit auf der Karte drauf ist, Charaktere daraus vorkommen und es in den Zusammenhängen der Story erwähnt wird, muss man doch nicht gleich jede verdammte Stadt daraus besichtigen können.
Diese Idee, von der ich da oben geschrieben habe, wäre nur ein Beispiel. Ein Finale sollte das gar nicht sein, obwohl das natürlich möglich wäre ^^ Und zwar fände ich das deshalb nicht so gut, weil man nun schon ganz andere Gebiete wie den Kontinent, auf dem Falena liegt, angebrochen hat und auch diese nur ausschnittweise zeigt. Dabei wäre es so cool, wenn man in der Serie endlich die Grenzen der Spielwelt kennenlernen würde. Groß genug ist sie doch schon längst. Wenn sich also das letzte Spiel nur um den nördlichen Kontinent drehen würde, wäre es ein bisschen so, als seien Suikoden IV und V nicht so wichtig gewesen *g*
Für ein Finale wärs vielleicht interessant, wenn Harmonia einen Kreuzzug beginnt, sich alle Wahren Runen zu beschaffen und dadurch zu mächtig, gefährlich und expansionistisch wird (solche Tendenzen haben wir in der Serie ja bereits erlebt). Und das ganze einen Weltkrieg zur Folge hat, anders als die eher kleinen Auseinandersetzungen bisher, in dem dann die ganzen Staaten, die die Spieler im Laufe der Serie mehr oder weniger erst geschaffen haben, sich vereinen, um Harmonia aufzuhalten
Aber wie sie DAS umsetzen wollen, tja ...
Also dass der wichtigste Mann von Suikoden, dessen Namen ich aber vergessen habe, das Team mit dem dritten Teil verlassen hat, stimmt auf jeden Fall. Über ursprünglich sechs geplante Suikoden-Spiele weiß ich zwar grade nichts, kann aber gut möglich sein.Zitat
Nur wenn es diese vorbestimmte Roadmap gab, dann hätte gewiss schon Suikoden IV komplett anders ausgesehen.
Ja, ein paar Parallelen zur Xenosaga lassen sich da schon ziehen. Nur hat man bei Suikoden eher das Ziel bzw. die Outline der Serie dahingehend verändert, beliebig viele Fortsetzungen zu machen und dafür viel von der Kontinuität aufgegeben. Dafür geht Suikoden immernoch episodisch weiter, während die Xenosaga mit einer einzigen Story verfrüht untergegangen ist.
Wenn man sich all diese Probleme anschaut, scheint es für mich doch eine sehr gute Entscheidung gewesen zu sein, die Welten von Final Fantasy, Tales of & Co (fast) immer wieder neu zu gestalten. Es ist sicher schön und interessant, eine Fortsetzung in der Nähe des Vorgängers in der selben Welt zu spielen, Charaktere wiederzutreffen und große Veränderungen mitzuerleben. Diese Vorteile konnte Suikoden oft optimal ausnutzen. Aber Rollenspiele scheinen sich irgendwie nicht dafür zu eignen, das über mehr als ca. drei Teile so hinzuziehen. Dafür mag Suikoden ein Beispiel sein, aber auch Star Ocean (wo ein dritter Teil den Sinn der Vorgänger infrage stellt ... und jetzt soll ein Prequel erscheinen, WTF?) oder Xenosaga gehören dazu.
Suikoden bot so viele interessante Ideen und hat sich doch nicht unbedingt zum besten entwickelt, wofür auch die Verkaufszahlen sprechen. Seit drei Spielen und einem Ableger versuchen sie mit nur mäßigem Erfolg, an die Klasse des zweiten Teils anzuknüpfen.

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