Ich hab Drakensang seit Sonntag, aktuell ist meine Gruppe in den Blutbergen unterwegs und mal davon abgesehen das man nicht in alle Gebiete zurückkehren kann bin ich begeistert.
Aber eine Sache verstehe ich nicht so ganz und zwar wie funktioniert eine Talentprobe (bzw generell alle Proben), es wird ja auf die beteiligten Attribute gewürfelt (21-seitig denk ich mal) aber wie wird das dann mit den tatsächlichen Attributen verrechnet und dann mit dem Talentwert kombiniert?
Kann mir das vielleicht jemand an einem Beispiel erklären?
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Du rollst drei W20, für jede beteiligte Eigenschaft eine. Um erfolgreich zu sein, musst du einen Wert würfeln, der unter dem Wert der Eigenschaft liegt (dh wenn ich auf Klugheit würfle und eine Klugheit von 16 habe, darf die gewürfelte Zahl 16 nicht überschreiten). Der Talentwert kommt ins Spiel, wenn du einen Wurf nicht schaffst: beträgt meine KL 16 und ich würfle 18, darf ich 2 Punkte meines Talentwertes verwenden, um meinen Wurf auf 16 zu senken und somit gültig zu machen. Die übriggebliebenen Talentpunkte zeigen an, wie erfolgreich du warst - wenn dir 6 TaP übrigbleiben, kannst du zb bei einer Sinnesschärfeprobe mehr erkennen, als wenn dir nur 1 TaP übriggeblieben wäre.
Achja, dann gibt es noch sogenannte "Patzer". Würfelst du eine 20, darfst du dich noch mit Talentpunkten retten, würfelst du dann allerdings noch eine zweite 20, ist die Probe ungeachtet aller Talentpunkte "verpatzt" - sie misslingt automatisch, und meist auch eher spektakulär. Würfelst du sogar eine Tripel-20, sieht es ziemlich übel für dich aus. Nehmen wir mal als Beispiel Holzbearbeitung: dein Charakter will eine Figur schnitzen. Bei einem einfachen Misslingen sieht die Figur am Ende einfach nur hässlich aus, oder du schneidest dir leicht in den Finger. Bei einem Patzer kann es passieren, dass dein Messer kaputtgeht und du deinen Finger dank der Schnittwunde wohl erst in einer Woche wieder verwenden kannst. Bei einer Tripel-20 ist dein Char dran: je nachdem, was der Meister meint, könntest du dir zb den Finger halb abhacken (und dabei noch Wundbrand bekommen). Das Gegenstück zur 20 ist die 1: bei 2 gewürfelten Einsern gelingt die Probe unabhängig vom dritten Wurf automatisch, und bei drei Einsern ist es ein spektakulärer Erfolg. Während ein einfacher Erfolg eine recht hübsche Figur zu Stande bringen könnte (die bei einem hohen Talentwert sogar als Kunst durchgehen kann), sieht die Figur bei einer Doppel-Eins aus wie ein elfisches Kunstwerk und bei einer Dreifach-1 sieht die Figur aus, als könnte nur Magie ein solches Meisterwerk geschaffen haben.
Ist jetzt natürlich alles aufs P&P bezogen, aber ich nehme mal an, Drakensang hält sich zumindest bei den Proben einigermaßen an dieses.
Ich hab mich mal dazu entschlossen die Demo zu ziehen, und mich gleich in das Spiel verliebt. Werd mir wohl jetzt die Vollversion zulegen, und hätte bezüglich der Klassenwahl eine Frage. Welche Klasse ist leichter zu spielen, Scharlatan oder Streuner bzw. ist es überhaupt für einen kompletten Anfänger im P&P Genre geeignet so eine Klasse zu spielen?
Ich hatte ja schon leichte Probleme mit meinem Söldner Zwerg bezüglich der vielen Attribute, Talente und Fähigkeiten.
Ich hab mich mal dazu entschlossen die Demo zu ziehen, und mich gleich in das Spiel verliebt. Werd mir wohl jetzt die Vollversion zulegen, und hätte bezüglich der Klassenwahl eine Frage. Welche Klasse ist leichter zu spielen, Scharlatan oder Streuner bzw. ist es überhaupt für einen kompletten Anfänger im P&P Genre geeignet so eine Klasse zu spielen?
Ich hatte ja schon leichte Probleme mit meinem Söldner Zwerg bezüglich der vielen Attribute, Talente und Fähigkeiten.
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Eigentlich ist der Zwergsöldner der eher leichte Char, da Du bei dem nur auf seine Kampfskills, Zwergennase, Selbstbeherrschung, evtl. Schmied und Attribute achten musst.
Würde dir empfehlen, erstmal einen Kriegerchar zu nehmen. Dann kannst Du dich in aller seelenruhe ins Spiel einfinden und bekommst mit Rhulana noch einen zweiten Kriegerchar dazu. Avestreu spielt sich recht schnell. Vielleicht noch ein bisschen in Fendrok rumtoben und dann müsstest Du eigentlich halbwegs drin sein. Da kannst Du dann ja immer noch entscheiden, ob Du einen Neustart möchtest. Gibt aber von allen möglichen Ausrichtungen noch Chars, die Du später mitnehmen kannst.
Lies dir gut das Handbuch durch.
Wenn man die Kämpfe wegnimmt, bleibt von Dragensang nicht viel mehr übrig als eine nette Geschichte ohne jede Herausforderung, denn Quests muss man prinzipiell ansonsten nur ablaufen und abhaken. Im Gegensatz zu einem Adventure gibt es kein Grübeln, welches Objekt man wohin bringen muss. Fast alles ist klar und wird auf der Minimap angezeigt. Es gibt extrem minimale Rätseleinlagen, aber die sind auch nicht der Rede wert (finde die richtige Kombination aus 5 Schaltern).
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Das kam nicht von irgendwem, sonst hätte ich es ignoriert.
Das kam nicht von irgendwem, sonst hätte ich es ignoriert.
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Weiß zwar nicht, wer das jetzt geschrieben hat, aber das stimmt so nicht.
Klar, es ist mit der Minimap nervig, dass die Fragezeichen drauf sind. Die Map kann man aber ausschalten.
Dann, und das ist das entscheidene, gibt es sehr wohl einige Geheimnisse zu entdecken. Da hilft dir die Karte nicht weiter.
Kann es nur aus meiner Sicht sagen, aber das ist eines der besten RPGs, welches ich in den letzten Jahren gespielt habe. Tolle Story, Quests mit überraschenden Wendungen und ettliches, was man so abseits entdecken kann.
Vielleicht hätte ich dazu sagen sollen, dass es im Kontext zu einer Frage nach dem Kampfsystem war. Macht es zwar nicht viel besser, aber vielleicht sollte es betonen, dass das KS wohl nicht das schlechteste ist.
Trotzdem, es überzeugt mich nicht unbedingt zum sofortigen Pflichtkauf.
EDIT: Davor liegt bei mir jetzt also The Witcher EE zunächst an. Danach sehen wir mal weiter... Addons, Mods, Patches...
Ich finde das Kampfsystem is eins der größten Mankos in Drakensang... ich fänd mit weniger kämpfen wäre es noch viel genialer
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Was heißt hier weniger Kämpfe? Auch wenn viele Kämpfe aufgrund der saulangsamen Umsetzung der "Würfelfraktion" im Hintergund extrem in die Länge gezogen werden müssen. Stell dir doch mal vor, es würde noch weniger Kämpfe geben, wie bitte willst du die nötigen Erfahrungspunkte sammeln, um die entsprechenden Werte nach oben zu schrauben?
Wenn es nur nicht immer so elend lange dauern würde, bis sich so gewisse Gestalten bequemen, irgendeinen Spruch daher zu sagen, dann wäre es noch besser.
Das ist das, was mich am meisten stört, man hätte die Umsetzung im Hintergrund flotter gestalten müssen/können/sollen, ging bei NWN doch auch?! Es nützt mir auch nix, wenn ich stundenlang Gebrauch von der Pausenfunktion machen kann, oder 10 000 Sachen hintereinander stapeln kann, wenn es nicht mal reicht, so lange am Leben zu bleiben, bis man sein Pensum erfüllt hat. Das empfinde ich als allergrößtes Manko. Verdammte Hacke aber auch O_o
naja ich finde es sind zu viele und zu schwere Gegner... das war bei der Nordlandtriologie wesentlich besser umgesetzt, da gab es nur an bestimmten Stellen Kämpfe und die haben auch gereicht
Vielen Dank jetzt sagen mir die Zahlen die da in der Konsole auftauchen doch endlich etwas mehr Patzer und Glücksgriffe scheint es wenn überhaupt nur in Kämpfen zu geben, manchmal kommt "glücklich" anstatt eine Zahl bei Angriffswürfen.
Zitat von darkblue
Was heißt hier weniger Kämpfe? Auch wenn viele Kämpfe aufgrund der saulangsamen Umsetzung der "Würfelfraktion" im Hintergund extrem in die Länge gezogen werden müssen. Stell dir doch mal vor, es würde noch weniger Kämpfe geben, wie bitte willst du die nötigen Erfahrungspunkte sammeln, um die entsprechenden Werte nach oben zu schrauben?
Wenn es nur nicht immer so elend lange dauern würde, bis sich so gewisse Gestalten bequemen, irgendeinen Spruch daher zu sagen, dann wäre es noch besser.
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Das stimmt bis mal was passiert kann es ne ganze Ecke dauern, selbst Amöben die durch ihre schnelle Regeneration für einen mittelstarken Kämpfer alleine kaum zu besiegen sind gehen meist schneller mit konventionellen Mitteln über den Jordan als mit Spezialattacken und Magie. Generell finde ich Magie in Drakensang etwas schwachbrüstig wenn man Pech hat reicht ein hochstufiger Donnerkeil nichtmal aus um eine Wolfsratte um zu hauen, kein Vergleich etwa mit den Magischen Geschoßen aus BG die selbst gegen stärkere Gegner nicht zu unterschätzen sind. Von den Supportzaubern mal ganz zu schweigen würde man versuchen den Tank seiner Gruppe immer mit Funkentanz zu schützen ist der Zaubernde für nichts anderes mehr zu gebrauchen da der Spruch kaum länger wirkt als die Zeit die zum zaubern nötig ist. Es ist auch eher nervig zu sehen das ein Charackter umgehauen wird in der Zeit die zwischen zaubern und wirken von Balsam Salabunde vergeht
An Anzahl und Stärke der Gegner hab ich eigentlich nicht auszusetzen nur stört mich das meine Gruppe mehr Probleme mit einer Gruppe von mittelstarken Gegnern hat als mit den Bossgegnern wie etwa in Tallon...
Es stört mich im Kampf gegen Gruppen auch das sowas wie eine günstige Kampfaufstellung reine Glücksache ist man kann seine Kämpfer ruhig den schmalen Durchgang in der Gruft blockieren lassen kaum hat der Kampf begonnen sind sie doch von Skeletten umzingelt und wählt man dann ein neues Ziel beginnt erstmal das große Tanzen bis sich alle wieder so positioniert haben das sie gegen ihren Wunschgegner kämpfen.
Mit so einem Verhalten hätten die Spartaner in Thermophylea keine 5 Minuten überstanden