Zitat Zitat von .rhap Beitrag anzeigen
Die Weekly Shounen Jump fährt lieber auf dem alten Eisen weiter , als Newcommer zu begrüßen und dabei Leserzahlen zu riskieren. Die Serien laufen so lange bis die Leserzahlen kritisch werden, danach wird der Serie ein riegel vorgeschrieben und ein neuer nimmt den platz ein. Aber gerade bei beliebten Serien ist es sher unwahrscheinlich dass sie so auf die schnelle Enden. Gerade an Kochikame oder Zatch Bell kann man sehen dass soetwas ziemlich in die länge gehen kann.
So läuft's nun mal eben. Die Leser wissen, was sie erwartet und wenn ihnen etwas gefällt, lassen sie es weiter laufen. Nebenbei läuft in dem Magazin momentan immer noch Neuro und Neuro weicht doch ziemlich vom üblichen Schema des Magazines ab ohne deswegen geschmissen zu werden.

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Was ich sagen will, ich meine, dass es die meisten Shonen Serien durchaus mit "ernsteren" Mangas/Animes aufnehmen könnten, wenn sie sich nicht an diese Vorgaben klammern müssten. Und ich wage auch zu behaupten, dass die industrie sich damit ein Bein stellt. Weil, todernst, welches Kind guckt eine Serie nicht weiter, nur weil nicht ständig "Wir halten zusammen!" gekreischt wird? Und, wichtiger, wie viele Personen anderer Zielgruppen würden dann hinzu kommen?
Naja, es ist Pulp-Literatur und man liest Pulp nicht unbedingt weil es inovativ und fordernd ist. Außerdem ist die Verlagslinie kein Geheimnis. Wenn diese einem nicht passt, kann man auf ein anderes Magazin wechseln.
Außerdem hat man auf dem üblichen Rezept durchaus auch sehr interessante Geschichten hervorgebracht, wie z.B. Rabu Roma und Hikaru no Go. Es ist nicht, dass die Beschränkung an sich das Problem wäre. Der unkreative Umgang mit den Grenzen ist es, der stört.
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Nun kann man ja auch meinen, dass die entsprechenden Shonen-Botschaften die japanische Gesellschaft in ihrer Einigkeit und ihrer Produktivität festigen sollen. Aber selbst dann kann ich mir nicht vorstellen, dass ein subtiler Einsatz der Thematik das nicht besser herüberbringen könnte.
Wenn du vom Shounen Jump sprichst, dann irrst du dich. Die offensichtliche Moral der Geschichten entspricht der bekannten Verlagslinie. Alle sonstigen normativen Inhalte stammen vom Mangaka oder vom ihm unterstützenden Redakteur (sofern dieser die Geschichte für den Mangaka schreibt. Das kommt oft genug vor, ist aber nicht unbedingt die Regel soweit mir bekannt.)

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Ich eröffne diesen Thread, weil ich es extrem auffällig finde, wie sehr sich dieses Genre durch die Definition als solches selbst beschneidet.
Hier irrst du ebenfallst. Die Genre werden nicht durch den Inhalt, sondern durch die Altersklasse der Leserschaft definiert. Die Verlagslinien sind unterschiedlich und dementsprechend bekommt man von jedem Verlag andere Comics für dasselbe Publikum präsentiert.

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Weil, wenn man allen Hype, alle Klischees mal hinter sich lässt, haben viele modernen Shonen Serien (Naruto, One Piece, Bleach, usw.) tolle Charaktere und oft sogar komplexe und einfallsreiche Storys.
Ehrlich gesagt ist HunterxHunter so ziemlich die einzige "moderne" Shounen, die wirklich inovativ war. Dies war insofern wie sie dem üblichen Powerup-Schema einen Riegel vorschob und eine wesentlich strategischere Herangehensweise an die Kämpfe forderte. Jojo war auch noch relativ gut. Es schlug einen vergleichbaren Weg ein, d.h.eher strategische Kämpfe und wenig Power-ups.

Naruto orientierte sich zu Beginn der Serialisation an den klassischen Stereotypen des Ninja-Manga, schwang aber leidlicherweise ziemlich schnell auf die heutzutage übliche gewordene Ninja=Psychoniker-Linie ein.
Bleach war nie herausragend. Es hatte alles - Powerups, immer größere Gegner und die Secret Ogranisation behind it all.
One Piece rettet sich haptsächlich durch abwechslungsreiches Design (man denke nur an die Steine-Gras-Wasser-Umgebungen von Dragonball und Naruto ) und krasse Erfüllung der Stereotypen. Es versucht nicht, niemals, subtil zu sein.