Das ist einfach. Ich kann mich ganz eindeutig hierzu rechnen:
Zitat Zitat von Diomedes Beitrag anzeigen
-Künstler: Die Zocker mit dem Blick fürs Detail, die sich leidenschaftlich mit den Charakteren beschäftigen, der Welt, den Monstern, der Story und allem, was das Spiel prägt. Keine Kleinigkeit bleibt ihnen verborgen, und sie können noch ihren Enkeln erzählen, wie nett die Kneipe in Lindblum war, ehe sie von Athmos vernichtet wurde.
Ich persönlich denke, dass Story, Charaktere und Spielwelt eher ein gutes RPG ausmachen. Natürlich sind alle Aspekte wichtig, aber das Gameplay ist für mich selten zum reinen Selbstzweck dar - vielmehr trägt es die Interaktion des Spielers mit der Handlung und der dazugehörigen virtuellen Welt.
Ein RPG mit faszinierender Spielwelt, spannender Geschichte und sympathischen Charakteren aber durchschnittlichem bis miesem Gameplay (zum Beispiel Legend of Mana oder Xenogears/saga) tue ich mir immernoch weit lieber an als Spiele, an denen die Entwickler ihr Technik-Fetisch ausgelebt haben, aber die übrigen oben genannten Aspekte weniger überzeugen (Final Fantasy V).

Natürlich habe ich es am liebsten, wenn in einem Spiel alles hervorragend ist. Dann lasse ich mich auch schonmal wie in Breath of Fire V dazu hinreißen, mit den Möglichkeiten des Gameplays herumzuexperimentieren. Aber das ist leider eher selten.

Ansonsten möchte ich noch sehr viele RPGs kennenlernen und habe deshalb ganz einfach nicht die Zeit, mich wie andere ewig lange mit einem bestimmten System eines bestimmten Spieles zu beschäftigen. Ich bin schon froh, wenn ich alle Grundzüge davon überblicke bzw. mal ausprobiert hab, so durchs gesamte Spiel gekommen bin und es trotzdem Spaß gemacht hat.

Ich habe meistens keine Freude an großartigen Gameplay-Exkursen. Obwohl ich teilweise intensiv über diese Elemente nachdenke, bleibt das eher Theorie. Es ist zwar cool, wenn man aus einem Spiel durch Extremspielweisen etc. mehr herausholen kann, als man zunächst gedacht hat, aber ich lega da doch mehr Wert auf die Mainstreamerfahrung, so wie es sich die Entwickler für den Großteil des Publikums gedacht haben.
Auf diese Weise kann ich mich eher auf die (hoffentlich vorhandene) Schönheit der Orte konzentrieren und mich ewig lange an solchen Details aufhalten. Tatsächlich gewinnt man so eine neue Perspektive auf manche Dinge, genau wie die "Techniker" eine andere Perspektive auf das Gameplay gewinnen. Crescent Lake aus dem ersten Final Fantasy ist eine meiner absoluten Lieblingsstädte aus der Serie. Ich habe sie mir genau angeschaut, war von der Atmosphäre dieses Ortes schon in der NES-Version fasziniert und könnte hier ziemlich lange darüber schwafeln, warum dem so ist -_^ Und das, während andere vielleicht einfach nur hindurchgelatscht sind, ne storyrelevante Szene abgearbeitet haben und es sonst keine weitere Bedeutung für sie hatte.

Im Übrigen kann ich mir auch nicht ohne Weiteres erklären, wie manche Leute Spaß daran haben, sich die Spiele künstlich (sehr viel) schwerer zu machen, wenn diese nicht wirklich derbe zu einfach sind ... aber jedem das Seine ^^