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Thema: MIDI vs. MP3?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    @Cuzco:
    Ich habe Deinen Post mal etwas umarrangiert:

    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wieso ich in diesem Forum entweder ignoriert oder blöd angemacht werde. Ich habe das, was ich geschrieben habe keineswegs böse gemeint.
    Ich hatte nicht das Gefühl, dass Du irgendwas böse gemeint haben könntest - allerdings hatte ich auch nicht das Gefühl, ich hätte Dich ignoriert oder blöd angemacht. Falls ich mich für Dich so angehört haben sollte, tut es mir ehrlich Leid.

    Zitat Zitat
    Ich wollte es nicht drauf anlegen, dass ich angefahren werde.
    Du hast dich angefahren gefühlt? Vom mir? Hmm, dann muss ich wohl noch ein wenig an meiner Ausdrucksweise arbeiten....

    Zitat Zitat
    Ich wollte nur meine Meinung (siehe erster Absatz) kund tun und Dein Kompetenzen nicht Mich haben halt nur ein paar Dinge zu einem Post bewogen (ich poste hier eh so wenig) - aber wie immer nimmt mich keiner ernst. (Obwohl ich wirklich versuch habe, sachlich kompetente Beiträge zu schreiben und zu helfen...)
    Wenn ich Dich nicht ernstgenommen hätte, hätte ich wahrscheinlich entweder humorvoll, oder aber gar nicht geantwortet. Ich fand Deinen Beitrag auch weder unsachlich noch inkompetent, auch wenn wir nicht vollkommen einer Meinung sind. Den Vorwurf, zu weit vom ursprünglichen Thread-Thema abgekommen zu sein, müssen wir uns wohl beide gefallen lassen.

    Mein Reply von gestern war ein unter Zeitdruck zustandegekommener "Schnellschuss", worauf ich aber auch hingewiesen hatte.
    So please cut me some slack, man.

    Zitat Zitat
    Nur habe ich (schon wieder) gelesen, dass CDs kälter klingen würden, was entgegen einer weit verbreiteten Meinung nicht zwingend stimmt. Und Verluste gibt es beim Digitalisieren von analogen Material doch auch keine und wenn, dann hängen sie mit der verwendeten Peripherie zusammen.
    Wenn aus einer Sinus-Kurve eine Treppe wird, sehe ich das als einen Verlust, egal wie fein diese Treppe abgestuft ist; und das ist es mMn auch, was einen großen Teil der klanglichen Kälte ausmacht. Schließlich bringt jede "Treppenstufe" ihre eigenen Obertöne mit sich, die selber zwar (zT) weit jenseits der Hörgrenze liegen, aber durch ihre gegenseitigen Überlagerungen und Auslöschungen wiederum Differenzfrequenzen im hörbaren Bereich hinterlassen.

    Zitat Zitat
    Ausserdem wundert es mich einfach, wie Du es schaffst größere *.mp3-Daten als *.wav-Daten zu erzeugen, wobei doch (PCM)*.wav den unkomprimerten Sound beinhaltet.
    Dateigröße direkt nachdem sie von der CD auf der Festplatte gelandet war: 44MB WAV. Nach Konversion zu MP3 in bestmöglicher Qualität mit dem LAME-Encoder: 48MB.
    Wie gesagt: ich will nicht ausschließen, dass ich dabei was falsch gemacht haben könnte, nur sah so halt mein "Testergebnis" aus.

    Zitat Zitat
    Und diese Röhren-Transistor-Diskussion wollte ich auch nicht lostreten. Du brauchst mir nicht den Klangunterschied zwischen Röhren- und Transistor-PreAmps erklären. Ich musste das schon lernen.
    Ja, da habe ich mich ablenken lassen. Worauf ich eigentlich hinauswollte: Es gibt keine linearen Komponenten in der Aufnahme-Elektronik, warum sonst gibt es so viele Micros mit vollkommen unterschiedlichen Kennlinien? Wenn nur eines davon wirklich linear wäre, würde das doch alle anderen überflüssig machen, no? Von den Kennlinien unterschiedlicher Komponenten in den Vorstufen will ich mal nicht anfangen.

    Was unter'm Strich bleibt: es gibt kein lineares Aufnahme-Equipment - es sei denn, man fährt volldigital von der Klangerzeugung an angefangen, womit wir wieder bei MIDI in Verbindung mit hochwertigen Synthesizer/Sampler-Kombinationen angelangt wären. Aber könnte das wirklich "echte" Instrumente ersetzen?

    Zitat Zitat
    Und ich weiß auch für welche Aufnahmen ich welchen PreAmp einsetzen muss. Mir ist sehr wohl klar, dass die Röhre bei zu lautem Signal etwas "sanfter" übersteuert während das beim Transistor volle Kanne hörbar ist, weil die lineare Grenze erreicht ist. Aber das ist für mich nicht das Hauptproblem. Es geht einfach um die Obertoneffekte - wobei es schon stimmt - gerade wenn man Stimmen aufnimmt kann ein kontrolliertes Röhren-Übersteuern sehr schön klingen.
    Was meinst Du mit "lineare Grenze"? Wirklich linear über den gesamten Bereich der Audio-Frequenzen sind weder Transistor- noch Röhren-Komponenten, auch wenn das immer wieder gerne behauptet wird. Was Du hier wohl meinst, ist das Verhalten beim Betrieb jenseits der Leistungsgrenzen, wo der Transistor halt aus jeder Schwingung einfach ein Rechteck macht (vereinfacht gesagt), während die Röhre daraus einen Nadelimpuls mit anschließender kurzer, Oberton-reicher Ausschwingkurve macht. Linear ist beides nicht, was aber eigentlich auch egal ist; denn wie gesagt: hier geht es um einen Spezialfall, eben "Betrieb jenseits der Leistungsgrenzen", was lediglich als Komponente der Klangerzeugung gewünscht ist, nicht bei einer linearen, naturgetreuen Klangwiedergabe. Hier muss man deutlich trennen.
    Sind wir eigentlich inzwischen schon weit genug vom Thema des Ausgangspostes entfernt? ;-)

    Zitat Zitat
    Als Bassist bevorzuge ich auch die Transistortechnik. Wobei ich mit einem Hybrid-Amp spiele. Das heißt, ich kann die Röhre stufenlos zuschalten. Das ersetzt zwar keinen Vollröhrenverstärker, aber es schont den Geldbeutel.
    Wohl wahr... Von der Amp-Diskussion mal abgesehen: Mich schaudert es jedesmal, wenn ich mich mal 'n paar Schritte nach vorne bewege, um Bühnen- mit PA-Sound zu vergleichen. Da kann von linear keine Rede mehr sein.

    Zitat Zitat
    Ach ja, wegen dem Mikrofoniethema: Ich wollte nur sagen, dass das (dann eben) analoge Ausgangssignal aus dem PreAmp (sei es Röhre oder nicht) mit einem digitalen Gerät (PC mit Festplatte) sehr wohl originärer aufgenommen wird, als mit einem Breitspurtonbandgerät.
    Das stimmt ohne Frage, wobei ich die Klang-Eigenschaften meines treuen, alten, mit Silikon aus dem Baumarkt geflickten, Fender 4x10'' Cabinetts schon sehr vermisse, bei DI-Abnahme. Da kommen dann wieder Micros in's Spiel, die halt auch nicht wirklich linear sind. Aber das hatten wir ja schon...

    Zitat Zitat
    Zumindest bei der entsprechenden "Qualität". Es ging mir nur darum, dass analoge Technik immer verfälscht. Und heutzutage muss man das nicht mehr auf analogen Bändern sichern, wenn man es doch verlustfrei und unzerstörbar auf Festplatte kriegt. Und zum Bearbeiten ist es dann eh viel bequemer - man kann direkt mit dem Recording-Programm das Ganze abmischen. Deshalb befürworte ich für meine Verhältnisse eindeutig den digitalen Weg. Er führt zum selben oder besseren Ergebnis, birgt nicht so viel Risiko und ist bequemer.
    Wie ich bereits erwähnte, lässt sich über das "verlustfrei" und "der digitale Weg führt zum selben oder besseren Ergebnis" trefflich streiten, in den anderen Punkten gebe ich Dir aber uneingeschränkt Recht. Es ist in nahezu allen Fällen ein gangbarer Weg, der ein gutes Kosten/Nutzen-Vehältnis bietet. Vielleicht hat es nostalgische Gründe, dass ich so ein Verfechter der analogen Methode bin.

    Zitat Zitat von Sgt. Pepper Beitrag anzeigen
    Gott, würdet ihr bitte mit eurem HiFi-Vodoo aufhören?
    Was soll ich sagen? Wo Du Recht hast, hast Du Recht.
    Ja ja, ich hör' ja schon auf... .


    Nachtrag:
    Zitat Zitat von Sgt. Pepper Beitrag anzeigen
    Niemand hört den Unterschied zwischen 'ner guten mp3 und einer wave.
    Das mag sein, aber um den Bezug zum Ursprungsbeitrag mal wieder herzustellen, behaupte ich mal: Niemand hört den Unterschied zwischen 'nem auf gutem Equipment wiedergegebenen MIDI und 'nem MP3. Dass kein "Normalbürger" so ein Equipment besitzt, ändert ja nichts an dieser Tatsache. Auch die positiven Berichte von Soundfonts-Benutzern hier in diesem Thread weisen darauf hin, was bedeutet, dass die Equipment-Frage voraussichtlich in absehbarer Zeit geklärt werden wird.

    Geändert von Das'O' (24.06.2008 um 10:34 Uhr) Grund: damn typos...

  2. #2
    Zitat Zitat von Das'O' Beitrag anzeigen
    Niemand hört den Unterschied zwischen 'nem auf gutem Equipment wiedergegebenen MIDI und 'nem MP3. Dass kein "Normalbürger" so ein Equipment besitzt, ändert ja nichts an dieser Tatsache.
    Theorie ohne Ende, wenn wann und unter welcher Bedingung.
    In der Praxis ist gute MIDI-Qualität nicht verbreitet.

    Einige haben gute Soundkarten, andere billigere, ältere, Onboard (besonders Laptops) oder welche die kein MIDI mehr selbst haben und statt dessen irgend einen Softwareprozess dafür benutzen.
    Software-Synthesizer selbst konfigurieren wäre möglich, aber wer baut schon fürn Makerspiel seine Soundanlage um.

    MP3 umgeht die Problematik, als Qualität reicht 128kb/s meist locker aus und zu groß ist das auch nicht.

    Lustige Diskussion, aber Praxisfern.

  3. #3
    Zitat Zitat von Corti Beitrag anzeigen
    In der Praxis ist gute MIDI-Qualität nicht verbreitet.
    1. Was soll gute MIDI-Qualität sein? Wie schon mal gesagt wurde, hat MIDI selbst gar keine Qualität, es sind nur Steuerdaten - und sollten diese mal fehlerhaft sein, dann hat man wirklich ein Problem. Das tritt aber eher selten auf. Die Wiedergabequalität hängt von der zur Ausgabe verwendeten Hardware ab, darauf hat MIDI keinen Einfluss. Die Qualität der Hardware wird sich auch in Zukunft weiter verbessern und billiger werden.

    2. In der Praxis kommt heutzutage kaum ein Tonstudio mehr ohne MIDI aus.

    Zitat Zitat
    Einige haben gute Soundkarten, andere billigere, ältere, Onboard (besonders Laptops) oder welche die kein MIDI mehr selbst haben und statt dessen irgend einen Softwareprozess dafür benutzen.
    Software-Synthesizer selbst konfigurieren wäre möglich, aber wer baut schon fürn Makerspiel seine Soundanlage um.

    MP3 umgeht die Problematik, als Qualität reicht 128kb/s meist locker aus und zu groß ist das auch nicht.

    Lustige Diskussion, aber Praxisfern.
    So Praxisfern finde ich es garnicht, wenn man bedenkt, wie sowohl einige User als auch Admins über die Datenmengen stöhnen, wäre MIDI eine gute Alternative.

    Ich hätte kein Problem damit, mir einmalig 'ne 10GB große Soundlibrary runterzuladen; den Traffic spare ich selbst als normaler User über die Jahre wieder ein, wenn (fast) alle Soundtracks dann als MIDIs in Kilobyte-Größe daherkommen.

    Du hast Recht, wenn du sagst, dass MP3 die Problematik umgeht, aber eben auf Kosten des Dateivolumens. Ein Synthesizer, mit einer entsprechenden Sammlung von Filterkonfigurationen bestückt, könnte klanglich die etwa gleiche Qualität bieten, käme dafür aber mit wenigen kb aus.

    Daher ist MIDI für mich eher der Weg der Zukunft; warum fertig erzeugte Klänge mitliefern, wenn man sie auch mit weniger (Daten-)Aufwand direkt beim User erzeugen könnte?

    Ich gebe zu, mit dem, was der Normaluser heutzutage zur Verfügung hat, ist das alles eher noch Utopie, die allerdings bereits in wenigen Jahren Realität werden könnte.

  4. #4
    Zitat Zitat von Das'O' Beitrag anzeigen
    1. Was soll gute MIDI-Qualität sein? Wie schon mal gesagt wurde, hat MIDI selbst gar keine Qualität, es sind nur Steuerdaten
    Du bist ein ekelhafter Klugscheisser und Besserwisser, weisst du das?
    "blablabla i know everything better"

    MIDI-Qualität = Die Qualität die der Nutzer hört, MIDI-File + Soundausgabe

    Zitat Zitat von Das'O' Beitrag anzeigen
    Die Qualität der Hardware wird sich auch in Zukunft weiter verbessern und billiger werden.
    MIDI wird von der Hardwareliste für den Heimnutzer ganz entfernt werden, das ist meine Einschätzung.
    Die Heim-PC Technik geht in Richtung Codierung und Streaming

    Zitat Zitat von Das'O' Beitrag anzeigen
    2. In der Praxis kommt heutzutage kaum ein Tonstudio mehr ohne MIDI aus.
    Big News~ MIDI wurde lange verwendet und wirds auch noch lange werden, weils in solchen Bereichen praktisch ist.
    Ist wie mit Quellcode im Programmierbereich, der geht auch nicht an den Endnutzer, aber damit arbeiten ist praktischer zum editieren.

    Zitat Zitat von Das'O' Beitrag anzeigen
    Daher ist MIDI für mich eher der Weg der Zukunft; warum fertig erzeugte Klänge mitliefern, wenn man sie auch mit weniger (Daten-)Aufwand direkt beim User erzeugen könnte?
    Egal wie Umfangreich eine Datenbank für MIDI-Soundstücke ist, sie kann kein kompletter Ersatz für MP3 sein, Stichwort Sprache und so~
    Zweigleisigkeit traue ich der Industrie nicht zu, Kombinationen machens unnötig kompliziert, tragbare Devices haben nicht den Speicher für Datenbanken für alles mögliche, auch dort ist es besser nur die minimal nötigen Daten codiert zu speichern.

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