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Thema: Now Watching - So zensiert, wie das Guardian Force Wiki! #11

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

    Leon der Pofi Gast
    der fuchs und das mädchen


    ein film, den man auf sich wirken lässt und ein gewisses maß an geduld erfordert. die geschichte handelt von einem mädchen, welches eine freundschaftliche beziehung zu einem fuchs aufbaut, welche nach anfänglichen bemühen auch zu stande kommt. sie wartet oft stunden, tagelang auf den fuchs nur um sich zu freuen, wenn sie ihn wieder sieht und lockt ihn langsam zu sich, indem sie futter als köder auslegt. die naturaufnahmen sind wirklich atemberaubend schön. mir persönlich haben die schneelandschaften und nachtaufnahmen, als das mädchen dem fuchs folgt und nicht nach hause findet, am besten gefallen. der film zeigt, dass die heimliche umgebung faszinierender ist, als man vermuten möchte. nur nimmt sich der mensch kaum noch zeit, länger in den wald zu gehen. die nahaufnahmen von den fuchsbabys waren ebenfalls niedlich und der kampf ums überleben in der natur gut dargestellt. (wölfe, luchs, falken). oder die szene, als sie über einen abgrund springt und in jene landschaften gelangt, welche "verboten" sind. als ob sie in eine schöne, surreale welt schreiten würde, wo sie dem fuchs endlich näher kommt und auch die letzten barrieren zwischen den beiden gebrochen werden.

    aber natürlich hat der film eine botschaft. das mädchen und der fuchs haben bald eine innige freundschaft und der fuchs selbst nähert sich dadurch den menschen. ab einem zeitpunkt möchte das mädchen den fuchs an die leine geben und ihn so ungewollt seiner freiheit berauben. es ist und bleibt ein wildes tier, welches seinen natürlichen lebensraum benötigt und nicht als haustier gehalten wird. diese situation eskaliert am ende des filmes, als das mädchen den fuchs nach hause nimmt und in ihrem zimmer einsperrt, aber an der stelle spoiler ich nicht. die ungewöhnliche freundschaft wird trotzdem nicht zerstört, sie realisiert jedoch, dass sie kein recht hat, ein lebewesen wider seinen willens zu etwas zu zwingen. die freundschaft der beiden beruht nicht auf etwas natürlichem, sondern wurde von seiten des mädchens gewissermaßen erzwungen, bis sich aus dieser begebenheit schließlich doch eine natürliche zuneigung entwickelt.

    7/10 als film
    9/10 als naturfilm

    ich nehme an, dass der film für menschen, die in städten wohnen, eine ganz andere atmosphäre besitzt, wie für mich, da ich direkt neben einem großen wald wohne. ich bereuhe es, dass ich zwecks den naturaufnahmen nicht auf die bluray zurückgegriffen habe, aber der film war mit upscale auch wunderschön.

    fido. gute tote sind schwer zu finden


    ein durchgehend schwarzer film, der sich zu keinem zeitpunkt selbst ernst nimmt und dadurch punktet.
    der film spielt in einer kleinen, amerikanischen vorstadt in den 50iger jahren, in welcher zombies zum alltag gehören. sie bringen milch, die zeitung, pflegen den park oder ein fragwürdiger nachbar hat auch einen jungen, weiblichen zombie als freundin, welche nach einem gepflegten hirnschlag noch gar nicht verwest, für ihn in funktion trat. fido wird aus einem intelligenten grund, wie so oft bei beschränkten vorstadtleuten in die familie von timmy aufgenommen. weil jeder andere auch zombies hat und die nachbarn sich schon fragen stellen. beerdigungen sind so teuer geworden, dass 90% von den menschen zombies werden und kopfsärge, welche verhindern, dass man ein zombie wird auf 10% beruhen.
    als timmy mit fido ohne leine im park spazieren geht, will er einen baseball holen und wird dabei von einer alten frau attackiert, die sich belästigt fühlt, welche der arme zombie aus notwehr anknabbert. diese alte frau überfällt dann einen mann, der gerade mit seinem hund ausgeht und schon bald tummeln sich allerlei zombies im park, welche aber ohne probleme von einer spezialeinheit erledigt werden. zwei mitschüler verraten timmy an die polizei, welche die ganze begebenheit nicht ernst nimmt. aber kurz darauf wird man tatsächlich auf fido aufmerksam und bringt ihn in eine fabrik zur zwangsarbeit und nicht wie sonstige zombies und menschen, die aus selbstverschulden jemanden töten, in die äussere zone, wo zombies in großen massen herumirren.

    der film bedient sich bewusst sämtlicher klischees, verpackt diese jedoch in viel schwarzem, sarkastischen humor.
    ich persönlich fand die szene zum schießen, als die frau ihrem mann gesteht, schwanger zu sein und er sich sofort sorgen macht, weil er sich keine zusätzliche beerdigung leisten kann. die meisten anderen szenen kann ich hier kaum nennen, weil sie spoilern würden

    7/10

    und zum zweiten mal

    let the right one in


    als erstes muss ich sagen, dass die landschaften die ruhe und kälte dieses filmes perfekt wiedergeben und eine dichte atmosphäre erschaffen. die protagonisten oskar und eli stellen einen wunderbaren kontrast dar, der besonders in einer szene am anfang des filmes klar wird, als beide am fenster stehen. oskar, der von heller natur ist, und eli, welche im schatten des fensters dunkel in die nacht blickt. auch die inneren werte sind verschieden, doch dieser aspekt scheint die beiden erst richtig zusammenzuschweißen. oskar wird regelmäßig in der schule gehänselt, ist relativ ruhig, intelligent und übt rachephantasien. eli hingegen besitzt eine direkte art, welche aber viel kaschieren soll, denn innerlich ist sie sehr unentschlossen und von ihr geht stets eine ruhige, melancholische stimmung aus. auch vom aussehen, bildet sie mit ihrer dunklen erscheinung, jedoch blass leuchtenden haut, einen kontrast zur sonstigen bevölkerung und ist beinahe immer leicht bekleidet anzutreffen, da sie "vergaß" wie man friert.

    die tatsache, dass sie ein vampir ist, scheint sie psychisch sehr zu belasten. das wird in der szene ihres, zumindest im film, ersten mordes eindeutig, als sie über der leiche gebeugt zum weinen beginnt. man überlebt, indem man den tod anderer in kauf nimmt. sie weiß auch nicht genau, wie sie den kontakt zu oskar aufrechterhalten soll. am beginn des filmes ist sie noch distanziert und möchte mit ihm nichts zu tun haben und sagt ihm auch direkt ins gesicht, dass sie keine freunde werden können. die begebenheiten schweißen beide aber schnell zusammen. die schlüsselszene dürfte gewesen sein, als oskar, eli überredet, etwas zu essen und sie sich übergibt. er umarmt und drückt sie zu seiner brust. eli scheint vom sozialen standpunkt die einzige person zu sein, die oskar wirklich versteht und ihn aus seiner einsamkeit, welche beide zur genüge kennen, retten kann. zu seiner mutter hat er ein gutes verhältnis, aber es scheint als würden sie ernste angelegenheiten nicht interessieren und sie nimmt wider besseren wissens, oskars lügen über seine verletzungen in kauf.

    als eli sich eines tages in oskars bett legt, beschließen sie miteinander zu gehen, wie es kindlich heißt und die gegenseitige zuneigung wird noch stärker.
    nachdem oskar blutsbruderschaft schließen möchte, wird ihm klar, dass eli ein vampir ist. oskar nimmt jedoch die begebenheiten hin, wie sie sind und bleibt auch jetzt an ihrer seite. eine besonders schöne szene war, als eli ihre hand auf die glasfassung der tür legt, auf deren gegenüberliegenden seite, oskar ebenfalls die hand auf ihre presst. nur ein dünnes glas, trennt die beiden und es ist nur eine frage der zeit, bis auch die letzte barriere brechen wird.
    mehr verrate ich nicht. wirklich einer der besten filme seit langem. sei es die aufwendige, ruhige geschichte, charaktere, sporadisch eingesetzte musik und die einmaligen landschaften, welche die ganze atmosphäre nochmals erhöhen.

    aber es sei gesagt, dass die geschichte die beziehung zwischen zwei kindern und deren umwelt beleuchtet und der vampirismus nur eine nebengeschichte darstellt, welcher durchaus blutig gehalten ist. die ruhige geschichte und die beiden protagonisten stehen im vordergrund. also bitte erwartet keine splatterorgie oder einen klassischen vampirfilm

    10/10

    und aus nostalgiegründen
    die kleine prinzessin sara

    Geändert von Leon der Pofi (03.08.2009 um 22:42 Uhr)

  2. #2
    Gestern angeschaut:



    Nun...Mittelmaß würde ich sagen. Die Kampfszenen waren toll, ansonsten war der Film jedoch recht generisch. Für Fans von übertrieben choreographierten Martial-Arts aber bestimmt ein netter Snack für zwischendurch.

  3. #3


    Hätte nicht gedacht das mit die Serie derart gefallen würde. Verdammt lustig und unkonventionell ( Jason auf V Trip ^^, Bills Musik geschmack......), mit einem genialen Soundtrack.

  4. #4

    The Good The Bad The Weird

    Zwischendurch hatte ich den Gedanken, dass dem Film ein Fitzelchen von einem etwas fehlte, doch was genau, wusste ich nicht. Im Grunde war das unfair, denn der Film wusste zu unterhalten.



    Ach, und wieso dachte ich , Quentin Tarantino hätte in diesem Film eine Gastrolle? o.o Habe ich hier mal ein Gerücht von euch aufgeschnappt, oder so?

    Edit: @The Fool : Ah okay, das wirds gewesen sein, danke

    Geändert von Smackin' Isaiah (05.08.2009 um 17:13 Uhr)

  5. #5
    Zitat Zitat von Smackin' Isaiah Beitrag anzeigen
    Ach, und wieso dachte ich , Quentin Tarantino hätte in diesem Film eine Gastrolle? o.o Habe ich hier mal ein Gerücht von euch aufgeschnappt, oder so?
    Mmh, vermutlich hast dus einfach mit Sukiyaki Western Django verwechselt.

  6. #6

    Leon der Pofi Gast
    wilbur wants to kill himself


    einer der intelligentesten filme, die ich bis jetzt sehen durfte. wilbur begeht nach dem tod eines familienmitglieds, für welchen er sich indirekt die schuld gibt, vermehrt suizidversuche und sein leben selbst wird nur leichtfertig geführt. er ist verbittert, sarkastisch, zynisch, besitzt eine direkte persönlichkeit und arbeitet zudem als erzieher mit kindern zusammen, welche seine eigene art jedoch schätzen. nachdem wilbur erneut versucht sich zu suizidieren, zieht er zu seinem bruder, harbour, welcher sich sehr um ihn sorgt und ihn in seiner nähe haben möchte, weil die chance relativ hoch ist, er könne sein vorhaben beenden. harbour lernt in dem buchladen, welchen er von seinem vater erbte, eine frau namens alice und ihre tochter mary kennen. beide verlieben sich und heiraten kurz darauf. wilbur begeht abermals 2 suizidversuche, doch die ironie des lebens kommt bitter und unerwartet. was mich persönlich sehr beeindruckt hat, ist die ernste, jedoch lockere art, wie das thema suizid in diesem film gehandhabt wird. es wird als natürlich dargestellt, da der drang zum suizid schließlich in jedem menschen erweckt werden kann und in den meisten ländern auch als plausible todesursache durchgeht, weil die meisten menschen das potential dafür besitzen. der hauptkern der geschichte ist die beziehung zwischen den vier figuren, welche sehr liebevoll und nachdenklich gestaltet wurde. nichts wirkt aufgesetzt, jede aktion ist nachvollziehbar. der ganze film ist von einem leicht melancholischen, schwarzen charme durchzogen und stimmt sehr nachdenklich, ohne ein schweres gefühl zu hinterlassen.

    10/10



    @zabu klar. aber mein opera wirft das fenster immer irgendwohin, also hab ich mich nicht länger gespielt, sondern laptop gewechselt

    Geändert von Leon der Pofi (05.08.2009 um 23:08 Uhr)

  7. #7
    @Leon: Du weißt schon das es auch Spoiler-Tags gibt?

    Gestern gesehen:



    Irgendwie habe ich nicht damit gerechnet, dass das ein Kinderfilm sein soll. o_O

    3/10

    Und jetzt:



    It's Stiffmeister Time!

    11/10

  8. #8


    Guter Film, hat mir durchgehend gefallen.



    Bam, der war geil. Ebenfalls sehr toll, war nichts Unnötiges dabei, guter Humor und die Szene mit dem Raketenwerfer war selbstverständlich das Sahnehäubchen.



    Mir hat schon die Geschichte sehr gut gefallen, der Film ist aber auch nett umgesetzt worden, hab ich absolut nichts dran auszusetzen, auch wenn ich nicht unbedingt verstanden hab, warum das Ende bzgl. Teddy und Vern abgeändert wurde. Naja, alles in allem gut gemacht.

  9. #9
    Und wieder mal ich.

    Zum einen:



    Nach den sehr faden Vorgängern, finde ich diesen Teil hier wirklich gar nicht mal so schlecht. Mag einfach daran liegen, dass ich das mittelalterliche Setting viel ansprechender finde und Viktor einfach edel ist.
    Ansonsten sollte man natürlich nicht allzuviel Tiefsinn erwarten und die Werwölfe sehen jedoch immernoch recht billig aus. ^^

    sowie...



    Der Film war definitiv gut, das Ende sagte mir - natürlich - sehr zu.
    Das Problem war leider nur: Ich selbst. Da ich vor kurzer Zeit "A Tale of Two Sisters" gesehen habe, wurde mir des Rätsels Lösung irgendwie schon nach kurzer Zeit bewusst, wodurch der auflösende Aha-Effekt bei mir leider keiner mehr war. ^^

    Geändert von The Judge (06.08.2009 um 23:03 Uhr)

  10. #10
    Gut, dass ich in letzter Zeit 2-3 Filme am Tag schaue...










  11. #11


    Something Wicked this Way comes

    Klasse Geschichte, zu großen Teilen gut umgesetzt. Pam Grier als Dust Witch. :creepy: Auch sonst tolle Schauspieler. Nur leider merkt man das Rumfuschen durch Disney an allen Enden - ich hab sowas schon geahnt, bevor ich es gelesen habe.. Dadurch wird aus einem leicht veralteten Klassiker ein etwas shizophrenes Machwerk, das sich nicht ganz entscheiden kann, ob er nun ein Kinderfilm oder ein subtiler Horrorfilm sein will, und in beiden Bereichen nicht wirklich passt.
    Der könnte wirklich eine Neuauflage gebrauchen.

    8 von 10

    Geändert von La Cipolla (08.08.2009 um 08:04 Uhr)

  12. #12

    Leon der Pofi Gast
    @sammy schokobär, du nennst mich suchthaufen? ich hab wenigstens den anstand und sehe einen am tag

    die truman show


    nach wie vor, jim carreys beste rolle. wie reagiert ein mensch, wenn man ihn seit seiner geburt manipuliert, aller freiheiten und natürlicher entwicklung beraubt, ihn in einem großen studio einsperrt, realität vorgaukelt und durch ein ereignis erfährt, dass sein gesamtes leben auf einer lüge basiert. truman war sehr sympathisch und ich persönlich kenne das gefühl, wenn man von jemanden ausgenutzt wird und erst später bemerkt, was wahr ist.

    mir hat besonders die auflösung gefallen, wie truman langsam erkennt, was tatsächlich realität ist. wie zu jedem zeitpunkt am tag, die menschen ihren gleichen beschäftigungen nachgehen, wie die umwelt dann plötzlich reagiert, wenn er spontane dinge versucht (und zum beispiel die schauspieler hinter dem aufzug entdeckt, vom reisen abgehalten wird, bei seiner flucht ihn ein völlig fremder mann mit truman anspricht, seine frau als angst vor ihm plötzlich ihre "werbeeinblendung" unterbricht und schreit, jemand soll ihr helfen) und die erinnerungen an seine große liebe stehen wieder im vordergrund und unterstreichen seine theorie. was mir gefallen hat, dass trotz dieses herben offenbarung , er sich nicht erneut in surreale welt flüchtet, sondern das leben in der echten welt beginnt.

    die comedyeinlagen haben mir sehr gefallen. "wenn du dich unbedingt selbst zerstören willst, dann tu es alleine!" "aber in gesellschaft macht es mehr spaß". gleich passieren wieder die 3 gleichen dinge. fahrrad, alter mann, käfer! wie die statisten auf truman ragieren und bei jeder gelegenheit werbeartikel anpreißen und sich seinem verhalten anpassen. der regisseur gibt zwar vor, ihm jede freiheit zu lassen und sagt scheinbar als wunschdenken, dass er jederzeit gehen könne, wenn er sein leben hinterfragt, hält ihn in wahrheit aber doch nur auf und nimmt am ende sogar den tod seiner "schöpfung" in kauf. eine szene die besonders in erinnerung bleibt, ist der suchscheinwerfer im mond, wie die nacht plötzlich dem tag weicht und er endlich das ende des studios erreicht.

    was mir nicht gefallen hat, waren die bildartefakte und ein ständiges herumspringen, wenn eine szene ruhig blieb. an meinem player oder tv kann es nicht liegen, da alle anderen dvds und bluray einwandfrei funktionieren.

    8/10



    dieser film handelt von james m. barrie, erfinder von peter pan und beleuchtet den hintergrund, wie diese geschichte entstand. james theaterstücke sind nur noch ein mäßiger erfolg, was jedoch nicht an seiner mangelnden phantasie liegt. in der hoffnung, neue inspirationen zu erlangen und nachdenken zu können, besucht er öfter den örtlichen park, in welchem er die witwe sylvia und ihre söhne kennenlernt. während sich die anderen kinder schnell von james phantasiereichen einfällen (ein tanzender bär, statt einem hund, indianerspiele, piraten) mitreissen lassen, wirkt peter eher introvertiert und ernst, was mit dem verlust seins vaters zu begründen ist. sie treffen sich regelmäßig, was die beziehung zu seiner ehefrau gefährdet. beide distanzieren sich immer mehr und die menschen in seinem umfeld, setzen gerüchte in die welt, welche von ehebruch bis zu pädophilen anschuldigungen reichen. james überlässt peter ein gebundenes buch, in welches er seine ideen und träume reinschreiben sollte, was die phantasie des jungen anregt und ihn dazu bringt, ein eigenes, kleinen theaterstück vorzuführen. das schicksal ist jedoch bitter und in dem moment, als peter seine phantasie entdeckt, erkrankt seine mutter schwer und zerstört diese welt erneut. james kümmert sich um sylvia und verwendet die abenteuer und eindrücke dieser familie für sein theaterstück.

    der film war unerwartet gut. die art und weise, wie realität und traumwelten miteinander verschmelzen war gut dargestellt und die geschichte beleuchtete das leben eines mannes, der seine phantasie nicht verlor, sich für andere menschen einsetzte und trotz der adeligen, die vielmehr wie der pöbel agierten, sein ziel weiter verfolgte und einer sterbenden frau halt bot. ob es der realität entspricht, kann ich nicht beurteilen, ich beziehe mich auf den film. die stimmung des film ist sehr ruhig, leicht melancholisch und schafft es, nicht in den kitsch abzugleiten. die botschaft des filmes war für mich persönlich, dass man an seine träume festhalten sollte, auch wenn sie noch so surreal und unwirklich für andere menschen aussehen, aber man sollte auch die realität nicht ausser acht lassen.

    der hund glaubt, er sei ein bär. woher nimmst du dir das recht, ihm seine illusion zu nehmen, wenn er sich doch dafür hält

    9/10


    derzeit hängt mir das 19te jahrhundert im nacken, aber diese zeitspanne mochte ich schon immer. sei es die kleidung, die art zu sprechen oder das aussehen der städte.

    sleepy hollow ist einer der filme, den man sich beruhigt des öfteren ansehen kann, auch wenn er meiner meinung nach zu den schwächeren burtons gehört. ichabod crane genießt bei der new yorker polizei einen zweifelhaften ruf, da er neue methoden verwendet und die verbrechen tatsächlich hinterfragt, eine lösung erzielen möchte. seine handflächen sind von narben gezeichnet, was ebenfalls einige fragen aufwirft. damit man ihn auf distanz hält, schickt man ihn nach sleepy hollow, ein verschlafenes, unwirkliches dorf, in welchem der kopflose reiter eines blutrünstigen, deutschen hessen umherzieht, der mit seinem eigenen schwert enthauptet wurde. (christopher walken. beim ersten mal ansehen, dachte ich immer es sei steve Buscemi). ichabod ist skeptisch und glaubt nicht an diese märchen, bis er selbst zeuge davon wird, wie der hesse sich einen kopf holt und eine leiche näher betrachtet, deren kopf mit einem hieb abgetrennt wurde und sofort die gerinnung stoppte, was von den dorfbewohnern als das feuer des teufels betrachtet wird, da es eine unvorstellbare hitze benötigen würde, es aber keine brandblasen gibt. ichabod versucht nun mit katrina, der tochter seines gastgebers und dem jungen masbath, welcher nach dem tod seines vaters, waise ist, genauere untersuchungen anzustellen und sie sehen, wie sich der reiter aus einem abgestorbenen baum erhebt, was die bestätigung ist, dass es sich tatsächlich um einen untoten reiter handelt, welcher von der person befehligt wird, der seinen kopf besitzt. aber alles ist anders wie es scheint und zwischen allen opfern gibt es eine verbindung, bis katrina von ichabod, zwischen welchen sich eine gewisse beziehung entwickelt, und deren vater selbst zu dem kreis der verdächtigten gezählt wird.

    der film besticht durch eine düstere, surreale atmosphäre und einem tiefen, grau schwarzen grundton, wodurch der blutige kontrast besonders hervorsticht. besonders johnny depp als ichabod crane war wunderbar gespielt, in seiner skeptischen, tollpatschigen art.
    die szenen, die mir besonders in erinnerung blieben, waren ausser dem düsteren dorf und den enthauptungen, wie ichabod das grab des hessen findet und bemerkt, dass der baum blutet, dessen wurzeln abschlägt und mit jedem schlag neues blut emporschoss, bis dessen inhalt zum vorschein kam. der rückblick, wie der hesse starb war auch ein guter kontrast, weil das tiefe schwarz plötzlich von dem grellen schnee unterbrochen wurde. die szene mit der zwillingsschwester, die nach wie vor in den wäldern lebt und ihm als hexe erscheint, blieb auch besonders in erinnerungen. die atmosphäre war durchgehend sehr gut. was mir aber nicht gefallen hat, war das ende, welches viel zu plötzlich offenbart wurde. damit meine ich jedoch nicht den zuschauer, der dies bereits bemerkte, sondern den figuren selbst. das wirkte meiner meinung nach, irgendwie zu schnell abgefertigt.

    8/10

    Geändert von Leon der Pofi (12.08.2009 um 11:28 Uhr)

  13. #13


    Bube, Dame, König, grAs


    Nette Schauspieler, passten gut zur abgedrehten Geschichte, wegen der man dem Film auch das ziemlich konstruierte Finale abnahm. Alles in allem spaßige Sache, das Ende war auch mal was anderes.

  14. #14


    Hach, Guy Ritchie... Wieder ein toller Film mit einer verstrickt-tollen Geschichte. ^^ Hat mir wirklich sehr gut gefallen und ihm Gegensatz zu "Revolver" habe ich die Geschichte auch wirklich verstanden. XD Tolle Darsteller, besonders Mark Strong spielt unglaublich gut. Genial ist die Szene, wo er seinen Leuten zeigt, wie man jemanden eine scheuert. XD Kernige Sprüche, skurille Charaktere und ein genialer Soundtrack. The Subways!

    8/10 Punkten

  15. #15


    Red Dawn oder auf deutsch: Die Rote Flut

    Wernääääääär die Russen kommen

  16. #16
    Labyrinth



    Voll geil! Hätte ich gar nicht mal erwartet.

    Optisch und von den Ideen her klasse, Die (beiden) Schauspieler sind auch passend, wobei David Bowie nicht unbedingt hätte singen müssen. Jennifer Connelli sah damals schon süß aus. Für die Zeit ist die Technik erschreckend gut eingesetzt, nur ein paar Szenen wie der "Endkampf" oder die "Explosion" hätte man noch besser umgehen müssen. Trotz allem noch voll zeitgerecht und absolut unterhaltsam!

    9 von 10

  17. #17

    Leon der Pofi Gast
    @la cipolla kann ich so unterstreichen. ein wirklich guter film.

    pleasantvill


    david ist ein junger mann, dem das leben nicht leicht fällt. introvertiert, schüchtern und lieber in seiner traumwelt als in der realität. so verbringt er viel zeit mit filmen und sieht bevorzugt die serie pleasantvill, aus den fünfziger jahren. in dieser perfekten welt sind alle menschen freundlich, es beträgt immer 23 grad, es gibt keinen regen , baskettbälle treffen immer ihr ziel und jeder respektiert den anderen. die abgründe der menschlichen seele exestieren nicht. seine schwester hingegen ist oberflächlich, offen und geht mit einer gewissen naiviät durchs leben. als ein pleasantvill-marathon im fernsehen ausgestrahlt wird, kommt es zum streit zwischen den beiden geschwistern, da seine schwester ein date erwartet und das zimmer für sich benötigt, bei welchem die fernbedienung beschädigt wird. in diesem moment trifft ein reparaturdienst ein und ein alter mann übergibt ihnen eine ersatzfernbedienung, welche beide in den fernseher zieht und sie direkt nach pleasantvill transportiert. nun finden sich beide in den rollen von bud und mary-sue wieder.

    nach kurzer zeit trifft sich jennifer mit dem freund ihrer fernsehrolle und hat mehr im sinn, als bloße freundschaft und händchenhalten. sexualität ist nicht existent. bis zu diesem augenblick. david hingegen versucht, das gleichgewicht weiterzuerhalten und die monotonie und den frieden zu genießen, doch werden bereits resultate seiner schwester sichtbar. die welt verändert sich, einzelne gegenstände wie blumen werden farbig und ein buch, welches zuvor nur leere seiten enthielt, füllte sich mit text. die neuigkeiten sind für die bevölkerung nicht greifbar und david beginnt, ihnen von anderen büchern zu erzählen, von straßen, die nicht in einem unendlichen kreislauf von vorne beginnen und von einer welt, die dort draussen exestiert und die liste der neuen aspekte lässt sich beliebig fortführen. (das erste feuer, regen, farben, baskettballspieler die verlieren -in dem moment, als sie mit der realität konfrontiert werden ect). aber nicht nur die umwelt verändert sich, sondern auch die menschen werden langsam farbig, da sie menschliche eigenschaften wie der drang nach neuem, bedürfnise, liebe und sexualität entdecken.

    doch schon bald eskaliert die situation, da wo menschliche eigenschaften sind, ist auch der abgrund der menschheit. die farbigen beschäftigen sich mit den eigenen, neu entdeckten bedürfnissen und vernachlässigen ihre alten muster. es bilden sich zwei fraktionen, die farbigen und die schwarzweißen. david hingegen findet seine erste, große liebe und seine serienmutter betrügt ihren mann mit einem künstler, der mit hilfe von david zum ersten mal die schönheit der farben für sich entdeckt. und auch viele andere menschen fühlen sich benachteiligt und verstehen das verhalten der farbigen nicht mehr. so auch der serienvater, der plötzlich alleine ist, wenn er nach hause kommt, kein essen vorfindet und innerhalb kürzester zeit auf sich alleine gestellt ist. es kommt zu einer versammlung, in welcher regeln und normen entworfen werfen, welche die grundbedürfnisse der menschen einschränken. keine farbe, keine musik, keine sexualit, häusliche pflichten. david selbst bringt gewalt in diese welt, indem er einen mann schlägt, der in einer gruppe seiner "mutter" nachstellt. randale beginnen. david und ein künstler, wiedersetzen sich absichtlich den regeln und werden inhaftiert. jennifer hingegen entdeckt die bücher für sich und findet an dem geregelten leben immer mehr gefallen. die rollen der beiden geschwister vertauschen sich beinahe und sie reifen im laufe der geschichte immer mehr heran.

    könnte spoiler beinhalten.


    10/10

    GENAU DAFÜR HABEN WIR HIER SPOILERTAGS LEON >___>! NUTZ SIE GEFÄLLIGST.
    danke. ich bin gerade am anderen pc, und wie oben schon einmal geschrieben, kann ich hier mit opera keine spoiler tags setzen :/
    Doch das kannst du schon indem du einfach [ spoiler ][ /spoiler ] (ohne Leerzeichen in den Klammern) machst

    Geändert von Gala (13.08.2009 um 00:38 Uhr)

  18. #18

    Users Awaiting Email Confirmation

    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Labyrinth



    Voll geil! Hätte ich gar nicht mal erwartet.

    Optisch und von den Ideen her klasse, Die (beiden) Schauspieler sind auch passend, wobei David Bowie nicht unbedingt hätte singen müssen. Jennifer Connelli sah damals schon süß aus. Für die Zeit ist die Technik erschreckend gut eingesetzt, nur ein paar Szenen wie der "Endkampf" oder die "Explosion" hätte man noch besser umgehen müssen. Trotz allem noch voll zeitgerecht und absolut unterhaltsam!

    9 von 10
    Den muss ich mir Unbedingt holen. Als Kind hab' ich den andauernd gesehen. Hat mir an einigen Stellen zu Teil schon etwas Angst gemacht. Zum Beispiel die Idee vom stinkenden Sumpf, dessen Geruch man nie wieder los wird...
    Ich erinner mich leider nur sehr bruchstückhaft an den Film. Wird auf jeden Fall gekauft.


    Letztens gesehen und bin einfach nur hin und weg. Ein Review spar ich mir an dieser Stelle, da ich mir vorstellen kann, dass jeder diesen Film auf seine ganz eigene Art und Weise wahrnimmt. Man sollte an den Film allerdings nicht allzu rational rangehen, damit er sein volles Potential entfalten kann. Audiovisuell aber definitiv schon mal ein Meisterwerk und wer etwas mit der Thematik in Richtung Kreislauf von Leben und Tod anfangen kann und kein Problem damit hat viel für sich selbst interpretieren zu müssen oder offen für etwas philosophische Anregung ist, sollte dem Film eine Chance geben.

  19. #19

    Leon der Pofi Gast
    @damien dito. ein wunderbarer film. ich kann bis heute nicht verstehen, warum er von den kritikern und den zusehern so zerrissen wurde. beim gewöhnlichen publikum gehe ich davon aus, dass sie keine filme mehr gewöhnt sind, wo man nachdenken und interpretieren muss, sondern alle antworten erhalten möchten.

  20. #20
    Die Kritiken waren durchwachsen (einige sehr gute dabei), was ich sehr gut verstehen kann. Der Film hat so seine Schwächen, die man als Kritiker nicht ignorieren sollte. Ob er einem dagegen am Ende gefällt, ist vorrangig immer noch eine Frage von Geschmack und nicht davon, wie "gewöhnlich" man als Filmgucker ist.

    Und untergegangen ist der mit Sicherheit auch, weil simpel und einfach kaum Werbung lief, kaum jemand wusste, dass der im Kino war, und einfach auch, weil es nunmal ein Spartenfilm ist, der nicht 3 mal am Tag in jedem Kino gezeigt wird.
    Zitat Zitat
    beim gewöhnlichen publikum gehe ich davon aus, dass sie keine filme mehr gewöhnt sind, wo man nachdenken und interpretieren muss, sondern alle antworten erhalten möchten.
    Ich gehe davon aus, dass das "gewöhnliche Publikum" noch nie solche Filme gewöhnt war und es auch nie sein wird, weil sich das Kino alleine schon durch seine audiovisuellen Möglichkeiten eher für brachiale Unterhaltung eignet (wie man daran, wie The Fountain aufgezogen ist, auch sehr gut erkennen kann). Ist also wie ein Dramenstück. Nett zu lesen, vielen gefällts - aber eigentlich gehört da schon ne Bühne dazu.

    Außerdem find ich den Film ziemlich holzhammermäßig gegen Ende. Da muss man mit Sicherheit nichts interpretieren - man kann zwar, aber der Hauptpunkt is so oder so absolut deutlich, und das hat auch jeder gemerkt, mit dem ich über den Film geredet hab. Was das dann da für Leute waren und wieso Azteken und Spanier und das Weltall - ist ja am Ende Kleinkram. ...für Kinogänger mit zuviel Langeweile, aber das habe ich nicht gesagt, weil ich es hin und wieder auch interessant finde.

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